Produktbild: We were eight years in power

We were eight years in power Eine amerikanische Tragödie

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

12.03.2018

Verlag

Hanser Berlin in Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG

Seitenzahl

416

Maße (L/B/H)

21,8/14,6/3,8 cm

Gewicht

616 g

Auflage

1

Übersetzt von

Britt Somann-Jung

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-446-25910-2

Beschreibung

Rezension

„Ta-Nehisi Coates ist der Autor, den man jetzt lesen muss, wenn man verstehen will, wie die USA funktionieren, immer funktioniert haben; zwischen Sklaverei und Bürgerkrieg, zwischen dem ersten schwarzen Präsidenten Barack Obama und ,dem ersten weißen Präsidenten‘ Donald Trump, wie ihn Coates in einem seiner weit ausgreifenden Essays nennt, in denen sich die Angriffslust und der Rhythmus des Hip-Hops mit der Klarheit und Direktheit der Argumente mischen, die man dadurch erreicht, dass man sich als Autor offen und verletzlich zeigt.“ Georg Diez, Der Spiegel, 31.03.2018
„Der amerikanische Journalist Ta-Nehisi Coates analysiert die Situation gut, er sagt sehr überzeugend, dass sich letztlich die ganze Trump-Bewegung auf tief sitzenden Rassismus zurückführen lässt. Ich denke, das stimmt." Daniel Kehlmann im Interview bei ZEIT Campus, 20.03.2018
„‚We Were Eight Years in Power‘ ist nicht weniger leidenschaftlich als ‚Zwischen mir und der Welt‘ und genauso deutlich.“ Sacha Verna, NZZ am Sonntag, 25.03.2018
„Der Stil ist großartig, er hat Sound, er hat Rhythmus, Suggestivkraft. Das sind großartige Essays. Das bislang beste Buch, das das aktuelle Elend im Weißen Haus erklären kann." Mario Scalla, hr2 kultur, 23.03.2018
„Coates’ großes Talent als Autor tritt darin zutage, dass er politische Analyse und historische Rückschau mit Reportage-Elementen zu verbinden weiß. Und sich dabei immer wieder selbst einbezieht. So hilft er, Strukturen der US-amerikanischen Gesellschaft besser zu verstehen auf eine Weise, die intellektuell fordert und emotional berührt zugleich.“ Marie-Sophie Adeoso, Frankfurter Rundschau, 24.03.2018
„‚We were eight years in power‘ ist ein besonderes Buch, schon wegen der Machart. Ungewöhnlich offen schildert Coates eigene Konflikte und Fragen, was ihn nahbarer und souveräner macht als andere Kommentatoren des Zeitgeschehens. Der Stoff des meisterhaften Buches erschüttert.“ Caspar Dohmen, SWR2, 27.03.2018
„Coates hält dem weißen Rassismus einen Spiegel vor und wird von der liberalen, intellektuellen (und vielfach weißen) Elite dafür geliebt. Coates fasziniert als intellektuelle Figur, weil er den amerikanischen Traum gleichzeitig kritisiert […] und verkörpert.“ Anna Goldenberg, Falter, 14.03.2018
„Die Power, der Trotz und die Resignation und der Stolz, die in diesem Titel zu Wort kommen, sind der Spirit und der Stil dieses Buchs und seines einzigartigen Autors.“ Tobias Rüther, FAS, 11.03.2018
„Die Essays von Ta-Nehisi Coates zeichnen ein düsteres Sittengemälde Amerikas, eigenwillig und verstörend, in rauer, schöner, manchmal sperriger Sprache.“ Katja Ridderbusch, Deutschlandfunk, 12.03.2018
„Eine enge Verknüpfung von Politik, Poesie und Popkultur prägt den unverkennbaren Sound der Essays. Jedem Essay hat Coates ein persönliches, oft erfrischend selbstkritisches Intro vorangestellt, das die Texte in den Zusammenhang stellt, in dem sie entstanden. Ein ebenso persönliches wie historisch-politisches Resümee der Obama-Ära.“ Dietrich Roeschmann, Badische Zeitung, 11.04.2018

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Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

12.03.2018

Verlag

Hanser Berlin in Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG

Seitenzahl

416

Maße (L/B/H)

21,8/14,6/3,8 cm

Gewicht

616 g

Auflage

1

Übersetzt von

Britt Somann-Jung

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-446-25910-2

Herstelleradresse

Carl Hanser Verlag GmbH & Co.KG
Kolbergerstr. 22
81679 München
DE
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Arisierung american style

S.A.W am 09.10.2019

Bewertungsnummer: 1253269

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Coates entlarvt die verschwiegenen Wurzeln des amerikanischen Traums und erklärt damit, warum die Handlungen des ersten schwarzen Präsidenten der USA so effizient konterkariert wurden: Was viele vergessen haben: Die ersten 100 Jahre waren die USA von den Südstaaten dominiert (Washington und Jefferson waren Sklavenhalter in Virginia). Der Reichtum der Staaten wurde von ausgebeuteten Sklaven geschaffen auf dem Land, das man den Indianern gestohlen hatte. Nur so konnte man die Entrechteten und Armen aus Europa anlocken und ihnen ein materiell besseres Leben in Wohlstand versprechen. Die Sklaverei war nicht etwa ein Betriebsunfall, der 1863 abgeschafft wurde, sondern konstituierender Bestandteil des amerikanischen Erfolgs. Sie funktionierte wie eine verschleierte Arisierung: Sie wie die Nazis das Geld der Juden an die Arier verteilten und die Kommunisten die Länder der Adligen an die Bauern, so verschenkten die Politiker Amerikas das Land der Indianer und die Arbeitskraft der Sklaven an weiße, blonde Europäer. Der Rassismus der WASPs ist daher ein Ableger des arischen Rassismus, funktioniert ähnlich und taucht als faschistisches Aryan-Movement der USA wieder auf. Eben deswegen fühlte sich das politische Gerüst der USA vom ersten schwarzen Präsidenten derart provoziert, weil die amerikanische Wirtschaft die Ausbeutung von sklavenähnlichen Massen immer noch braucht. Der Kampf der Weißen tobt gegen die Gefahr, das Privileg der weißen Geburt zu verlieren und ins Prekariat der schwarzen Sklaven abzusinken. Trump versprach, die Zeit zurückzudrehen und alle Weißen in den Olymp des Wohlstands zurückzuheben, indem zu den schwarzen auch die lateinamerikanischen Prekariatsbewohner dazugezählt werden, die man hemmungslos misshandeln darf. So tobt derzeit ein Kulturkampf zwischen den Anhängern der privilegierten weißen Geburt und den Verfechtern echter Chancengleichheit. Diese ist aber nur herzustellen, wenn die USA ihre Wurzeln in Rassismus, Sklaverei und Genozid reflektiert und aufarbeitet. Was das Gelingen dieses Projekts betrifft, ist der Afro-Amerikaner Coates äußerst pessimistisch – aus eigener leidvoller Erfahrung. DR. Rüdiger Opelt, Autor von „Das Ende des Patriarchats: Natur, Liebe, Schönheit, Frieden.“

Arisierung american style

S.A.W am 09.10.2019
Bewertungsnummer: 1253269
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Coates entlarvt die verschwiegenen Wurzeln des amerikanischen Traums und erklärt damit, warum die Handlungen des ersten schwarzen Präsidenten der USA so effizient konterkariert wurden: Was viele vergessen haben: Die ersten 100 Jahre waren die USA von den Südstaaten dominiert (Washington und Jefferson waren Sklavenhalter in Virginia). Der Reichtum der Staaten wurde von ausgebeuteten Sklaven geschaffen auf dem Land, das man den Indianern gestohlen hatte. Nur so konnte man die Entrechteten und Armen aus Europa anlocken und ihnen ein materiell besseres Leben in Wohlstand versprechen. Die Sklaverei war nicht etwa ein Betriebsunfall, der 1863 abgeschafft wurde, sondern konstituierender Bestandteil des amerikanischen Erfolgs. Sie funktionierte wie eine verschleierte Arisierung: Sie wie die Nazis das Geld der Juden an die Arier verteilten und die Kommunisten die Länder der Adligen an die Bauern, so verschenkten die Politiker Amerikas das Land der Indianer und die Arbeitskraft der Sklaven an weiße, blonde Europäer. Der Rassismus der WASPs ist daher ein Ableger des arischen Rassismus, funktioniert ähnlich und taucht als faschistisches Aryan-Movement der USA wieder auf. Eben deswegen fühlte sich das politische Gerüst der USA vom ersten schwarzen Präsidenten derart provoziert, weil die amerikanische Wirtschaft die Ausbeutung von sklavenähnlichen Massen immer noch braucht. Der Kampf der Weißen tobt gegen die Gefahr, das Privileg der weißen Geburt zu verlieren und ins Prekariat der schwarzen Sklaven abzusinken. Trump versprach, die Zeit zurückzudrehen und alle Weißen in den Olymp des Wohlstands zurückzuheben, indem zu den schwarzen auch die lateinamerikanischen Prekariatsbewohner dazugezählt werden, die man hemmungslos misshandeln darf. So tobt derzeit ein Kulturkampf zwischen den Anhängern der privilegierten weißen Geburt und den Verfechtern echter Chancengleichheit. Diese ist aber nur herzustellen, wenn die USA ihre Wurzeln in Rassismus, Sklaverei und Genozid reflektiert und aufarbeitet. Was das Gelingen dieses Projekts betrifft, ist der Afro-Amerikaner Coates äußerst pessimistisch – aus eigener leidvoller Erfahrung. DR. Rüdiger Opelt, Autor von „Das Ende des Patriarchats: Natur, Liebe, Schönheit, Frieden.“

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