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Der Bergmann »Definitiv eines meiner Lieblingsbücher« HARUKI MURAKAMI — Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

12.03.2018

Verlag

DuMont Buchverlag

Seitenzahl

240

Maße (L/B/H)

18,8/12,5/2,2 cm

Gewicht

271 g

Farbe

Wollweiß / Schwarz

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

›Kōfu‹ (1908)

Übersetzt von

Franz Hintereder-Emde

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8321-6446-1

Beschreibung

Rezension

»›Der Bergmann‹ [ist] also auch für alle interessant, die – im Übertragenen Sinne – in die Tiefen und Niederungen abtauchen möchten.«
Friederike Krempin, JAPANLITERATUR.NET

»Murakami-Fans, sei der Bergmann sehr empfohlen.«
Harun Atmaca, GIEßENER ANZEIGER

»Ein tiefsinniger Blick in eine Gesell¬schaft, die gerade dabei war, das Indi¬viduum zu entdecken als Konterpart zur Subjektlosigkeit der buddhistischen Philosophietradition.«
Ronald und Ursula Daus, KOSMOPOLIS

»Ein literarisches Meisterwerk – dicht erzählt und von einer überraschenden Zeitlosigkeit.«
Ingrid Mosblech-Kaltwasser

»›Der Bergmann‹ war eine außergewöhnliche Reise in das Werk eines herausragenden Autors.«
Marcel Eifert, MISTERAUFZIEHVOGEL.BLOGSPOT.DE

»Der Bergmann von Natsume Soseki ist ein ungewöhnlicher Roman, der thematisch sowie psychologisch doch ein hochfeines Werk ist.«
Ingrid Ständeke, ECHO NORD

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

12.03.2018

Verlag

DuMont Buchverlag

Seitenzahl

240

Maße (L/B/H)

18,8/12,5/2,2 cm

Gewicht

271 g

Farbe

Wollweiß / Schwarz

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

›Kōfu‹ (1908)

Übersetzt von

Franz Hintereder-Emde

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8321-6446-1

Herstelleradresse

DuMont Buchverlag GmbH
Amsterdamer Strasse 192
50735 Köln
DE

Email: herstellung@dumont.de

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Der Bergmann

Bewertung am 11.05.2018

Bewertungsnummer: 486792

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

"Denn wenn ich jetzt bemerke, wie wankelmütig und unberechenbar meine chaotische Seele war, wenn ich mich dabei ohne jegliches Wohlwollen wie einen Fremden analysiere und unverblümt beurteile, dann komme ich zu dem Schluss, dass es nichts Unzuverlässigeres als eben den Menschen gibt." Natsume Soseki ist in Japan kein Unbekannter. Sein Roman "Kokoro" zählt zu den meistgelesenen Büchern des ostasiatischen Staates und er ist vielleicht der bedeutendste moderne japanische Schriftsteller aller Zeiten. Umso verwunderlicher ist es, dass Soseki in Europa zu der eher unbekannten Riege der Autoren zählt, immer im Schatten des großen Haruki Murakamis. Eben jener Haruki Murakami, der zu der Neuausgabe des Dumontverlags das Vorwort lieferte und den Bergmann als eines seiner Lieblingsbücher bezeichnet - eine Tatsache, die nicht überrascht, ist "Der Bergmann" doch ein literarisches Meisterwerk, das viel zu wenig Beachtung erhält. Die Handlung, falls man an dieser Stelle überhaupt von einer wirklichen Handlung sprechen kann, ist es doch an erster Stelle eine philosophische Reise ins eigene Ich, ist relativ einfach gestrickt. Eigentlich fest zum Selbstmord entschlossen, beschließt ein junger Mann aus gutem Haus Bergmann zu werden. Er heuert an, lernt den harten Alltag der Arbeiterschaft kennen und wird mitten hineingeworfen in das Leben der armen Unterschicht. Die Konfrontation mit den Schattenseiten des Lebens ebnet ihm den Weg zur Selbstreflexion, zur Auseinandersetzung mit den eigenen Fehlern und Schwächen, zur Spiegelung der getroffenen Entscheidungen und der einen Frage, die sein ganzes Leben zu bestimmen scheint: "War meine damalige Entscheidung die Richtige? Und wenn nicht - habe ich die Kraft, mir selbst und anderen dies einzugestehen? "Es gibt wohl nichts Unbeständigeres als menschliche Meinungen. Du denkst, da hast du eine, worauf du dich verlassen kannst, schon ist sie weg. Glaubst, es geht auch ohne, ist sie wieder da." "Der Bergmann" ist viel mehr als nur eine Reise an den Rand der Gesellschaft - er ist eine Reise tief hinein in die Abgründe der Menschlichkeit, eine Entwicklungsgeschichte und eine Abhandlung über die Vorbestimmtheit des Leben. Geschickt verknüpft Soseki Gesellschaftskritik mit Coming-of-Age-Story, psychologische Abhandlung mit Satire und historische Darstellung mit Fiktion. Seine Sprache ist poetisch, bildhaft und unglaublich dicht, so dass sich die knapp 200 Seiten des Romans wie gut 500 Seiten lesen. Grund hierfür ist unter anderen die literarische Technik des Bewusstseinsstrom, die Soseki bereits vor James Joyce und Marcel Proust perfektioniert. Dabei vermischt er die Gedanken und Wahrnehmung des Protagonisten mit der äußeren Handlung des Romans - eine Technik, die uns noch dichter an das Geschehen heranbringt, aber dafür eine ungeheure Konzentration auf Seiten des Lesers erfordert. Lässt man sich aber auf Sosekis Erzählweise ein und gibt sich ganz dem inneren Kampf des Protagonisten hin, wird man belohnt mit einem tiefsinnigen, ganz ungewöhnlichen Roman, der das Leben in all seinen Facetten beleuchtet und immer wieder neue Blickwinkel eröffnet. "Du musst, koste es, was es wolle, bis oben hinauf. Die Lampe brennt. Die Leiter geht weiter. Nach der Leiter geht der Stollen weiter. Am Ende des Stollens leuchtet die Sonne, erstrecken sich weite Flure und hohe Berge. Was auch kommt, du musst da hinauf! Lebend kletterte ich weiter. Leben hieß klettern, klettern hieß leben. Und dennoch - die Leiter ging immer weiter."

Der Bergmann

Bewertung am 11.05.2018
Bewertungsnummer: 486792
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

"Denn wenn ich jetzt bemerke, wie wankelmütig und unberechenbar meine chaotische Seele war, wenn ich mich dabei ohne jegliches Wohlwollen wie einen Fremden analysiere und unverblümt beurteile, dann komme ich zu dem Schluss, dass es nichts Unzuverlässigeres als eben den Menschen gibt." Natsume Soseki ist in Japan kein Unbekannter. Sein Roman "Kokoro" zählt zu den meistgelesenen Büchern des ostasiatischen Staates und er ist vielleicht der bedeutendste moderne japanische Schriftsteller aller Zeiten. Umso verwunderlicher ist es, dass Soseki in Europa zu der eher unbekannten Riege der Autoren zählt, immer im Schatten des großen Haruki Murakamis. Eben jener Haruki Murakami, der zu der Neuausgabe des Dumontverlags das Vorwort lieferte und den Bergmann als eines seiner Lieblingsbücher bezeichnet - eine Tatsache, die nicht überrascht, ist "Der Bergmann" doch ein literarisches Meisterwerk, das viel zu wenig Beachtung erhält. Die Handlung, falls man an dieser Stelle überhaupt von einer wirklichen Handlung sprechen kann, ist es doch an erster Stelle eine philosophische Reise ins eigene Ich, ist relativ einfach gestrickt. Eigentlich fest zum Selbstmord entschlossen, beschließt ein junger Mann aus gutem Haus Bergmann zu werden. Er heuert an, lernt den harten Alltag der Arbeiterschaft kennen und wird mitten hineingeworfen in das Leben der armen Unterschicht. Die Konfrontation mit den Schattenseiten des Lebens ebnet ihm den Weg zur Selbstreflexion, zur Auseinandersetzung mit den eigenen Fehlern und Schwächen, zur Spiegelung der getroffenen Entscheidungen und der einen Frage, die sein ganzes Leben zu bestimmen scheint: "War meine damalige Entscheidung die Richtige? Und wenn nicht - habe ich die Kraft, mir selbst und anderen dies einzugestehen? "Es gibt wohl nichts Unbeständigeres als menschliche Meinungen. Du denkst, da hast du eine, worauf du dich verlassen kannst, schon ist sie weg. Glaubst, es geht auch ohne, ist sie wieder da." "Der Bergmann" ist viel mehr als nur eine Reise an den Rand der Gesellschaft - er ist eine Reise tief hinein in die Abgründe der Menschlichkeit, eine Entwicklungsgeschichte und eine Abhandlung über die Vorbestimmtheit des Leben. Geschickt verknüpft Soseki Gesellschaftskritik mit Coming-of-Age-Story, psychologische Abhandlung mit Satire und historische Darstellung mit Fiktion. Seine Sprache ist poetisch, bildhaft und unglaublich dicht, so dass sich die knapp 200 Seiten des Romans wie gut 500 Seiten lesen. Grund hierfür ist unter anderen die literarische Technik des Bewusstseinsstrom, die Soseki bereits vor James Joyce und Marcel Proust perfektioniert. Dabei vermischt er die Gedanken und Wahrnehmung des Protagonisten mit der äußeren Handlung des Romans - eine Technik, die uns noch dichter an das Geschehen heranbringt, aber dafür eine ungeheure Konzentration auf Seiten des Lesers erfordert. Lässt man sich aber auf Sosekis Erzählweise ein und gibt sich ganz dem inneren Kampf des Protagonisten hin, wird man belohnt mit einem tiefsinnigen, ganz ungewöhnlichen Roman, der das Leben in all seinen Facetten beleuchtet und immer wieder neue Blickwinkel eröffnet. "Du musst, koste es, was es wolle, bis oben hinauf. Die Lampe brennt. Die Leiter geht weiter. Nach der Leiter geht der Stollen weiter. Am Ende des Stollens leuchtet die Sonne, erstrecken sich weite Flure und hohe Berge. Was auch kommt, du musst da hinauf! Lebend kletterte ich weiter. Leben hieß klettern, klettern hieß leben. Und dennoch - die Leiter ging immer weiter."

Ein Großstadtroman über die bürgerliche Gesellschaft Japans

Pan Tau Books - Ein Buchblog am 03.09.2018

Bewertungsnummer: 1130431

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Der Bergmann ist aufgrund seiner gesellschaftskritischen Haltung und dem Bezug zur japanischen Hauptstadt Tokio dem Genre Großstadtroman zuzuordnen. Die Geschichte über den 19-jährigen namenlosen Jungen, der sich aus Tokio aufmacht um zu sterben, hat mich von Anfang an fasziniert. Erzählt wird die Geschichte aus der Ich-Perspektive des jungen Mannes. Sein innerer Monolog und seine intensive gedankliche Auseinandersetzung mit sich selbst und seinem Leben, lassen den Leser unmittelbar an der Figur teilhaben. Gleichzeitig werden dadurch Einblicke in seine Überzeugungen zugelassen, aber auch in seine Ängste und Unsicherheiten. Obwohl man über die Vorgeschichte des jungen Mannes weitestgehend im Unklaren gelassen wird, sind seine Zerrissenheit und sein Wunsch nach Suizid durch seine philosophischen Gedanken greifbar. Immer wieder bezieht er Erlebtes auf den eigenen Geist oder Körper und philosophiert bspw. über den Charakter des Menschen, über die Konsistenz des Herzens, über menschliche Tränen oder das abgestumpfte Bewusstsein. Interessant fand ich vor allen Dingen, wie unentschlossen der Protagonist ist, was sein eigenes Leben anbelangt. Ständig will er aus seinem eigenen Fluchtversuch ausbrechen und dem Todeswunsch entkommen, um ihn dann ein ums andere Mal wieder zu verfolgen. Sōseki ist mit Der Bergmann ein fesselndes, literarisches Werk gelungen, das trotz weniger Handlungsstränge und eines abrupten Endes vollkommen wirkt. Der Protagonist, der sich nach Dunkelheit sehnt, erkennt in derselben, dass das Leben lebenswert ist. Sōsekis unterschwellige Kritik an den Zuständen im Bergwerk und die harten Lebensbedingungen der Bergmänner, die sich in ihren ausgemergelten Gesichtern widerspiegeln, haben mich sehr angesprochen. Seine Darstellung der Welt unterhalb der Erdoberfläche ist so eindrücklich, dass die Enge und das Gefühl eingesperrt zu sein erschreckend realistisch wirken. Sprachlich schafft es der Autor, durch detailgenaue, bildhafte Beschreibungen und prägnante, eindrückliche Sätze, die Wahrnehmung des Protagonisten lebendig wirken zu lassen. Spannende Höhepunkte in der Geschichte sind jedoch nicht vorgesehen, aber genau aufgrund dieser Andersheit konnte mich Der Bergmann überzeugen. Fazit & Bewertung Der Bergmann von Natsume Sōseki ist ein Großstadtroman, der die bürgerliche Gesellschaft Japans zum Thema nimmt und anhand eines Einzelschicksals deutlich macht. Spannende Handlung ist in diesem Roman von Anfang an nicht vorgesehen, trotzdem sind die Gedanken und Wahrnehmungen des namenlosen Protagonisten so packend, dass man Höhepunkte nicht vermisst. https://pantaubooks.wordpress.com/

Ein Großstadtroman über die bürgerliche Gesellschaft Japans

Pan Tau Books - Ein Buchblog am 03.09.2018
Bewertungsnummer: 1130431
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Der Bergmann ist aufgrund seiner gesellschaftskritischen Haltung und dem Bezug zur japanischen Hauptstadt Tokio dem Genre Großstadtroman zuzuordnen. Die Geschichte über den 19-jährigen namenlosen Jungen, der sich aus Tokio aufmacht um zu sterben, hat mich von Anfang an fasziniert. Erzählt wird die Geschichte aus der Ich-Perspektive des jungen Mannes. Sein innerer Monolog und seine intensive gedankliche Auseinandersetzung mit sich selbst und seinem Leben, lassen den Leser unmittelbar an der Figur teilhaben. Gleichzeitig werden dadurch Einblicke in seine Überzeugungen zugelassen, aber auch in seine Ängste und Unsicherheiten. Obwohl man über die Vorgeschichte des jungen Mannes weitestgehend im Unklaren gelassen wird, sind seine Zerrissenheit und sein Wunsch nach Suizid durch seine philosophischen Gedanken greifbar. Immer wieder bezieht er Erlebtes auf den eigenen Geist oder Körper und philosophiert bspw. über den Charakter des Menschen, über die Konsistenz des Herzens, über menschliche Tränen oder das abgestumpfte Bewusstsein. Interessant fand ich vor allen Dingen, wie unentschlossen der Protagonist ist, was sein eigenes Leben anbelangt. Ständig will er aus seinem eigenen Fluchtversuch ausbrechen und dem Todeswunsch entkommen, um ihn dann ein ums andere Mal wieder zu verfolgen. Sōseki ist mit Der Bergmann ein fesselndes, literarisches Werk gelungen, das trotz weniger Handlungsstränge und eines abrupten Endes vollkommen wirkt. Der Protagonist, der sich nach Dunkelheit sehnt, erkennt in derselben, dass das Leben lebenswert ist. Sōsekis unterschwellige Kritik an den Zuständen im Bergwerk und die harten Lebensbedingungen der Bergmänner, die sich in ihren ausgemergelten Gesichtern widerspiegeln, haben mich sehr angesprochen. Seine Darstellung der Welt unterhalb der Erdoberfläche ist so eindrücklich, dass die Enge und das Gefühl eingesperrt zu sein erschreckend realistisch wirken. Sprachlich schafft es der Autor, durch detailgenaue, bildhafte Beschreibungen und prägnante, eindrückliche Sätze, die Wahrnehmung des Protagonisten lebendig wirken zu lassen. Spannende Höhepunkte in der Geschichte sind jedoch nicht vorgesehen, aber genau aufgrund dieser Andersheit konnte mich Der Bergmann überzeugen. Fazit & Bewertung Der Bergmann von Natsume Sōseki ist ein Großstadtroman, der die bürgerliche Gesellschaft Japans zum Thema nimmt und anhand eines Einzelschicksals deutlich macht. Spannende Handlung ist in diesem Roman von Anfang an nicht vorgesehen, trotzdem sind die Gedanken und Wahrnehmungen des namenlosen Protagonisten so packend, dass man Höhepunkte nicht vermisst. https://pantaubooks.wordpress.com/

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