Solomon muss nie aus dem Haus. Er hat zu essen. Er kann von seinem Fenster die Berge sehen, und seine Schulaufgaben macht er online, mit ungekämmten Haaren und im Schlafanzug. Ernsthafte Probleme hat er eigentlich nicht. Und er hat auch keine schwere Krankheit. Er ist bloß ein neurotisches Vorstadtkind, das da draußen Panikattacken erleidet. Als seine ehemalige Mitschülerin Lisa für einen Psychologie-Aufsatz ein Studienobjekt benötigt, drängelt sie sich in sein Leben. Gemeinsam mit ihrem Freund Clark werden sie zu einem eingeschworenen Trio. Solomon lernt, was Freundschaft ist, und stellt fest, die Welt ist voller guter Gründe, sich aus dem Versteck zu wagen.
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Richtig schöner Sommerroman!
Josia Jourdan aus Muttenz am 11.01.2021
Bewertungsnummer: 1422979
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Solomon leidet unter Panikattacken und verlässt darum sein Haus seit Jahren nicht mehr. Sein Leben ist in Ordnung, wie es ist. Er hat keine Freunde, nur wenig Hobbies und trotzdem ist er nicht unglücklich. Eines Tages beschliesst seine ehemalige Mitschülerin Lisa jedoch, dass sie ihn für ihre Studienbewerbung therapieren möchte. Das verrät sie ihm natürlich nicht, als sie das erste Mal vor seiner Tür steht und so in sein Leben tritt. Es beginnt eine Freundschaft zwischen den beiden, Solomon beginnt endlich auch über seine Gefühlswelt zu reden, outet sich gegenüber seinen Eltern und seiner neuen Freundin als Schwul und eigentlich könnte alles so weitergehen, aber dann beschliesst Lisa ihren festen Freund mit zu Solomon zu bringen. Solomon und Clark freunden sich schnell an, Lisa fühlt sich bald nicht mehr wirklich zugehörig und dann beginnt Solomon auch noch Gefühle für den sportlichen Clark zu entwickeln.
Daraus entsteht ein sehr humorvoller Sommeroman mit einigen überraschenden Wendungen und ernsteren Themen. John Corey Whaley schreibt vor allem über die Freundschaft der drei Jugendlichen, die psychischen Probleme von Solomon sind präsent, werden aber weder heruntergespielt noch ständig in den Vordergrund gerückt. Sie sind Teil seines Charakters und Grundbasis für die Geschichte, aber Solomon wird nicht darauf reduziert. Genauso wie seine Sexualität weder für Eltern, die Grossmutter, noch Lisa oder Clark ein Schock oder ein Grund war, ihn anders zu behandeln. Es ist wie es ist und genau diese Form der Repräsentation braucht es meiner Meinung noch öfter im Jugendliteraturbereich.
Die ProtagonistInnen sind sympathisch, haben Ecken und Kanten und haben mich alle überzeugt. Genauso wie der Inhalt des Buches, der viel Lesespass bereitet hat und für mich genau das ist, was ich mir unter einer guten Sommerlektüre vorstelle. Was mich allerdings gestört hat, sind die Dialoge gewesen. Die wirkten auf mich oft hölzern und die Wortwahl eher ungewohnt für Jugendliche in meinem Alter. Das kann an der Übersetzung oder an der originalen Wortwahl des Autors liegen, für mich hat es nicht gepasst. Ansonsten mochte ich den Humor und den Schreibstil aber gerne.
Fazit
Hochgradig unlogisches Verhalten ist genau das, was ich mir von dem Buch erhofft habe. Humorvoll geschrieben, mit sympathischen, authentischen Figuren und einigen ernsteren Themen, die nicht zu dramatisiert dargestellt worden sind. John Corey Whaley hat meiner Meinung nach alle Themen auf eine gute Weise aufgegriffen und auch wenn die Wortwahl bei den Dialogen nicht immer ganz passend erschien, hat er es geschafft, die Gefühlswelt dieser Jugendlichen zu zeigen. Verpackt in einen Sommerroman hat mich das Buch richtig überzeugt und ich vergebe 4.5 von 5 Sterne und freue mich mehr von dem Autor zu lesen. Ich empfehle das Buch allen, die gerne die Bücher Ava Reed, John Green und Julie Murphy lesen, allerdings Lust auf bisschen mehr Humor haben.
Ich danke dem Hanser Verlag für mein Exemplar!
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Gar nicht so unlogisch wie man denken könnte
Bewertung am 16.10.2018
Bewertungsnummer: 309408
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Vor über drei Jahren hat Solomon beschlossen, das Haus nicht mehr zu verlassen. Es ist einfach einfacher so und langweilig wird ihm auch nie. Er hat ja noch seine Eltern, die sind schließlich seine Freunde. Bis Lisa eines Tages seiner Mutter einen Brief mitgibt in dem sie schreibt an seiner Freundschaft interessiert zu sein. Natürlich steckt mehr dahinter, denn Lisa möchte Solomon heilen und dazu bewegen wieder aus dem Haus zu gehen. Über diesen Heilprozess will sie einen Aufsatz schreiben, der ihre Eintrittskarte an die Universität ihrer Wahl sein soll. Sowohl für Solomon auch als für Lisa stellt sich dieses Unterfangen als ein großes Abendteuer heraus.
Neben seinen liebenswürdigen Protagonisten überzeugt Whaley vor allem mit der herrlich unaufgeregten und jugendlichen Sprache, welche dem Leser keine Altersbegrenzung setzt um sich in dieses kleine Werk zu verlieben.
Perfekt für Tage mit schlechter Laune!
Meinung aus der Buchhandlung
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Lisa hat nur einen Plan: Raus aus der Kleinstadt ins richtige Leben. Dafür will sie an einer großen Uni Psychologie studieren. Doch als sie den Aufsatz für die Aufnahme schreibt fällt ihr Solomon wieder ein. Der Junge der vor drei Jahren in ihre Schule gegangen ist und anscheinend seitdem sein Haus nicht mehr verlassen hat. Der wäre das perfekte Studienprojekt der ihr sicher einen Platz an jeder Uni sichert. Langsam freundet sie sich mit Solomon an und merkt, dass er eigentlich ein ganz normaler Junge mit Panikattacken ist der sich sein Leben so einfach wie möglich macht. Lisa bringt auch ihren festen Freund zu Solomon mit und die drei werden beste Freunde. Schnell macht er Fortschritte, doch sie wären keine Teenager, wenn alles so einfach wäre.
Ein wahnsinnig lustiges Jugendbuch, dass uns zeigt wie schwer es sein kann über seinen eigenen Schatten zu springen und wie sehr es sich lohnt es doch zu tun. Die Charaktere fand ich alle sehr gut dargestellt. Ich konnte mich in jeden hineinversetzten, mitfühlen und mitlachen. Besonders toll fand ich es, dass abwechselnd von allen erzählt wurde.
Die Altersempfehlung ab 13 finde ich etwas gewagt. 14 oder sogar 16 wäre wohl vernünftiger. Nicht nur, weil Sexualität eine große Rolle spielt, sondern auch weil mich persönlich die Themen noch nicht interessiert hätten. Dafür bringt es wohl jeden Erwachsenen noch zum Schmunzeln.
Fazit: Perfekte Sommerlektüre zum Lachen und Nachdenken.
Lockere, leicht zu lesende Lektüre für Jugendliche
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