Produktbild: Fallensteller

Fallensteller Ausgezeichnet mit dem Rheingau Literaturpreis 2016 und dem Schubart-Literaturpreis 2017

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

09.05.2016

Verlag

Luchterhand

Seitenzahl

288

Maße (L/B/H)

22,2/14,9/2,9 cm

Gewicht

491 g

Farbe

Silbergrau

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-630-87471-5

Beschreibung

Rezension

„Ein genialer Erzählungsband. Von dem wird man lange reden.“ ("Denis Scheck / 3sat Kulturzeit")
"Er ist einfach einer unserer besten Erzähler." ("Richard Kämmerlings / DIE WELT")
"Tolles Buch. Absolut empfehlenswert!" ("Christine Westermann / ZDF - Das Literarische Quartett")
""Fallensteller" ist ein neuerlicher Grund, Erzählungen zu lesen. Diese Geschichten beglücken, mit ihrer Dichte, ihrer Klugheit und ihrer Themenvielfalt. Viel Welt auf wenigen Seiten." ("Anne-Dore Krohn / rbb kulturradio")
"Saša Stanišić ist ein Poet und Revolutionär, der seine eigentliche Heimat in der Sprache gefunden hat." ("Thomas Hummitzsch / Rolling Stone")
"In diesen wunderbar geschriebenen Erzählungen ist viel zu finden und zu entdecken." ("Katja Weise / NDR Kultur")

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

09.05.2016

Verlag

Luchterhand

Seitenzahl

288

Maße (L/B/H)

22,2/14,9/2,9 cm

Gewicht

491 g

Farbe

Silbergrau

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-630-87471-5

Herstelleradresse

Luchterhand Literaturvlg.
Neumarkter Str. 28
81673 München
DE

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  • Raumzeitreisender

    aus Ahaus

    3/5

    17.12.2016

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    „Eine Libelle küsste die…

    „Eine Libelle küsste die eigene Reflexion im See.“ (229) „Magie ist nicht das, was ich mache. Magie ist, was ihr nicht seht, dass ich mache.“ (11) Die erste Geschichte über den Illusionisten Ferdinand Klingenreiter ist so eine Art Einführung in das, was die Leser im Buch erwartet. Die Vorführung des in die Jahre gekommenen ehemaligen Sägewerksarbeiters und Erinnerungen an seine Jugendzeit und Familie wechseln einander ab. Das Buch besteht aus 12 Kurzgeschichten mit teilweise verwirrenden Texten. Manche Protagonisten kommen mehrmals vor. Der Autor erweist sich als Sprachakrobat. Seine bildhafte Sprache hat mehr Wiedererkennungswert als der Inhalt seiner skurrilen Kurzgeschichten. Erwähnenswert ist die Erzählung „Fallensteller“, die nicht nur hinsichtlich des Namens, sondern auch inhaltlich dem Buchtitel am nächsten kommt. Saša Stanišić macht das, was ein Schriftsteller tun sollte, er experimentiert mit Sprache und Ausdrucksvermögen. Die Melancholie, die in dem Buch mitschwingt, spiegelt die eigene Lebensgeschichte des Autors wider, so mein Eindruck. Der Roman ist nicht massenkompatibel, was für sich allein gesehen kein Nachteil ist. Aber der schwer einzuordnende diffuse Stil fesselt auch nicht, jedenfalls mich nicht.

  • Juti

    aus HD

    2/5

    08.03.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Was für einen Roman nicht…

    Was für einen Roman nicht reichte Nachdem ich von Nobelpreisträgerin Munro Kurzgeschichten gelesen hatte, freute ich mich auf Stanisic, den ich als Autor von „Herkunft“ schätze. Und in der Tat blitzte sein Können auf, wenn er etwa in der ersten Erzählung auf die Doppeldeutigkeit des Satzes „Ich würde die Kiste anmalen“ hinweist. Die Qualität seiner Erzählungen schwankt. Dass die letzte die beste ist, will ich bestreiten. Völlig missraten fand ich, die Reise des Herr Horvath, der auf einer Brasilien-Reise auf einmal von Rumänien träumt. Zweifellos sind die Gedanken frei, doch bei mir kam es so an, dass der Autor mit der Figur einen Roman schreiben wollte, wofür es aber inhaltlich nicht gereicht hat. Ein ähnlicher Gedanke kam mir bei den drei Geschichten mit Mo. Ich fühlte mich an „Tschick“ erinnert, aber auf deutlich niedrigerem Niveau. Die längste Geschichte des Fallenstellers hat mir dagegen besser gefallen, obwohl ich seinen Roman „Vor dem Fest“ noch nicht kenne. Wieder sind es die kleine Nebensächlichkeiten, wie der gestorbene Radfahrer am Mont Ventoux, die herausragen. Mir fehlte aber außer beim Fallensteller die Handlung. Im Billardcafé gewinnt ein Russe das letzte Spiel, nachdem er vorher alle verloren hat. Kommt doch bekannt vor. Und im Gegensatz zu Munro fehlt stets eine Schlusspointe. 2 Sterne

  • Charlene

    aus Dresden

    2/5

    25.01.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Leider überhaupt nicht meins

    Handlung:Dies sind Geschichten über Menschen, die Fallen stellen, Menschen, die sich locken lassen, Menschen, die sich befreien - im Krieg und im Spiel, mit Trug und Tricks und Mut und Witz: Ein vom Leben nicht sehr verwöhnter alter Mann, der eine Leidenschaft hat für die Magie. Er bittet um Stille für die Große Illusion - aber die Gemeinde trinkt Kaffee und hält nicht still.  Ein Junge, der Bäume nur als Schrank super findet, sich im Wald aber mit Hirschen anfreundet und eine Runde X-Box mit ihnen spielt. Zwei Freunde, die mit Karacho und Geschick ihren Sehnsüchten hinterherjagen, quer durch Europa: einer christlichen Menschenrechtsaktivistin, einer syrischen Surrealistin, einem bedrohten Vogel.  Ein geheimnisvoller schwarzgekleideter Mann, der behauptet, Fallen herstellen zu können für jeden Zweck, nicht nur für das Tier. Orte: Es gab verschiedene Orte an denen die Geschichten gespielt haben. Die Orte mochte ich meistens sogar noch ganz gerne und ich konnte sie mir gut vorstellen, da die Beschreibungen sehr gut dazu waren. Personen: Ich mochte gefühlt keine einzige Person aus diesem Buch. Ich konnte mich mit keiner einzigen wirklich identifizieren und ich mochte deren Geschichte und Handlungen so gut wie nie. Gestaltung: Mich hat das Cover angesprochen, weshalb ich auch erst einen Blick in den Klappentext geworfen habe, der mir sehr gut gefallen hat. Die Kapitelgestaltung mochte ich auch sehr gerne, da sie schlicht und übersichtlich ist. Schreibstil: Auch mit dem Schreibstil hatte ich so meine Probleme. Ich bin gefühlt ewig nicht weiter gekommen und es hat die ganze Zeit gestockt, weshalb ich das Buch mehrmals aus der Hand gelegt habe. Ich mochte weder die Dialoge, noch den Schreibstil an sich, dafür waren die Beschreibungen gut:) Geschichte: Den Anfang und das Ende mochte ich sogar noch ganz gerne, allerdings ist es des Öfteren extrem langweilig geworden und ich wäre fast eingeschlafen, zwar gab es auch teilweise ein paar spannende Stellen, aber für mich haben die langweiligen überwogen. Fazit: Das Buch war nicht wirklich was für mich und nur wenige Dinge haben mir daran gefallen, weshalb ich leider nur 2 von 5 Sternen geben kann. Hier noch ein großes Dankeschön an den Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexmplars.

  • Bories vom Berg

    aus München

    2/5

    13.09.2016

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Katzenjammer inklusive Mit…

    Katzenjammer inklusive Mit dem Erzählband «Fallensteller» ist nach zwei erfolgreichen Romanen von Saša Stanišić nun ein drittes Prosawerk erschienen. Der deutschsprachige Autor mit bosnischen Wurzeln erweist sich auch hier als sprachlicher Zauberer, und so ist es sicher kein Zufall, dass gleich seine erste Erzählung von einem Magier handelt, Irreales und Mystisches ist nun mal sein bevorzugtes Sujet. Was die Fallen anbelangt, so läuft auch der Leser Gefahr, dem Autor auf den Leim zu gehen, sich mit Witz und allerlei Tricks hineinlocken zu lassen in Geschichten, die sich als Fallen erweisen, in denen man stecken bleibt, wo es nicht weitergeht, weil man falschen Fährten gefolgt ist. Freddie, der Fantastische, dilettiert als Magier auf der Weihnachtsfeier des Sägewerks seiner Familie, aber das Publikum ist anderweitig beschäftigt. Die zweite Geschichte führt uns in einen Billard-Salon, wo allerlei skurrile Typen um Geld spielen und ein Russe trickreich absahnt. Es gibt unter den zwölf Geschichten zwei trilogieartig zusammengehörige, Protagonist ist in der einen ein schriftstellerisch ambitionierter Justitiar einer Brauereigesellschaft, dem die Sprache sich zuweilen verweigert, der neben sich selbst steht auf einer Reise nach Rio. Wundersamer Weise gelangt er dann unvermittelt nach Bukarest auf einen Germanistenkongress. Auf die Frage, warum er eigentlich dort sei, heißt es im Buch: «Weil er sich gern verwechseln und entführen ließ. Weil er als der, der er dann war, nicht mehr dorthin musste, wohin er als der, der er gewesen war, gemusst hätte». In der zweiten Trilogie reist eine Ich-Erzählerin mit ihrem Freund Mo um die Welt, sie erleben allerlei Abenteuer in einer aberwitzig erscheinenden Geschichte, bei der sie zum Beispiel in Stockholm einer syrischen Surrealistin ein Gemälde klauen, das Mo dann seinem Vater verkaufen will, «oder sonst wem». Der Inhalt all dieser Erzählungen entzieht sich hartnäckig dem Versuch, ihn kurz zusammenfassend einigermaßen stimmig wiederzugeben. Genau daran aber erkennt man als Rezensent - und ziemlich früh auch als Leser, dass diese Sammlung von skurrilen Abenteuer- und Reise-Erzählungen nichts anderes enthält als surreale Parabeln, die sich jeder rationalen Deutung entziehen. So spielen Tiere zum Beispiel in der titelgebenden, mit knapp 90 Seiten dominant längsten Erzählung «Fallensteller», eine bedeutende Rolle, wobei sie wie im Märchen selbstverständlich sprechen können. Was im Kontext der ebenso eigenartigen wie eigensinnigen Prosa dieses trickreichen Autors aber nicht weiter verwundert, es gibt derlei Überraschungen zuhauf, literarische Zauberei eben! Stanišić beherrscht seinen dem Magischen Realismus zuzurechnenden Schreibstil souverän, er ist ein ebenso kreativer Wortschöpfer wie listenreicher Situationsarrangeur mit Sinn für Tragisches, Sentimentales, das er perfekt hinter absurd Komischem versteckt. Und all das spielt sich in verschiedenen reizvollen Milieus ab, seine Geschichten behandeln zudem vorwiegend existenzielle Themen. Bei aller durchschimmernden Empathie erscheinen seine Figuren jedoch merkwürdig konturlos, blutarm geradezu. Im Gedächtnis bleibt nach dem Lesen, so war es bei mir jedenfalls, nur der in Reimen sprechende Fallensteller, eine dem Rattenfänger von Hameln nachempfundene, sympathische Figur, der Inbegriff des Gauklers. Die stilistische Souveränität des Autors, seine sprachliche Brillanz vor allem, erscheint mir effekthascherisch auf Pointen hin optimiert, - das ist auf Dauer einfach zuviel des Guten. Die altklug verbreitete, subjektive Weltsicht dieses selbstverliebt Schreibenden, sein Bild der Gegenwart, weist eine merkwürdige, um nicht zu sagen abartige Färbung auf. Bleibt anzumerken, dass die schelmisch erzählten Geschichten geradezu überbordend von Sprachwitz daher kommen und dem Leser somit doch Einiges an Lesespaß bieten. Man kehrt schließlich wie nach einem Drogenrausch in die Realität zurück, Katzenjammer inklusive.

  • Bewertung

    5/5

    06.10.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Alltägliche Geschichten in einer ungewöhnlichen Sprache. Stanisic macht aus gewöhnlichen Situationen Poesie. Mal von großer Traurigkeit getränkt, mal rasiermesserscharf tief ins Herz. In acht zunächst seltsam erscheinenden Geschichten erzählt er von Fallenstellern und ins Netz gegangenem. Jedes seiner Bücher hat einen Platz in der Bibliothek der größten Erzähler verdient. Mir gefällt die Klarheit seiner Sprache, gerade in verworrenen Momenten. Selten schafft es ein Autor gleichzeitig sanft und revolutionär zu sein. Unbedingt lesen!

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