Produktbild: Farben der Vergangenheit

Farben der Vergangenheit

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

01.03.2016

Verlag

Wieser

Seitenzahl

144

Maße (B/H)

12/19,5 cm

Gewicht

241 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-99029-180-1

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

01.03.2016

Verlag

Wieser

Seitenzahl

144

Maße (B/H)

12/19,5 cm

Gewicht

241 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-99029-180-1

Herstelleradresse

Wieser Verlag GmbH
8.Mai-Str. 11
9020 Klagenfurt / Celovec
Österreich
Email: office@wieser-verlag.com
Url: www.wieser-verlag.com
Fax: +43 463 37635

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    Ralf Rother

    Thalia Wien – Mariahilfer Straße

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    5/5

    09.05.2016

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Orte und Gefühle

    "Sie sei in Wien geboren, doch sie fühle sich hier trotzdem fremd, sagte sie [...]." Fast schließt die letzte Erzählung mit diesem Satz das Buch ab. Auch wenn die Erzählkonstellation in jeder Geschichte eine andere ist und die Protagonisten sich als Migranten und Zugewanderte erweisen, die sich schon vor langer Zeit und Jahren an Orte wiederfanden, die nicht die ihren sind, so bleibt die Frage, woher das Gefühl erwächst, am rechten Ort zu sein, gepaart mit dem Anklang von Heimat und brutaler Arroganz? "Sag mal, fühlst du dich als Österreicherin oder als Vietnamesin?" Oder wird jenes Gefühl, am Ort und bei den anderen Bewohnern des Ortes zu sein, nur erfunden? "Ein typischer Italiener, bemerkte die Frau. Wieso sie wisse, dass er ein Italiener sei, fragte der Mann. Das erkenne man doch gleich, antwortete sie. Bei dem Blonden hier hätte man es aber nicht erkannt, meinte der Mann. Ja, die Italiener seien auch schon so gemischt, sagte die Frau [...]." Das Perfide des Subjekts ist, das das Subjekt immer in seiner Welt ist. In dieser Welt erscheinen die Objekte immer, wie das Subjekt die Objekte sieht und sehen will. In diesem Sinne erliegt das Subjekt seinem Willen einsam und bei seinesgleichen zu sein. Stanislav Struhar erzählt auch in seinen drei neuen Erzählungen wie banal erfindungsreich die Subjekte der Grenzziehungen agieren, sogar die Liebenden lassen sich in deren Diskurse über das Eigene und das Andere verfangen.

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