Liebesgeschichte, Kriminalroman, Entwicklungsgeschichte, Politthriller furios zu einem Roman verwoben - das ist das Buch von Juli Zeh, einem der überragenden Talente der deutschen Literatur. Für ihre Geschichte um den Völkerrechtsexperten Max, der nach dem Selbstmord seiner einzigen Liebe Jessie ins Bodenlose stürzt, wurde die Autorin mit dem Deutschen Bücherpreis, mit dem Rauriser Literaturpreis und dem Bremer Literaturpreis ausgezeichnet, die Kritik lag ihr zu Füßen. Juli Zeh erzählt lakonisch und doch voller Poesie vom Schicksal einer Liebe, die sich im Geflecht von Politik und Profit verfängt. Ihr Roman entwirft das eindrucksvolle Szenario einer Welt nach dem Zusammenbruch der Ideologien - und das in einer Sprache, die rasant und absolut zeitgemäß ist.
Kundinnen und Kunden meinen
1.6/5.0
Bettina
aus Osterhofen
1/5
08.08.2021
eBook (ePUB)
Enttäuschend
Von allen Büchern, die ich bisher gelesen habe, war dies die größte Enttäuschung. Es war mein erstes Buch von Juli Zeh, die von der Presse so hochgelobt wird. Die Erzählung war wirr und düster. Es fehlte der sog. Rote Faden und obwohl ich mich bis zum Ende quälte, in der Hoffnung, dass das Buch sich zum Schluss noch als Knüller erweisen würde, war es letztendlich nur schade um die vertane Zeit.
huschkatz
aus Tegernsee
5/5
27.05.2010
Buch (Taschenbuch)
Julie Zeh - Adler und Engel…
Julie Zeh - Adler und Engel Ein riesen großes Wow zu diesem unkompliziert - komplizierten, fantastisch verwirrenden Roman, der so ganz in unserer Nähe spielt, wenn gleich in einer Welt, die vielen von uns nicht bekannt ist. Ein drogenabhängiger Rechtsanwalt, der sich seit dem Selbstmord seiner psychisch kranken Freundin in der Wohnung verbarikatiert, und seiner Kokainsucht verfällt, und nur mit einer Radiomoderatorin darüber spricht, was geschieht, eine, die vom Wesen her ähnlich abgebrüht zu sein scheint wie er, kurz darauf kommt der Hund noch dazu und die Reise beginnt, sozusagen.... In unendlich schweren Zügen wird die Geschichte aufgeschlüsselt, und zwar zwischen Vergangenheit in der Teenie Jungend, des Anwalts Zeit in Wien, wie er da seine Jessie wieder trifft, einer markanten Verbindung mit dem Balkankrieg, und letztendlich der 40 Grad im Schatten heißen Schlußepisode über viele Seiten, die Aufklärung bietet, in der er,die Moderatorin und der Hund gar fast als Penner das Rätsel lüften,.. Unbedingt zu lesen dieses Buch, mit einem etwas schon traurigen Ende,.. und spannend bleibt es auf jeden Fall bis zum Schluß. Was mich ganz besonders fasziniert und ich als hochbegabt empfinde ist die Art , wie Julie Zeh die Extasen und Gemütszustände des Anwalts bezeichnend beschreibt, einfach haargenau und irre, ein wunderschönes Buch, und ich freue mich das nächste zu lesen. Erinnert mich von der grotesken Art her ein bißchen an Daniel Kehlmann Style - weitermachen!!
Jacqueline
aus Bremen
2/5
23.04.2024
Buch (Taschenbuch)
Sehr verwirrend
Leider hat mich dieses Buch enttäuscht, die 400 Seiten waren echt eine Überwindung zu lesen. Denn entweder hat sich alles in die Länge gezogen oder die Handlung ging rasend schnell, dadurch war die Geschichte nicht immer ganz nachvollziehbar. Auch ein wenig schwierig war, dass Aussagen ohne Anführungszeichen getätigt wurden. . All das hat einfach zu ein wenig Verwirrung geführt und die ganze Geschichte für mich unattraktiv gemacht, dabei hätte sie eig echt Potential.
Trotzdem fand ich den Schreibstil sehr angenehm und eigentlich war die von der Idee auch ganz toll und spannend. Wäre sie einfacher zu lesen gewesen, muss ich leider dazu sagen. Weil Max hat durch seinen Drogenkonsum und seine emotionale Instabilität eine ganz eigene Sichtweise auf die Welt, die schon interessant ist und auch all das was er erlebt hat.
Ich bin aber auch nicht ganz fine damit, wie er zum Teil mit Clara umgegangen ist, es sind Sachen die definitiv nicht sein müssen, unteranderem schlägt er sie.
Ein Buch das definitiv Potential hatte, aber nichts für mich war.
Bewertung
aus Oldenburg
2/5
19.01.2015
Buch (Taschenbuch)
Schrecklich!
In meinen Augen ist es das schlechteste Buch, das ich je gelesen habe. Die Atmosphäre des Buches ist düster und melancholisch, wird aber im Verlauf des Buches immer abstrakter. Die Figuren wirken übertrieben und so auch die Szenen, Situationen und vor allem die Fäkalsprache. Es wirkt alles gestellt und kein bisschen realistisch, dafür aber umso mehr ekelerregend - auch wenn ich nicht zart besaitet bin. Man schon auf sehr abstrakte Literatur stehen, um Gefallen an dem Buch zu finden.
Dennoch zwei Sterne, da die Spannung von Anfang bis Ende erhalten bleibt und den Leser (der sich für solche Literatur begeistert) ununterbrochen mitreißt und neugierig macht.
Helena
1/5
26.06.2024
Buch (Taschenbuch)
Ein guter Schreibstil kann eine abgedrehte Story nicht kompensieren
Ein Stern für den Schreibstil, der an vielen Stellen grandios war. Für den Inhalt gibt es keinen Stern - düster, absolut unsympathisch, zusammenhanglos, schwierig, böse, verrückt. Ich hätte mir ein anderes Ende für Max, vorallem aber für Clara gewünscht. Die Charaktere bleiben bis zum Schluss eiskalt, unnahbar und ohne Tiefe. Das Buch ist einfach nur verstörend und nicht zu empfehlen. Ich bin auch unsicher, ob die Autorin überhaupt weiß, wie sich eine Psychose überhaupt äußert. Mit hoher Wahrscheinlichkeit ist jedes Buch von Juli Zeh besser als dieses.
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