• Produktbild: Wiesenstein

Wiesenstein Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

26.01.2018

Abbildungen

mit 2 Abbildungen

Verlag

C.H. Beck

Seitenzahl

552

Maße (L/B/H)

22,1/15,1/4,3 cm

Gewicht

851 g

Auflage

4

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-406-70061-3

Beschreibung

Rezension

"Ein großes Epos über den Untergang einer Epoche, einer Landschaft, eines großen Schriftstellers, das bei aller Trauer und Wehmut auch ein Stück Hoffnung enthält."

Martin Halter, Die Reihnpfalz, 14. Juli 2018

"Überaus präzises, höchst lebendiges Porträt () Eine subtile, profunde Studie

Mannheimer Morgen, 18. Juli 2018

"(Ein) großartiger Roman.

Stephan Opitz, Schleswig-Holstein am Wochenende, Mai 2018

"Ein fast schon vergessener Raum mit spektakulärem Ambiente und skurrilem Personal kann jenen Überschuss an poetischer Energie evozieren, der das Schreiben eines guten Romans erst möglich macht. Eine solche Location hat der Münchner Autor Hans Pleschinski (...) entdeckt."

Martin Doerry, Literatur SPIEGEL, 16. Juni 2018

"Großartig, der neue Roman von Hans Pleschinski!!"

Denis Scheck, SWR Fernsehen, 26. April 2018

"Pleschinski macht daraus eine Auseinandersetzung mit der Rolle eines großen Dichters in der NS-Zeit und mit dem, was Flucht und Aufgabe der Heimat bedeuten."

Rainer Moritz, Chrismon, 5/2018

"Ein souverän erzähltes Buch über die Leistungen, Verdienste, Halbheiten, Irrtümer und Illusionen eines großen Dichters () und zugleich ein packendes Zeitbild."

Klaus Belli, Lesart, Frühjahr 2018

"Dieser Roman ist etwas Besonderes. Ein Fall von enthusiastischer Überwältigung."

Peter von Becker, Tagesspiegel, 18. März 2018

"Ein großer Roman über das Ende eines großen Schriftstellers und gleichzeitig über das Ende des Zweiten Weltkrieges und das Ende Schlesiens."

Anne-Dore Krohn, Kulturradio rbb, 3. März 2018

"Zum Versinken schön ist dieses Buch einerseits; aber zum Versinken überhaupt angesichts der menschlichen Moral."

Peter Pisa, Kurier Wien, 10. Februar 2018

"Ein ehrenwerter Versuch, noch einmal auf Gerhart Hauptmann aufmerksam zu machen. Wer weiß schon etwas über diese wunderbare Villa Wiesenstein? Ein interessantes Buch, es ist wert, es zu lesen."

Sigrid Löffler, Radio Bremen, 4. Februar 2018

"Ein faszinierender Roman (...) Damit erinnert 'Wiesenstein' nicht zuletzt an ein Lebenselixier, das zu allen Zeiten nötig ist. Und, kein geringes Verdienst, er macht Lust auf mehr von Gerhart Hauptmann."

Tilman Krause, Die WELT, 27. Januar 2018

"Hans Pleschinski bändigt den Stoff meisterhaft. Sein tiefes Hintergrundwissen entrollt er mit einer Souveränität, die elegant und mühelos wirkt, und doch zittert nach der Lektüre das eigene Gedankengerüst angesichts des Neuen, das hier so furios erzählt wird."

Annemarie Stoltenberg, NDR, 23. Januar 2018

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Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

26.01.2018

Abbildungen

mit 2 Abbildungen

Verlag

C.H. Beck

Seitenzahl

552

Maße (L/B/H)

22,1/15,1/4,3 cm

Gewicht

851 g

Auflage

4

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-406-70061-3

Herstelleradresse

C.H. Beck
Wilhelmstrasse 9
80801 München
DE

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  • Bewertung

    5/5

    06.10.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wieder gelingt Hans Pleschinski (nach Königsallee und Thomas Mann) mit dem Roman über Gerhart Hauptmanns letzte Jahre im luxuriösen Anwesen Wiesenstein ein Portät des Dichters mit all seinen Widersprüchen. Gleichzeitig entsteht ein faktenreiches Bild einer untergehenden Welt. Unglaublich gut erzählt, realistisch und vieles mit feiner Ironie.

  • Bewertung

    5/5

    07.12.2018

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Zeitenwende stimmungsvoll und intelligent aufgearbeitet

    Um dieses Buch zu lesen, sollte man ein gewisses Interesse für Literatur(geschichte) aufbringen und Freude an einem etwas komplexeren Sprachstil haben. Man sollte sich auch Zeit nehmen, um die Gedankengänge der Personen und die literarischen Zitate besser aufzunehmen, was sich in meinen Augen unbedingt lohnt. Leser, die durch ihre Lektüre mit Vollgas und permanentem Spannungsbogen rasen möchten, sind bei anderen Autoren sicherlich besser aufgehoben. Mir hat dieses anspruchsvolle und unterhaltsame Buch sehr gut gefallen. Und es hat meine Neugier auf Gerhart Hauptmann (wieder)erweckt.

  • TochterAlice

    aus Köln

    5/5

    18.09.2018

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Der alte Mann und das…

    Der alte Mann und das Gebirge: Das Riesengebirge in Niederschlesien, genauer gesagt. Dort haust der alte Mann, nämlich der berühmte Literaturnobelpreisträger Gerhart Hauptmann, zum Ende des zweiten Weltkriegs und will auch nicht fort aus seiner schlesischen Heimat, obwohl er nicht nur dort bekannt ist wie ein bunter Hund. Auch, wenn dem nationalsozialistischen Deutschland schon das Feuer unter dem Allerwertesten brennt - Hauptmann gilt als eine der Ikonen Deutschlands und wird auch jetzt noch hofiert und gut versorgt - wie es übrigens unter allen Regierungen der Fall war. Hauptmann ist kein Nazi, aber er hat es sich bequem gemacht im Regime, kann er doch in seinem geliebten Haus Wiesenstein wohnen bleiben und wird mit allem Komfort versorgt, den man sich nur denken kann. Dafür erwartet das Regime das ein oder andere flammende Statement zur rechten Zeit - nun ja, aus Hauptmanns Sicht kein allzu großes Opfer. "Wiesenstein", der Roman, der nach Hauptmanns Haus, nach seiner Trutzburg sozusagen - denn genau als solche sieht er sein in jüngeren Jahren erworbenes und selbst geschaffenes bzw. zumindest erweitertes Heim - gibt die aller- aber wirklich allerletzten Zuckungen des Nationalsozialistischen Deutschland wider und beginnt unmittelbar nach der Bombardierung Dresdens, die Hauptmann ausgerechnet in der Stadt bzw. in deren unmittelbaren Umgebung erleben musste. Jetzt soll es heimgehen und so zieht der bereits bettlägerige Hauptmann gemeinsam mit seiner Frau Margarete in Begleitung der Sekretärin Annie Pollak und des sich gerade erst angedienten Masseurs Paul Metzkow entgegen allen Flüchtlingsströmen alle düsteren Vorhersagen ignorierend gen Osten: Nur nach Hause, lautet die Devise! Und zum ersten Mal kommt ein Bedürfnis zum Vorschein, das sich wie ein roter Faden durch den ganzen Roman zieht: die Menschen in seiner Umgebung, hier also Annie und Paul, erhoffen sich Schutz durch die Nähe zu Gerhart Hauptmann, Sicherheit vor feindlichen Truppen, ebenso aber eine gewisse Gewährleistung von Komfort - was 1945 vor allem bedeutet, satt zu werden und etwas zum Anziehen zu haben, vielleicht sogar zum Wechseln. Und daheim auf Wiesenstein wartet noch ein ganzes (naja, kleines, aber immerhin) Bataillon von Bediensteten mit denselben Erwartungen. Der Hauptteil des Romans, auf Wiesenstein, hat etwas Unwirkliches, ja Groteskes. Autor Hans Pleschinski vermag diese Endzeitstimmung, die auch in Haus Wiesenstein herrschte, trotz einiger Längen und Umständlichkeiten, die ich empfunden habe, unglaublich kraftvoll und dicht, mit einer starken Präsenz wiederzugeben. Fast empfand ich mich als Teil der Hauptmann'schen Entourage. Das "normale" Leben, auch wenn es das eines alten, ja sterbenden Mannes und seines Umfelds ist, in harten Zeiten und in einer Gegend, die quasi schutzlos ist, zumindest im Verlauf des Romans dazu wird - das hat etwas sehr, sehr Frappierendes, betroffen machendes. Ein kluger, unglaublich umfangreich recherchierter Roman, der dem Thema dank eindringlicher Schilderung eine kraftvolle Präsenz einzuhauchen vermag! Ja, es gibt Passagen, in denen Hauptmanns Werke seitenweise zitiert werden. Ja, es gibt Passagen, in denen der Meister parodiert, oder vielmehr: bloßgestellt wird. Ja, diese Teile fügen sich nahtlos in den Roman. Nein, ich habe sie nicht gerne gelesen, überhaupt nicht gerne. Aber ich muss auch nicht jede Kleinigkeit dieses absolut opulenten Werkes, nein: Meisterwerkes schätzen, um es in seiner Gesamtheit würdigen zu können. Und das tue ich hiermit und empfehle es jedem weiter, der Romane über signifikante historische Personen und Entwicklungen so liebt wie ich. Die Lektüre ist eine wahre Herausforderung, aber was für eine! Ich jedenfalls knie nieder vor einem Meilenstein der deutschen Literatur!

  • Bewertung

    5/5

    04.05.2018

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    umstrittene Figur eines Nobelpreisträgers

    Wiesenstein im Riesengebirge ist das luxuriöse Anwesen von Gerhart Hauptmann , der dort am Ende des Krieges Zuflucht finden will...doch es ist genau die falsche Richtung in jeglicher Hinsicht! Eine Auseinandersetzung mit einem grossen Dichter in der NS-Zeit und seiner umstrittenen Rolle bei Themen wie Flucht , Heimat und Verblendung

  • Buchgespenst

    5/5

    11.03.2018

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Lebensabend zwischen Trümmern

    Gerhart Hauptmann erlebt nur wenige Kilometer von Dresden entfernt dessen blutigen Untergang in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs. Alt, krank und gebrechlich hat der große Autor nur noch den Wunsch nach Hause zurückzukehren und die Kriegstage zu vergessen. Eine strapaziöse Flucht bis zum Wiesenstein bringt nicht die erhoffte Erlösung. Isoliert, fasst wie im Vakuum, schreibt er in seinem Zuhause an seinem letzten großen Werk – auf den Schutz seiner Legende vertrauend, während um ihn herum der Krieg tobt. Doch Schlesiens blutigste Tage stehen noch bevor. Während Hauptmann entrückt seinen Lebensabend verbringt blutet Schlesien nach Kriegsende unter der Herrschaft der Polen und Russen aus. Kann Hauptmann mit seinem Ruf das Dorf schützen und wird ihm ein stilles Ende in seiner Heimat vergönnt sein? Wie ein Zauberturm wirkt der Wiesenstein. Unberührt von den Kriegswirren kann man kaum entscheiden, ob Hauptmann arrogant, entrückt oder einfach nur wie ein verzweifelt Flüchtender wirkt. Die Zerrissenheit eines Autors, der feststellen muss sich selbst überlebt und verraten zu haben, lässt auch im Leser ein schlechtes Gefühl zurück. Es nimmt einem den Atem zu sehen wie ein großer Autor an seiner Zeit und seinen Entscheidungen zerbrochen ist und nur noch verzweifelt ein Leben führt, das mit Beginn des Dritten Reiches bereits vorbei war. Gescheitert an der eigenen Eitelkeit, an Kurzsichtigkeit und doch wehrt er sich mit aller Kraft eine Niederlage einzugestehen. War Hauptmann schuldig oder nur blind? Ist er arrogant oder lebt er bereits in seiner eigenen Welt an der Schwelle des Todes? Pleschinski schafft es mit eindrucksvoller Bildgewalt die letzten schauerlichen Tage des Krieges lebendig werden zu lassen und die ersten Monate des Friedens, die immer noch von Gewalt und Tod geprägt sind. Die Zerrissenheit eines Skandalautors, der schließlich von der Öffentlichkeit, die ihn umjubelt und zu dem man sich in der Not geflüchtet hat, verdammt wurde. Fast mit Sachbuchcharakter entfaltet sich hier ein Roman, der mit seiner Objektivität und seinen Details fesselt. Er erschüttert, er lässt vieles hinterfragen und gibt vor allem einen Einblick in das Dilemma, vor dem die Menschen im Dritten Reich standen. Wie viel Anpassung zur Sicherung der eigenen Existenz ist akzeptabel? Wie viel hat man wissen, wie viel ahnen können, in einer Welt ohne Internet, mit gleichgeschalteten Medien? Wie sehr lässt man sich verführen, für ein bisschen öffentliche Anerkennung? Wie viel Kumpelhaftigkeit mit Autoritäten kann toleriert werden und sei es zum Schutz der Familie und Freunde? Das Buch wirft Fragen auf, die man nicht beantworten will. Das Buch beeindruckt und erschüttert. Es ist sehr viel mehr als die Biographie eines zwielichtigen Autors, dessen umjubelte Fortschrittlichkeit im Expressionismus von Nazivorwürfen in der Nachkriegszeit verdüstert wurde. Gleichzeitig gibt es einen detaillierten Einblick in Hauptmanns literarisches Schaffen. Es wird aus bekannten und fast vergessenen Werken zitiert. So wird man immer weiter in das komplexe Seelenleben des zerrissenen Autors geführt. Ein Leben, das in mehr als einer Hinsicht zertrümmert wurde und zwischen Trümmern qualvoll stirbt. Wie ein Zauberturm, ein Vakuum, ragt der Wiesenstein wie die Ruine eines magischen Symbols zwischen den Trümmern herausragt – Zeugnis vergangener Größe, großen Glanzes, das trotzdem noch Schutz bietet. Dass diese Geschichte auf Tatsachen beruht, macht es umso berührender. Das Nachwort gibt einen kurzen Einblick in die Fakten, auf denen das Buch beruht einen Einblick in die Schicksale der anderen Charaktere. Nichts für schwache Nerven, hochinteressant, komplex und bildgewaltig überzeugt dieses Buch auf ganzer Linie. Ein Biographie, ein Sachbuch und doch so viel mehr. Beeindruckend und absolut lesenswert!

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  • Vor dem Tag

    Immer weiter

    Daheim 

    Gewölbestunde

    Besuch

    Der Appell

    Genesung

    Ständchen

    Atlantis

    Das Buch

    Rialto

    Ein Abschied

    Five o’Clock

    Zu Carl

    Schwestern

    Katarakt

    Niemandszeit

    Versammlung

    Vermächtnis

    Ende und Anfang

    Auf dem Hügel

    Rundblick

    Mykene

    Cieplice

    Besuch aus dem Osten

    Die Nachricht

    Der letzte Gefährte

    Indipohdi

    Gäste aus Berlin

    Später Winter

    Gastmahl

    Kohlfurt

    Nacht

    Aufbruch

    Epilog

    Danksagung