Ein Wesen, das die Menschen verzaubert: ein kleiner rosaroter Elefant, der in der Dunkelheit leuchtet. Plötzlich ist er da, in der Höhle des Obdachlosen Schoch. Wie das seltsame Geschöpf entstanden ist und woher es kommt, weiß nur einer: der Genforscher Roux. Er möchte eine weltweite Sensation daraus machen. Allerdings wurde es ihm entwendet. Denn es gibt auch Leute, die es beschützen wollen, etwa der burmesische Elefantenflüsterer Kaung.
Kundinnen und Kunden meinen
4.6/5.0
monerl
aus Langen
5/5
05.05.2017
Hörbuch (CD)
Einfach schön
Um dieses Hörbuch bin ich nicht lange herumgeschlichen. Kaum war es veröffentlicht, landete es auch auf meine Ohren.
Ich wusste nicht, was mich genau bei dieser Geschichte erwartet aber ich wollte mich unbedingt darauf einlassen. Manchmal muss man sich einfach in ein Buch fallen lassen; und das habe ich getan. Nach meiner letzten Suter-Lekture "Die dunkle Seite des Mondes" wusste ich, es könnte sehr skurril werden.
Und Martin Suter hat mich nicht enttäuscht! Ich lernte einen kleinen, rosa-leuchtenden Elefanten kennen und war verliebt. Wie putzig müsste es sein, diesem im wahren Leben zu begegnen?! Und schneller als ich denken konnte, war ich bereits in die Thematik des Buches verstrickt! Durch die ständig weiter entwickelte Genforschung ist heute schon fast alles möglich. Wahrscheinlich auch die "Herstellung" so eines echten, kleinen und leuchtenden Elefanten. Auch wenn Suter seine Geschichte sehr leicht und locker erzählt, bleibt am Ende zur Thematik etwas hängen.
Es gibt sie, die Beschützer der Wehrlosen, die alles dafür tun, damit die, die sich nicht wehren können, nicht ausgebeutet werden. Zu ihnen zählen der Obdachlose Akloholiker Schoch, ein Tierarzt, eine Tierärztin und Kaung, der im örtlichen Zirkus als Elefantenpfleger arbeitet.
In verschiedenen zeitlichen Handlungssträngen, die sich aufeinander abwechseln, erfährt der Leser / Hörer wie es dazu kommen konnte, dass Schoch in seiner Höhle am Fluss dem kleinen Elefanten begegnet. Zuerst an sich zweifelnd und dem Alkohol die Schuld gebend, glaubt Schoch nicht an die Existenz dessen, was er gesehen hat.
Rasch wird klar, dass dieser Elefant der Öffentlichkeit nicht zugänglich gemacht werden darf. Da er künstlich gezeugt wurde, gibt es auch die Gegenseite, die den Elefanten reproduzieren und sich an ihm bereichern will, denn bunt und leuchtend sollte der Elefant werden, doch dass er klein geraten ist, war ein zufälliges "Glück". Die Bösen, das ist einmal der Genforscher Roux als auch seine chinesischen Geldgeber. Klingt zwar sehr nach Klischee aber weit hergeholt finde ich das nicht. In manchen Ländern ist das Ausprobieren, was alles mit der Genforschung möglich ist, leichter und gesetzlich weniger strikt geregelt als in anderen. Und China gehört eher zu der "Lass-uns-mal-probieren-und-sehen-Fraktion".
Durch intensive Recherche des Autors in den Bereichen Obdachlosigkeit, Genforschung, Elefantenzeugung, -aufzucht und -medizin erhält der Roman den letzten Schliff. Sehr glaubwürdig ist die "Obdachlosen-Szene" dargestellt und der Leser / Hörer hat stets vor Augen, wie die aggierenden Figuren sich darin bewegen.
Ich wurde mit dieser etwas anderen Lekture sehr gut unterhalten. Zum Ende hin wird durch kurze und sich schnell abwchselnde Kapitel Spannung aufgebaut. Können die Gejagten fliehen oder gewinnt die Geld- und Geltungsgier?
"Elefant" ist kein Buch mit sehr streng erhobenem Zeigefinger. Ich denke, es soll die Menschen etwas stupsen, rütteln und Gedanken und (moralischen) Fragen Anlauf geben. Es ist ein schöner Roman, der hoffentlich auch in Zukunft den kleinen, rosa leuchtenden Elefanten als -fantastisches (im Sinne von frei erfundenem) Element- aufzeigt und nicht in die Realität entlässt!
Lisega
4/5
05.06.2020
Hörbuch (CD)
In Martin Suters Bestseller…
In Martin Suters Bestseller „Elefant“ wird es für den Schweizer ungewohnt märchenhaft: Ein kleiner rosa Dickhäuter verzaubert nicht nur die Hörer. Als der Zürcher Obdachlose Schoch in seiner Höhle den Mini-Elefant zum ersten Mal sieht, denkt er an eine alkoholbedingte Vision. Doch das kleine Tier ist echt, und als er es versehentlich mit giftigen Pflanzen füttert und zur Gassen-Tierärztin Valerie zur Behandlung bringen muss, merkt diese sofort, dass sie es hier mit dem Produkt einer Genmanipulation zu tun hat. Doch woher kommt das Tier? Während die beiden ihren kleine Zögling in der herrschaftlichen Villa von Valeries verstorbenen Eltern verstecken, machen sich Sabus Schöpfer, der Genforscher Roux, und seine chinesischen Geldgeber auf die Suche nach dem verschwundenen Geschöpf. Schließlich sehen sie in dem Genexperiment ein unglaublich wertvolles Produkt. In vielen Rückblenden erzählt Suter, wie der kleine Elefant geschaffen wurde, wobei ein heruntergekommener Zirkus im Zürcher Oberland eine wichtige Rolle spielt, und wie der burmesische Elefantenflüsterer Kaung mit der Unterstützung eines Tierarztes das für ihn heilige Tier verstecken konnte. Doch welche Überlebenschancen hat das putzige Tier überhaupt? Wird es Kaung gelingen, ihn in seine Heimat Myanmar zu bringen? Mit „Elefant“ läuft Martin Suter wieder zur Bestform auf: Der wissenschaftliche Hintergrund des Romans ist fundiert recherchiert, die Geschichte zieht einen beim Hören zum einen wegen der märchenhaften Hauptfigur in den Bann, zum anderen ist Suters Aufbau der Geschichte und sein Sprachstil gewohnt routiniert und packend. Bei der Figurenzeichnung ist die Einteilung in Gut und Böse etwas zu schablonenhaft, aber die Helfer des kleine rosa Wunders sind durchwegs sympathische Charaktere mit Identifikationspotential. Und mit dem routinierten Gert Heidenreich als Sprecher ist „Elefant“ beste Unterhaltung.
Lotta
5/5
22.07.2023
Buch (Taschenbuch)
Elefantastisch
"Elefant" ist mein erstes Martin Suter Buch, wird aber sicher nicht lange das Einzige sein.
Schoch ist obdachlos, seit vielen Jahren, und will daran auch nichts ändern. Bis er eines Tages den kleinen rosa Elefanten Sabu in seiner Höhle findet.
Roux ist ein Wissenschaftler der Genmanipulation, und besessen davon das "perfekte Spielzeug" zu erschaffen - leuchtende Miniaturelefanten in allen Farben.
Kaung arbeitet im Zirkus, und ist ein burmesischer Elefantenflüsterer. Als der Wissenschaftler Roux eine der Elefantenkühe künstlich befruchten lässt, merkt er sofort, dass da etwas nicht mit rechten Dingen zugeht.
Valerie ist eine Tierärztin, die auch kostenlose Behandlungen für die Tiere der Obdachlosen anbietet. Als Schoch mit einem unglaublichen Wesen zu ihr kommt, hilft sie Sabu natürlich sofort, und auch um Schoch kümmert sie sich.
Ein winziger, rosa Elefant der im dunkeln leuchtet, es klingt so ausgedacht und fast albern. Doch von Beginn an fühlt es sich ganz real an. Diese Geschichte spricht viele wichtige Themen an, Genmanipulation, Obdachlosigkeit und der ewige Durst nach Geld sind nur ein paar davon. Trotzdem hat Martin Suter Humor und auch ein bisschen Liebe nicht fehlen lassen. Es ist hohe Kunst, einem Leser wichtige und ernste Literatur leicht zu vermitteln, und Suter hat es geschafft.
Ich empfehle dieses Buch allen LeserInnen der deutschen Literatur, allen SciFi Fans, und auch jedem, der gerne bei einer Lektüre entspannen möchte, die nicht nur lustig ist, sondern auch wichtige Botschaften enthält die einen über die Menschheit nachdenken lassen.
Bewertung
5/5
08.03.2023
Buch (Taschenbuch)
Wohlfühl-Buch mit hochaktuellem Hintergrund
Die Geschichte des kleinen, rosa Elefanten liest sich ausgesprochen leicht.
Suter versteht es, die gelungene Geschichte in ein Themenfeld von höchster Aktualität zu integrieren (Stichwort Genmanipulation). Ähnlich wie in "Small World" und "Die dunkle Seite des Mondes" gelingt es ihm, ein komplexes Thema auf erstaunlich verständliche Art und Weise in seinen Roman aufzunehmen.
Tina Dietrich
aus Bern
5/5
08.09.2022
Buch (Taschenbuch)
Sabu - fluoreszierendes Wunderwesen
Der Obdachlose Schoch entdeckt mitten in der Nacht ein wundersames Wesen in seiner Schlafhöhle das vor sich hin leuchtet - ein genmanipulierter, fluoreszierender Miniatur-Elefant. Suter hat einige Themen in diese Buchdeckeln gepackt - das Tabuthema obdachlos zu sein, die Schere zwischen arm und reich, sowie die Arroganz Gott zu spielen und neue Spezies aus Profitgier zu erschaffen.
Wenn ich die Augen schliesse erscheint der kleine faltige Elefant und kommt trompetend auf mich zu.
Nebst "Small World" meine Lieblingslektüre von Martin Suter.
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5/5
01.02.2017
Buch (Taschenbuch)
Sabu / Barisha
Sehr zu empfehlen!!!!
interessante Charaktere, ein Forschungsprojekt über Genmanipulation, das für mich gar nicht so aus der Welt gegriffen ist, Einblicke in das Leben und Wesen der Elefanten und dieser kleine rosa leuchtende Elefant, der verzaubert und Veränderungen im Leben der Menschen bewirkt, die ihm begegnen.
Eine wunderschöne und spannende Geschichte,
Suter dringt in seinen neuen Roman/Thriller in die Welt der Gentechnik ein.
Der Wissenschaftler Roux erschafft mit Hilfe eines Genexperiments einen kleinen, rosa leuchtenden Elefefant.
Der Elefantenflüsterer Kaung möchte das kleine Fabelwesen vor Roux, der nur Profit aus ihm schlagen möchte, beschützen.
Für das kleine Wesen beginnt eine spannende Reise.
Für den Einen heilig, für den Anderen reiner Profit! Wer wird in dieser Geschichte die Oberhand gewinnen?
Sehr empfehlenswert!
Ein kleiner rosaroter im Dunkeln leuchtender Elefant - gibt es nicht - denken Sie? Dann lesen Sie diesen faszinierenden Wissenschaftsthriller des beliebten Schweizer Autors. Suter beschäftigt sich mit der Welt der Genmanipulation und was die Wissenschaft alles möglich macht. Doch ist alles sinnvoll und braucht die Menschheit dies alles? Dem Schweizer Wissenschaftler Roux gelingt eine weltweit einmalige Sensation und möchte mit seiner Erschaffung zu Ruhm gelangen. Doch dieser hat die Rechnung ohne den burmesischen Elefantenflüsterer Kaung und dem Obdachlosen Alkoholiker Schauch gemacht. Den die wollen nur eines: Den kleinen Elefanten schützen. Ein rasanter, spannender und manchmal zum Schmunzeln bringender Roman, den man so schnell nicht vergisst.
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