Joachim Klöckner ist gelungen, woran viele scheitern, allen guten Vorsätzen zum Trotz. Er ist Überflüssiges losgeworden. Er hat Sinn und Zweck der Dinge in seinem Alltag grundlegend hinterfragt und dabei festgestellt: Man braucht zum guten und glücklichen Leben viel weniger, als man denkt.
Joachim Klöckner besitzt nur etwa 50 Dinge. Die Entscheidung für Wesentliches bedeutet für ihn Leichtigkeit und Klarheit. Die schrittweise Erfassung der Komplexität des Alltags während der letzten drei Jahrzehnte führte ihn zu innerer Zufriedenheit und Wohlbefinden.
Aber wie kann das jeder schaffen? Wie entwickelt man weniger materielle Begehrlichkeit und geht ehrlich mit sich und seinen Ressourcen um? Wie findet man den Weg hin zum glücklichen Selbstsein? Wie wird man unnötigen Ballast los? Der kleine Minimalist ist eine Einladung, sein Leben selbst zu gestalten.
»Wenig tote Gegenstände erlauben mir viel Zeit, Raum und Energie für Lebendiges!«
Joachim Klöckner
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Klein aber oho
Bewertung aus Schwelm am 16.04.2021
Bewertungsnummer: 1074993
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Der kleine Minimalist ist ein sehr gut geschriebenes Buch für jeder Mann der etwas Motivation und den nötigen Schubs in eine sowieso schon angedachte Richtung braucht. Es kommt völlig ohne Dogmen, scheinbar hilfreiche Listen und Schimpftiraden auf die ach so schlimme Konsumgesellschaft aus. Jede Menge Lebenserfahrung und gute Beobachtungen und Reflexionen machen das Lesen leicht und spannend zugleich. Man ertappt sich ständig beim zustimmenden Nicken und oftmals lächeln und sogar Lachen.
Vielen Dank für das Teilen solch wertvoller Gedanken lieber Joachim Klöckner
Sind wir alle dämlich?
Dr_ M aus Sachsen am 16.04.2021
Bewertungsnummer: 1110465
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Da sucht man zeitlebens nach der Formel für Glück und Zufriedenheit und der Klöckner Joachim hat sie gefunden. Alles, was der Mensch braucht, passt in seinen Rucksack. Nun, da er Rentner ist, kann er beruhigt immer mal woanders wohnen, mal in Lissabon, mal in einer anderen europäischen Metropole. Ist das nicht schön? Mancher schreit, das wäre genial und ist begeistert. Und irgendwie ist das auch die extreme Umsetzung der Lehre Buddhas. Ich habe keine Ahnung, ob Herr Klöckner das weiß. Das Anhaften an Dingen führt zu Unglück, meinte Buddha. Und tatsächlich wirkt Herr Klöckner glücklich und befreit. Warum, so fragt man sich, folgen wir nicht alle diesem Minimalismus? Ob die von Klöckner begeisterten Menschen nun gleich morgen ihren Haushalt auflösen und seinem Beispiel folgen werden? Ich bin mir ziemlich sicher, dass sie das nicht tun werden.
Natürlich ist es jedem selbst überlassen, wie, wo und womit er lebt. Irgendwem Vorschriften zu machen, wäre mein Ding nicht. Aber darum geht es nicht. Wenn Klöckners Lebensweise ein Erfolgsmodell wäre, warum erscheint er uns dann als sympathischer Sonderling? Und warum tun wir es ihm dann nicht einfach nach? Vermutlich denkt außer einer extrem kleinen Minderheit, deren Lebensumstände denen von Joachim Klöckner zur Zeit seiner Entscheidungsfindung ähneln, niemand ernsthaft darüber nach, ihm zu folgen.
Nun darf man Joachim Klöckner nicht den Vorwurf machen, er würde Menschen missionieren. Das ist nicht seine Art, was ihn noch sympathischer macht. Er sieht sich als Einzelfall und nicht als Beispiel. Auch dieses Buch ist wohl eher dazu gedacht, ihn materiell besser zu stellen. Immerhin schreibt er ein Buch, besitzt jedoch selbst keines, was eine gewisse innere Komik offenbart.
Noch komischer ist jedoch folgender Gedanke: Wenn Menschen immer so gedacht und gehandelt hätten, wie Klöckner jetzt, dann würde es Klöckner vermutlich gar nicht geben. Die Menschheit wäre mit hoher Wahrscheinlichkeit ausgestorben. Frauen haben es bei Klöckner nie lange ausgehalten. Wen wundert das? Und mal angenommen, alle würden sich so verhalten wie er – was würde das für unsere komplexe Gesellschaft bedeuten?
Nun ist hier nicht der Ort, solche Fragen ausführlich zu diskutieren, obwohl sie natürlich in einem sehr engen Zusammenhang zu dieser minimalistischen Lebensauffassung stehen. Vielleicht sollte man das Buch einfach als Anstoß auffassen, überflüssigen Kram (und vielleicht auch Beziehungen) aus seinem Leben zu verbannen. Wie weit das gehen kann, muss man austesten. Schaden kann ein Hang zu einer Trennung von sinnlosem Kram auf jeden Fall nicht. Tatsächlich belastet übermäßiger Besitz erheblich. Ob man allerdings so weit wie Klöckner gehen muss oder wird, ist sehr zweifelhaft.
Das Buch selbst fand ich etwas langatmig. Da wäre mir ein gewisser Hang zum Minimalismus sehr sympathisch gewesen. Mancher wird das auch denken, wenn er den Preis pro Seite ausrechnet.
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