Was ist denn schon gerecht? Der Ort unserer Geburt? Unsere Herkunft? Unsere Gene, die scheinbar Schicksal spielen? Der Zufall, der uns vor einem Unglück bewahrt, oder uns über Nacht zum Millionär werden lässt? Sind wir nicht alle gleich? Gerechtigkeit gibt es nicht!, rufen die traurigen, hoffnungslosen Realisten. Es ist eine wunderschöne Illusion, die uns hoffen und schaffen lässt, die anderen. Rudolf Taschner wird Ihnen keinen Schiedsspruch über Gerechtigkeit liefern, er wird keinen Freibrief für Vorurteile ausstellen, kein Machtwort über Geld, Gesetz, Geschichte und Gewissen sprechen. Aber er wird Sie fühlen lassen, dass Ihr Glück nicht davon abhängt, wie groß Ihr Stück vom Kuchen ist.
Kundinnen und Kunden meinen
5.0/5.0
Thomas Fritzenwallner
aus Wiener Neustadt
5/5
24.03.2011
Buch (Gebundene Ausgabe)
Recht und Rechtsempfinden
"Das Leben ist hart aber ungerecht!"
Wer hat diese Redensart nicht schon zu hören bekommen.
Was ist Zufall, Recht, Schicksal? Gibt es eine geplante Bestimmung und gibt es in diesem Denken Gerechtigkeit.
Taschner vermittelt wie im lockeren Plauderton die verschiedenen Spielarten und Dimensionen von Gerechtigkeit. Kleine Warnung: Wer sich vom Untertitel Ausflüge in die Welt des Kinos erwartet, wird enttäuscht. Zwar werden vereinzelt Filme wie Sidney Lumets "Die zwölf Geschworenen" zitiert, viel häufiger sind jedoch Exkurse in die Literatur - von Schillers "Wilhelm Tell" über Albert Camus' "Die Gerechten" bis zu Patrick Süskinds "Das Parfüm".
Taschner nimmt dem Leser nicht die Aufgabe ab, ein Urteil zu fällen. Auch nach der Lektüre dieses Buches muss jeder für sich selbst entscheiden, wie gerecht seine persönliche Situation ist.
Diesmal widmet sich Rudolf Taschner dem Begriff Gerechtigkeit und betrachtet ihn aus allen erdenklichen Blickwinkeln. Dabei beleuchtet er auch wie sich Gerechtigkeit im Lauf der Geschichte und im Wandel der Gesellschaft verhält. Hier wird ein höchst interessantes Thema - wie (un)gleich wir Menschen doch sind - angeschnitten
Dr. Rudolf Taschner ist ein begnadeter Erzähler, der mit seinen Büchern über die Welt der Zahlen und der Mathematik einem breiteren Publikum bekannt wurde. Im aktuellen Buch geht er einer Frage nach, die sich Menschen seit jeher stellen: Was ist gerecht?
Dieses Thema wird in historischen und gegenwärtigen Sichtweisen erörtert, wobei der Autor nicht allzu tief in philosophische Probleme eindringen möchte.
Das Buch ist ein unterhaltsamer Essay zum Thema Gerechtigkeit: Was diese bedeutet, wird wohl nie beantwortet werden können.
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