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Das Königreich der Sprache

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

17.04.2017

Verlag

Blessing

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

20,6/13,4/2,4 cm

Gewicht

339 g

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

The Kingdom of Speech

Übersetzt von

Yvonne Badal

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-89667-588-0

Beschreibung

Rezension

»Lesenswert und sehr witzig.« ("David Eisermann, WDR 5")
»Herrlich, wie boshaft und zynisch Tom Wolfe auf die elitäre britische Wissenschaftsgesellschaft schaut …« ("Jan Ehlert, NDR Kultur")
»Ob die Sprache ... „angeboren" oder ... ein Artefakt ist, ist wohl noch nie so engagiert, witzig und anregend behandelt worden wie in Tom Wolfes Das Königreich der Sprache, einem veritablen Wissenschafts-Thriller.« ("Hans Durrer, Huffington Post")
»Inzwischen ist er 86 Jahre alt und seine Sprache ist nach wie vor großartig, ausgelassen und zupackend.« ("Badische Neueste Nachrichten")

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

17.04.2017

Verlag

Blessing

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

20,6/13,4/2,4 cm

Gewicht

339 g

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

The Kingdom of Speech

Übersetzt von

Yvonne Badal

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-89667-588-0

Herstelleradresse

Blessing
Neumarkter Str. 28
81673 München
Deutschland
Email: info@service.penguinrandomhouse.de
Url: www.penguinrandomhouse.de
Telephone: +49 800 5003322
Fax: +49 89 41363333

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  • wisteria

    aus Hagenbach

    5/5

    09.01.2018

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein "Königreich" ist in der…

    Ein "Königreich" ist in der Regel ein Begriff der eine räumliche Fläche mit einem vordemokratischen Herrschaftssystem verknüpft. Das Wort "Kingdom" hingegen taucht in vielen Pop-Songs auf. Dort bezieht es sich nie auf einen Fläche sondern auf etwas Metaphysisches oder ist eine Metapher für etwas ganz Anderes. Meist mit "Glück" konnotiert, was man im Deutschen nicht so ganz nachvollziehen kann. So bezieht sich auch der Song-Titel "Kings & Queens" 1969 von "Renaissance" auf etwas ganz anderes als man das im Deutschen so zu erkennen meinte. Zwischen dem Englischen und der Übersetzung ins Deutsche gibt es ja viele Ungereimtheiten, man denke nur an das Wort "Leader", das so gerne in der internationalen Machtpolitik benutzt wird, und dann bei uns nicht "Führer" heißt sondern gerne "nur" mit "Anführer" übersetzt wird. Das hat natürlich gute, sehr deutsche Gründe... und trägt damit nicht unbedingt zum besseren Verständnis z.B. des Führers der westlichen Welt bei, der - wie wir kürzlich erfahren haben - den "größeren Knopf" hat. Der Verfasser der witzigen Bauhauskritik „ From Bauhaus to our house“ (N.Y., 1981, deutsch: Mit dem Bauhaus leben, Ffm. 1984) hat nun ein vorzügliches Buch über die Geschichte der Sprachforschung geschrieben. Jedem „Strukturalisten“ und jedem, der den Wissenschaftsbetrieb kennt oder die Produktionsbedingungen von Wissen kennenlernen möchte, sehr zu empfehlen: „Das Königreich der Sprache“ von Tom Wolfe (Mchn., 2017, O:“ the Kingdom of speech, N.Y., 2016). Und nebenbei kann man sich noch Gedanken machen, wie das eine oder andere Wort von Tom Wolfe im Originaltext wohl lautete und warum die Übersetzung von Yvonne Badal uns den lockeren Sprachstil des Autors so gut nachempfinden lässt. So heißt es an einer Textstelle des Buches, an der es um die Entstehung der Publikation der Evolutionstheorie geht: "... Als Mr. Charles Darwin das Manuskript und den Brief (von Alfred Russel Wallace, WMH) im Juni 1858 erhielt - und man möge mir nun den Anachronismus eines Idioms verzeihen, das erst rund ein Jahrhundert später erfunden wurde -, flippte er aus...." So mögen wir Tom Wolfe......

  • Bewertung

    5/5

    29.04.2017

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Was ist Sprache?

    Diese Frage stellt sich Tom Wolfe in seinem neuen Buch "Das Königreich der Sprache". Und das ist SIE, die Sprache, wahrlich: ein Königreich! Angefangen bei Charles Darwin und seiner Evolutionstheorie rollt Wolfe die sprachwissenschaftlichen Entdeckungen der letzten eineinhalb Jahrzehnte von Hinten auf - streift dabei Namen wie Wallace, Chomsky und Co. - und kommt zu folgender Erkenntnis: die Frage aller Fragen, nämlich "Was ist Sprache?", ist noch heute ein Rätsel. Mit seinem ganz eigenen Bewusstsein für Sprache und ihre Verwendung gelingt Tom Wolfe mit diesem Titel eine amüsante Mischung aus sprachwissenschaftlichen Fakten und eigenem Sprachgebrauch. Er schafft damit eine Unmittelbarkeit, die es dem Leser einfach macht über große Namen wie Noam Chomsky und ihre Irrtümer herzlich zu lachen. Absolut lesenswert!

  • Bewertung

    aus Mainz

    4/5

    01.05.2017

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Artikel über „Das…

    Ein Artikel über „Das Mysterium der Entstehung der Sprache“ und die Unterschrift mehrerer namhafter Professoren und Experten ihres Fachgebietes, die erklären, dass sie auch im Jahr 2016 noch nicht sagen können, wie sich die menschliche Sprache entwickelt hat, sind der Ausgangspunkt für Tom Wolfes Nachforschungen. Sehr weit holt er aus und fängt bei keinem geringeren als Charles Darwin an. Nicht so sehr die Erkenntnisse, die der Forscher auf der Beagle gewonnen und in seinem Traktat „The Origin of Species“ niederschrieb, stehen hier jedoch im Vordergrund, sondern der Kampf um das schnellere Publizieren zwischen Darwin und einem unbekannten Forscher, Alfred R. Wallace, der zeitgleich in Asien ähnliche Entdeckungen macht wie Darwin und diese zu Papier brachte. Zeitlebens haderte Darwin mit der immerwährenden Gefahr, dass man ihm seinen Rang aberkennen könnte, wenn Wallace die verdiente Anerkennung zuteilwürde. Mehr als hundert Jahre später wird eine andere Koryphäe in ähnlicher Weise hadern: Noam Chomsky, Begründer der Universal Grammar und modernen Linguistik beherrschte ein halbes Jahrhundert die Disziplin, bis seine Grundsatzüberlegung in Frage gestellt und widerlegt wird. Ein Umstand, mit dem der Forscher nicht umgehen kann. „Das Königreich der Sprache“ ist kein wissenschaftliches Buch, für mein Empfinden steht noch nicht einmal so sehr die Entwicklung der Sprache im Zentrum – wie Eingangs des Buchs angekündigt, weiß man darüber eh nichts zu sagen, weshalb auch der Leser am Ende nicht mehr weiß als zuvor. Vielmehr geht es um gekränkte Eitelkeiten, sehr menschliches Verhalten in Wissenschaftskreise und das Aufzeigen, wie diese funktionieren und wie dort Stars geboren werden. Das Ganze wird in einem höchst unterhaltsamen Plauderton erzählt, dem man gerne folgt. Es sind gerade die urmenschlichen Geschichten und Einwürfe, die die Wissenschaftler von ihrem Thron holen und sie (be)greifbar machen. Interessant die für mich zunächst seltsam anmutende Parallele zwischen Darwin und Chomsky. Beide haben ihre Theorien letztlich am Schreibtisch entwickelt ohne sie wissenschaftlich zu belegen. Es sind gedankliche Konstrukte, die jedoch zur Grundlage ihres jeweiligen Feldes wurden. Bei Darwin bedurfte es Mendel, der die Nachweise der Vererbung erbrachte, Chomskys Theorie der Universal Grammar hingegen wurde von Dan Everett widerlegt, der sich ins Feld begab und an echten Menschen forschte. Es waren Charisma und die gute Vernetzung, die sowohl Charles Darwin wie auch Noam Chomsky den Aufsteigt auf den wissenschaftlichen Olymp ermöglichten, von dem sie nicht freiwillig abtreten wollten. Das Buch lieferte mir so gar nicht das, was ich erwartet hatte. Nichtsdestotrotz fand ich vieles sehr interessant zu lesen, insbesondere Everetts Forschungen bei den Pirahã und deren Sprachsystem. Der anekdotische und humorvolle Stil Wolfes erlaubt dem Sachbuch an keiner Stelle langatmig oder gar tröge zu werden, so dass sich die Suche nach dem Ursprung der Sprache zu einer unterhaltsamen Lektüre, die immer mal wieder kleine Umwege nimmt, entwickelt. Ob Wörter letztlich nur Artefakte und Sprache lediglich ein Kulturgut sind, aber nichts, was die Natur zwingend herausentwickelt, bleibt am Ende unbeantwortet – ist aber vielleicht sinnvoller als eine neue Theorie, die schon bald wieder in die Mottenkiste gepackt werden muss.

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