Ein Bullshit-Job ist eine Beschäftigungsform, die so völlig sinnlos, unnötig oder schädlich ist, dass selbst der Arbeitnehmer ihre Existenz nicht rechtfertigen kann. Es geht also gerade nicht um Jobs, die niemand machen will, sondern um solche, die eigentlich niemand braucht.
Im Jahr 1930 prophezeite der britische Ökonom John Maynard Keynes, dass durch den technischen Fortschritt heute niemand mehr als 15 Stunden pro Woche arbeiten müsse. Die Gegenwart sieht anders aus: Immer mehr überflüssige Jobs entstehen, Freizeit und Kreativität haben keinen Raum - und das, obwohl die Wirtschaft immer produktiver wird. Wie konnte es dazu kommen?
»Eine Einladung zum Umdenken.« Business Bestseller
»Drastische Ideen, spannend zu lesen!« P. M.
Kundinnen und Kunden meinen
3.9/5.0
Bewertung
5/5
28.02.2024
Buch (Taschenbuch)
Arbeiten - gegen die Freiheit aller!
Kennen Sie das? Den "klassischen Bürojob".
Was ist das? Wieso (brauchen) haben wir auf einmal so viele? Warum werden es immer mehr? Werden nicht Lehrkräfte, Erzieher*innen, Bus- und Bahnfahrer*innen, Pflegekräfte etc. gebraucht? Wozu also diese Bürojobs? Solche Fragen sind vermutlich jedem und jeder schonmal durch den Kopf gegangen. David Graeber fasst genau diese Fragen in seinem Buch Bullshitjobs zusammen, beantwortet sie (oder lässt sie von den "Betroffenen" selbst beantworten) und führt einem vor Augen, das Teile der heutigen Arbeitswelt wohl als Theater oder Fernsehshow besser aufgehoben wären - leider wären sie allerdings weder unterhaltsam noch lehrreich...
Ein spannendes Buch, das einem die Augen öffnet und die wichtigste Frage beantwortet: WARUM?
Bewertung
5/5
19.09.2021
Buch (Taschenbuch)
Was ist der Sinn der Arbeit?
Inhalt:
Was ist schlimmer? Ein sinnvoller Job, der mies bezahlt wird oder ein gutbezahlter aber völlig sinnloser Bullshit-Job? Mit haarsträubenden Fallgeschichten zeigt David Graeber, wie im Neokapitalismus Unternehmen Engagement vortäuschen und Löhne drücken.
Fazit:
Warum haben zwischen 37 bis 40% der Arbeitnehmer in Großbritannien und den Niederlanden das Gefühl, dass ihre Arbeit keinen Sinn macht? Woran liegt diese Sinnlosigkeit? Dieser Frage geht der Autor in seinem Buch nach und würzt die graue Theorie mit vielen Fallbeispielen. Doch was ist nun ein Bullshit-Job?
Der Autor definiert ihn so: „Ein Bullshit-Job ist eine Form der bezahlten Anstellung, die so vollkommen sinnlos, unnötig oder gefährlich ist, dass selbst derjenige, der den Job ausführt, seine Existenz nicht rechtfertigen kann, obwohl er sich im Rahmen der Beschäftigungsbedingungen verpflichtet fühlt, so zu tun, als sei dies nicht der Fall.“
Solche sinnlosen und unnötigen Jobs beschreibt der Autor in seinem Buch und geht dabei auch auf die Schäden ein, die solche Jobs langfristig bewirken. Diese Jobs fügen durch ihre Sinnlosigkeit den Menschen,
die unter ihnen leiden erhebliche Schäden zu, oft ohne Ausweg, da die Arbeitstätigkeit die wichtigste Existenzgrundlage ist. Was für ein Dilemma.
In großen Teilen des Buches geht der Autor darauf ein, wie es überhaupt zu diesen Bullshit-Jobs kommen konnte und was deren Zweck ist. Welchen Sinn kann es haben, wenn das Management nur den Sinn verfolgt, das Management zu managen und dabei immer mehr sinnlose Jobs aus dem Boden stampft? Um darauf eine Antwort zu finden, solltet ihr dieses Buch lesen.
Mich hat dieses Buch zum Nachdenken und Nachfragen angeregt und ich war überrascht mit wie viel Witz und Klarheit der Autor mir sein Wissen vermitteln konnte. Zum Glück wurde ich bisher von einem reinen Bullshit-Job verschont, doch wer weiß was noch kommen mag. An vielen Stellen habe ich innegehalten und musste erst einmal Luft holden, da ich vorher nicht wusste wie viele sinnlose Jobs es tatsächlich gibt und vor allen Dingen, warum es sie überhaupt gibt.
Klar handelt es sich um ein Sachbuch und für die Lektüre sollte genügend Zeit und Muse eingeplant werden, da es sich stellenweise recht trocken lesen lässt. Dennoch sollte es ein breites Publikum finden, da die brisante Thematik uns alle angeht und wir die Augen nicht mehr verschließen sollten. Die Lektüre lohnt sich auf jeden Fall, da der Autor immer wieder frische und freche Erklärungen liefert.
Habt ihr euch schon mal gefragt, warum sich unsere Arbeitszeiten immer noch nicht verkürzen obwohl die Automatisierung solche Fortschritte gemacht hat? Sind die gestressten Kollegen und Kolleginnen die wir nur als Schatten vorüber huschen sehen wirklich so überlastet, oder tun sie nur so? Was unterscheidet Bullshit-Jobs von wichtigen Jobs, die uns allen nützen? Warum tun wir nichts gegen unnütze Jobs? Für Antworten, die erstaunen und aufklären solltet ihr das Buch lesen.
Für Menschen, die tiefer in dieses Thema einsteigen wollen und auch keine Angst vor Sachbüchern haben vergebe ich eine überzeugte Leseempfehlung, da ich die Aufklärung gefunden habe, die ich mit diesem Buch verband.
Bewertung
5/5
15.06.2019
Buch (Taschenbuch)
Ein tolles Buch, das zum Nachdenken...
Ein tolles Buch, das zum Nachdenken anregt und wichtige Fragen unserer Zeit behandelt. Sehr lesenswert.
Bewertung
4/5
23.01.2022
Buch (Taschenbuch)
Wäre auch auf weniger Seiten wahr gewesen
Das Buch fußt im Wesentlichen auf einem zweiseitigen Essay, der völlig zu recht viel Beachtung fand. Wie oft in solchen Fällen (beispielsweise auch beim Peter-Prinzip) entsteht der Wunsch, die Aussagen etwas detaillierter zu bekommen. Stofflich sprengt das Ergebnis dann den Rahmen eines Essays, aber für ein komplettes Buch reicht es auch nicht. Damit dennoch ein Buch daraus wird, muss Füllmaterial her, und das scheint mir auch hier der Fall gewesen zu sein. Ich finde es sinnvoll, sich mit dem Phänomen der Bullshit-Jobs zu beschäftigen. Gerade in einer Zeit, in der es immer mehr echte Arbeit für immer weniger Menschen gibt, müssen wir uns der Frage stellen, warum wir Millionen Menschen weltweit mit komplett sinnlosen Aufgaben beschäftigen, statt ihnen einfach das Geld zu geben und sie sich dort einsetzen zu lassen, wo sie irgendwas Sinnvolles leisten können.
Graeber ficht einen persönlichen Kreuzzug gegen die Bürokratie, das merkt man ihm an. Unter dieser Befangenheit leidet seine Argumentation, die dadurch Widersprüche und andere Inkonsistenzen aufwartet. Dennoch sehe ich seine Beschreibung der Bullshit-Jobs als Augenöffner an. Sein Buch wird auf die Schelle nichts ändern, weil diejenigen, die über Bullshit-Jobs zu befinden haben, genau die sind, welche dieses Buch nicht lesen werden, und selbst wenn sie es läsen, hätten sie kein Interesse daran, Bullshit-Jobs abzuschaffen. Wenn sich jedoch ausreichend viele Menschen dieses Phänomens bewusst werden, könnte vielleicht der Druck zunehmen.
Bewertung
4/5
07.11.2018
Buch (Taschenbuch)
Ein tolles Buch über Jobs, die...
Ein tolles Buch über Jobs, die keiner braucht. Nicht ganz leicht zu lesen, führt einen der Autor in die Welt der überflüssigen Berufe ein und zeigt, was deshalb schief läuft!
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