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Produktbild: Pest & Cholera

Pest & Cholera Roman

2

11,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

20.08.2017

Verlag

Unionsverlag

Seitenzahl

240 (Printausgabe)

Dateigröße

3863 KB

Übersetzt von

Holger Fock + weitere

Sprache

Deutsch

EAN

9783293309937

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

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Family Sharing

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Ja

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Erscheinungsdatum

20.08.2017

Verlag

Unionsverlag

Seitenzahl

240 (Printausgabe)

Dateigröße

3863 KB

Übersetzt von

  • Holger Fock
  • Sabine Müller

Sprache

Deutsch

EAN

9783293309937

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Universitas rerum - Die…

Almut Scheller-Mahmoud aus Hamburg am 09.11.2020

Bewertungsnummer: 2790568

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Universitas rerum - Die Gesamtheit aller Dinge Deville strickt uns eine Biographie aus bunten Fäden mit politischen, kulturellen und historischen Ausfransungen. Wieder ist es ihm meisterlich gelungen, eine Lebens-geschichte zu einer spannenden und lehrreichen Lektüre aufzubauen, gespickt mit glorreichen Namen jener Zeit. Es ist eine detailreiche Biographie Alexandre Yersins, dem Entdecker des Pestbazillus, der nach dem Medizinstudium zu Pasteur, dem Entdecker der Tollwut-Impfung, geht. Doch Yersin ist ein unruhiger Geist. Nach Jahren in Paris heuert er als Schiffsarzt an, zwischen Saigon und Manila pendelnd. Er liest viel, er beschäftigt sich mit Astronomie, Drachenbau, Vulkanologie, Ethnologie. Und er findet, ohne es zu suchen, sein ganz persönliches Paradies, sein „Walden“, aber eben nicht nur auf Zeit und nicht als Experiment, sondern es wird sein Lebensinhalt: das Fischerdorf Nha Trang im heutigen Vietnam. Und er baut sein kleines Paradies aus, kauft Land und erschafft eine autarke Arche. Er baut eine Klinik und bildet die Einheimischen aus, gründet ein Pasteur-Institut und interessiert sich für Ackerbau und Viehzucht, produziert seinen eigenen Strom. Er legt Kautschukplantagen an, kultiviert Chinarindenbäume, produziert Malariamittel. Er wird Ornithologe und Orchideenzüchter, baut Kaffee und Tabak an, braut ein belebendes anregendes Getränk - die Kola-Cannelle – das er leider nicht patentieren ließ. Er baut eine Wetterstation, kümmert sich um Aufforstung, beschäftigt sich mit Meteorologie und Geodäsie und zum Ende seines Lebens verfällt er der klassischen Literatur: er übersetzt die Griechen und Lateiner. Ihn erreichen Hilferufe aus Hongkong: die Pest sei ausgebrochen. Früher reiste die Pest gemächlich. Zu seiner Zeit und heute mit Dampfmaschinen-oder Düsengeschwindigkeit. Yersin entdeckt den Pestbazillus und entwickelt ein Serum. Später wird der Floh als Überträger identifiziert. 1940 kommt er von seiner letzten Reise nach Paris zurück ins Paradies, wird dort bleiben und wird dort sterben: Yersin – ein Tausendsassa im Denken, ein Einzelgänger mit Agoraphobie und doch die Menschen liebend, ein Grenzgänger und Eigenbrötler, ein ruheloser Geist, ein Visionär, ein Alleswissenwollender, ein Vollblut-Forscher, für den Nichtwissen unentschuldbar ist. Was ist geblieben von Alexandre Yersin? Ein Begriff ist geblieben: Yersinia pestis. Und dieses wunderbare Buch, mit dem Deville uns einen Ausnahme-Menschen, einen Universalisten auf dem Silberteller kredenzt. Ich bin tief beeindruckt von diesem bereichernden Buch, das in fast kühler und doch höchst empathischer Schreibe, ein Leben nachzeichnet, das den meisten von uns Lesern gewiss fremd ist. Fremd als Name, fremd in seiner betörenden Wissbegier und in seiner totalen Individualität. Echter Fortschritt ist nur im und durch das Individuum möglich. Masse hat nie etwas Großes geschaffen. So erinnert eine Ratssitzung an die Hellsichtigkeit von Hamstern und ein Stadion an den Scharfsinn von Pantoffeltierchen. (Baudelaire)

Universitas rerum - Die…

Almut Scheller-Mahmoud aus Hamburg am 09.11.2020
Bewertungsnummer: 2790568
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Universitas rerum - Die Gesamtheit aller Dinge Deville strickt uns eine Biographie aus bunten Fäden mit politischen, kulturellen und historischen Ausfransungen. Wieder ist es ihm meisterlich gelungen, eine Lebens-geschichte zu einer spannenden und lehrreichen Lektüre aufzubauen, gespickt mit glorreichen Namen jener Zeit. Es ist eine detailreiche Biographie Alexandre Yersins, dem Entdecker des Pestbazillus, der nach dem Medizinstudium zu Pasteur, dem Entdecker der Tollwut-Impfung, geht. Doch Yersin ist ein unruhiger Geist. Nach Jahren in Paris heuert er als Schiffsarzt an, zwischen Saigon und Manila pendelnd. Er liest viel, er beschäftigt sich mit Astronomie, Drachenbau, Vulkanologie, Ethnologie. Und er findet, ohne es zu suchen, sein ganz persönliches Paradies, sein „Walden“, aber eben nicht nur auf Zeit und nicht als Experiment, sondern es wird sein Lebensinhalt: das Fischerdorf Nha Trang im heutigen Vietnam. Und er baut sein kleines Paradies aus, kauft Land und erschafft eine autarke Arche. Er baut eine Klinik und bildet die Einheimischen aus, gründet ein Pasteur-Institut und interessiert sich für Ackerbau und Viehzucht, produziert seinen eigenen Strom. Er legt Kautschukplantagen an, kultiviert Chinarindenbäume, produziert Malariamittel. Er wird Ornithologe und Orchideenzüchter, baut Kaffee und Tabak an, braut ein belebendes anregendes Getränk - die Kola-Cannelle – das er leider nicht patentieren ließ. Er baut eine Wetterstation, kümmert sich um Aufforstung, beschäftigt sich mit Meteorologie und Geodäsie und zum Ende seines Lebens verfällt er der klassischen Literatur: er übersetzt die Griechen und Lateiner. Ihn erreichen Hilferufe aus Hongkong: die Pest sei ausgebrochen. Früher reiste die Pest gemächlich. Zu seiner Zeit und heute mit Dampfmaschinen-oder Düsengeschwindigkeit. Yersin entdeckt den Pestbazillus und entwickelt ein Serum. Später wird der Floh als Überträger identifiziert. 1940 kommt er von seiner letzten Reise nach Paris zurück ins Paradies, wird dort bleiben und wird dort sterben: Yersin – ein Tausendsassa im Denken, ein Einzelgänger mit Agoraphobie und doch die Menschen liebend, ein Grenzgänger und Eigenbrötler, ein ruheloser Geist, ein Visionär, ein Alleswissenwollender, ein Vollblut-Forscher, für den Nichtwissen unentschuldbar ist. Was ist geblieben von Alexandre Yersin? Ein Begriff ist geblieben: Yersinia pestis. Und dieses wunderbare Buch, mit dem Deville uns einen Ausnahme-Menschen, einen Universalisten auf dem Silberteller kredenzt. Ich bin tief beeindruckt von diesem bereichernden Buch, das in fast kühler und doch höchst empathischer Schreibe, ein Leben nachzeichnet, das den meisten von uns Lesern gewiss fremd ist. Fremd als Name, fremd in seiner betörenden Wissbegier und in seiner totalen Individualität. Echter Fortschritt ist nur im und durch das Individuum möglich. Masse hat nie etwas Großes geschaffen. So erinnert eine Ratssitzung an die Hellsichtigkeit von Hamstern und ein Stadion an den Scharfsinn von Pantoffeltierchen. (Baudelaire)

Enttäuschend

Bewertung aus Muri am 12.07.2022

Bewertungsnummer: 1745874

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Das Thema wäre sehr spannend. Aber der Autor erzählt sprunghaft, oft fehlte mir der Zusammenhang. Er führt die Personen nicht gut ein, wahrscheinlich weil er das viele Wissen voraussetzt, das er bei seinen Recherchen zum Buch selbst erworben hat.

Enttäuschend

Bewertung aus Muri am 12.07.2022
Bewertungsnummer: 1745874
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Das Thema wäre sehr spannend. Aber der Autor erzählt sprunghaft, oft fehlte mir der Zusammenhang. Er führt die Personen nicht gut ein, wahrscheinlich weil er das viele Wissen voraussetzt, das er bei seinen Recherchen zum Buch selbst erworben hat.

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Pest & Cholera

von Patrick Deville

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Ralf Rother

Thalia Wien – Mariahilfer Straße

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5/5

Eine Entdeckung

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Patrick Deville gehört im deutschsprachigen Raum zu einem weitgehend unterschätzten Autoren. Während in Frankreich seine Bücher mit einigen Literaturpreisen Anerkennung fanden, wurde er in deutscher Übersetzung nur in dem kleinen Bilger Verlag publiziert. Jetzt hat sich der Unionsverlag dazu entschlossen, das zuletzt erschienende Buch „Pest und Cholera“ von Patrick Deville in einer Neuauflage einem breiteren Publikum vorzustellen, und hat dafür die Publikationsrechte vom Verlag Bilger übernommen. Das Buch „Pest und Cholera“ von Patrick Deville widmet sich dem Leben des Arztes und Bakteriologen Alexandre Émie Jean Yersin, der 1863 im schweizerischen Lavaux zur Welt kam und 1943 im vietnamesischen Nha Trang verstarb. Sein Verdienst war es, den Erreger der Pest, ein Bakterium, das schließlich den Namen Yersinia pestis erhielt, zu identifizieren. Seine Forschungsarbeiten führten ihn vor allem nach Bombay und Nha Trang. Patrick Deville Schreibweise geht in der Schilderung Lebens von Alexandre Yersin nicht chronologisch vor. Vielmehr verwebt er kulturhistorische und politische Ereignisse zu einer fragmentierten und kaleidoskopartigen Nachzeichnung des wechselreichen Lebens von Bakteriologen Alexandre Yersin.
  • Ralf Rother
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Patrick Deville gehört im deutschsprachigen Raum zu einem weitgehend unterschätzten Autoren. Während in Frankreich seine Bücher mit einigen Literaturpreisen Anerkennung fanden, wurde er in deutscher Übersetzung nur in dem kleinen Bilger Verlag publiziert. Jetzt hat sich der Unionsverlag dazu entschlossen, das zuletzt erschienende Buch „Pest und Cholera“ von Patrick Deville in einer Neuauflage einem breiteren Publikum vorzustellen, und hat dafür die Publikationsrechte vom Verlag Bilger übernommen. Das Buch „Pest und Cholera“ von Patrick Deville widmet sich dem Leben des Arztes und Bakteriologen Alexandre Émie Jean Yersin, der 1863 im schweizerischen Lavaux zur Welt kam und 1943 im vietnamesischen Nha Trang verstarb. Sein Verdienst war es, den Erreger der Pest, ein Bakterium, das schließlich den Namen Yersinia pestis erhielt, zu identifizieren. Seine Forschungsarbeiten führten ihn vor allem nach Bombay und Nha Trang. Patrick Deville Schreibweise geht in der Schilderung Lebens von Alexandre Yersin nicht chronologisch vor. Vielmehr verwebt er kulturhistorische und politische Ereignisse zu einer fragmentierten und kaleidoskopartigen Nachzeichnung des wechselreichen Lebens von Bakteriologen Alexandre Yersin.

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