Simon und Ines sind ein glückliches Paar - sie erwarten sogar ein zweites Kind. Als bei Simon Krebs diagnostiziert wird, wird ihr gemeinsames Leben in seinen Grundfesten erschüttert. Doch statt zu erstarren, nehmen sie die Herausforderung an, leben jeden Tag ganz intensiv und beginnen zu bloggen, um Mut zu machen, aber auch um einen Stammzellenspender für Simon zu finden. Bei den Registrierungsaktionen mit der DKMS werden für viele andere Erkrankte Spender gefunden. Simon kann so viele Leben retten, verliert am Ende aber dennoch sein eigenes. Im Juli 2018 mussten Ines und die Kinder sich von ihrem Mann und Papa verabschieden. In ihrem berührenden Memoir schreibt Ines Gillmeister über den langen Weg ihres Mannes, über Zweifel und Hoffnungslosigkeit und lange Nächte im Krankenhaus, aber auch über das Glück der Anteilnahme, die Hilfsbereitschaft so vieler Menschen und das tägliche Miteinander einer Familie, die beschlossen hat, sich nicht unterkriegen zu lassen.
Kundinnen und Kunden meinen
5.0/5.0
Bewertung
aus Pfedelbach
5/5
14.02.2019
eBook (ePUB)
Eine sehr ergreifende Geschichte...
Rock den Himmel, mein Held. Eine Geschichte aus dem Leben von Ines und Simon, die gerade ihre Familienplanung in Angriff nehmen, als die Diagnose Krebs gestellt wird. Für Simon beginnt ein Kapf, der Höhen und Tiefen hat und leider am Ende zugunsten des Krebses Kunibert endet.
Ich bin tief gerührt von Ines' Ehrlichkeit in diesem Buch. Sie versucht nicht, sich besonders gut hinzustellen, spricht auch an, dass sie sicherlich hier und da Fehler gemacht hat. Ich habe neben dem Krankheitsverlauf von Simon auch die beiden Kinder kennenlernen dürfen und beim Lesen richtig gespürt, wie viel Liebe in der Familie herrscht. Auch wenn die Liebe vielleicht manchmal unter dem Krebs reiden musste, war sie doch immer da. Je schlechter es Simon im Verlauf geht, desto mehr Tränchen sind bei mir geflossen. Die Hilflosigkeit, der Ines und Simon ausgeliefert waren, hat sich komplett auf mich übertragen. Am liebsten hätte ich meine Stammzellen gespendet. Aber ich war wie viele andere leider keine passende Spenderin.
Ich konnte (so denke ich) recht gut mitfühlen, wie es Ines ergangen sein muss. Sie erzählt die Geschichte mit viel Ehrlichkeit, was sie sehr ergreifend macht.
Ich glaube das Buch rückt vieles im eigenen Leben ein bisschen zurecht, und wenn es nur einer Person hilft, Kräfte zu sammeln, hat es seinen Zweck schon erfüllt!
Bewertung
aus Berlin
5/5
14.02.2019
eBook (ePUB)
Dankbar!
Ich kannte Simon persönlich und bin Ines unendlich dankbar für dieses Buch. Jeder von uns hat mit diesen berührenden Zeilen die Möglichkeit, Simon noch einmal nahe zu sein und ihn auf seinem letzten Weg zu begleiten. Dankeschön, Ines und bleib weiter so stark!
Bewertung
aus Neunkirchen
5/5
12.02.2019
eBook (ePUB)
Ganz tolles Buch
Witzig, traurig, ergreifend, informativ. Dieses Buch ist absolut empfehlenswert. Man lacht mit, man leider mit und man kämpft mit beim lesen. Ich hab das Buch förmlich verschlungen und musste ständig weiterlesen.
Klarer Kauftipp!!
Butterblume1508
aus Kreis RE
5/5
20.04.2019
Buch (Taschenbuch)
Ein ganz ganz toll geschrieben…
Ein ganz ganz toll geschriebenes Buch. Es hat mir viel gegegeben dieses Buch zu lesen und ich wünsche mir das es sehr viele lesen und sich typisieren lassen! Ein Buch was Mut macht und einfach positiv ist und meine Denkweise auch teilweise positiv verändert hat! Ein ganz tolles Buch und absolut 5 Sterne wert!
Tine_1980
5/5
29.03.2019
Buch (Taschenbuch)
Bewegende Geschichte über den Krebs
Simon und Ines sind ein glückliches Paar – sie erwarten ein zweites Kind. Als bei Simon Krebs diagnostiziert wird, bricht erst mal alles zusammen. Doch statt zu erstarren, nehmen sie den Kampf, die Herausforderung an, genießen jeden Tag ganz intensiv und beginnen zu bloggen. Sie möchten unbedingt einen Stammzellenspender für Simon finden und auch Mut machen. Bei der Aktion mit der DKMS finden sich Spender, aber nicht für Simon. So hat er dadurch anderen Erkrankten ein längeres Leben geschenkt, aber die Familie musste sich im Juli 2018 von ihrem Helden verabschieden. Dies ist ein Buch über den langen Weg ihres Mannes, über die Aufenthalte im Krankenhaus, aber auch die Gefühle von Zweifel, Hoffnungslosigkeit bis hin zu einer Hilfsbereitschaft, die man so nicht erwartet hat und einer Familie, die versucht noch so viel Erinnerungen wie möglich zu erschaffen.
Wie ungerecht das Leben doch spielt, konnte man schon in vielen Büchern lesen. Auf dieses bin ich durch eine Reportage aufmerksam geworden. Dort sprach Ines Gillmeister über ihren Verlust. Sie war gefasst und dennoch machte sie einen „älteren, abgekämpften“ Eindruck, was auch völlig verständlich ist.
Das Buch erzählt die Geschichte vom Kennenlernen, über das erste Auftreten des Krebses bis hin zum Tod von Simon. Es wird nichts beschönigt, alles direkt so an den Leser weitergegeben, wie es passiert ist und macht einem klar, wie unfair das Leben sein kann.
Die Zwei führten eine schöne Beziehung, man spürt den Zusammenhalt, die unbändige Kraft und den Kampf, den Simon mit seiner Familie gegen „Kunibert“ führt.
Der Schreibstil war für mich etwas nüchtern gehalten, was aber nicht als Nachteil zu sehen ist. So musste ich nicht mit den Tränen kämpfen, sondern einfach „nur“ schlucken. Es ist für die Vier ein Geschenk gewesen, doch noch einige Jahre zusammen erleben zu dürfen und diese mit vielen Erinnerungen füllen zu können. Teils bekamen sie Unterstützung und konnten so schöne Ausflüge erleben, doch immer war Kunibert dabei und die Angst, dass es durch einen unvorhersehbaren Krankenhausaufenthalt doch nicht klappte.
Simon war stark und hat erst zum Ende hin aufgegeben, erst dann wurde über die Beerdigung gesprochen, erst dann hat er seine Wünsche geäußert. Vorher wurde immer in Abschnitten geplant. Was steht bis zur nächsten Chemo an? Was erreicht man als nächstes? Bald ist der 10. Geburtstag der Tochter, erlebe ich diesen noch? Und immer war der Wunsch da „Ja“ zu sagen und auch diese Einstellung hat meiner Meinung nach viel geholfen, ihn so lange gegen Kunibert gewinnen zu lassen.
Ines gehört mein größter Respekt, sie hat Simon vom Anfang bis zum Ende begleitet und ihm immer wieder seine Hilfe angeboten. Auch wenn sie am Ende war, hat sie ihm die nötige Zuversicht gegeben und sich durch ihre eingeholten Informationen und ihre Aktionen über Wasser gehalten. Es muss verdammt schwer sein, zwei Kinder bei Laune zu halten und gleichzeitig um das Leben seines Mannes zu fürchten. Jeden Tag aufs Neue den Kopf nach oben zu recken, ein Lächeln aufzusetzen und zu funktionieren, muss eine immense Kraft kosten und dass sie nicht an der Belastung kaputt gegangen ist, ist bewundernswert.
Es werden die schönen, aber auch die kraftraubenden, schweren Zeiten gezeigt, doch immer wieder sieht man, dass die Beiden einfach zusammen gehören.
Was ich besonders gelungen fand, waren die Erklärungen, die Ines ihren Kindern wegen des Krebses und der Chemo gegeben hat und wie sich dies auch durch das gesamte Buch gezogen hat.
Was ich erschreckend fand, war die Tatsache, dass sich viele Freunde nicht mehr gemeldet haben. Dass eine Hemmschwelle da ist, man nicht weiß, was man sagen soll, es bis zu einem gewissen Maß von sich fernhalten will, ist verständlich. Aber dass man so allein gelassen wird, ist wirklich traurig. Hier war Ines wohl auch zu recht sehr enttäuscht.
Ein Buch zum Mut machen, zum Aufrütteln sich typisieren zu lassen und ein Memoire für Simon, der zeigen soll, wie viel Kraft es kostet, aber wie wertvoll jeder Tag mit seinen Lieben auch ist. Berührend und eine wundervolle Familie!
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