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Von Beruf Schriftsteller

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

10.04.2018

Abbildungen

schwarz-weiss Illustrationen

Verlag

btb

Seitenzahl

240

Maße (L/B/H)

18,8/11,6/2,2 cm

Gewicht

225 g

Farbe

Weiß / Messing

Originaltitel

Shokugyo toshite no shosetsuka

Übersetzt von

Ursula Gräfe

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-442-71697-5

Beschreibung

Rezension

»Hier schreibt einer, der sich seines Könnens zu sicher ist, um damit noch prahlen zu müssen.« ("Britta Heidemann, LITERARISCHE WELT")
»Eine aufschlussreiche und lohnende Ergänzung zu seinem literarischen Werk.« ("Barbara Geschwinde, WDR 3 MOSAIK")
»Überraschend persönliche, wunderbar dichte und kluge, kurze Selbstauskünfte.« ("Stefan Mesch, DEUTSCHLANDRADIO KULTUR")

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

10.04.2018

Abbildungen

schwarz-weiss Illustrationen

Verlag

btb

Seitenzahl

240

Maße (L/B/H)

18,8/11,6/2,2 cm

Gewicht

225 g

Farbe

Weiß / Messing

Originaltitel

Shokugyo toshite no shosetsuka

Übersetzt von

Ursula Gräfe

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-442-71697-5

Herstelleradresse

btb Taschenbuch
Neumarkter Straße 28
81673 München
DE

Email: produktsicherheit@penguinrandomhouse.de

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Sein Intellektuellster

Simon Garfield am 21.06.2020

Bewertungsnummer: 1343073

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Was geht in ihm vor, wie schreibt er ein Buch, welche Tricks? Nicht so leichtfüßig wie seine anderen, aber hohe Qualität...

Sein Intellektuellster

Simon Garfield am 21.06.2020
Bewertungsnummer: 1343073
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Was geht in ihm vor, wie schreibt er ein Buch, welche Tricks? Nicht so leichtfüßig wie seine anderen, aber hohe Qualität...

"Was ist daran falsch, sich wohlzufühlen?"

Dr_ M aus Sachsen am 19.06.2018

Bewertungsnummer: 1111968

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Dafür, dass Haruki Murakami angeblich ungern über sich selbst spricht, wie man auf der Buchrückseite erfährt, ist dieser autobiografisch eingefärbte Text ziemlich lang. Und vor allem erstaunlich offen. Wenn man als Autor seine Kritiker liest und dann auch noch ernst nimmt, wird das Leben nicht unbedingt einfacher. Murakami zitiert aus einem Essay von Raymond Carver: " … Oder aber mach deine Arbeit so gut, wie es deine Fähigkeiten, deine Begabungen erlauben, und dann rechtfertige dich nicht und entschuldige dich nicht. Beklage dich nicht, erkläre nichts." An diese Ratschläge hält er sich in diesem Buch, mal partiell abgesehen vom letzten Punkt. Unerwartet ausführlich lässt Murakami seine Leser mit den hier gesammelten Aufsätzen über sich selbst und seine Methodik Blicke in seine Welt werfen. Vielleicht ist das aus seiner Sicht so dumm nicht. Denn wer will es schon, bei aller Bescheidenheit, seinen Kritikern und den sogenannten Literaturwissenschaftlern überlassen, was die Nachwelt über einen selbst denken und wissen soll? Wenn man Murakamis Bücher nicht kennt, also kaum einen Zugang zu ihm hat, dann mögen diese Texte vielleicht gelegentlich langweilig erscheinen, was sicher auch daran liegt, dass sein Autor ein ziemlich normales und sehr diszipliniertes Leben führt, das oft abseits der lauten Gesellschaft stattfindet. An Murakamis Offenbarungen wird man schwer etwas Gekünsteltes oder gar Kompliziertes finden. Im Gegenteil: Viele seiner Ansichten und Einsichten sind weise und ausgesprochen persönlich, sodass man sich nur wundern kann, sie so offen, manchmal fast schon ein wenig zu offen, lesen zu können. "Es ist leicht, an anderen herumzumäkeln", schreibt Murakami, "aber wenn der Betroffene alles ernst nimmt, wird er bald am Ende sein. Deshalb sage ich kategorisch, dass es mir egal sei. Und wenn noch so scheußliches Zeug geredet wird, ich schreibe, was ich schreiben will." Da muss man erst einmal hinkommen. Für wohlmeinende Leser seiner Bücher oder angehende Schriftsteller mag dieses Buch eine kleine Fundgrube fürs Verständnis sein. Unabhängig davon erzählt es ein wenig aus dem Leben eines klugen Menschen. Deshalb kann man es auch lesen, wenn man nicht alle Bücher Murakamis kennt. Eine gewisse Kenntnis seiner Werke schadet natürlich nicht und hilft an einigen Stellen schließlich doch, denn natürlich geht der Autor auch auf sein Schaffen ein. Insgesamt ein interessantes und auch unerwartetes Buch eines klugen, disziplinierten und geerdeten Mannes, der nichts mehr beweisen muss und der schreibt, weil er sich dabei wohlfühlt..

"Was ist daran falsch, sich wohlzufühlen?"

Dr_ M aus Sachsen am 19.06.2018
Bewertungsnummer: 1111968
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Dafür, dass Haruki Murakami angeblich ungern über sich selbst spricht, wie man auf der Buchrückseite erfährt, ist dieser autobiografisch eingefärbte Text ziemlich lang. Und vor allem erstaunlich offen. Wenn man als Autor seine Kritiker liest und dann auch noch ernst nimmt, wird das Leben nicht unbedingt einfacher. Murakami zitiert aus einem Essay von Raymond Carver: " … Oder aber mach deine Arbeit so gut, wie es deine Fähigkeiten, deine Begabungen erlauben, und dann rechtfertige dich nicht und entschuldige dich nicht. Beklage dich nicht, erkläre nichts." An diese Ratschläge hält er sich in diesem Buch, mal partiell abgesehen vom letzten Punkt. Unerwartet ausführlich lässt Murakami seine Leser mit den hier gesammelten Aufsätzen über sich selbst und seine Methodik Blicke in seine Welt werfen. Vielleicht ist das aus seiner Sicht so dumm nicht. Denn wer will es schon, bei aller Bescheidenheit, seinen Kritikern und den sogenannten Literaturwissenschaftlern überlassen, was die Nachwelt über einen selbst denken und wissen soll? Wenn man Murakamis Bücher nicht kennt, also kaum einen Zugang zu ihm hat, dann mögen diese Texte vielleicht gelegentlich langweilig erscheinen, was sicher auch daran liegt, dass sein Autor ein ziemlich normales und sehr diszipliniertes Leben führt, das oft abseits der lauten Gesellschaft stattfindet. An Murakamis Offenbarungen wird man schwer etwas Gekünsteltes oder gar Kompliziertes finden. Im Gegenteil: Viele seiner Ansichten und Einsichten sind weise und ausgesprochen persönlich, sodass man sich nur wundern kann, sie so offen, manchmal fast schon ein wenig zu offen, lesen zu können. "Es ist leicht, an anderen herumzumäkeln", schreibt Murakami, "aber wenn der Betroffene alles ernst nimmt, wird er bald am Ende sein. Deshalb sage ich kategorisch, dass es mir egal sei. Und wenn noch so scheußliches Zeug geredet wird, ich schreibe, was ich schreiben will." Da muss man erst einmal hinkommen. Für wohlmeinende Leser seiner Bücher oder angehende Schriftsteller mag dieses Buch eine kleine Fundgrube fürs Verständnis sein. Unabhängig davon erzählt es ein wenig aus dem Leben eines klugen Menschen. Deshalb kann man es auch lesen, wenn man nicht alle Bücher Murakamis kennt. Eine gewisse Kenntnis seiner Werke schadet natürlich nicht und hilft an einigen Stellen schließlich doch, denn natürlich geht der Autor auch auf sein Schaffen ein. Insgesamt ein interessantes und auch unerwartetes Buch eines klugen, disziplinierten und geerdeten Mannes, der nichts mehr beweisen muss und der schreibt, weil er sich dabei wohlfühlt..

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Von Beruf Schriftsteller

von Haruki Murakami

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Meinung aus der Buchhandlung

Gregor Schwarzenbrunner

Thalia Zentrale

Zum Portrait

5/5

Dem Meister über die Schulter schauen

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Der heurige literarische Bücherherbst hat ein ganz besonderes Gustostückerl auf Lager: Haruki Murakamis wohl persönlichstes Werk. Vom Beruf Schriftsteller handelt, wie man es vom Titel eigentlich schon erahnen kann, übers Schreiben. Ja, er schreibt über das Schreiben und es ist beinahe so, als ob man dem Meister über die Schulter schaut. Und wenn es jemand erklären kann dann er, schließlich schreibt Murakami seit über 35 Jahren. Letztlich wird niemand sein Talent leugnen können und dass trotzdem er sich selbst für einen ganz normalen Menschen hält. Hier kommt, meiner Meinung nach, ein ganz typischer japanischer Wesenszug zum Vorschein. Er nimmt aber auch Stellung zu der Atomkatastrophe Fukushima, erklärt weshalb er nur wenig Wert auf Auszeichnungen und Literaturpreise legt und zeigt die Unterschiede zwischen westlicher und östlichen Buchveröffentlichungen auf. Interessant ist, dass dieser Roman in Japan nicht online erhältlich war, sondern nur in Buchläden. Trotzdem war die erste Auflage schwuppdiwupp, innerhalb weniger Tage vergriffen. Der geneigte Murakami-Fan weiß, dass der große Meisterromancier, eigentlich sehr zurückgezogen lebt und kaum Interviews gibt, daher ist - Vom Beruf Schriftsteller - ein Musthave, nicht nur für seiner Anhänger. Ein bisschen lässt er in sein Privatleben blicken, auch wenn man sich hier keine Autobiografie erwarten darf. In - Wovon ich rede, wenn ich vom Laufen rede - hat er bereits in seinen Alltag blicken lassen. Das steht auf meinem SuB (=Stapel ungelesener Bücher) nun ganz weit oben.
  • Gregor Schwarzenbrunner
  • Buchhändler/-in

5/5

Dem Meister über die Schulter schauen

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Der heurige literarische Bücherherbst hat ein ganz besonderes Gustostückerl auf Lager: Haruki Murakamis wohl persönlichstes Werk. Vom Beruf Schriftsteller handelt, wie man es vom Titel eigentlich schon erahnen kann, übers Schreiben. Ja, er schreibt über das Schreiben und es ist beinahe so, als ob man dem Meister über die Schulter schaut. Und wenn es jemand erklären kann dann er, schließlich schreibt Murakami seit über 35 Jahren. Letztlich wird niemand sein Talent leugnen können und dass trotzdem er sich selbst für einen ganz normalen Menschen hält. Hier kommt, meiner Meinung nach, ein ganz typischer japanischer Wesenszug zum Vorschein. Er nimmt aber auch Stellung zu der Atomkatastrophe Fukushima, erklärt weshalb er nur wenig Wert auf Auszeichnungen und Literaturpreise legt und zeigt die Unterschiede zwischen westlicher und östlichen Buchveröffentlichungen auf. Interessant ist, dass dieser Roman in Japan nicht online erhältlich war, sondern nur in Buchläden. Trotzdem war die erste Auflage schwuppdiwupp, innerhalb weniger Tage vergriffen. Der geneigte Murakami-Fan weiß, dass der große Meisterromancier, eigentlich sehr zurückgezogen lebt und kaum Interviews gibt, daher ist - Vom Beruf Schriftsteller - ein Musthave, nicht nur für seiner Anhänger. Ein bisschen lässt er in sein Privatleben blicken, auch wenn man sich hier keine Autobiografie erwarten darf. In - Wovon ich rede, wenn ich vom Laufen rede - hat er bereits in seinen Alltag blicken lassen. Das steht auf meinem SuB (=Stapel ungelesener Bücher) nun ganz weit oben.

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