Produktbild: We Were Eight Years in Power

We Were Eight Years in Power Eine amerikanische Tragödie

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

25.09.2019

Verlag

Fischer Taschenbuch Verlag

Seitenzahl

416

Maße (L/B/H)

19/12,5/2,9 cm

Gewicht

456 g

Auflage

2. Auflage

Originaltitel

We Were Eight Years in Power. An American Tragedy

Übersetzt von

Britt Somann-Jung

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-596-70437-8

Warnhinweis

nicht erforderlich.

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

25.09.2019

Verlag

Fischer Taschenbuch Verlag

Seitenzahl

416

Maße (L/B/H)

19/12,5/2,9 cm

Gewicht

456 g

Auflage

2. Auflage

Originaltitel

We Were Eight Years in Power. An American Tragedy

Übersetzt von

Britt Somann-Jung

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-596-70437-8

Herstelleradresse

FISCHER Taschenbuch
Hedderichstr. 114
60596 Frankfurt
DE

Email: produktsicherheit@fischerverlage.de

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Arisierung american style

S.A.W am 09.10.2019

Bewertungsnummer: 1253269

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Coates entlarvt die verschwiegenen Wurzeln des amerikanischen Traums und erklärt damit, warum die Handlungen des ersten schwarzen Präsidenten der USA so effizient konterkariert wurden: Was viele vergessen haben: Die ersten 100 Jahre waren die USA von den Südstaaten dominiert (Washington und Jefferson waren Sklavenhalter in Virginia). Der Reichtum der Staaten wurde von ausgebeuteten Sklaven geschaffen auf dem Land, das man den Indianern gestohlen hatte. Nur so konnte man die Entrechteten und Armen aus Europa anlocken und ihnen ein materiell besseres Leben in Wohlstand versprechen. Die Sklaverei war nicht etwa ein Betriebsunfall, der 1863 abgeschafft wurde, sondern konstituierender Bestandteil des amerikanischen Erfolgs. Sie funktionierte wie eine verschleierte Arisierung: Sie wie die Nazis das Geld der Juden an die Arier verteilten und die Kommunisten die Länder der Adligen an die Bauern, so verschenkten die Politiker Amerikas das Land der Indianer und die Arbeitskraft der Sklaven an weiße, blonde Europäer. Der Rassismus der WASPs ist daher ein Ableger des arischen Rassismus, funktioniert ähnlich und taucht als faschistisches Aryan-Movement der USA wieder auf. Eben deswegen fühlte sich das politische Gerüst der USA vom ersten schwarzen Präsidenten derart provoziert, weil die amerikanische Wirtschaft die Ausbeutung von sklavenähnlichen Massen immer noch braucht. Der Kampf der Weißen tobt gegen die Gefahr, das Privileg der weißen Geburt zu verlieren und ins Prekariat der schwarzen Sklaven abzusinken. Trump versprach, die Zeit zurückzudrehen und alle Weißen in den Olymp des Wohlstands zurückzuheben, indem zu den schwarzen auch die lateinamerikanischen Prekariatsbewohner dazugezählt werden, die man hemmungslos misshandeln darf. So tobt derzeit ein Kulturkampf zwischen den Anhängern der privilegierten weißen Geburt und den Verfechtern echter Chancengleichheit. Diese ist aber nur herzustellen, wenn die USA ihre Wurzeln in Rassismus, Sklaverei und Genozid reflektiert und aufarbeitet. Was das Gelingen dieses Projekts betrifft, ist der Afro-Amerikaner Coates äußerst pessimistisch – aus eigener leidvoller Erfahrung. DR. Rüdiger Opelt, Autor von „Das Ende des Patriarchats: Natur, Liebe, Schönheit, Frieden.“

Arisierung american style

S.A.W am 09.10.2019
Bewertungsnummer: 1253269
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Coates entlarvt die verschwiegenen Wurzeln des amerikanischen Traums und erklärt damit, warum die Handlungen des ersten schwarzen Präsidenten der USA so effizient konterkariert wurden: Was viele vergessen haben: Die ersten 100 Jahre waren die USA von den Südstaaten dominiert (Washington und Jefferson waren Sklavenhalter in Virginia). Der Reichtum der Staaten wurde von ausgebeuteten Sklaven geschaffen auf dem Land, das man den Indianern gestohlen hatte. Nur so konnte man die Entrechteten und Armen aus Europa anlocken und ihnen ein materiell besseres Leben in Wohlstand versprechen. Die Sklaverei war nicht etwa ein Betriebsunfall, der 1863 abgeschafft wurde, sondern konstituierender Bestandteil des amerikanischen Erfolgs. Sie funktionierte wie eine verschleierte Arisierung: Sie wie die Nazis das Geld der Juden an die Arier verteilten und die Kommunisten die Länder der Adligen an die Bauern, so verschenkten die Politiker Amerikas das Land der Indianer und die Arbeitskraft der Sklaven an weiße, blonde Europäer. Der Rassismus der WASPs ist daher ein Ableger des arischen Rassismus, funktioniert ähnlich und taucht als faschistisches Aryan-Movement der USA wieder auf. Eben deswegen fühlte sich das politische Gerüst der USA vom ersten schwarzen Präsidenten derart provoziert, weil die amerikanische Wirtschaft die Ausbeutung von sklavenähnlichen Massen immer noch braucht. Der Kampf der Weißen tobt gegen die Gefahr, das Privileg der weißen Geburt zu verlieren und ins Prekariat der schwarzen Sklaven abzusinken. Trump versprach, die Zeit zurückzudrehen und alle Weißen in den Olymp des Wohlstands zurückzuheben, indem zu den schwarzen auch die lateinamerikanischen Prekariatsbewohner dazugezählt werden, die man hemmungslos misshandeln darf. So tobt derzeit ein Kulturkampf zwischen den Anhängern der privilegierten weißen Geburt und den Verfechtern echter Chancengleichheit. Diese ist aber nur herzustellen, wenn die USA ihre Wurzeln in Rassismus, Sklaverei und Genozid reflektiert und aufarbeitet. Was das Gelingen dieses Projekts betrifft, ist der Afro-Amerikaner Coates äußerst pessimistisch – aus eigener leidvoller Erfahrung. DR. Rüdiger Opelt, Autor von „Das Ende des Patriarchats: Natur, Liebe, Schönheit, Frieden.“

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We Were Eight Years in Power

von Ta-Nehisi Coates

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