Produktbild: Alles unter dem Himmel
Band 2282

Alles unter dem Himmel Vergangenheit und Zukunft der Weltordnung

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

22.01.2020

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

266

Maße (L/B/H)

17,7/11,1/1,7 cm

Gewicht

163 g

Farbe

Dunkellila / Karamell

Auflage

7. Auflage

Originaltitel

Tianxia. A Possible World of All-under-heaven System

Übersetzt von

Michael Kahn-Ackermann

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-29882-4

Beschreibung

Rezension

»Das Buch ist eine gute Grundlage für jene, die Analysemuster, die Gestaltungsstrukturen und die mächtigen Durchsetzungskräfte Chinas verstehen wollen.« ("Berliner Zeitung")
»Kaum ein Buch erklärt besser die vorherrschende Philosophie unserer asiatischen Zukunft.« ("ZEITmagazin")
»[Es wäre] zu einfach, Zhao Tingyang als einen KP-Philosophen abzutun, der nur in Worte fasst, was die Parteiführung denkt oder gern denken ließe. Dafür ist er zu klug, zu belesen und zu kritisch.« ("DER SPIEGEL")
»Zhao Tingyang ist einer der einflussreichsten zeitgenössischen Philosophen Chinas.« ("The Washington Post")

»Zhao formuliert nichts weniger als eine chinesische Antwort auf Immanuel Kants Schrift
Zum ewigen Frieden ...
«
("Der Tagesspiegel")
»Chinareisende, vor allem solche aus Politik und Wirtschaft, sollten das Buch vor Reiseantritt dringend lesen!« ("Sirius")
»Ein bedeutender philosophischer Text, der die chinesische Staatsphilosophie und das chinesische philosophische Denken schlechthin bündelt und daraus den Entwurf einer neuen Weltordnung darstellt, die Vergangenheit und Zukunft miteinander verbindet und mehr ein Weg als eine Zeitachse ist. Gerade, um Chinas aktuelles weltpolitisches Denken zu verstehen, ist es angeraten, sich mit Zhao Tieng Yang zu beschäftigen.« ("Studiosus Bücherschau")

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

22.01.2020

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

266

Maße (L/B/H)

17,7/11,1/1,7 cm

Gewicht

163 g

Farbe

Dunkellila / Karamell

Auflage

7. Auflage

Originaltitel

Tianxia. A Possible World of All-under-heaven System

Übersetzt von

Michael Kahn-Ackermann

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-29882-4

Herstelleradresse

Suhrkamp Verlag
Torstraße 44
10119 Berlin
DE

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  • bücherwurm24

    aus Deutschland

    5/5

    22.05.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Geniale Mischung aus Geschicht…

    Geniale Mischung aus Geschichtswissenschaft, Soziologie, Politikwissenschaft und Geschichtsphilosophie. Wie können völlig verschiedene Kulturen miteinander leben und auskommen, trotz aller Unterschiede? Wie ist dies immer und immer wieder den verschiedenen Dynastien im chinesischen Riesenreich gelungen? Das ist der Ansatz Zhaos. Auch ohne extrem genaue Kenntnisse der chinesischen Geschichte und der chinesischen Klassiker kann man dieses großartige Buch lesen und seinen Gedankengang verfolgen. Eines der wenigen aktuellen Bücher zum Thema Philosophie das keine Professorenphilosophie für Philosophieprofessoren ist. Lesenswert.

  • Bewertung

    5/5

    09.06.2022

    Buch (Taschenbuch)

    Wer die veränderte chinesische...

    Wer die veränderte chinesische Politik im 21. Jahrhundert begreifen will, sollte dieses Buch unbedingt genauestens studieren. "Tianxia" ist in Europa ein weithin unbekannter Begriff, den man sich doch unbedingt einprägen sollte. Politischen Daoismus könnte man es nennen.

  • Peer

    aus Magdeburg

    4/5

    24.05.2020

    Buch (Taschenbuch)

    Zhao hat mit der Streitschrift…

    Zhao hat mit der Streitschrift "Alles unter dem Himmel" für Europäer seine Sichtweise der zukünftigen Weltpolitik umfassend auf philosophischer Basis dargestellt. Von der ich annehmen muss, dass sie sich mit der Sichtweise der gegenwärtigen chinesischen Regierung weitgehend deckt. Vorweg: diese Sichtweise ist für mich in höchstem Maße erschreckend. Mir liefen beim Lesen kalte Schauer über den Rücken. Trotzdem und gerade deshalb möchte ich jedem philosophisch interessierten Leser diese Buch dringendst anraten. Ich hoffe europäische oder amerikanischen Philosophen werden darauf eine entsprechend Antwort verfassen, zu der ich als Laie nicht in der Lage bin. Es wäre töricht die Gedanken von Zhao als nicht diskussionswürdig abzutun. Die Sichtweise von Zhao stammt aus der Antike, in der chinesische Philosophen Theorien entwickelten, die Zhao weitgehend für die heutige Politik übernimmt. Kein europäischer Staatsmann, würde heute die Theorien von Platon und Aristoteles zur Richtschnur seines Handels machen. Die abendländischen Philosophen kennt Zhao sehr genau und verwirft sie in Bausch und Bogen zur Bestätigung der chinesischen Sichtweise. Begriffe wie Dialektik, Demokratie, Individualität, Nation, Internationalismus und Weltbürger werden als überholt bezeichnet und eine romanische auf mich kindlich wirkende Sicht auf die Zukunft entwickelt. Eine Welt ohne Widersprüche, die alle Menschen in Liebe zu einem abstrakten allumfassenden auf mich religiös wirkenden Prinzip umfasst. Die Uiguren und Tibeter können sich schon heute von der Wirksamkeit dieses Prinzips überzeugen und wir dann morgen. Gute Nacht

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    Ralf Rother

    Thalia Wien – Mariahilfer Straße

    Buchhändler*in

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    3/5

    21.02.2020

    Buch (Taschenbuch)

    Zhao Tingyang bleibt hinter Kant zurück

    Wenn man einmal alle Polemik fallen lässt, so ließe sich sagen, dass Zhao Tingyang ein Model des politischen Zusammenlebens entwerfen möchte, das nicht dem Nationalstaatsmodel der europäischen Philosophie entspricht. Das europäische Model kennen wir u.a. von Hobbes, Spinoza, Rousseau, Kant, Hegel und Schmitt her, das aber auch im Kommunitarismus, im Liberalismus wie in der Theorie des kommunikativen Handelns die Folie des Zusammenlebens abgibt. Zhao Tingyang kann man den Versuch unterstellen, das Nationalstaatsmodel mit einem Model des globalen Regimes zu überwinden. Er nennt es Tianxia, eine Redewendung, die übersetzt lautet: "Alles unter dem Himmel". Unter völlig anderen historischen Umständen und Konstellationen bemühte sich Kant ebenfalls um ein visionäres und utopisches Model einer Überwindung des Nationalstaatsmodel. Dabei stellte er zwei politische Möglichkeiten in Aussicht: einerseits den Weltstaat, andererseits den Völkerbund. Kant verwarf den Weltstaat, da dieser in notwendiger Weise sich zu einem tyrannischen System entwickeln würde. Nur dem Völkerbund traute er eine gewisse - wenn auch mangelhafte - Kompetenz zu, Antworten auf politische Herausforderungen zu finden, die die Möglichkeiten der Nationalstaaten übersteigt. Angesichts der heutigen politischen Herausforderungen (Krieg, Klimawandel, Migration) sieht Zhao Tingyang ebenfalls die Notwendigkeit das europäische Nationalstaatsmodel zu überwinden und favorisiert unter dem Begriff Tianxia ein politisches "System einer Welt 'ohne Außen'". Meiner Ansicht nach hört sich Zhao Tingyangs Tianxia-System stark nach dem Weltstaat, nach Kants politischer Welt ohne ein Außen an, die dieser jedoch verwarf: gleichwohl Zhao Tingyang gegenüber Kant in Distanz geht. Vielleicht müsste man aber noch einmal die jeweiligen Argumente von Kant und Zhao Tingyang aneinander gegenüberstellen, um zu einem anderen Urteil zu gelangen. Jedoch unterliegt Zhao Tingyangs Tianxia-System derart fociert einem Nutzenkalkül, dass er "europäische" Errungenschaften bzw. Ideen wie etwa die Gewaltenteilung oder die sogenannten Menschenrechte für problematisch und unzweckmäßig hält.

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  • Anmerkung des Übersetzers



    Vorwort



    Einführung: Die Neudefinition des Politischen durch das Tianxia



    Die Welt als politisches Subjekt



    Die schlechteste und die beste aller möglichen Welten



    Entitäten des Politischen



    Die Inklusion der Welt und die Souveränität der Welt



    Relationale Rationalität



    Ein neuer Ausgangspunkt des Politischen



    Die Geschichte des Tianxia-Konzepts



    Die Welt als Ausgangspunkt der Politik



    Die dreifach geschichtete Welt des Tianxia



    Übereinstimmung mit dem Himmel



    Die Institutionen des Tianxia-Systems



    Allumfassenheit



    Der Isomorphismus von Sippe und Tianxia



    Das Mandat des Himmels



    Tugend und Kompatibilität



    Warum können gute Ordnungen zusammenbrechen?



    Das Tianxia als Methodologie



    Das in China verborgene Tianxia



    Das Mahlstrom-Modell



    Die Miniaturausgabe des Tianxia



    Der Kampf um die Herrschaft über die Zentralebene: Die »Jagd auf den Hirschen«



    Sein durch Veränderung



    Gegenwart und Zukunft des Tianxia



    Die Weltgeschichte hat noch nicht begonnen



    Die Frage Kants und die Frage Huntingtons



    Zwei Arten der Externalität: die natürliche und die konstruierte



    Grenzen und Allumfassenheit



    Die materiellen Voraussetzungen eines neuen Tianxia



    Ein Wörterbuch des neuen Tianxia



    Anmerkungen



    Namenregister