Maik, Sohn einer zerrütteten, wohlhabenden Unternehmerfamilie, verbringt die Ferien allein am Pool der elterlichen Villa. Am ersten Ferientag sind alle anderen zu Tatjanas Geburtstagsfeier eingeladen, außer den Idioten, den Fetten, dem Nazi, Maik und Tschick. Tschick, eigentlich Andrej, ist Deutschrusse, wohnt im Hochhaus und sieht unerhört asiatisch aus und ein bisschen gefährlich. Plötzlich ist er da und drängt sich dem widerstrebenden Maik auf. Im Handumdrehen hat er aus Maik herausgekitzelt, dass der unsterblich in Tatjana verliebt ist. Kurze Zeit später sitzen die beiden in einem geklauten Lada und machen sich auf in Richtung Südosten, in die Walachei, denn da wohnt Tschicks Opa. Eine somnambul-schöne Reise durch die sommerglühende deutsche Provinz beginnt, unvergesslich wie die Flussfahrt von Tom Sawyer und Huck Finn.
Kundinnen und Kunden meinen
4.1/5.0
Stefi
Orell Füssli Book Circle Community
5/5
11.05.2026
eBook (ePUB)
Leicht zu lesen, schwer zu vergessen
Dieses Buch wurde mir vor Jahren von meiner Mitbewohnerin in Deutschland empfohlen, die meinte, es sei ein wirklich gutes Buch. Dann hatte ich es komplett vergessen, mich neulich wieder daran erinnert und angefangen habe zu lesen.
Ich habe das Buch wirklich sehr genossen. Es ist unglaublich gut geschrieben. Besonders spannend fand ich, dass die Geschichte dass am Ende der Ereignisse beginnt. Dadurch denkt man beim Lesen ständig: „Ohh, jetzt passiert bestimmt das, oder?“, aber noch nicht.
Ich fand es außerdem interessant, die ganz Geschichte durch die Perspektive dieser beiden Jungen zu erleben und ihre Unsicherheiten rund um soziale Zugehörigkeit zu beobachten. (spoiler alert) Beide werden zum Beispiel nicht zu der Party eines Mädchens eigeladen, aber sie gehen dann unterschiedlich damit um: Der eine ist total verletzt davon, während es den anderen kaum zu Interessen scheint.
Es ist eine leichte zu lesende Geschichte, die trotzdem tiefere Themen anspricht und dadurch viel Raum für Austausch und Diskussion bietet. Ich kann gut verstehen, warum mir das Buch damals empfohlen wurde.
Raumzeitreisender
aus Ahaus
5/5
26.02.2026
Buch (Taschenbuch)
Mit dem Lada in die Walachei
In unserer digitalen Welt, geprägt durch Internet, Computerspiele, Smartphones, Soziale Medien, Blogs und virtuelle Welten, sticht ein Buch, in dem es um reale Abenteuer, Probleme Heranwachsender, gestörte Beziehungen, Sehnsucht, innere Zerrissenheit und Anerkennung geht, besonders heraus. Wolfgang Herrndorf ist es gelungen, einen Roman zu schreiben, der nicht dem Zeitgeist entspricht, sondern als Antwort auf die heutige Zeit verstanden werden kann. Die Geschichte ist unterhaltsam, vielschichtig und lehrreich. Mehr kann man von einem guten Buch nicht verlangen.
Alice
aus Marburg
5/5
25.08.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Modern und einfühlsam
Schade, dass einige der Bewertungen "Tschick" so verteufeln. Sie rufen dazu auf, es nicht zu lesen, werfen ihm Rassismus und Homophobie vor.
Mit dieser Bewertung möchte ich nun einen Gegenaufruf starten: In Gottes Namen, lest Tschick, wenn ihr verstehen wollt, wie Ausgrenzung, der Denkprozesse von Jugendlichen, Umgang mit Sexualität und häuslicher Gewalt in unserer Gesellschaft funktioniert und rezipiert wird.
Tschick hat mich unglaublich tief berührt und an einigen Stellen sehr schön hervorgehoben, wie tiefsinnig-naiv Kinder doch sind, wenn sie darüber philosophieren ob wohl Aliens Menschen für absurd und nicht real halten oder alleine Urlaub machen wollen.
Schade, dass sein Buch gerade von Schüler*innen so missverstanden wird. Bitte liebe Lehrkräfte, länger und ausführlicher behandeln! Wer weiß, vielleicht kommt die Botschaft dann doch noch an.
Liebe Grüße einer 25 Jährigen
Angela J
aus Neuengörs
5/5
04.04.2025
Buch (Taschenbuch)
Ein Buch, dass Themen wie Vorurteile , Alkoholsucht Ausgrenzung unter Jugendlichen aufgreift
So ein tolles Buch, ich habe selten soviel gelacht beim Lesen.
In dieser Geschichte begleiten wir Tschick, er ist ein Außenseiter, neu in der Klasse, nicht sehr gesprächig, trinkt gerne Alkohol, kommt auch mal voll zur Schule, hat seine Schulsachen in einer Aldi Plastiktüte und nimmt es mit dem Gesetz nicht so genau.
Maik fühlt sich selbst ungeliebt, wird schon mal Psycho genannt, sein Vater ist Immobilienmakler, aber es läuft gerade gar nicht gut. Seine Mutter hat Probleme, die sie auf einer "Beautyfarm" bekämpft. Als die Sommerferien anfangen und beide Jungs Langeweile haben, fahren sie mit einem ausgeliehenen Ladacin die Walachei, zumindest ist das der Plan.
Der Schreibstil ist lustig, locker und leicht, der Autor hat das ganze in Jugendsprache geschrieben, was es auflockert.
Die Charaktere sind authentisch und der gesamte Roadtrip bildgewaltig beschrieben, so dass mein Kopfkino permanent lief. Der Autor hat Themen wie Vorurteile, Alkoholsucht und die erste Verliebtheit aufgegriffen und perfekt inszeniert.
MarieOn
5/5
30.01.2025
Buch (Taschenbuch)
Was für ein Erzähltalent
Maik Klingenberg hat sich auf der Station der Autobahnpolizei in die Hose gepisst. Tschick ist verschwunden, er hat ihn gerade noch ins Gebüsch hüpfen sehen, auf einem Bein. Maik denkt an das schönste Mädchen der Welt, Tatjana Cosic, ohne sie wäre er gar nicht hier.
Maik geht in die 8c des Gymnasiums und hält sich für den langweiligsten Jungen der Welt, deswegen wundert er sich nicht wirklich, dass Tatjana jeden Depp zu ihrem Geburtstag eingeladen hat außer ihn, na ja und Tschick. Tschick, eigentlich Andrej Tschichatschow, aber das kann keiner aussprechen, kam gerade neu in die Klasse. Am ersten Tag stand er in schmuddeliger Hose, Stoffjacke und Plastiktüte mit Büchern vor der Klasse und ließ sich von Wagenbach vorstellen. Tschick war Russe, erfuhren sie und blickte komatös aus seinen Mongolenaugen auf die Stelle vor seinen Schuhen. Wagenbach wies ihm seinen Platz ganz hinten zu und der Junge, Maik konnte ihn nicht leiden, schlurfte zu seinem Pult.
Er roch wie meine Mutter, wenn die einen schlechten Tag hatte.“ S. 24
Maiks Mutter fährt seit drei Jahren in den Sommerferien auf die Beaty-Farm, also gut, so nennen sie spaßeshalber die Entzugsklinik. Sein Vater fährt von Gläubiger zu Gläubiger, um das Schlimmste abzuwenden. Maik sitzt während der Ferien im Keller und baut Bumerangs, ist viel besser als mit den Eltern Urlaub zu machen. Sein bester Freund Paul zog weg, als Maik aufs Gymnasium gegangen ist, seine endbescheuerte Mutter wollte im Grünen wohnen.
Am ersten Ferientag steigt Tatjanas Party und Maik hatte sich drei Monate lang den Hintern aufgerissen, um ihr was Besonderes zu schenken. Sie steht auf Beyoncé. Also hat Maik Beyoncés Gesicht eins zu eins aus der Zeitschrift auf Papier übertragen, mit der Rastertechnik. Und jetzt ist er nicht einmal eingeladen. Und dann steht der ultrabekloppte Russe vor ihm und will mit ihm ne Runde mit nem geklauten gammligen Lada drehen.
Fazit: Großartig und so lustig. Was für ein Erzähltalent Wolfgang Herrendorf war. Ich habe ihm die Geschichte des Vierzehnjährigen zu einhundert Prozent abgekauft. Die Sprache ist absolut authentisch, der Roadtrip kolossal gezeigt. Einem Film auf Großleinwand ähnlich, ließ er in meinem Kopf Bilder enstehen. Nie habe ich schwierige Themen wie Alkoholsucht, Migration, Vorurteile, Pubertät, Einsamkeit und Ausgrenzung, so flockig erzählt bekommen. Die Sicht bleibt bei allen Katastrophen positiv.
Alle Leute, denen wir begegneten, waren nett. Ich meine, man hört ja immer: „Pass auf!“, „Geh nicht mit Fremden.“, aber die Menschen, die wir trafen, die waren alle schwer in Ordnung. S. 209
Diese durch und durch lustige, positive, kreative Geschichte habe ich gelesen, als hätte Herrendorf sie nur für mich erzählt und ich würde ihm zu gerne drei weitere Bücher lang zuhören. So ein großes Talent.
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5/5
15.02.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein herzerwärmender Roman über...
Ein herzerwärmender Roman über eine ungewöhnliche Freundschaft und einen Road-Trip der etwas anderen Art. Toll geschrieben, spannend, lustig und auch berührend. Sehr empfehlenswert!
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4/5
09.03.2012
Buch (Taschenbuch)
Alles über eine wundervolle Freundschaft....
....mit viel Einfühlungsvermögen aber auch vielen Lachtränen wird hier die Geschichte von Tschik und Maik erzählt, die in einem "ausgeliehenen" Lada in die Walachei fahren!
Nicht nur für Jugendliche ein wundervolles Buch!
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