Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry / Das Geheimnis der Queenie Hennessy - Zwei Romane in einem Band
Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Frey/ Das Geheimnis der Queenie Hennessy
Mit Harold Fry nimmt uns Bestseller-Autorin Rachel Joyce auf eine bewegende Reise. Ihre liebenswerten Figuren, ihr Humor und ihre feinfühlige Sprache bewegt Millionen Leserinnen und Leser. Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry: Harold Fry will nur kurz einen Brief einwerfen an seine frühere Kollegin Queenie Hennessy, die im Sterben liegt. Doch dann läuft er am Briefkasten vorbei und auch am Postamt, aus der Stadt hinaus und immer weiter, 87 Tage, 1000 Kilometer. Zu Fuß von Südengland bis an die schottische Grenze zu Queenies Hospiz. Eine Reise, die er jeden Tag neu beginnen muss. Für Queenie. Für seine Frau Maureen. Für seinen Sohn David. Für sich selbst. Und für uns alle. Die unwahrscheinliche Reise der Queenie Hennessy: Wenn dir nicht mehr viel Zeit bleibt, ist es Zeit für die ganze Wahrheit. Die Fortsetzung des Bestsellers >Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry<. Ein tief berührender Roman voller Humor und Trost - über Liebe, Schuld, Hoffnung und ein Geheimnis, das alles in Frage stellt.
Die Vollendung der Harold Fry-Trilogie erscheint im Herbst 2023: »Die erstaunliche Entdeckungsreise der Maureen Fry«
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Eine berührende Reise voller Emotionen und Tiefe
Bewertung am 14.01.2025
Bewertungsnummer: 2386009
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Es ist schon Jahre her, dass ich „Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry“ von Rachel Joyce gelesen habe, und dennoch bleibt es bis heute mein liebstes Buch. Damals war ich keine leidenschaftliche Leserin, doch dieses Buch konnte ich nicht aus der Hand legen.
Rachel Joyce gelingt es meisterhaft, eine warme und einfühlsame Atmosphäre zu schaffen. Sie versteht es, Gefühle und Emotionen in Worte zu fassen, und schreibt mit einer Authentizität, die selten zu finden ist, über mentale Herausforderungen und persönliche Entwicklungen.
Die Reise von Harold Fry ist nicht nur eine äußere, sondern vor allem eine innere Reise, die mich tief im Herzen berührt hat. Das Buch hat mich inspiriert, mich selbst zu reflektieren, und mir gezeigt, wie wichtig es ist, innezuhalten und die kleinen, aber bedeutenden Momente im Leben zu schätzen.
Ich bin dankbar, dass ich diese außergewöhnliche Reise mit Harold Fry erleben durfte, und kann dieses Buch jedem ans Herz legen, der sich von einer Geschichte voller Menschlichkeit und Hoffnung berühren lassen möchte.
Gefühlvoll, frei von Kitsch und auch ein bisschen weise.
Bewertung (Mitglied der Book Circle Community) am 06.12.2023
Bewertungsnummer: 2082963
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Mir gefallen Roadtrip-Movies wie The Straight Story oder Pilgerreisen-Geschichten wie Ich bin dann mal weg von Hape Kerkeling. Die persönlichen Abenteuer von Menschen, die sich auf einen unbekannten Weg machen, mit dem blossen Ziel, etwas mehr über sich selbst zu erfahren, sind für mich die wahren „Abenteuergeschichten“. Quasi die Indiana Jones des Lebens. Jede Person auf Erden befindet sich auf ihrem eigenen Weg. So ist das Sprichwort „Der Weg ist das Ziel“ ein wichtiger Leitsatz für mich geworden, der je länger, desto mehr an Bedeutung gewinnt. Die Geschichte über die Pilgerreise des Harold Fry ergänzt ungemein mein Repertoire an tolle Geschichten über das eigentliche Leben. Autorin Rachel Joyce weiss, wie man Menschen mit Worten ganz direkt berührt. Die Autorin hat über 20 Original-Hörspiele für die BBC verfasst und wurde dafür mehrfach ausgezeichnet. Daneben hat sie Stoffe fürs Fernsehen bearbeitet und auch selbst als Schauspielerin für Theater und Film gearbeitet. „Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry“ ist ihr erster Roman. Die Geschichte schrieb sie, während ihr eigener Vater mit Krebs in einem Hospiz lag. Sie hoffte, dadurch das Leben ihres Vaters verlängern zu können. Rachel Joyce lebt mit ihrem Mann und ihren vier Kindern in Gloucestershire auf dem Land.
Die Geschichte
Harold Fry ist der Hauptprotagonist in dieser Geschichte. Harold ist ein in die Jahre gekommener Mann mit einem „gelebten“ Leben. Seine Geschichte ist erfüllt von Höhen und Tiefen. Als er eines Tages erfährt, dass seine ehemalige Arbeitskollegin Queenie Hennessy mit Krebs auf dem Sterbebett liegt, möchte Harold Fry ihr einen Brief schreiben. Doch als er den Brief schliesslich einwerfen will, läuft er stattdessen einfach an dem Briefkasten vorbei. Er macht sich auf zu Fuss, um die vielen hundert Kilometer zum Hospiz zu gehen. Harold möchte Queenie retten, indem er einfach zu ihr „läuft“. Er glaubt fest an die Macht des Willens und dass er die Krebskranke mit seiner Motivation vor dem sicheren Tod retten kann. Was am Anfang der Geschichte nach einer unvorbereiteten Wanderung eines naiven, alten Mannes aussieht, entpuppt sich bald als tiefgreifende Idee mit Substanz und zur echten Mediensensation. Die Pilgerreise versetzt eine ganze Nation in Staunen, denn Harold Fry läuft und läuft und läuft, immer weiter seinem persönlichen Ziel entgegen. Im Verlaufe seiner langen Wanderung gesellen sich viele unbekannte Menschen zu ihm, um an der Reise teilzunehmen. Doch einige dieser Personen verfolgen ihre persönlichen Ziele und drohen zeitweise Harolds Unterfangen zu gefährden.
Meinung
Wer Roadtrip-Storys oder Pilgergeschichten mag, sollte das Buch ohne zu Zögern lesen. Äusserst gekonnt hat Rachel Joyce eine sagenhaft gute Geschichte, mit viel Witz, Charme und Melancholie geschrieben. Es muss auch erwähnt werden, dass dies das erste Buch der Autorin ist. Die Autorin hat es geschafft, dass ich während jeder Sekunde beim Lesen hoffte, dass Harold Fry es tatsächlich schaffen würde, seine Kollegin Queenie Hennessy zu retten. Hoffnung ist wirklich ein immens starkes Gefühl, das muss ich zugeben. Vielleicht ist es sogar mehr als ein Gefühl, eher ein Konzept. Das wurde mir durch die Geschichte noch deutlicher bewusst. Viele Menschen, die mit Harold Fry mitlaufen, outen sich schnell als nicht ganz selbstlos. Viele dieser Mitläufer tendieren in ihrem Egoismus dazu, Harolds Lebensgeschichte zu ihrer eigenen Geschichte umzuschreiben. Es sind die „Schmarotzer“, die wirklich gute Menschen aussaugen und die Umsetzung guter Ideen ausbremsen. Was man leider auch im wirklichen Leben tagtäglich erleben kann.
Ausserdem trägt Harold noch ein Geheimnis mit sich herum: „sein eigenes Leben!“, welches ihm niemand wegnehmen kann. Vor allem der letzte Abschnitt der tollen Geschichte macht klar, was Hoffnung und Irrglauben mit den Menschen bewerkstelligen kann. Menschen ohne gute soziale Bildung oder Erziehung mit starkem familiären Rückhalt schaffen es bedauerlicherweise auch im realen Leben, andere ernsthaft zu gefährden. Rachel Joyce erweckte totgeglaubte Gefühlsgeister in mir und machte mir damit klar, dass jedermann das Recht auf die eigene Lebensgeschichte hat. Die Lüftung von Frys Geheimnis versetzte mich in Demut allen älteren Personen gegenüber. Denn wir alle werden irgendwann alt, sofern man nicht einen frühen Tod erleidet. Und was bleibt, ist die eigene Geschichte, die eigenen Emotionen und Erinnerungen an ein Leben, hoffentlich voller Liebe, Freundschaft und voraussichtlich, leider auch Trauer.
Meinung aus der Buchhandlung
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einfach nur schön und leicht zu lesen - bewegend und irgendwie verzaubert die Geschicht über die Pilgerreise von Harold Fry. Harold, der sich aufmacht 1000 Kilometer zu Fuß zu gehen um eine ehemalige Arbeitskollegin zu "retten". Harold geht und geht - gibt Einblicke in Vergangenheit und Gegenwart - zeigt auf - was vielleicht wichtig ist - ein echt lesenswerter Roman!
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Unser Geist ist viel größer, als wir begreifen. Wenn wir fest an etwas glauben, können wir alles schaffen. Das lässt Rachel Joyce das Mädchen an der Tankstelle mit fettigen Haarsträhnen, hervorstehenden Ohren und aknefarbige blasse Haut zu Harold Fry sagen, und beginnt damit einen 1000 Km langen Fußmarsch von Südengland bis an die schottische Grenze. Harold marschiert um seine an Krebs erkrankte Freundin Queenie zu retten und wandert dabei die Pilgerreise seines Lebens.
Er erlebt alle Höhen und Tiefen des Pilgerweges. Er marschiert allen Unkenrufen zum Trotz, quält seinen Körper, lernt die Eigenart anderer und seine Angst zu akzeptieren, er weiß, was er zu erwarten hat. Schlechtes Wetter und in die falsche Richtung gelaufene Kilometer lassen Zweifel entstehen und helfen ihm sich seinen Schwächen zu stellen, Hilfe anzunehmen und seine Wunden zu versorgen, Sonnenschein mit aufrechtem, sicheren Gang die wild explodierende Natur wahrzunehmen. Wenn Ort und Zeit ineinanderfließen, bemerkt er, dass ihn gerade die kleinen Dinge anrühren und staunen lassen und auch die große Einsamkeit.
So wirklich Rachel Joyce die Freiheit zu besitzen weiterzulaufen beschreibt, so überzeichnet stellt sie das Dilemma zwischen Hingabe und Abgrenzung zu anderen Pilgern dar. Durch das Lüften des Geheimnisses des Harold Fry nimmt sie dem Leser etwas von seiner Euphorie, unmittelbar eine Pilgerreise zu beginnen, der einzigen Aufgabe eines Pilgers nachzukommen, nämlich aufzubrechen, um ihn mit der Erkenntnis, dass der Weg ihm nicht gibt was er sucht, sondern was er braucht, dennoch auf den langen Marsch zu schicken.
Dieses Buch lässt Pilgerherzen höher schlagen!
Diese Buch wurde für Sie, von einem Pilger gelesen!!!!!!!!! Dankeschön Raphael
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