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Constantin Schreiber

1. Inside Islam

Inside Islam Was in Deutschlands Moscheen gepredigt wird

Gesprochen von
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Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Gesprochen von

Constantin Schreiber

Spieldauer

6 Stunden und 4 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

03.05.2017

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

97

Verlag

Hörbuch Hamburg

Sprache

Deutsch

EAN

9783844917031

Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

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Constantin Schreiber

Spieldauer

6 Stunden und 4 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

03.05.2017

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

97

Verlag

Hörbuch Hamburg

Sprache

Deutsch

EAN

9783844917031

Herstelleradresse

Hörbuch Hamburg HHV GmbH
Völckersstr. 18
22765 Hamburg
Deutschland
Email: info@hoerbuch-hamburg.de
Url: www.hoerbuch-hamburg.de
Telephone: +49 40 89720780
Fax: +49 40 897207810

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  • Mimi

    5/5

    04.11.2023

    Hörbuch-Download

    Absolut top

    Dieses Buch ist ein Juwel. Aufrüttelnd, informativ, sehr fundiert und sprachlich und inhaltlich sehr gelungen. Ich bin sehr beeindruckt über den Mut, sich den Konfrontationen zu stellen. Herr Schreiber schreibt mit viel Liebe, man merkt, dass er sein Fachgebiet sehr gut kennt. Danke sehr für dieses sehr aufschlussreiche Buch.

  • Bewertung

    4/5

    03.07.2026

    Buch (Taschenbuch)

    "Ihr könnt nicht Demokrat und Schiit sein" – Was in deutschen Moscheen gepredigt wird

    Man stelle sich vor: Ein Mann betritt eine Moschee in Berlin, hört sich eine Predigt an, blättert nebenbei in einem ausliegenden Buch – und findet einen Text des verurteilten Holocaust-Leugners Roger Garaudy. Der Imam versucht ihm das Buch aus der Hand zu reißen. Ein Besucher fragt ihn kurz darauf, warum Christen "Mordwerkzeuge" um den Hals trügen. Das ist keine Szene aus einem Politthriller, das ist der Auftakt zu Constantins Schreibers achtmonatiger Reise durch Deutschlands Moscheen. Hellmuth Karasek, der große Literaturkritiker, hätte diese Szene geliebt. Sie hat alles, was eine gute Reportage braucht: Irritation, Konflikt, eine Prise Absurdität – und vor allem einen Journalisten, der nicht wegschaut, sondern nachfragt. Schreiber, "Tagesschau"-Sprecher und Arabisch-Experte, tut genau das: Er geht hin, hört zu, übersetzt und analysiert. Was er findet, ist ernüchternd. Dreizehn Freitagspredigten hat er dokumentiert, von Berlin über Hamburg bis Magdeburg. Sunnitische und eine schiitische Moschee, arabische und türkische Predigten, repräsentative Bauten und Hinterhofmoscheen hinter dem Penny-Markt. Das Buch ist keine wissenschaftliche Abhandlung, sondern eine journalistische Spurensuche – und das ist seine große Stärke. Schreiber schreibt, wie er moderiert: klar, präzise, ohne erhobenen Zeigefinger, aber mit einem untrüglichen Gespür für die brisante Stelle. Der Autor beklagt nicht, er dokumentiert. Jede Predigt wird vollständig übersetzt wiedergegeben, eingeordnet in die politische Woche, kommentiert von Islamwissenschaftlern wie Susanne Schröter oder Abdelhakim Ourghi. Das ist transparent, fair und macht das Buch zu einem einzigartigen Zeitdokument. Man merkt, wie schwer sich Schreiber mit der Frage tut, ob er nicht doch nur Einzelfälle findet – bis er feststellt, dass sich die Muster wiederholen: Warnungen vor dem "auslöschenden" Westen, Aufrufe zur Abgrenzung, politische Propagande für Ankara oder gegen Ägyptens Regime. Eine Predigt warnt am Tag vor Heiligabend vor der "größten aller Gefahren" – Weihnachten. Was mich besonders beeindruckt hat, ist Schreibers Fähigkeit, scheinbar harmlose theologische Ausführungen (über die Besteuerung von Kamelen oder das Fasten im Ramadan) als das zu entlarven, was sie oft sind: Instrumente der Abgrenzung, der Identitätsstiftung gegen Deutschland. Die Gläubigen werden in einer orientalischen Welt gehalten, die mit Berlin oder Hamburg nichts zu tun hat. Die Imame sprechen kein Deutsch, die Predigten sind auf Arabisch oder Türkisch, und wenn Deutschland vorkommt, dann als Gefahr. Meine Lieblingsszene: Schreiber steht in einer überfüllten Moschee in Berlin-Wedding, als das Gebet beginnt – und bleibt stehen, weil er sich nicht verstellen will. Hunderte knien sich nieder, er allein steht in der Mitte des Raumes und erntet verwunderte Blicke. Das ist die Situation eines Nicht-Muslims in einer Moschee, exakt auf den Punkt gebracht: Man ist Gast, aber nicht wirklich willkommen – zumindest nicht, wenn man nicht mitmacht. Diese Szene ist so stark, weil sie zeigt, was das Buch im Kern ausmacht: die ehrliche, ungeschönte Beobachtung. Das Buch lässt sich flüssig lesen wie ein guter Krimi. Die Kapitel sind kurz, die Sprache lebendig, die Übersetzungen der Predigten zwar manchmal zäh, aber notwendig für die Beweisführung. Schreiber verliert sich nicht in theologischen Spitzfindigkeiten, sondern bleibt bei dem, was er gesehen und gehört hat. Das ist kein Buch für Fachislamwissenschaftler, aber genau das ist sein Verdienst: Es macht eine komplexe, oft verschlossene Welt für ein breites Publikum zugänglich. Ein kleiner Wermutstropfen: Das Buch ist 2017 erschienen, die politische Lage in der Türkei und die Flüchtlingsbewegungen haben sich weiterentwickelt. Auch fehlen Stimmen liberaler Muslime oder alevitischer Gemeinden. Das relativiert die Ergebnisse etwas – aber es widerlegt sie nicht. Schreibers Befund ist eindeutig: Die Moscheen, die er besucht hat, sind politische Räume, keine neutralen Gebetsstätten. Man könnte sich dieses Buch übrigens hervorragend als Verfilmung vorstellen – als kurzweilige Dokumentation im Stil von "Die große Reise" oder einer investigativen Arte-Reportage. Der Autor selbst als Protagonist, der von Moschee zu Moschee zieht, die Kamera im Nacken, immer auf der Suche nach der nächsten brisanten Predigt. Das wäre kein Action-Kino, aber spannendes Fernsehen – und genau das ist auch das Buch: eine Reportage, die einen nicht mehr loslässt, auch wenn man es längst zugeklappt hat. Vier von fünf Sternen vergebe ich, weil Schreiber ein mutiges, wichtiges und höchst unterhaltsames Buch geschrieben hat, das in der Integrationsdebatte fehlt. Den fünften Stern gibt es nicht, weil das Buch stellenweise etwas zu sehr in den Predigt-Transkripten versinkt und die Vielfalt muslimischen Lebens in Deutschland nur am Rande streift. Aber das ist Meckern auf hohem Niveau. Wer wissen will, was in Deutschlands Moscheen wirklich gesagt wird, kommt an diesem Buch nicht vorbei. Fazit: Eine schonungslose, faktenbasierte und dennoch unterhaltsame Reportage, die zeigt, warum Integration ohne Transparenz in den Moscheen ein frommer Wunsch bleibt.

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