Der Kalif Chasid und sein Großwesir verwandeln sich mithilfe eines Zauberpulvers in Störche, vergessen aber den Zauberspruch, der sie wieder Mensch werden lässt: mutabor. Dahinter steckt ein Zauberer, der ihren Hochmut ausgenutzt hat. Und genau diesen Hochmut muss der Kalif Storch nun überwinden, um den Fluch aufzuheben.
Hauff verbindet in seinem Märchen romantisch-fantastische Elemente mit zeitkritischen Zügen, die zeitlos sind. Gerhard Lahr hat den richtigen Stil gefunden, um Märchen und Dramatik mit schnellen Pinselstrichen Ausdruck zu verleihen.
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Bewertung am 13.03.2025
Bewertungsnummer: 2437975
Bewertet: Hörbuch-Download
Ich bin sehr zum Bedauern meiner Tochter kein besonderer Märchen-Fan. Entsprechend kannte ich „Das kalte Herz“ noch gar nicht, bevor ich dieses Hörspiel gehört habe und kann zur Vorlage keinen Vergleich ziehen. Ich habe mich einfach mal darauf eingelassen und wurde über 90 Minuten lang bestens unterhalten. Die Geschichte handelt von Selbstfindung, von Überdruss, von Selbstmitleid. Der von Jonas Minthe, den ich mal in einem „Tatort“ gesehen habe, exzellent verkörperte Peter Munk ist seines Lebens überdrüssig, und zieht los, um von zwielichtigen Gestalten Besserung seiner Situation zu erbitten und sich dafür sogar auf ausgesprochen zweifelhafte Geschäfte einzulassen.
Da ich eigentlich in solchen Fällen lieber Protagonisten wie Bruce Willis oder Kurt Russell sehe, die ihr Leben selbst in die Hand nehmen und für das kämpfen, was sie erreichen wollen, musste ich mich an diese Herangehensweise erst einmal gewöhnen, aber zum Glück haben Marc Gruppe und Stephan Bosenius den Gruselwald und den kichernden Schatzhauser (wunderbar: Gudo Hoegel) ebenso wie den raffinierten, teuflischen Holländer-Michel (Uli Krohm) so plastisch und nahezu dreidimensional arrangiert, das ich meinen Zugang zu diesem Anti-Helden doch noch gefunden habe. Regina Lemnitz als Peters Mutter gibt hier einmal nicht die toughe Berta aus „Two and a half men“, sondern eine sehr sensible, vorsichtige und ängstliche Frau, und die leibhaftige Stimm-Unschuld Reinhilt Schneider ist die einzige, die ich mir in der Rolle der Lisbeth vorstellen kann.
Mit dem Quasi-Teufelspakt, der schwarzen Magie, Geisterwesen und verkauften Innereien enthält diese Geschichte alles, was man für gute Grusel-Unterhaltung benötigt. Und Marc Gruppe und Stephan Bosenius gelingt es, hier auch für Action-Fans wie mich genügend Soundeffekte und Spannungsmomente einzubauen, um mich gut zu unterhalten, und auch einen Jammerlappen-Schlaffi-Anti-Helden ohne coole Sprüche und harte Fäuste ins Herz zu schließen.
Vor allem für Familien mit Kindern ist „Das kalte Herz" vielleicht ein Segen, weil es auch mit den Kindern gehört werden kann. Hier muss aber natürlich individuell entschieden werden, was das Kind gut vertragen kann, ohne sich zu fürchten.
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