Produktbild: Die Kieferninseln (Ungekürzt)
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Marion Poschmann

1. Die Kieferninseln (Ungekürzt)

Die Kieferninseln (Ungekürzt)

Gesprochen von
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Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Gesprochen von

Frank Stieren

Spieldauer

4 Stunden und 39 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

06.10.2017

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

75

Verlag

Saga Egmont

Sprache

Deutsch

EAN

9788711877319

Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

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Gesprochen von

Frank Stieren

Spieldauer

4 Stunden und 39 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

06.10.2017

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

75

Verlag

Saga Egmont

Sprache

Deutsch

EAN

9788711877319

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  • monerl

    aus Langen

    2/5

    16.04.2021

    Hörbuch-Download

    Skurril und langweilig - Nur der Srecher überzeugt!

    Wir lernen Gilbert Silvester kennen. Nach seinem Traum, seine Frau Mathilde hätte ihn betrogen, hat er am Ende des nächsten Tages immer noch ein ungutes und verstörtes Gefühl, dieser Traum könnte wahr sein. Denn nun, den Traum vor Augen, durchdenkt er einige Situationen aus letzter Zeit erneut und sieht den Betrug als bestätigt. Kurzerhand packt er seine Tasche und bucht den ersten Flug, der sich bietet. Er fliegt nach Japan. Anstatt dass diese Flucht ihn befreit, (denn viel weiter weg hätte er nicht mehr gehen können), befindet er sich nun in diesem fremden und etwas mystischen Land, hat sich des jungen Selbstmörders Yosa Tamagotchi angenommen, mit dem er den "besten" Ort finden möchte, an dem man in Japan angemessen aus der Welt treten kann. Doch eigentlich bemüht sich Gilbert den Spuren des Dichters Basho zu folgen, mit dem großen Ziel, die Kieferninseln. Marion Poschmann verliert sich streckenweise in Beschreibungen über die Natur, über den Dichter Basho und die Kunst Haiku(s) zu schreiben. Gilbert (und auch Yosu) versucht sich an dieser Dichtkunst und schreibt an Mathilda: "Grüße aus Tokyo - Kirschbäume blühen nicht mehr, nur nackter Beton." (Kann die Stelle aus dem Hörbuch leider nicht benennen.) Ebenso erfährt der Leser etwas über den seltsamen japanischen "Suizidkult". Gilbert besucht mit Yosa den "Selbstmörderwald", jap. Aokigahara, der ein Teil des Fuji-Hakone-Izu-Nationalparks ist. Leider konnten mich beide Charaktere, Gilbert wie auch Yosa, nicht überzeugen. Gilbert ist nicht nur unsympathisch, sondern auch nichtssagend. Durch seine arrogante Denkweise fand ich ihn und seinen Weg zudem auch noch über lange Strecken langweilig. Yosa wäre eigentlich interessant, wäre er nicht so still und ergeben. Bis auf ein, zwei längere Ausführungen hat er nicht viel zu sagen oder passt sich an oder hält Widerspruch für nicht angemessen. Zudem reichen seine Englischkenntnisse nicht aus, um sich mit Gilbert unterhalten und über tiefere Themen debattieren zu können. Der Anfang ließ mich auf eine skurrile, etwas komische und interessante Geschichte hoffen: Ein Mann, der seinen Traum nicht abschütteln kann, sich diesen als Wahrheit zurechtbiegt und sich dann wundert, warum seine Frau ihn nicht um Entschuldigung bittet und ihn nicht mit anrufen bombadiert. Ich erwartete Verwicklungen, Missverständnisse, Lebensweisheiten. Die Geschichte entwickelt sich aber in eine ganz andere Richtung. Dabei geht die ursprüngliche Spannung verloren. Alles plätschert nur vor sich hin. Wahrscheinlich ist das so gewollt. Das Leben ist ein Fluß, eine Suche. Auch ich war auf der Suche, auf der Suche nach dem Sinn des Buches... Das Ende lässt einen mit vielen Fragen zurück. Ein offeneres Ende geht kaum noch. Absolut keine Fragestellung, die sich zu Beginn oder im Laufe der Geschichte aufgetan hat, wird beantwortet. Für mich war das sehr unbefriedigend. Zum Hörbuch: Das Buch hätte ich abgebrochen, doch die Sprechart von Frank Stieren ließ mich am Ball bleiben und das Zuhören genießen. Ich mochte seine Interpretation der Geschichte und der Charaktere sehr. Mit ihm habe ich für mich einen neuen Sprecher entdeckt, nach dem ich gerne weiter Ausschau halten werde und der den zusätzlichen Stern absolut verdient hat! Fazit: Ein sehr philosophischer und streckenweise poetischer Roman, der auf mich zu gewollt wirkte. Wer wissen möchte, wie der "Konflikt" aufgelöst wird, der das Buch einleitet und künstlich von Gilbert geschaffen wurde, der lasse bitte seine Finger von dem Buch. Wer aber eine Einführung in Haiku(s) haben und eine philosophische Reise durch Japans Mystik möchte und dabei Interesse hat zu erfahren, was Kaffee- und was Teeländer sind, der könnte sich überlegen, das Buch zu lesen. Ich empfehle dann eher das Hören, um der grandiosen Stimme des Sprechers lauschen zu können.

  • Bewertung

    5/5

    24.03.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Haiku, Todessehnsucht und Naturmystik

    Matushima ist eine kleine Küstenstadt im Nordosten der japanischen Hauptinsel, die von zauberhafter Natur umgeben ist. Der Name Matushima bedeutet „Kieferninseln“, derer rund 260 Stück dem Festland vorgelagert sind. Schon im 17. Jahrhundert raunten die japanischen Schwarzkiefern dem Dichter Matsuo Basho Mystisches entgegen. So mag ihn die dortige magische Atmosphäre weiland zum Verfassen seiner berühmten Haikus inspiriert haben.

Auch Gilbert Silvester, ein deutscher Privatdozent und Bartforscher, beginnt im Laufe einer Reise nach Japan diese kurzen Dreizeiler zu verfassen. Sie verweben sich skizzenhaft und bedeutungsschwanger mit dem auf seiner Pilgerschaft Erlebten.

In Japan findet sich Silvester wieder, als er eines Nachts träumt, seine Frau habe ihn betrogen. Das Geträumte ist für ihn so real, dass er überreagiert und in den fernen Osten flüchtet. Dort angekommen weiß er nicht so recht, was er machen soll und lässt sich treiben.

Schon bald lernt er den Studenten Yosa kennen, der vorhat, sich das Leben zu nehmen. Wie praktisch, dass er ein Selbstmordhandbuch mit sich führt, dass neben Anwendertipps auch Vorschläge für die geeignetsten Freitodorte bereithält.

Es beginnt eine Reise zu einigen dieser speziellen Ausflugsziele; aber keines will so recht den Ansprüchen Yosas genügen. Also beschließt das ungleiche Paar auf den Spuren Bashos zu wandeln. Vielleicht hält ja eine der Kieferninseln eine besonders schöne Klippe bereit, von der es sich formvollendet und ästhetisch ansprechend hinabstürzen lässt? Silvester verspricht sich hingegen auf der traditionellen Route der Wandermönche Abstand von seiner Ehe zu gewinnen.

Je näher das Ziel rückt, desto mehr verschmelzen mehrere Bewusstseinsebenen zu metaphysischen Interludien. Auch färbt die sanfte japanische Melancholie zusehends auf Silvester ab. Ein stiller, poetischer wie auch naturmystischer Roman, der die Todessehnsucht zu einer Stilfrage werden lässt.

  • Bewertung

    5/5

    06.03.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Zen-Feeling beim Lesen

    Gilbert ist ein etwas kauziger Dozent und übernimmt eine Projektarbeit, die ihn über Bärte und deren individuelle kulturelle Bedeutung forschen lässt. Kurzerhand jedoch steigt er in das nächste Flugzeug Richtung Tokyo, nachdem er einen Traum darüber hatte, dass seine Frau ihm untreu wird. Dieser Traum begleitet ihn und wird zunehmend realer. Kaum in Japan gelandet, fällt ihm ein Buch eines berühmten Wanderdichters Bashō in die Hände, dessen Reiseweg Gilbert nachfühlen will – allerdings nicht zu Fuß, sondern bequem mit dem Hochgeschwindigkeitszug. Er lernt den jungen Japaner Yosa kennen, der seinem Leben ein Ende bereiten will. Für beide sind das Ziel die Kieferninseln. Gilbert mit seinem Buch von Bashō und Yosa mit seiner Ausgabe des „Complete Manual of Suicide“ wirken sofort wie zwei unterschiedliche Seiten einer Münze. Marion Poschmann kleidet ihren Roman in poetische Worte. Die beiden Figuren stellen an sich nichts besonderes dar, sogar ganz im Gegenteil hat Gilbert mir mehr als einmal ein genervtes Augenrollen entlockt. Dennoch musste ich weiterlesen, die Reise des bemitleidenswerten jungen Yosas und dem ewig meckernden Gilbert macht erst Poschmanns Sprache zu einem philosophischen Lesegenuss zwischen Traum und Realität. Wer ein bisschen Zen-Feeling beim Lesen bekommen möchte, dem kann ich diesen Roman auf jeden Fall ans Herz legen. Für mich ist Marion Poschmanns „Die Kieferninseln“ einer der wenigen japanischen Romane eines nicht-japanischen Autors/Autorin, den ich gerne gelesen habe!

  • Bewertung

    aus Winterthur

    5/5

    25.11.2018

    Buch (Taschenbuch)

    Absurde und poetische Geschichte in einem kleinen Buch verpackt

    Marion Poschmann hat hier ein wunderbares Buch geschrieben! Ihre poetische Beschreibung der Bäume und die Beschreibung der Haikus haben es mir besonders angetan. Die Geschichte ist völlig absurd und dadurch ziemlich unterhaltsam. Ich kann das Buch sehr empfehlen!

  • Bewertung

    5/5

    06.10.2017

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Kurzweiliger Dialog zwischen den Kulturen

    Der Roman beginnt skuril und so schnell, dass der Protagonist, ein erfolgloser Privatdozent und...Bartforscher!!, sich nach nicht einmal 2 Seiten am anderen Ende der Welt wiederfindet, er als eingefleischter Kaffeetrinker im Teetrinkerland Japan! Und das bleibt nicht die einzige Herausforderung auf seiner Reise. Diese beschreibt die Autorin mit poetischer Lakonie, aus der wunderbare Sätze entstehen. Überaus intelligent verwebt sie die Erscheinungen von Natur und Kultur, streift auch das Werk der Zerstörung durch den Menschen, lässt vieles offen oder deutet nur an. Hindurch zieht sich ein so feinsinniger ironischer Humor, dass dieser auch der tragischen Seite der Geschichte (er trifft auf einen jungen Mann ,der sich zu Tode stürzen will) gerecht wird. Diese Buch ist eine Wohltat an sprachlicher Eleganz und Meisterhaftigkeit. Hier stimmt alles : Aufmachung, Umfang, Inhalt. Ein ganz großartiger Roman, so schön geschrieben, dass ich mitunter die Handlung vergaß...

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Bewertungen (15)

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