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Warum Liebe weh tut Eine soziologische Erklärung. Geschenkausgabe

Aus der Reihe suhrkamp pocket
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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

13.04.2016

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

642

Maße (L/B/H)

13,8/9,7/3 cm

Gewicht

286 g

Farbe

Magenta

Auflage

3

Originaltitel

Angabe fehlt

Übersetzt von

Michael Adrian

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-46707-7

Beschreibung

Rezension

»Illouz' Buch ist ein Beispiel dafür, was die verstehende Soziologie leisten kann: den Anzug wenden, in dem wir durch die Welt laufen. Das Innere von außen sehen und das Privategesellschaftlich. So dass wir vielleicht die spröde Gnade erfahren, unser Schicksal auch als ein soziales und historisches zu sehen.« ("DER SPIEGEL")
»Über Liebe wird man nicht mehr diskutieren können, ohne sich auf dieses Buch zu beziehen.« ("DIE ZEIT")

»
Warum Liebe weh tut
ist ein hervorragendes Buch über die Grenzen der Autonomie und das Verlangen nach Liebe.«
("NZZ am Sonntag")
»Eine brillante Analyse …« ("DER SPIEGEL")

»
Warum Liebe weh tut
schlägt viele Schneisen durch das Dickicht moderner Liebe und gibt überzeugende Erklärungen für die Verunsicherung und Orientierungslosigkeit der hochreflektierten und autonomen Individuen spätmoderner Prägung. Das ist natürlich eine Kränkung, aber im Vergleich mit dem ambivalenten und verwirrenden Kränkungspotential spätmodernen Liebeskummers, ist es eine aufschlussreiche und erkenntnisreiche Kränkung.«
("Jungle World")

»Wie schon in ihrem letzten Buch
Die Errettung der modernen Seele
stellt Illouz die Psychologisierung und die damit verbundene Essentialisierung des Selbst ins Zentrum ihrer furiosen Analyse. Die damit einhergehende manische Selbstbesessenheit verbaut nicht nur den Weg zu einem gemeinsamen Erleben von Liebe und Welt, sondern macht zugleich das moderne Subjekt für sein Scheitern verantwortlich.«
("Deutschlandfunk Kultur")
»Eva Illouz beschreibt die gesellschaftlichen Umstände, die unser Liebesleben aus ihrer Sicht determinieren. Eine Bewertung spart die Soziologin dabei konsequent aus; ihre Haltung vermittelt sie mit dem spezifischen wissenschaftlichen Blick auf das Thema.« ("Stuttgarter Zeitung")
»Mit der Präzision einer Chirurgin seziert die renommierte Soziologin unser Herzeleid und zeigt, wie stark die jeweilige Zeit es beeinflusst. Definitiv kein Wohlfühlbuch, dafür eine gelungene Beschreibung unserer Gefühlslage, gepaart mit einer Gesellschaftsanalyse.« ("FOCUS")
»Ein soziologische Erklärung liefert hier Eva Illouz in ihrem sehr interessanten und zum Nachdenken anregenden Buch.« ("Lebensart")

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

13.04.2016

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

642

Maße (L/B/H)

13,8/9,7/3 cm

Gewicht

286 g

Farbe

Magenta

Auflage

3

Originaltitel

Angabe fehlt

Übersetzt von

Michael Adrian

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-46707-7

Herstelleradresse

Suhrkamp Verlag
Torstraße 44
10119 Berlin
DE

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  • Timo Funken

    5/5

    13.05.2019

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Kluge Analyse gesellschaftlicher Verhältnisse moderner Liebesbeziehungen

    Eva Illouz nähert sich dem komplexen Thema moderner romantischer Beziehungen aus soziologischer Sicht. Sie liefert eine kluge Analyse gesellschaftlicher Veränderungen und greift zur Veranschaulichung auch auf literarische Auszüge zurück. Was ich an diesem Buch besonders erfrischend fand, war, dass Frau Illouz die sonst so vorherrschende "individualistische" psychologische Sicht auf die Komplexität von romantischen Beziehungen durch eine soziologische Perspektive erweitert. Sie zeigt auf, dass der Verlauf und auch das Scheitern von Beziehungen nicht nur durch persönlich-psychologische Merkmale zu erklären und aufzulösen ist, sondern eben auch durch gesellschaftliche Strukturen, in denen wir uns bewegen. Liebe Grüße aus Berlin, Timo Funken

  • Dirk Knappe

    aus Hagen

    5/5

    22.12.2022

    eBook (ePUB)

    "Wir lieben nach den Regeln des Marktes" | Eva Illouz

    Es ist unabdingbar, die gesellschaftlichen Determinanten der Liebe unter kapitalistischen Produktionsbedingungen in Erinnerung zu rufen, um zu verstehen, wie wir heute fühlen und lieben. Das hat Eva Illouz wiederum herausragend aufgegriffen und kritisch bearbeitet. Ihre inhaltliche Ausrichtung ist jedoch keineswegs neu; bereits in den 1950er Jahren hat Erich Fromm als Vertreter der "Frankfurter Schule" sein Standardwerk "Die Kunst des Liebens" veröffentlicht. Darin heißt es: „In einer Kultur, in der die Marketing-Orientierung vorherrscht, in welcher der materielle Erfolg der höchste Wert ist, darf man sich kaum darüber wundern, dass sich auch die menschlichen Liebesbeziehungen nach den gleichen Tauschmethoden vollziehen, wie sie auf dem Waren- und Arbeitsmarkt herrschen". Entfremdung des Einzelnen von sich, seiner Natur und den Mitmenschen ist somit ein wichtiges Thema, auch heute noch.

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Bewertungen (2)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Gregor Schwarzenbrunner

    Gregor Schwarzenbrunner

    Thalia Zentrale

    Buchhändler*in

    4/5

    01.07.2017

    eBook (ePUB)

    Liebe ist nicht immer die Antwort

    Autorin Evva Illouz hat mir - Warum die Liebe weh tut - keinen Liebesratgeber geschrieben, wie man vom Titel allein schlussfolgern könnte, sonder nähert sich diesem interessanten Thema auf soziologische Weise. Ausgehend vom 19. Jahrhundert und der austenschen Welt interpretiert sie den modernen Liebesreigen. Als Beispiele zieht Frau Illouz vornehmlich die Protagonisten aus der Feder Jane Austen heran, wobei man nicht unbedingt Austen gelesen haben muss um die Schlüsse nachvollziehen zu können. Die gesellschaftlichen Bedingungen der Partnerwahl, haben sich tatsächlich seitdem verändert und auch auf dieses Thema greift die Autorin zu. In ihrer Forschung analysiert die studierte Soziologin, Autorin und Anthropologin Illouz den Einfluss von Kapitalismus und Massenmedien auf Gefühls- und Beziehungskonzepte in Modernen Gesellschaften. Sie versucht dabei nicht nur die Liebe im 21. Jahrhundert zu entschlüsseln sondern schafft es eben auch. Dabei wirken ihre Erkenntnisse sehr aufschlussreich und fundiert. Wer sich hier eine einfache Abendlektüre erwartet, wird wohl enttäuscht werden. Die Zeit schrieb, dass man über die Liebe nicht mehr diskutieren könnte, ohne sich auf dieses Buch zu beziehen. Dem kann ich eigentlich nichts mehr hinzufügen.

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  • Das Elend der Liebe



    Was ist die Moderne?



    Die Liebe in der Moderne, die Liebe als Moderne



    Warum wir die Soziologie brauchen



    Soziologie und psychisches Leid



    Die große Transformation der Liebe oder die Entstehung von Heiratsmärkten



    Der Charakter und die moralische Ökologie der romantischen Wahl



    Die Liebe zum Charakter und der Charakter der Liebe



    Das Liebeswerben als soziales Netzwerk



    Offizielle und inoffizielle Regeln



    Semiotische Konsistenz



    Interesse als Leidenschaft



    Der Ruf und die Einhaltung von Versprechen



    Rollen und Verpflichtung



    Die große Transformation der romantischen Ökologie: Die Entstehung von Heiratsmärkten



    Die Sexualisierung und Psychologisierung der romantischen Wahl



    Heiratsmärkte und sexuelle Felder



    Die Angst, sich zu binden, und die neue Architektur der romantischen Wahl (mit Mattan Shachak)



    Von der weiblichen Zurückhaltung zur männlichen Distanziertheit



    Männlichkeit und der Niedergang der Verbindlichkeit



    Die Dynamik der weiblichen Exklusivität



    Hedonistische Bindungsangst



    Willenlose Bindungsangst



    Die neue Architektur der romantischen Wahl oder die Desorganisation des Willens



    Das Halten von Versprechen und die Architektur der modernen Wahl



    Sexuelles Übermaß und emotionale Ungleichheiten



    Das Verlangen nach Anerkennung: Liebe und die Verletzlichkeit des Selbst



    Warum Liebe guttut



    Von der Anerkennung der Klasse zur Anerkennung des Selbst



    Anerkennung und ontologische Unsicherheit in der Moderne



    Anerkennung versus Autonomie



    Von der Eigenliebe zur Selbstbeschuldigung



    Die moralische Struktur der Selbstbeschuldigung



    Liebe, Vernunft, Ironie



    Verzauberte Liebe



    Die Verwandlung der Liebe in eine Wissenschaft



    Politische Emanzipation als Rationalisierung



    Die Entroutinisierung der Macht



    Wenn der Arbeitsplatz die Gefühle übertrumpft



    Prozeduralismus und neutrale Sprache



    Neue Äquivalenzprinzipien



    Technologien der Wahl



    Eros, Ironie



    Erotik als dichte Differenz



    Erotik als Unterbrechung



    Versunkenheit und Selbstaufgabe



    Erotik als Verschwendung



    Semiotische Sicherheit



    Unsicherheit, Ironie oder das Unwohlsein mit der Gleichheit



    Von der romantischen Phantasie zur Enttäuschung



    Einbildungskraft, Liebe



    Fiktionale Gefühle



    Lebendigkeit



    Narrative Identifikation



    Enttäuschung als kulturelle Praxis



    Das enttäuschende Leben



    Das Scheitern des Alltags



    Irritationen



    Psychologische Ontologie



    Die Einbildungskraft und das Internet



    Begehren als Selbstzweck