Produktbild: Die blinden Flecken der 68er Bewegung

Die blinden Flecken der 68er Bewegung

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

28.05.2018

Verlag

Klett Cotta

Seitenzahl

521

Maße (L/B/H)

22,1/13,9/4 cm

Gewicht

705 g

Auflage

1. Auflage 2018

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-608-98141-4

Warnhinweis

nicht erforderlich.

Beschreibung

Rezension

»Die umfassende Kenntnis des vorhandenen Archivmaterials ist Kraushaars eigentliches Potenzial, und durch den nüchternen Nachrichtenstil dieser Chronik hat er auch die richtige Form gefunden, es auszuschöpfen.«
Helmut Böttiger, Deutschlandfunk Kultur, 15.11.2018

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

28.05.2018

Verlag

Klett Cotta

Seitenzahl

521

Maße (L/B/H)

22,1/13,9/4 cm

Gewicht

705 g

Auflage

1. Auflage 2018

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-608-98141-4

Herstelleradresse

Klett-Cotta Verlag
Rotebühlstr. 77
70178 Stuttgart
DE

Email: produktsicherheit@klett-cotta.de

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Ralf Rother

Thalia Wien – Mariahilfer Straße

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4/5

Kritische Aufarbeitung

Bewertet: eBook (ePUB)

Wolfgang Kraushaar ist Politikwissenschaftler und arbeitete bis 2015 am Hamburger Institut für Sozialforschung. Als ein Historiker, der über die 68er Bewegung und den Terrorismus der RAF sowie über den internationalen Terrorismus arbeitete, hat er sich einen Namen gemacht. In diesem Buch zu den blinden Flecken der 68er Bewegung mag einiges wie in Bruchstücke daherkommen. Seine kritische Arbeit lässt sich jedoch gut als eine mit immensen Aufwand recherchierte Aufarbeitung der linksradikalen Nachkriegsgeneration in Deutschland verstehen. Ich habe erst Ende der 70er und dann in den 80er Jahren ein paar Ausläufer dieser Ereignisse mitbekommen. So fand ich es z.B. spannend, das eine oder andere über die Geschehnisse an der FU Berlin zu erfahren. Allerdings sind natürlich seine Ausführungen zu den blinden Flecken der linkspolitischen Bewegung in den 50er bis 80er Jahren interessant, die wohl noch heute wirkungsmächtig sind: 1. Warum entwickelten einige prominente Persönlichkeiten des Linksradikalismus zu Rechtsradikalen? 2. Warum gehörten zu den ersten Anschlagszielen des linken Terrorismus jüdische und israelisch Einrichtungen? 3. Warum entwickelte sich schon damals so kurz nach dem Nationalsozialismus ein linker Antizionismus bzw. Antisemitismus? 4. Warum knüpfte die linke Protestbewegung zumeist kritiklos an autoritäre Strukturen an: an die der UDSSR, an Maos Kulturrevolution oder an denen der bewaffneten Gruppierungen sogenannter nationalen Befreiungsbewegungen? Nach dem Fallenlassen der Klassenfrage, schien der Linksradikalismus sein revolutionäres Subjekt in den nationalen Bewegungen der ehemaligen Kolonien gefunden zu haben: eine Entscheidung mit Folgen, die nicht nur eine Solidarität mit dem Widerstand im Süden war. So ist Kraushaars historische Aufarbeitung gewiss kein abschließender Bericht, aber ein materialreicher Einstieg.
  • Ralf Rother
  • Buchhändler/-in

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Kritische Aufarbeitung

Bewertet: eBook (ePUB)

Wolfgang Kraushaar ist Politikwissenschaftler und arbeitete bis 2015 am Hamburger Institut für Sozialforschung. Als ein Historiker, der über die 68er Bewegung und den Terrorismus der RAF sowie über den internationalen Terrorismus arbeitete, hat er sich einen Namen gemacht. In diesem Buch zu den blinden Flecken der 68er Bewegung mag einiges wie in Bruchstücke daherkommen. Seine kritische Arbeit lässt sich jedoch gut als eine mit immensen Aufwand recherchierte Aufarbeitung der linksradikalen Nachkriegsgeneration in Deutschland verstehen. Ich habe erst Ende der 70er und dann in den 80er Jahren ein paar Ausläufer dieser Ereignisse mitbekommen. So fand ich es z.B. spannend, das eine oder andere über die Geschehnisse an der FU Berlin zu erfahren. Allerdings sind natürlich seine Ausführungen zu den blinden Flecken der linkspolitischen Bewegung in den 50er bis 80er Jahren interessant, die wohl noch heute wirkungsmächtig sind: 1. Warum entwickelten einige prominente Persönlichkeiten des Linksradikalismus zu Rechtsradikalen? 2. Warum gehörten zu den ersten Anschlagszielen des linken Terrorismus jüdische und israelisch Einrichtungen? 3. Warum entwickelte sich schon damals so kurz nach dem Nationalsozialismus ein linker Antizionismus bzw. Antisemitismus? 4. Warum knüpfte die linke Protestbewegung zumeist kritiklos an autoritäre Strukturen an: an die der UDSSR, an Maos Kulturrevolution oder an denen der bewaffneten Gruppierungen sogenannter nationalen Befreiungsbewegungen? Nach dem Fallenlassen der Klassenfrage, schien der Linksradikalismus sein revolutionäres Subjekt in den nationalen Bewegungen der ehemaligen Kolonien gefunden zu haben: eine Entscheidung mit Folgen, die nicht nur eine Solidarität mit dem Widerstand im Süden war. So ist Kraushaars historische Aufarbeitung gewiss kein abschließender Bericht, aber ein materialreicher Einstieg.

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Die blinden Flecken der 68er Bewegung

von Wolfgang Kraushaar

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