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Produktbild: Borne

Borne

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

20.09.2017

Verlag

Verlag Antje Kunstmann

Seitenzahl

350 (Printausgabe)

Dateigröße

518 KB

Übersetzt von

Michael Kellner

Sprache

Deutsch

EAN

9783956142130

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ePUB

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Ja

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Erscheinungsdatum

20.09.2017

Verlag

Verlag Antje Kunstmann

Seitenzahl

350 (Printausgabe)

Dateigröße

518 KB

Übersetzt von

Michael Kellner

Sprache

Deutsch

EAN

9783956142130

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Borne

Bewertung am 11.11.2021

Bewertungsnummer: 1604338

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Jeff Vandermeer ist zusammen mit China Mieville sicherlich einer DER Autoren des „New Weird“. Nachdem ich allerdings zu meiner eigenen Überraschung und Bestürzung mit Mievilles letztem Buch überhaupt nichts anfangen konnte, war mir etwas bang vor Vandermeers neuestem Werk. Ich kann schon einmal im Voraus sagen: Zu Unrecht! Auch dieses Mal hat mich Vandermeer geradezu an das Buch gefesselt, und eine neue Phobie habe ich nun auch: Topfpflanzen. Nachdem Vandermeer es schon geschafft hat mir eine krankhafte Angst vor Pilzen (brrr!!), Cephalopoden und Dachstühlen einzutrichtern, werde ich nun also zukünftig auch exotische Zimmerpflanzen misstrauisch beäugen müssen. Worum geht es also? Die junge Frau Rachel überlebt mehr schlecht als recht in den Ruinen einer namenlosen Großstadt. Was genau vorgefallen ist, erfahren wir nicht, nur dass Recht und Ordnung schon lange zusammengebrochen sind. Rachel überlebt indem sie Biotechabfall, der aus den Ruinen der „Firma“ kriecht, fliegt, oder fließt, aufsammelt, den ihr Partner Wick zu psychoaktiven Drogen verarbeitet. Über allem thront Mord, ein gottähnlicher, gewaltiger fliegender Bär. Aus dem Pelz dieses Ungetüms fällt Rachel eines Tages eine kleine, pflanzenähnliche Kreatur vor die Füße: „Borne“. Was es damit auf sich hat sei hier nicht verraten, aber durch Borne ändert sich alles... Das klingt alles reichlich abgefahren, und würde bei den meisten Autoren sicher nur für eine 0815 Dystopie taugen. Vandermeer hat jedoch das unheimliche Talent noch die seltsamsten Geschichten auf eine Weise fest in der Realität und im Unterbewusstsein des Lesers zu verankern dass man sich als Leser fragt ob nicht die eigene, für so sicher gehaltene Realität, mit einem Lidschlag zerfallen kann um das namenlose Grauen dahinter zu enthüllen. Dazu passend hat der Autor einen unfassbar guten Zugriff auf die menschliche Psyche und die Beschreibung derselben. Noch Jahre später sind mir seine Charaktere und ihre seelischen Wunden unauslöschlich im Gedächtnis geblieben. Vandermeer lohnt sich für jeden, starke Nerven sollte man allerdings mitbringen. Ein Lesetipp von Konstantin Klaiber im Februar 2018

Borne

Bewertung am 11.11.2021
Bewertungsnummer: 1604338
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Jeff Vandermeer ist zusammen mit China Mieville sicherlich einer DER Autoren des „New Weird“. Nachdem ich allerdings zu meiner eigenen Überraschung und Bestürzung mit Mievilles letztem Buch überhaupt nichts anfangen konnte, war mir etwas bang vor Vandermeers neuestem Werk. Ich kann schon einmal im Voraus sagen: Zu Unrecht! Auch dieses Mal hat mich Vandermeer geradezu an das Buch gefesselt, und eine neue Phobie habe ich nun auch: Topfpflanzen. Nachdem Vandermeer es schon geschafft hat mir eine krankhafte Angst vor Pilzen (brrr!!), Cephalopoden und Dachstühlen einzutrichtern, werde ich nun also zukünftig auch exotische Zimmerpflanzen misstrauisch beäugen müssen. Worum geht es also? Die junge Frau Rachel überlebt mehr schlecht als recht in den Ruinen einer namenlosen Großstadt. Was genau vorgefallen ist, erfahren wir nicht, nur dass Recht und Ordnung schon lange zusammengebrochen sind. Rachel überlebt indem sie Biotechabfall, der aus den Ruinen der „Firma“ kriecht, fliegt, oder fließt, aufsammelt, den ihr Partner Wick zu psychoaktiven Drogen verarbeitet. Über allem thront Mord, ein gottähnlicher, gewaltiger fliegender Bär. Aus dem Pelz dieses Ungetüms fällt Rachel eines Tages eine kleine, pflanzenähnliche Kreatur vor die Füße: „Borne“. Was es damit auf sich hat sei hier nicht verraten, aber durch Borne ändert sich alles... Das klingt alles reichlich abgefahren, und würde bei den meisten Autoren sicher nur für eine 0815 Dystopie taugen. Vandermeer hat jedoch das unheimliche Talent noch die seltsamsten Geschichten auf eine Weise fest in der Realität und im Unterbewusstsein des Lesers zu verankern dass man sich als Leser fragt ob nicht die eigene, für so sicher gehaltene Realität, mit einem Lidschlag zerfallen kann um das namenlose Grauen dahinter zu enthüllen. Dazu passend hat der Autor einen unfassbar guten Zugriff auf die menschliche Psyche und die Beschreibung derselben. Noch Jahre später sind mir seine Charaktere und ihre seelischen Wunden unauslöschlich im Gedächtnis geblieben. Vandermeer lohnt sich für jeden, starke Nerven sollte man allerdings mitbringen. Ein Lesetipp von Konstantin Klaiber im Februar 2018

New Weird

Mike aus Linz am 28.06.2025

Bewertungsnummer: 2526613

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Abgefahrener Sci-Fi Thriller. Biologische Technokriege zwischen Konzernen haben die Welt vernichtet. Eine Stadt mit einem Riesenbär und der Bio-Schrottsammlerin welche ein geheimnisvolles Wesen findet. Das Buch hat sehr philosophische Untertöne und Sozialkritik verpackt in einer Welt die einfach nur "weird" ist. Aber auf sehr gute Art. Immer dann wenn man dachte man checkt wo die Reise hingeht biegt man wieder in eine neu Gasse aus Wahnsinn und Delirium ab. Habe es sehr gemocht.

New Weird

Mike aus Linz am 28.06.2025
Bewertungsnummer: 2526613
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Abgefahrener Sci-Fi Thriller. Biologische Technokriege zwischen Konzernen haben die Welt vernichtet. Eine Stadt mit einem Riesenbär und der Bio-Schrottsammlerin welche ein geheimnisvolles Wesen findet. Das Buch hat sehr philosophische Untertöne und Sozialkritik verpackt in einer Welt die einfach nur "weird" ist. Aber auf sehr gute Art. Immer dann wenn man dachte man checkt wo die Reise hingeht biegt man wieder in eine neu Gasse aus Wahnsinn und Delirium ab. Habe es sehr gemocht.

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Borne

von Jeff VanderMeer

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Lukas Bärwald

Thalia St. Pölten

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5/5

In den dunklen Gassen einer nicht mehr vorhandenen Stadt

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

„Borne“ könnte man auf zweierlei Arten beschreiben: 1.) In diesem Roman geht es um die Beziehung zweier Menschen, zwischen die sich auf einmal die immer bedrohlicher werdende Anwesenheit eines Kindes drängt. Es geht um die unnachgiebige Ausbeutung der Umwelt durch den Menschen und die ebenso skrupellose Plünderung der Dritten durch die Erste Welt. oder aber… 2.) In diesem dystopischen Roman terrorisiert ein von Menschenhand erschaffener, mehrere Stockwerke großer (erwähnte ich „fliegender“? fliegender!) Bär die wenigen verbliebenen Überlebenden einer in ihren Trümmern liegenden Stadt. Wer Jeff Vandermeers herausragende „Southern Reach“-Trilogie gelesen hat, wird mit dem Grundton seines neuen Werks schnell vertraut sein. Von der ersten bis zur letzten Seite durchzieht diesen Roman eine beunruhigende und verstörende Stimmung, während die umso menschlicher empfindenden Hauptfiguren immer tiefer in die Abgründe der Handlung führen. Jeff Vandermeer begnügt sich jedoch nicht damit, einen Hard Science Fiction-Roman erster Güteklasse abzuliefern, der stilsicher und sprachlich brilliant zwischen Suspense, Horror und Zwischenmenschlichem changiert. Im letzten Drittel offenbart das Buch sein Wesen als Parabel auf aktuelle Welt- und Umweltpolitik und wirft – wie ein gutes Buch das tut – ständig mehr Fragen auf, als es bereit ist, zu beantworten und fordert damit die LeserInnen konstant heraus. „Borne“ ist komplett eigenständig lesbar, lässt sich jedoch von Thema und Stimmung problemlos an die „Southern Reach“-Trilogie knüpfen. Wer genug hat von der 67ten Aufwärmung der Science Fiction-Dystopie und Wert legt, auf erzählerische wie sprachliche Innovation und ein Buch, das einen auch nach Abschluss des letzten Satzes nicht so schnell verlässt, dem sei Jeff VanderMeers neuer Parforceritt nachhaltig ans Herz gelegt.
  • Lukas Bärwald
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5/5

In den dunklen Gassen einer nicht mehr vorhandenen Stadt

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

„Borne“ könnte man auf zweierlei Arten beschreiben: 1.) In diesem Roman geht es um die Beziehung zweier Menschen, zwischen die sich auf einmal die immer bedrohlicher werdende Anwesenheit eines Kindes drängt. Es geht um die unnachgiebige Ausbeutung der Umwelt durch den Menschen und die ebenso skrupellose Plünderung der Dritten durch die Erste Welt. oder aber… 2.) In diesem dystopischen Roman terrorisiert ein von Menschenhand erschaffener, mehrere Stockwerke großer (erwähnte ich „fliegender“? fliegender!) Bär die wenigen verbliebenen Überlebenden einer in ihren Trümmern liegenden Stadt. Wer Jeff Vandermeers herausragende „Southern Reach“-Trilogie gelesen hat, wird mit dem Grundton seines neuen Werks schnell vertraut sein. Von der ersten bis zur letzten Seite durchzieht diesen Roman eine beunruhigende und verstörende Stimmung, während die umso menschlicher empfindenden Hauptfiguren immer tiefer in die Abgründe der Handlung führen. Jeff Vandermeer begnügt sich jedoch nicht damit, einen Hard Science Fiction-Roman erster Güteklasse abzuliefern, der stilsicher und sprachlich brilliant zwischen Suspense, Horror und Zwischenmenschlichem changiert. Im letzten Drittel offenbart das Buch sein Wesen als Parabel auf aktuelle Welt- und Umweltpolitik und wirft – wie ein gutes Buch das tut – ständig mehr Fragen auf, als es bereit ist, zu beantworten und fordert damit die LeserInnen konstant heraus. „Borne“ ist komplett eigenständig lesbar, lässt sich jedoch von Thema und Stimmung problemlos an die „Southern Reach“-Trilogie knüpfen. Wer genug hat von der 67ten Aufwärmung der Science Fiction-Dystopie und Wert legt, auf erzählerische wie sprachliche Innovation und ein Buch, das einen auch nach Abschluss des letzten Satzes nicht so schnell verlässt, dem sei Jeff VanderMeers neuer Parforceritt nachhaltig ans Herz gelegt.

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