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Produktbild: Thomas Müntzer

Thomas Müntzer Revolutionär am Ende der Zeiten

1

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

24270

Erscheinungsdatum

03.08.2015

Verlag

C.H.Beck Digital

Seitenzahl

352 (Printausgabe)

Dateigröße

10436 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783406681646

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ePUB

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Verkaufsrang

24270

Erscheinungsdatum

03.08.2015

Verlag

C.H.Beck Digital

Seitenzahl

352 (Printausgabe)

Dateigröße

10436 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783406681646

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Spannendes Porträt eines vergessenen Reformators

Bewertung aus Bergisch Gladbach am 09.06.2017

Bewertungsnummer: 1025605

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Im Reformationsjahr locken zahllose Bücher über Martin Luther um die Gunst des Publikums. Aber es gab auch andere Menschen, die die Reformation mitgestaltet haben. Einer davon war Thomas Müntzer, der zu den am meisten missverstandenen Theologen jener Zeit zählt. Von den Kirchen jahrhundertelang totgeschwiegen, wurde er in der DDR wegen seiner Rolle im Bauernkrieg zum sozialistischen Helden hochstiliesiert und war auf dem fünf Mark Schein der Ostmark zu sehen. Beide Haltungen werden ihm nicht gerecht. Müntzer war ein Mann, der von tiefer Frömmigkeit erfüllt war. Mit Luther hatte er zunächst einige Gemeinsamkeiten wie die Ablehnung des Ablasshandels, aber es gibt einige fundamentale Unterschiede. So war Luther der Meinung, dass der Mensch das göttliche Heil durch Einsicht erlangen könne, während Müntzer das göttliche Wirken von aussen auf den Menschen einwirken sah, das Heil also durch Gott selbst auf den Menschen kam. Müntzer war stark von der Mystik beeinflusst und ein Apokalyptiker, der überzeugt war, das Ende der Welt und damit das jüngste Gericht sei sah. Was aber machte ihn zum Revolutionär, zum Feldprediger im Bauernkrieg, der 1525 mit nur 35 Jahren hingerichtet wurde? Sicher nicht eine im modernen Sinn sozialistische Einstellung sondern eher der Gedanke, dass das bevorstehende Weltgericht und die Trennung von Guten und Bösen nicht allein durch Worte sondern durch Taten herbeigeführt werden müsse. Denn für ihn waren alle Christen frei und so trat er für die Bauern und ihren Freiheitskampf ein, wofür er von Luther verurteilt wurde. Das Werk ist sehr spannend, jedoch muss man sich für das Thema interessieren und die Bereitschaft zum aufmerksamen Lesen des Textes mitbringen, auch wegen der zahlreichen Originalzitate von Müntzer, die wegen des altertümlichen Deutschs teilweise schwer zu deuten sind. Wer sich darauf einlässt erfährt einen sehr interessanten Aspekt aus der Reformationszeit und versteht, warum Thomas Müntzer für die Obrigkeit ein Feind war, den es zu vernichten galt.

Spannendes Porträt eines vergessenen Reformators

Bewertung aus Bergisch Gladbach am 09.06.2017
Bewertungsnummer: 1025605
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Im Reformationsjahr locken zahllose Bücher über Martin Luther um die Gunst des Publikums. Aber es gab auch andere Menschen, die die Reformation mitgestaltet haben. Einer davon war Thomas Müntzer, der zu den am meisten missverstandenen Theologen jener Zeit zählt. Von den Kirchen jahrhundertelang totgeschwiegen, wurde er in der DDR wegen seiner Rolle im Bauernkrieg zum sozialistischen Helden hochstiliesiert und war auf dem fünf Mark Schein der Ostmark zu sehen. Beide Haltungen werden ihm nicht gerecht. Müntzer war ein Mann, der von tiefer Frömmigkeit erfüllt war. Mit Luther hatte er zunächst einige Gemeinsamkeiten wie die Ablehnung des Ablasshandels, aber es gibt einige fundamentale Unterschiede. So war Luther der Meinung, dass der Mensch das göttliche Heil durch Einsicht erlangen könne, während Müntzer das göttliche Wirken von aussen auf den Menschen einwirken sah, das Heil also durch Gott selbst auf den Menschen kam. Müntzer war stark von der Mystik beeinflusst und ein Apokalyptiker, der überzeugt war, das Ende der Welt und damit das jüngste Gericht sei sah. Was aber machte ihn zum Revolutionär, zum Feldprediger im Bauernkrieg, der 1525 mit nur 35 Jahren hingerichtet wurde? Sicher nicht eine im modernen Sinn sozialistische Einstellung sondern eher der Gedanke, dass das bevorstehende Weltgericht und die Trennung von Guten und Bösen nicht allein durch Worte sondern durch Taten herbeigeführt werden müsse. Denn für ihn waren alle Christen frei und so trat er für die Bauern und ihren Freiheitskampf ein, wofür er von Luther verurteilt wurde. Das Werk ist sehr spannend, jedoch muss man sich für das Thema interessieren und die Bereitschaft zum aufmerksamen Lesen des Textes mitbringen, auch wegen der zahlreichen Originalzitate von Müntzer, die wegen des altertümlichen Deutschs teilweise schwer zu deuten sind. Wer sich darauf einlässt erfährt einen sehr interessanten Aspekt aus der Reformationszeit und versteht, warum Thomas Müntzer für die Obrigkeit ein Feind war, den es zu vernichten galt.

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Thomas Müntzer

von Hans-Jürgen Goertz

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  • Produktbild: Thomas Müntzer
  • Einleitung 1. Wende der Zeit Die Geburt der Neuzeit aus dem Geist der Apokalypse 2. Verwehte Spuren Herkunft, Studium und Priester in Braunschweig (1489-1517) 3. Im Lager der Reformatoren Ein streitbarer Reformator und Seelsorger (1517-1519) 4. Eine frühe Bewegung Zwischen Propheten und Franziskanern: Positionsbestimmungen in Zwickau (1520 / 21) 5. Das eigene Programm Der «neue Lobgesang des Heiligen Geistes» in Prag (1521) 6. «Im Elend meines Vertreibens» Erfurt, Nordhausen und Glaucha: Auf der Suche nach einer neuen Wirkungsstätte (1521 / 22) 7. Gottesdienstreform und Konflikte mit benachbarten Obrigkeiten «Seelwarter» in Allstedt (1523 / 24) 8. Fürsten, Volk und Widerstand Eine politisch brisante «Fürstenpredigt» ( Juli 1524) 9. Letzte Gegensätzlichkeit Der Streit mit Luther spitzt sich zu (1524) 10. «Ewiger Bund» und «Ewiger Rat» Ein neues Regiment in Mühlhausen (1524 / 25) 11. Schlacht unter dem Regenbogen Feldprediger im Bauernkrieg und Hinrichtung (1525) 12. Mystiker, Apokalyptiker, Revolutionär Vom «Abgrund der Seele» zur «Veränderung der Welt» 13. Abgebrochen und doch vollendet Hoffnung auf bessere Zeiten Anhang 1 Verzerrte Bilder: Erinnerungskultur und historische Forschung Thomas Müntzer und die Theologie heute Anhang 2 Karte Zeittafel Anmerkungen Literatur Bildnachweis Personen- und Ortsregister