Ein abgelegenes Dorf. Sieben verschwundene Kinder. Und ein Ermittler, dem nicht zu trauen ist: Dieser Thriller hat allein in Italien mehr als hunderttausend Leserinnen und Lesern den Atem geraubt.
In einer eisigen Winternacht irrt der Sonderermittler Vogel mit blutbesudeltem Hemd durch die nebelverhangenen Wälder am Rand eines Dorfes. Vogel war vor einigen Wochen in die Alpen gereist, um den Verbleib eines vermissten Mädchens zu klären. Dreißig Jahre zuvor waren mehrere Kinder in den umliegenden Wäldern verschwunden, und es besteht der dringende Verdacht, dass der Mörder von damals – der im Dorf nur »Der Nebelmann« genannt wird – wieder aktiv geworden ist.
Als Vogel aufgegriffen wird, gibt er an, einen Unfall gehabt zu haben, doch das Blut an seinem Hemd stammt nicht von ihm. Ein Psychiater wird gerufen, um ihn zu befragen. Vogel beginnt zu erzählen – und sein Bericht ist ungeheuerlich.
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Grandioser Plot
Bewertung am 22.02.2023
Bewertungsnummer: 1885357
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Kurz vor Weihnachten verschwindet in dem kleinen Alpenörtchen Avechot die 16-jährige Anna Lou Kastner. Den Fall aufklären soll der umstrittene, römische Kommissar Vogel.
Wochen später irrt Vogel mit blutigem Hemd durchs Dorf und wird aufgegriffen. Er behauptet, er hätte einen Unfall gehabt, doch das Blut stammt nicht von ihm. Da er als Zeuge nicht glaubwürdig erscheint, wird der Psychiater Dr. Flores hinzugezogen.
Doch was Vogel bei der Befragung erzählt, ist ungeheuerlich.
Mehr verrate ich nicht von dem Klappentext, denn wer das Buch mit all seinen Raffinessen noch genießen will, sollte ihn nicht vorher lesen.
Ich habe mich an anderer Stelle beklagt, dass mir viele der hochgelobten 0-8-15-Thriller zu konstruiert erscheinen und nur der reißerischen Spannung wegen noch grausamere und blutigere Serienmorde en détail erfinden. Dass es anders geht, hat mir der italienische Großmeister Carrisi einmal mehr bewiesen. Bevor im März sein neues Buch »Das Haus der Stimmen« beim Atrium Verlag erscheint, wollte ich gern »Der Nebelmann« lesen, den ich bereits als großartige Verfilmung mit Jean Reno gesehen habe. Dank meines Goldfisch-Gedächtnisses erinnerte ich mich nur noch an die düstere Stimmung und das überraschende Ende. Und genau das fand ich auch in diesem Buch wieder. Carrisis Thriller setzt nicht auf gnadenlose Spannung, sondern baut ihn langsam auf und präsentiert uns ausgefeilte Charaktere, denen allen etwas Fragwürdiges anhaftet. Bis er uns am Ende einige Wendungen präsentiert, die ihresgleichen suchen.
Vogel ist ein wirklich unsympathischer Ermittler. Er ist mehr auf sein Aussehen bedacht, als auf die Lösung des Falls. Seine Methoden mehr als unmoralisch. Während er sich im Blitzlichtgewitter der Medien suhlt, bekommt die Staatsanwältin immer mehr den Eindruck, dass seine Indizien an den Haaren herbeigezogen sind. Schlimmer noch, er hat sie bereits geschickt an die Presse durchsickern lassen. Und das ist das Kernthema des Thrillers. Was geschieht in den Köpfen der Menschen, wenn sich die Medien auf den vermeintlich Schuldigen stürzen?
»Die Leute wollen keine Gerechtigkeit, sie wollen nur einen Schuldigen.« 183
Zu Beginn ist die Anteilnahme der Menschen hoch, man leidet mit den Eltern, die ihre Tochter verloren haben. Doch schon bald vermarkten die Medien das Leid und die Suche nach dem Täter. Das eigentliche Opfer tritt immer mehr in den Hintergrund und eines Tages hat man vergessen, dass das Mädchen Anna Lou Kastner hieß. Egal, ob die Schuld eines Verdächtigen bewiesen ist oder nicht, die Öffentlichkeit hat ihn – dank der Medien – bereits verurteilt.
Wer intelligente Thriller mit Nervenkitzel sucht, sollte Carrisi lesen, der meines Erachtens in Deutschland viel zu wenig Aufmerksamkeit verdient.
Für mich ist Carrisi der Houdini unter den Thrillerautoren – glaub nicht alles, was du siehst, zweifel an allem, was du liest.
»Die dümmste Sünde des Teufels ist die Eitelkeit.« 269
Dieses Zitat wird sich am Ende noch bestätigen, aber ganz anders als man sicher war, es zu wissen.
Subtiler, spannender Thriller!
Bewertung am 15.02.2019
Bewertungsnummer: 440412
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Dieses Buch hat mich positiv überrascht. Dieser Thriller hebt sich von der Masse ab. Allerdings findet der Leser weder viel Action noch eine minutiös geführte Ermittlung. Im Gegenteil- gerade das Fehlen von all dem Gewohnten, macht aus diesem Buch etwas Besonderes.
Anna Lou, 16, verschwindet kurz vor Weihnachten spurlos. Es gibt absolut keine Hinweise auf ein Verbrechen aber genauso wenige Gründe für ein freiwilliges Verschwinden. Im kleinen abgelegenen Bergdorf ist man ratlos, denn gerade Anna Lou galt als vorbildliches Mitglied der strenggläubigen Gemeinschaft. Als der bekannte Sonderermittler Vogel auftaucht und die Ermittlungen auch mit Hilfe der Medien vorantreibt, beginnt ein Kesseltreiben. Denn Vogel will das Interesse der Medien hoch halten und dies um wirklich jeden Preis!
Bald steht alles Mögliche im Vordergrund und das Schicksal von Anna Lou dient nur noch dem Zweck, das Medieninteresse wach zu halten. Vogel macht eine einfache Rechnung: Ohne Medien kein Geld und Freiwillige für den groß angelegten Sucheinsatz! So beginnt ein gefährliches Spiel um Manipulation, Illusionen und Mutmaßungen.
Zudem geben sie den Ermittlungen immer wieder neue Wendungen und sorgen so durchweg für Spannung. Bis zum Schluss kann man so nicht erraten, wer der Täter ist. Dementsprechend überraschend ist das Ende.
Ich finde "Der Nebelmann" ist sehr gelungen und spannend bis zum Schluss!
Meinung aus der Buchhandlung
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Sehr, sehr gut und spannend.
Der 'vermeintliche' Täter wird von den Medien in der Luft zerrissen.. doch war er es wirklich?
Und ist nicht doch alles ganz, ganz anders..
Unglaublich fesselnd entwirrt sich dieser Kriminalfall und das Ende lässt noch mal eine Bombe platzen!
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Kommissar Vogel ermittelt. Ein junges Mädchen ist verschwunden. Es wird bald auch ein Verdächtiger ermittelt - aber ist er auch der Täter und wie spielt das alles zusammen. Die Story ist spannend und liest sich gut, mit Überraschungseffekt auf den letzten Seiten.
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