Als Susanne mit 55 Jahren ihren Top-Job verliert, muss sie erfahren, dass es in ihrem Alter gar nicht so leicht ist, neuerlich im Berufsleben Fuß zu fassen. Zum Glück hat sie gute Freunde, eine Menge Ideen und das Rosenschlösschen, ihr ehemaliges Elternhaus, in dem sie bald Kochevents veranstalten will.
Gemeinsam mit dem Architekten Werner macht sie sich daran, das Rosenschlösschen aus seinem Dornröschenschlaf zu holen und freut sich auf neue Herausforderungen.
Doch plötzlich ist Werner wie vom Erdboden verschluckt, dafür macht ihr der Hamburger Starkoch Lars ganz eindeutig den Hof …
Kundinnen und Kunden meinen
4.4/5.0
Katzenpersonal Kleeblatt
aus Berlin
5/5
13.06.2017
Buch (Taschenbuch)
Powerfrau startet durch
Die Enttäuschung ist groß, als Susanne feststellen muss, dass man mit Mitte 50 doch ziemlich chancenlos auf dem Arbeitsmarkt ist. Die Immobilienmaklerin wurde von ihrem neuen Chef recht schnell wegrationalisiert und steht nun vor der Frage, was sie machen soll. Nie hätte sie geglaubt, dass sie keine Arbeit mehr finden wird, so dass ihr nur eine Neuorientierung als Option offen steht.
Zur selben Zeit kündigt ihr der Pächter des Rosenschlösschens, ihrem Elternhaus, den Vertrag. Da liegt es doch nahe, es selbst zu renovieren und dort Kochevents anzubieten. Kurzerhand verkauft sie ihre Wohnung und wagt einen Neuanfang mit dem Rosenschlösschen.
Mit Werner, dem Architekten für ihren Umbau, und Lars, einem Spitzenkoch, spielen auch plötzlich Männer wieder eine entscheidende Rolle in ihrem Leben. Lars macht ihr eindeutig den Hof und Werner, tja, der ist von einem Tag auf den anderen verschwunden...
Die Autorin Brigitte Teufl-Heimhilcher hat ihre Protagonistin in einem Arbeitsbereich angesiedelt, in dem sie sich bestens auskennt. Sie selbst ist Immobilien-Fachfrau und kann so Susanne bewusst agieren lassen.
Aber sie scheint auch ein Faible für das Kochen zu haben, denn ein weiteres ausschlaggebendes Thema ist die Liebe zum Kochen.
Nachdem ihr eine weitere Arbeit mit Immobilien verwehrt wird, besinnt Susanne sich auf ihre Leidenschaft, dem Kochen, renoviert und baut ihr Elternhaus aus und will sich dort mit Kochevents ein neues Arbeitsfeld schaffen.
Der Autorin gelingt es mühelos, den Leser mit auf das Rosenschlösschen zu holen. Mit einer sympathischen Mittfünfzigerin erlebt man das Geschehen im Rosenschlösschen. Umbau und Planung für die anstehenden Events, der Leser ist bei allem dabei.
Nicht alles geht glatt, nicht jeder versteht sich mit dem anderen, so dass man die hitzigen Wortgefechte teilweise schmunzelnd miterlebt und gespannt ist, wer als Sieger aus den Diskussionen hervorgehen wird.
Susanne zeigt deutlich, dass mit Mitte 50 noch lange nicht Schluss ist und dass man in der Lage ist, noch einmal voll durchstarten zu können. Nicht nur beruflich, nein, auch die Liebe kann man in dem Alter noch erleben und in sein Herz lassen.
Zu Beginn jeden Kapitels hat die Autorin ein Rezept veröffentlicht. Viele sind bekannt wie Moussaka oder Topfenauflauf, aber trotzdem liest man es sich durch und überlegt, ob man die Zutaten alle im Haus hat, denn am liebsten würde man selbst gleich loslegen.
Der Bezug zu den Rezepten findet sich dann auch im folgenden Kapitel.
Das Buch ist eine weitere unterhaltsame Lektüre aus der Feder der Autorin, die ich sehr gern lese. Man taucht mit den Protagonisten in eine andere Welt ein und begleitet sie ein Stück auf ihrem Weg.
Die Protagonisten dieses Bandes muss man nicht für immer verlassen, denn es folgt ein weiterer Teil und lässt auf ein Wiederlesen hoffen.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen, so dass ich es gern weiterempfehle.
Bewertung
aus Dresden
5/5
06.12.2015
Buch (Taschenbuch)
Ein Unterhaltungsroman für Genießer
Der Roman hatte mich angesprochen, weil im Klappentext von einer Jobsuche in vorgerückterem Alter die Rede war. Der genannte Lösungsansatz hatte mir sehr gut gefallen, weil ich mich sehr fürs Kochen interessiere und vermutlich einen ähnlichen Weg wählen würde, stünden mir die entsprechenden Mittel zur Verfügung.
Die 55jährige Susanne verliert urplötzlich ihren gut bezahlten Job in der Immobilienbranche und stellt fest, dass es gar nicht so leicht ist in diesem Alter eine neue Anstellung zu finden. Zum Glück hat sie noch das Rosenschlösschen zur Verfügung, dass sie zusammen mit Architekt Werner umbauen lässt, um künftig darin Kochevents mit Spitzenköchen zu veranstalten.
Sehr gut gefallen hat mir, dass die Problematik auf eine verhältnismäßig leichte und lockere Art angegangen wurde. So fühlte ich mich die ganze Zeit bestens unterhalten. Sicher ist die Realität nicht so rosig wie dargestellt. Wobei gesagt werden muss, dass ich die Szenen, in denen Susanne wesentlich jüngeren Personalchefs gegenüber sitzt und sich trotz unverschämter Angebote nicht den Schneid abkaufen lässt, sehr genossen habe. Nicht nur Susanne ist sehr liebenswert dargestellt. Auch die anderen Figuren im Buch kann man einfach nur mögen. Hervorragend fand ich auch die Idee, jedem Kapitel ein Kochrezept voranzustellen, was dann auch genau in dieser Abwandlung im Text vorkommt. So lassen sich auch prima Charaktere unterstreichen und Stimmungen erzeugen. Ebenso positiv hervorzuheben ist die unaufdringliche Romantik. Perfekt passend zu nicht mehr ganz jugendlichen Protagonisten und eine Wohltat für den Leser.
Das Buch ist ein perfekter Unterhaltungsroman. Kulinarische Genüsse begleiten den Leser auf Susannes größter Reise des Lebens, nämlich der zu sich selbst.
Bewertung
aus Baesweiler
4/5
16.02.2018
Buch (Taschenbuch)
Kurzweilig mit tollen Charakteren
Die Mitfünfzigerin Susanne ist beruflich sehr erfolgreich und daher eher verärgert als besorgt, als sie gekündigt wird. Sie zweifelt nicht daran, bald wieder eine gute neue Stelle zu haben. Bald muss sie jedoch erkennen, dass es gar nicht so leicht ist in ihrem Alter wieder einen angemessenen neuen Job zu finden.
Zum Glück ist Susanne kreativ und flexibel und so macht sie sich voller Eifer an die Renovierung des alten Rosenschlösschens ihrer Eltern und beginnt Kochevents zu organisieren. Dabei wird sie von guten Freunden und neuen Bekannten unterstützt und sie baut sich ein neues Leben auf.
Fehlt nur noch ein passender Mann. Könnte der Architekt Werner, der sie beim Umbau unterstützt, der Richtige sein? Oder doch Lars, der Sternekoch?
Neubeginn im Rosenschlösschen ist eine kurzweilige, amüsante und unterhaltsame Geschichte mit Herz und ich habe es fast in einem Zuge durchgelesen. Die Protagonistin Susanne gefiel mir sehr. Zwar habe ich teils andere Ansichten, aber sie war authentisch und ich mochte sie einfach. Susanne ist eine Frau, die mitten im Leben steht, weiß was sie will und kann, und muss erkennen, dass das doch nicht reicht. Dass sie kurzerhand einen neuen Plan entwickelt und dem alten Beruf den Rücken kehrt, passt zu ihr. Auch die anderen Charaktere mochte ich, allen voran Susannes Freundin Doris.
Jedem Kapitel ist ein Rezept vorangestellt, was sehr gut zum Buch passt und das ein oder andere werde ich sicher mal testen.
Mein Fazit: Das Buch hat mir wirklich gut gefallen und ich hätte gerne mehr Zeit mit Susanne und den anderen verbracht. Ein unterhaltsamer Roman, den ich guten Gewissens weiterempfehle.
leseratte1310
4/5
16.12.2015
Buch (Taschenbuch)
Neuanfang
Es ist gar nicht so einfach, mit Mitte 50 einen Neuanfang zu wagen. Diese Erfahrung muss auch Susanne machen, als sie plötzlich ihren Job verliert und dann nicht, wie gedacht, gleich etwas Neues findet. Dann also anders! Susanne will aus dem geerbten Rosenschlösschen ein Restaurant machen.
Die Geschichte ist angenehm flüssig zu lesen und beschert unbeschwerte Unterhaltung.
Dass man mit Mitte 50 auf dem Arbeitsmarkt keine Chancen mehr hat und wie unerquicklich Bewerbungsgespräche verlaufen können, diese Erfahrung muss auch die selbstbewusste Susanne machen. Aber sie lässt sich nicht unterkriegen und beginnt mutig, ihr Hobby zum Beruf zu machen. Unterstützt wird sie von dem sympathischen Architekten Werner, der ihr nicht nur aus geschäftlichen Gründen näher kommt. Doch dann ist Werner plötzlich verschwunden. Dafür macht Spitzenkoch Lars breit.
Die Personen sind sehr gut und lebensnah geschildert, so dass ich mir alle sehr gut vorstellen konnte.
Jedem Kapitel ist ein Rezept vorangestellt, dass gleich Appetit macht.
Ich konnte mich sehr gut in die sympathische Susanne hineinversetzen und habe mich gut unterhalten gefühlt.
peedee
4/5
25.10.2015
Buch (Taschenbuch)
Ob die Trostsuppe auch dieses Mal hilft?
Ein schlechter Start in den Tag: Susanne, 55, wird zu ihrem Chef zitiert und erhält kurzum die Kündigung ihre Stelle wird eingespart! Was nun? Als erfahrene Berufsfrau im Immobilienbereich wird es ja wohl ein Leichtes sein, eine neue Stelle zu finden Willkommen auf dem harten Boden der Realität bei der Jobsuche! Als dann der Pächter des Rosenschlösschens, ihrem Elternhaus, den Pachtvertrag kündigt, fasst Susanne neue Pläne: Architekt Werner soll ihr helfen, das Schlösschen wieder in Schuss zu bringen, damit sie, die begeisterte Hobbyköchin, dort Kochevents veranstalten kann. Sie will auch Profiköche dazu einladen einer davon ist Lars, der ihr dann gleich den Hof macht. Aber eigentlich gefällt ihr Werner, der aber plötzlich wie vom Erdboden verschluckt ist. Was ist da los?
Erster Eindruck: Auf dem Cover ein verwunschenes Schlösschen, eine Dame im Businessoutfit, ein romantischer Titel. Die gestalterische Ausführung trifft leider nicht ganz meinen Geschmack.
Ein interessanter Bucheinstieg: im Inhaltsverzeichnis stehen nur Rezepte man könnte meinen, es sei ein Kochbuch. Das Essen hat hier aber eine ganz zentrale Bedeutung, insbesondere ist da die Minestrone zu erwähnen: sie ist Susannes Trostsuppe. Susanne kennt zig Varianten dieser Suppe und ist von der tröstenden Wirkung überzeugt. Die vielen köstlichen Rezepte, wie z.B. Gulasch mit Nockerl, Topfenauflauf, Karottenkuchen, Weihnachtsgans, machen richtig Appetit. Bei diesen Rezepten ist wichtig zu wissen, was die Mengenangabe dag bedeutet. Als Schweizerin war mir diese Angabe nicht bekannt, aber Freund Google konnte natürlich behilflich sein: dag heisst Dekagramm (1 dag = 10 g).
Susanne geht frohen Mutes an die Jobsuche heran, denn mit ihrer Erfahrung und ihren geschäftlichen Verbindungen wird sie ja kurzum eine neue Kaderposition bekleiden können. Aber weit gefehlt! Die harte Realität ist, dass die Jobsuche jenseits der 40 (und nicht erst ab 50) leider nicht ganz einfach ist: Erfahrung ist zwar reichlich vorhanden, aber man ist schlicht zu teuer (In der Schweiz wird das Rentenalter schrittweise erhöht werden, aber oftmals ist es unmöglich, noch eine Stelle zu finden wo wird das noch hinführen?)
Der Schreibstil hat mir auch dieses Mal wieder sehr gut gefallen und das Buch war im Nu ausgelesen. Die Autorin hat, wie von den anderen Büchern her gewohnt, auch in diesem Buch viele aktuelle Themen verarbeitet: die Jobsuche 40+, das Auf-und-Ab in der Immobilienbranche, die nötige Neuorientierung und nicht zu vergessen natürlich Liebe, Familie, Freundschaft. Da die Autorin selbst im Immobilienbereich tätig ist, konnte sie da natürlich aus dem Vollen schöpfen. Ein sehr schönes Buch ich danke für schöne Lesestunden.
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