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Produktbild: Ida

Ida

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

24.07.2018

Verlag

Rowohlt eBooks

Seitenzahl

512 (Printausgabe)

Dateigröße

4453 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783644047112

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

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Kopierschutz

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Erscheinungsdatum

24.07.2018

Verlag

Rowohlt eBooks

Seitenzahl

512 (Printausgabe)

Dateigröße

4453 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783644047112

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Was für eine Familiengeschichte

Bewertung am 27.07.2018

Bewertungsnummer: 403807

Bewertet: eBook (ePUB 3)

Wenn Sie sich mit Dr. Siegmund Freud und seinen Fällen auskennen, sagt Ihnen der Name „Dora“ vielleicht etwas. Wenn nicht, ist es auch nicht schlimm. Dann geht es Ihnen wie mir. Wenn Sie sich nun aber trotzdem für das Buch „Ida“ von Katharina Adler entscheiden, haben Sie eine ausgesprochen interessante Familiengeschichte vor sich,. Der Klappentext hörte sich für mich erst einmal so an, als ob es in diesem Buch hauptsächlich um eine „nervenkranke“ Frau gehen sollte, die einmal bei Dr. Siegmund Freud in Behandlung war, diese aber selbständig beendet habe. Doch diese Geschichte umfasst vieles mehr. Und noch viel interessanter ist sie dadurch, dass sie auf wahren Fakten beruht, die ihre Urenkelin zusammengesammelt hat. Es ist nicht nur die Geschichte Ida Adlers, geborene Bauer, sondern auch die Geschichte ihrer Familie. Und diese Familie umfasst durchaus noch weitere bekannte Persönlichkeiten. Ida Bauer wurde 1882 als Tochter des jüdischen Textilindustriellen Philipp Bauer geboren. Sie hatte einen ein Jahr älteren Bruder, der in Österreich sicherlich bedeutend bekannter war als sie: Otto Bauer, ein österreichischer Politiker, der zeitweise der stellvertretender Parteivorsitzende der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei Österreichs und sogar einmal Außenminister war. Und auch Idas Sohn Kurt Adler, der aus ihrer Ehe mit dem Komponisten Ernst Adler, einem Neffen des Schauspielers Adolf von Sonnental, stammt, hat sich in den USA als Dirigent einen Namen gemacht. Doch hauptsächlich wird die Geschichte Idas erzählt. Sie ist die Hauptperson dieses biografischen Romans. Ida war eine Frau, die in ihrer Jugend häufig rätselhaft krank war. Sie litt unter Migräne, Magenkrämpfen und verlor immer wieder einmal ihre Stimme. Sie hatte diverse Kuren und Behandlungsmethoden hinter sich, als ihr Vater sie zu Dr. Freud schickte. Zu diesem Zeitpunkt gab es in der Familie einen aktuellen Anlass, der vielleicht zu den neuen Anfällen Idas geführt hatte. Doch darauf möchte ich hier nicht weiter eingehen. Ida legte sich also auf die Behandlungscouch des berühmten Analytikers. Und sie erzählt. Doch nach und nach ist es ihr immer mehr zuwider, was Siegmund Freud aus dem herausliest, was sie erzählt. Und sie kann dem, was er ihr, bzw. ihrem Unterbewusstsein unterstellt, überhaupt nicht nachvollziehen. Deshalb bricht sie die Behandlung ab. Als erwachsene Frau und junge Mutter wird sie erwachsen. Die Beschwerden werden weniger, seitdem sie eine eigene Familie hat, um die sie sich kümmern muss, da ihr Ehemann dazu nur bedingt in der Lage ist. Nachdem Österreich an das Deutsche Reich angeschlossen wurde, spitzt sich für sie die Lage zu. Katharina Adler erzählt die Geschichte ihrer Urgroßmutter nicht chronologisch. Darauf muss man sich erst einmal einlassen können. Aber ich habe mich relativ schnell daran gewöhnt und habe es bald als einen gewissen Reiz empfunden, der noch für eine größere Spannung sorgt. Sie beginnt die Geschichte 1941, wo Ida in New York ankommt. Dann springt sie zurück in das Jahr 1900 nach Wien. Ida fasst gerade den Entschluss, dass das Jahr 1901 für sie ein kompletter neuer Lebensabschnitt sein soll. Sie wird nicht mehr zu Freud in die Behandlung gehen. Und so peu á peu springen wir durch die Geschichte Idas. Die Zeit ihrer Kindheit und Jugend, wo sie einige schwierige Situationen mit ihren Eltern durchlebt hat. Ihre Ehe mit einem Mann, der nicht wirklich für die Familie sorgen konnte. Die Zeit, wo es in Österreich für die Sozialdemokraten immer schwieriger wurde. Und dann die Zeit, wo sie als Jüdin flüchten musste. Es ist ein ausgesprochen spannendes Leben, was Ida Adler, geborene Bauer erlebt hat. Sie ist eine faszinierende, nicht immer einfache Frau gewesen, die aber am Ende ihr Leben doch selbst in die Hand genommen hat. Mich hat erschreckt, bzw. sogar schockiert, was Siegmund Freud aus dem gedeutet hat, was Ida ihm erzählt hat. Ich kann daraufhin Ida Adler im Nachhinein nur meine Hochachtung ausdrücken, dass sie ihr Leben selbst in die Hand genommen hat!

Was für eine Familiengeschichte

Bewertung am 27.07.2018
Bewertungsnummer: 403807
Bewertet: eBook (ePUB 3)

Wenn Sie sich mit Dr. Siegmund Freud und seinen Fällen auskennen, sagt Ihnen der Name „Dora“ vielleicht etwas. Wenn nicht, ist es auch nicht schlimm. Dann geht es Ihnen wie mir. Wenn Sie sich nun aber trotzdem für das Buch „Ida“ von Katharina Adler entscheiden, haben Sie eine ausgesprochen interessante Familiengeschichte vor sich,. Der Klappentext hörte sich für mich erst einmal so an, als ob es in diesem Buch hauptsächlich um eine „nervenkranke“ Frau gehen sollte, die einmal bei Dr. Siegmund Freud in Behandlung war, diese aber selbständig beendet habe. Doch diese Geschichte umfasst vieles mehr. Und noch viel interessanter ist sie dadurch, dass sie auf wahren Fakten beruht, die ihre Urenkelin zusammengesammelt hat. Es ist nicht nur die Geschichte Ida Adlers, geborene Bauer, sondern auch die Geschichte ihrer Familie. Und diese Familie umfasst durchaus noch weitere bekannte Persönlichkeiten. Ida Bauer wurde 1882 als Tochter des jüdischen Textilindustriellen Philipp Bauer geboren. Sie hatte einen ein Jahr älteren Bruder, der in Österreich sicherlich bedeutend bekannter war als sie: Otto Bauer, ein österreichischer Politiker, der zeitweise der stellvertretender Parteivorsitzende der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei Österreichs und sogar einmal Außenminister war. Und auch Idas Sohn Kurt Adler, der aus ihrer Ehe mit dem Komponisten Ernst Adler, einem Neffen des Schauspielers Adolf von Sonnental, stammt, hat sich in den USA als Dirigent einen Namen gemacht. Doch hauptsächlich wird die Geschichte Idas erzählt. Sie ist die Hauptperson dieses biografischen Romans. Ida war eine Frau, die in ihrer Jugend häufig rätselhaft krank war. Sie litt unter Migräne, Magenkrämpfen und verlor immer wieder einmal ihre Stimme. Sie hatte diverse Kuren und Behandlungsmethoden hinter sich, als ihr Vater sie zu Dr. Freud schickte. Zu diesem Zeitpunkt gab es in der Familie einen aktuellen Anlass, der vielleicht zu den neuen Anfällen Idas geführt hatte. Doch darauf möchte ich hier nicht weiter eingehen. Ida legte sich also auf die Behandlungscouch des berühmten Analytikers. Und sie erzählt. Doch nach und nach ist es ihr immer mehr zuwider, was Siegmund Freud aus dem herausliest, was sie erzählt. Und sie kann dem, was er ihr, bzw. ihrem Unterbewusstsein unterstellt, überhaupt nicht nachvollziehen. Deshalb bricht sie die Behandlung ab. Als erwachsene Frau und junge Mutter wird sie erwachsen. Die Beschwerden werden weniger, seitdem sie eine eigene Familie hat, um die sie sich kümmern muss, da ihr Ehemann dazu nur bedingt in der Lage ist. Nachdem Österreich an das Deutsche Reich angeschlossen wurde, spitzt sich für sie die Lage zu. Katharina Adler erzählt die Geschichte ihrer Urgroßmutter nicht chronologisch. Darauf muss man sich erst einmal einlassen können. Aber ich habe mich relativ schnell daran gewöhnt und habe es bald als einen gewissen Reiz empfunden, der noch für eine größere Spannung sorgt. Sie beginnt die Geschichte 1941, wo Ida in New York ankommt. Dann springt sie zurück in das Jahr 1900 nach Wien. Ida fasst gerade den Entschluss, dass das Jahr 1901 für sie ein kompletter neuer Lebensabschnitt sein soll. Sie wird nicht mehr zu Freud in die Behandlung gehen. Und so peu á peu springen wir durch die Geschichte Idas. Die Zeit ihrer Kindheit und Jugend, wo sie einige schwierige Situationen mit ihren Eltern durchlebt hat. Ihre Ehe mit einem Mann, der nicht wirklich für die Familie sorgen konnte. Die Zeit, wo es in Österreich für die Sozialdemokraten immer schwieriger wurde. Und dann die Zeit, wo sie als Jüdin flüchten musste. Es ist ein ausgesprochen spannendes Leben, was Ida Adler, geborene Bauer erlebt hat. Sie ist eine faszinierende, nicht immer einfache Frau gewesen, die aber am Ende ihr Leben doch selbst in die Hand genommen hat. Mich hat erschreckt, bzw. sogar schockiert, was Siegmund Freud aus dem gedeutet hat, was Ida ihm erzählt hat. Ich kann daraufhin Ida Adler im Nachhinein nur meine Hochachtung ausdrücken, dass sie ihr Leben selbst in die Hand genommen hat!

Was für eine Familiengeschichte

Bewertung am 15.12.2019

Bewertungsnummer: 404173

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Wenn Sie sich mit Dr. Siegmund Freud und seinen Fällen auskennen, sagt Ihnen der Name „Dora“ vielleicht etwas. Wenn nicht, ist es auch nicht schlimm. Dann geht es Ihnen wie mir. Wenn Sie sich nun aber trotzdem für das Buch „Ida“ von Katharina Adler entscheiden, haben Sie eine ausgesprochen interessante Familiengeschichte vor sich. Der Klappentext hörte sich für mich erst einmal so an, als ob es in diesem Buch hauptsächlich um eine „nervenkranke“ Frau gehen sollte, die einmal bei Dr. Siegmund Freud in Behandlung war, diese aber selbständig beendet habe. Doch diese Geschichte umfasst vieles mehr. Und noch viel interessanter ist sie dadurch, dass sie auf wahren Fakten beruht, die ihre Urenkelin zusammengesammelt hat. Es ist nicht nur die Geschichte Ida Adlers, geborene Bauer, sondern auch die Geschichte ihrer Familie. Und diese Familie umfasst durchaus noch weitere bekannte Persönlichkeiten. Ida Bauer wurde 1882 als Tochter des jüdischen Textilindustriellen Philipp Bauer geboren. Sie hatte einen ein Jahr älteren Bruder, der in Österreich sicherlich bedeutend bekannter war als sie: Otto Bauer, ein österreichischer Politiker, der zeitweise der stellvertretender Parteivorsitzende der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei Österreichs und sogar einmal Außenminister war. Und auch Idas Sohn Kurt Adler, der aus ihrer Ehe mit dem Komponisten Ernst Adler, einem Neffen des Schauspielers Adolf von Sonnental, stammt, hat sich in den USA als Dirigent einen Namen gemacht. Doch hauptsächlich wird die Geschichte Idas erzählt. Sie ist die Hauptperson dieses biografischen Romans. Ida war eine Frau, die in ihrer Jugend häufig rätselhaft krank war. Sie litt unter Migräne, Magenkrämpfen und verlor immer wieder einmal ihre Stimme. Sie hatte diverse Kuren und Behandlungsmethoden hinter sich, als ihr Vater sie zu Dr. Freud schickte. Zu diesem Zeitpunkt gab es in der Familie einen aktuellen Anlass, der vielleicht zu den neuen Anfällen Idas geführt hatte. Doch darauf möchte ich hier nicht weiter eingehen. Ida legte sich also auf die Behandlungscouch des berühmten Analytikers. Und sie erzählt. Doch nach und nach ist es ihr immer mehr zuwider, was Siegmund Freud aus dem herausliest, was sie erzählt. Und sie kann das, was er ihr, bzw. ihrem Unterbewusstsein unterstellt, überhaupt nicht nachvollziehen. Deshalb bricht sie die Behandlung ab. Als erwachsene Frau und junge Mutter wird sie erwachsen. Seitdem sie eine eigene Familie hat, um die sie sich kümmern muss, da ihr Ehemann dazu nur bedingt in der Lage ist, werden die Beschwerden weniger. Nachdem Österreich an das Deutsche Reich angeschlossen wurde, spitzt sich für sie als Jüdin die Lage zu. Katharina Adler erzählt die Geschichte ihrer Urgroßmutter nicht chronologisch. Darauf muss man sich erst einmal einlassen können. Aber ich habe mich relativ schnell daran gewöhnt und habe es bald als einen gewissen Reiz empfunden, der noch für eine größere Spannung sorgt. Sie beginnt die Geschichte 1941, wo Ida in New York ankommt. Dann springt sie zurück in das Jahr 1900 nach Wien. Ida fasst gerade den Entschluss, dass das Jahr 1901 für sie ein kompletter neuer Lebensabschnitt sein soll. Sie wird nicht mehr zu Freud in die Behandlung gehen. Und so peu á peu springen wir durch die Geschichte Idas. Die Zeit ihrer Kindheit und Jugend, wo sie einige schwierige Situationen mit ihren Eltern durchlebt hat. Ihre Ehe mit einem Mann, der nicht wirklich für die Familie sorgen konnte. Die Zeit, wo es in Österreich für die Sozialdemokraten immer schwieriger wurde. Und dann die Zeit, wo sie als Jüdin flüchten musste. Es ist ein ausgesprochen spannendes Leben, was Ida Adler, geborene Bauer erlebt hat. Sie ist eine faszinierende, nicht immer einfache Frau gewesen, die aber am Ende ihr Leben doch selbst in die Hand genommen hat. Mich hat erschreckt, bzw. sogar schockiert, was Siegmund Freud aus dem gedeutet hat, was Ida ihm erzählt hat. Ich kann daraufhin Ida Adler im Nachhinein nur meine Hochachtung ausdrücken, dass sie ihr Leben selbst in die Hand genommen hat!

Was für eine Familiengeschichte

Bewertung am 15.12.2019
Bewertungsnummer: 404173
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Wenn Sie sich mit Dr. Siegmund Freud und seinen Fällen auskennen, sagt Ihnen der Name „Dora“ vielleicht etwas. Wenn nicht, ist es auch nicht schlimm. Dann geht es Ihnen wie mir. Wenn Sie sich nun aber trotzdem für das Buch „Ida“ von Katharina Adler entscheiden, haben Sie eine ausgesprochen interessante Familiengeschichte vor sich. Der Klappentext hörte sich für mich erst einmal so an, als ob es in diesem Buch hauptsächlich um eine „nervenkranke“ Frau gehen sollte, die einmal bei Dr. Siegmund Freud in Behandlung war, diese aber selbständig beendet habe. Doch diese Geschichte umfasst vieles mehr. Und noch viel interessanter ist sie dadurch, dass sie auf wahren Fakten beruht, die ihre Urenkelin zusammengesammelt hat. Es ist nicht nur die Geschichte Ida Adlers, geborene Bauer, sondern auch die Geschichte ihrer Familie. Und diese Familie umfasst durchaus noch weitere bekannte Persönlichkeiten. Ida Bauer wurde 1882 als Tochter des jüdischen Textilindustriellen Philipp Bauer geboren. Sie hatte einen ein Jahr älteren Bruder, der in Österreich sicherlich bedeutend bekannter war als sie: Otto Bauer, ein österreichischer Politiker, der zeitweise der stellvertretender Parteivorsitzende der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei Österreichs und sogar einmal Außenminister war. Und auch Idas Sohn Kurt Adler, der aus ihrer Ehe mit dem Komponisten Ernst Adler, einem Neffen des Schauspielers Adolf von Sonnental, stammt, hat sich in den USA als Dirigent einen Namen gemacht. Doch hauptsächlich wird die Geschichte Idas erzählt. Sie ist die Hauptperson dieses biografischen Romans. Ida war eine Frau, die in ihrer Jugend häufig rätselhaft krank war. Sie litt unter Migräne, Magenkrämpfen und verlor immer wieder einmal ihre Stimme. Sie hatte diverse Kuren und Behandlungsmethoden hinter sich, als ihr Vater sie zu Dr. Freud schickte. Zu diesem Zeitpunkt gab es in der Familie einen aktuellen Anlass, der vielleicht zu den neuen Anfällen Idas geführt hatte. Doch darauf möchte ich hier nicht weiter eingehen. Ida legte sich also auf die Behandlungscouch des berühmten Analytikers. Und sie erzählt. Doch nach und nach ist es ihr immer mehr zuwider, was Siegmund Freud aus dem herausliest, was sie erzählt. Und sie kann das, was er ihr, bzw. ihrem Unterbewusstsein unterstellt, überhaupt nicht nachvollziehen. Deshalb bricht sie die Behandlung ab. Als erwachsene Frau und junge Mutter wird sie erwachsen. Seitdem sie eine eigene Familie hat, um die sie sich kümmern muss, da ihr Ehemann dazu nur bedingt in der Lage ist, werden die Beschwerden weniger. Nachdem Österreich an das Deutsche Reich angeschlossen wurde, spitzt sich für sie als Jüdin die Lage zu. Katharina Adler erzählt die Geschichte ihrer Urgroßmutter nicht chronologisch. Darauf muss man sich erst einmal einlassen können. Aber ich habe mich relativ schnell daran gewöhnt und habe es bald als einen gewissen Reiz empfunden, der noch für eine größere Spannung sorgt. Sie beginnt die Geschichte 1941, wo Ida in New York ankommt. Dann springt sie zurück in das Jahr 1900 nach Wien. Ida fasst gerade den Entschluss, dass das Jahr 1901 für sie ein kompletter neuer Lebensabschnitt sein soll. Sie wird nicht mehr zu Freud in die Behandlung gehen. Und so peu á peu springen wir durch die Geschichte Idas. Die Zeit ihrer Kindheit und Jugend, wo sie einige schwierige Situationen mit ihren Eltern durchlebt hat. Ihre Ehe mit einem Mann, der nicht wirklich für die Familie sorgen konnte. Die Zeit, wo es in Österreich für die Sozialdemokraten immer schwieriger wurde. Und dann die Zeit, wo sie als Jüdin flüchten musste. Es ist ein ausgesprochen spannendes Leben, was Ida Adler, geborene Bauer erlebt hat. Sie ist eine faszinierende, nicht immer einfache Frau gewesen, die aber am Ende ihr Leben doch selbst in die Hand genommen hat. Mich hat erschreckt, bzw. sogar schockiert, was Siegmund Freud aus dem gedeutet hat, was Ida ihm erzählt hat. Ich kann daraufhin Ida Adler im Nachhinein nur meine Hochachtung ausdrücken, dass sie ihr Leben selbst in die Hand genommen hat!

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Ida

von Katharina Adler

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Ralf Rother

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3/5

Entfesselt

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Der Fall Dora ging als ein prominenter Fall in die Geschichte der Psychoanalyse ein. Nachzulesen ist Freuds Fallgeschichte in seinem Buch „Bruchstücke einer Hysterie-Analyse“. Auch nach Freud, wurde diese Fallgeschichte zu eine der wichtigsten Fallgeschichte der Psychoanalyse.: z.B. bei Jacques Lacan und Cathy Caruth. Das Anliegen, das sich die Autorin Katharina Adler mit ihrem Roman über ihre Urgroßmutter stellte, war gewiss keine Freud-Auseinandersetzung, auch wenn Freuds Fallanalyse für den Roman eine zentrale Rolle spielt. Aber der Roman holt biografisch viel weiter aus, und greift historisch weiter zurück und vor, obwohl die Geschichte immer wieder auf die Sitzungen in Freuds Praxis in der Berggasse zurückkommt. In dem Roman vermengt die Autorin historische und psychologische Elemente mit den fiktiven Entwürfen eines Lebens, das das Leben ihrer Urgroßmutter gewesen sein könnte. Mein Fazit zum Roman lautet leider, dass der Roman für eine (kritische) Freud-Lektüre nicht ausreicht, was bestimmt auch nie Absicht der Autorin war, jedoch reicht die Schreibweise der Autorin auch nicht, mich mit ihrer historischen und biografischen Erzählung zu fesseln.
  • Ralf Rother
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Entfesselt

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Der Fall Dora ging als ein prominenter Fall in die Geschichte der Psychoanalyse ein. Nachzulesen ist Freuds Fallgeschichte in seinem Buch „Bruchstücke einer Hysterie-Analyse“. Auch nach Freud, wurde diese Fallgeschichte zu eine der wichtigsten Fallgeschichte der Psychoanalyse.: z.B. bei Jacques Lacan und Cathy Caruth. Das Anliegen, das sich die Autorin Katharina Adler mit ihrem Roman über ihre Urgroßmutter stellte, war gewiss keine Freud-Auseinandersetzung, auch wenn Freuds Fallanalyse für den Roman eine zentrale Rolle spielt. Aber der Roman holt biografisch viel weiter aus, und greift historisch weiter zurück und vor, obwohl die Geschichte immer wieder auf die Sitzungen in Freuds Praxis in der Berggasse zurückkommt. In dem Roman vermengt die Autorin historische und psychologische Elemente mit den fiktiven Entwürfen eines Lebens, das das Leben ihrer Urgroßmutter gewesen sein könnte. Mein Fazit zum Roman lautet leider, dass der Roman für eine (kritische) Freud-Lektüre nicht ausreicht, was bestimmt auch nie Absicht der Autorin war, jedoch reicht die Schreibweise der Autorin auch nicht, mich mit ihrer historischen und biografischen Erzählung zu fesseln.

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