Produktbild: Der Engel von Graz
Band 3

Der Engel von Graz Kriminalroman

Aus der Reihe Armin Trost
2

15,00 €

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

15.10.2015

Verlag

Emons Verlag

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

20,5/13,5/1,6 cm

Gewicht

295 g

Auflage

3. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-95451-722-0

Beschreibung

Rezension

»Dichte Stimmungsbilder der steirischen Landeshauptstadt, die in stakkatoartigen Kapitel intensiv auf den Leser einwirken, dazu ein exzentrischer Ermittler, mit dieser Kombination fühlt sich der Autor sichtlich wohl, an dieser Kombination reift er sichtlich in seinem Stil und schürt Vorfreude auf den fünften Fall für Armin Trost.«

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

15.10.2015

Verlag

Emons Verlag

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

20,5/13,5/1,6 cm

Gewicht

295 g

Auflage

3. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-95451-722-0

Herstelleradresse

Emons Verlag
Cäcilienstraße 48
50667 Köln
DE

Email: info@emons-verlag.de

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Wieder ein Tag vorüber. Und…

sommerlese am 03.12.2015

Bewertungsnummer: 2721534

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Wieder ein Tag vorüber. Und wieder kein Ergebnis. Stattdessen eine Leiche mehr. Trost rief Lemberg erneut an, ließ es aber nur dreimal läuten. Sie würde nicht abheben - egal wie lange er es klingeln ließ. Er spürte es. Seite 150 Dieser Regionalkrimi hat mir gut gefallen, er ist etwas grotesk, spannend und der Bezug auf reale historische Kriminalfälle mit örtlichen Hinweisen macht das Ganze ziemlich schaurig. Es ist auffällig, dass hier eine düstere Stimmung herrscht, auch die widrigen Witterungsbedingungen mit heftigem Regen und starkem Wind unterstreichen diesen Eindruck. Dazu kommen einige undurchschaubare, leicht skurril wirkende Figuren, die die Geschichte noch absurder wirken lassen. Auch der Unterhaltungston ist anders als üblich, es gibt einige spitze Bemerkungen über Animositäten gegenüber Wienern, von den Steirern gegenüber den Grazern und etwas schwarzer Humor ist in den Äußerungen Trosts fast durchgängig vorhanden. Der Schreibstil von Robert Preis ist ein wenig speziell und er muss einem liegen. Ich konnte mich aber sehr gut auf den Fall einlassen und stocherte genau wie Trost ohne Ziel im Ungewissen. Mal erschienen mir die Personen harmlos und im nächsten Moment hätte ich ihnen das Verbrechen zugetraut. Dabei begleitete mich das irre Lachen des Täters und ängstigte mich vor weiteren Tatvorgängen, ich kam ihm aber nicht richtig auf die Spur. Die Stimmung des Krimis ist hauptsächlich geprägt durch den schwierigen Charakter des Armin Trost. Er ist schon sehr ungewöhnlich, ein kauziger, missmutiger, von seiner Familie getrennt lebender Mann. Zwar sehnt er sich schon nach seiner Frau und den Kindern, aber irgendwie ist er doch ein Einzelgänger, vielleicht lebt er auch deshalb in seinem Garten im Baumhaus. Doch in seinem Beruf ist er ein Typ, der aus den Tatorten zu lesen vermag. Er lässt sich auch nicht beeinflussen, wenn sein Chef Druck ausüben will. Stur und irgendwie besonnen verfolgt er in seinem eigenen Tempo die Ermittlungen. Nicht ganz so verstanden habe ich die Abneigung Trosts gegenüber Kirchen, dem Glauben und Gott. Vielleicht ist er ein zu realistischer Mensch oder seine beruflichen Erfahrungen vertragen sich nicht mit Hoffnung und Glauben. Richtig fesselnd erscheint im Krimi die Situation, in der Trost bzw. seine Kollegin Annette in große Gefahr geraten. Hier wird der ansonsten eher ruhige Erzählfluss (siehe Zitat oben) schliesslich hektisch und aufregend. Das Finale ist überraschend mitreißend und endlich versteht man auch den Bezug des Titels zum Inhalt des Buches. Ein interessanter Krimi mit regionalcharakter, schrägen Typen und einem engen Bezug zu historisch belegten Mordfällen. Sehr lesenswert!

Wieder ein Tag vorüber. Und…

sommerlese am 03.12.2015
Bewertungsnummer: 2721534
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Wieder ein Tag vorüber. Und wieder kein Ergebnis. Stattdessen eine Leiche mehr. Trost rief Lemberg erneut an, ließ es aber nur dreimal läuten. Sie würde nicht abheben - egal wie lange er es klingeln ließ. Er spürte es. Seite 150 Dieser Regionalkrimi hat mir gut gefallen, er ist etwas grotesk, spannend und der Bezug auf reale historische Kriminalfälle mit örtlichen Hinweisen macht das Ganze ziemlich schaurig. Es ist auffällig, dass hier eine düstere Stimmung herrscht, auch die widrigen Witterungsbedingungen mit heftigem Regen und starkem Wind unterstreichen diesen Eindruck. Dazu kommen einige undurchschaubare, leicht skurril wirkende Figuren, die die Geschichte noch absurder wirken lassen. Auch der Unterhaltungston ist anders als üblich, es gibt einige spitze Bemerkungen über Animositäten gegenüber Wienern, von den Steirern gegenüber den Grazern und etwas schwarzer Humor ist in den Äußerungen Trosts fast durchgängig vorhanden. Der Schreibstil von Robert Preis ist ein wenig speziell und er muss einem liegen. Ich konnte mich aber sehr gut auf den Fall einlassen und stocherte genau wie Trost ohne Ziel im Ungewissen. Mal erschienen mir die Personen harmlos und im nächsten Moment hätte ich ihnen das Verbrechen zugetraut. Dabei begleitete mich das irre Lachen des Täters und ängstigte mich vor weiteren Tatvorgängen, ich kam ihm aber nicht richtig auf die Spur. Die Stimmung des Krimis ist hauptsächlich geprägt durch den schwierigen Charakter des Armin Trost. Er ist schon sehr ungewöhnlich, ein kauziger, missmutiger, von seiner Familie getrennt lebender Mann. Zwar sehnt er sich schon nach seiner Frau und den Kindern, aber irgendwie ist er doch ein Einzelgänger, vielleicht lebt er auch deshalb in seinem Garten im Baumhaus. Doch in seinem Beruf ist er ein Typ, der aus den Tatorten zu lesen vermag. Er lässt sich auch nicht beeinflussen, wenn sein Chef Druck ausüben will. Stur und irgendwie besonnen verfolgt er in seinem eigenen Tempo die Ermittlungen. Nicht ganz so verstanden habe ich die Abneigung Trosts gegenüber Kirchen, dem Glauben und Gott. Vielleicht ist er ein zu realistischer Mensch oder seine beruflichen Erfahrungen vertragen sich nicht mit Hoffnung und Glauben. Richtig fesselnd erscheint im Krimi die Situation, in der Trost bzw. seine Kollegin Annette in große Gefahr geraten. Hier wird der ansonsten eher ruhige Erzählfluss (siehe Zitat oben) schliesslich hektisch und aufregend. Das Finale ist überraschend mitreißend und endlich versteht man auch den Bezug des Titels zum Inhalt des Buches. Ein interessanter Krimi mit regionalcharakter, schrägen Typen und einem engen Bezug zu historisch belegten Mordfällen. Sehr lesenswert!

Düsterer und verrückter Krimi aus Graz

KrimiElse am 17.11.2015

Bewertungsnummer: 897291

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Kommissar Armin Trost, mit kaputter Familie, dem Wahnsinn nahe im Baumhaus auf seinem Grundstück lebend, um das spurlose Verschwinden eines Kollegen wenigstens nachts ausblenden zu können, ermittelt im vierten Band der Grazer Krimi-Serie in eine Reihe von bestialischen Morden nach historischen Vorbildern. Dass er verrückt ist, ein Einzelgänger, der sich Anweisungen schwer bis gar nicht beugen kann und Ansätze von soziopathischen Zügen aufweist, schmälert seinen Ruf in Graz als Star-Ermittler weder bei der Lokalpresse noch bei seinen Kollegen. Zu seiner so düsteren persönlichen Situation und dem verschwundenen Kollegen Schulmeister, der Trost wie ein nebeliger Schatten verfolgt, kommt hinzu, dass sein sonst so zielsicherer Instinkt bei den aktuellen Morden versagt, er spürt und ermittelt nichts. Die Geschichte wirkt insgesamt sehr düster und grotesk. Dafür sorgt nicht nur der Charakter von Armin Trost selbst, sondern auch genug verrückte andere Charaktere, die im Laufe der Ermittlung auftauchen. Ein Polizist, der sich Graf nennt und der sich mehr als hingezogen fühlt zur schönen jungen Kollegin Trosts und sich zu deren Verfolger und selbsternanntem Beschützer aufschwingt, ein verhärmter Professor, dessen Faible für historische bestialischen Morde fast schon pathologisch anmutet, ein nerviger junger aufstrebender Journalist, der sich an Trosts Fersen heftet. Der Autor gestaltet die Charaktere genauso dunkel und verrückt wie die gesamte Handlung, gibt ihnen als Bonbon Namen wie Schleicher für den Assistenten und grauen Schatten des Professors, Anfänger für den jungen Journalisten, Trost für den abgewrackten Kommissar, der Trost nötig hat. Der Kommissar Trost ist in diesem Band schwer greifbar, fast verhuscht und abgeschottet in seinen Gedanken. Man spürt seine innere Zerrissenheit und das Gehemmtsein durch das Verschwinden seines Kollegen, er dreht sich wie in einem Teufelskreis und kann daraus nicht auftauchen. Mir hätte etwas mehr Basiswissen aus den vorherigen Bänden zu dieser Figur sicher gut getan, aber es ist nicht zwingend erforderlich, die ersten Bände zu kennen. Die Sprache hat mir sehr gut gefallen, sie ist jedoch ungewöhnlich und sicher gewöhnungsbedürftig. Stellenweise lässt sich fast ein gedichtähnlicher Rhythmus durch die Knappheit und Prägnanz einiger Sätze finden, die mich gleichzeitig an Blitzlichter erinnern, die nur ganz kurz etwas ausleuchten. An vielen Stellen verbreitet der Autor sehr düstere Stimmung, die den Leser die Angst fast greifbar werden läßt. Am Ende des Buches entwickelt sich ein verrücktes und spannendes Finale, bei dem die Morde logisch und zufriedenstellend aufgeklärt werden. Ein paar Fäden bleiben jedoch gekonnt offen und wecken das Interesse des Lesers nach weiteren Bänden. Fazit: Düsterer und verrückter Krimi mit Grazer Lokalkolorit, der gut recherchiert, spannend und unterhaltsam ist.

Düsterer und verrückter Krimi aus Graz

KrimiElse am 17.11.2015
Bewertungsnummer: 897291
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Kommissar Armin Trost, mit kaputter Familie, dem Wahnsinn nahe im Baumhaus auf seinem Grundstück lebend, um das spurlose Verschwinden eines Kollegen wenigstens nachts ausblenden zu können, ermittelt im vierten Band der Grazer Krimi-Serie in eine Reihe von bestialischen Morden nach historischen Vorbildern. Dass er verrückt ist, ein Einzelgänger, der sich Anweisungen schwer bis gar nicht beugen kann und Ansätze von soziopathischen Zügen aufweist, schmälert seinen Ruf in Graz als Star-Ermittler weder bei der Lokalpresse noch bei seinen Kollegen. Zu seiner so düsteren persönlichen Situation und dem verschwundenen Kollegen Schulmeister, der Trost wie ein nebeliger Schatten verfolgt, kommt hinzu, dass sein sonst so zielsicherer Instinkt bei den aktuellen Morden versagt, er spürt und ermittelt nichts. Die Geschichte wirkt insgesamt sehr düster und grotesk. Dafür sorgt nicht nur der Charakter von Armin Trost selbst, sondern auch genug verrückte andere Charaktere, die im Laufe der Ermittlung auftauchen. Ein Polizist, der sich Graf nennt und der sich mehr als hingezogen fühlt zur schönen jungen Kollegin Trosts und sich zu deren Verfolger und selbsternanntem Beschützer aufschwingt, ein verhärmter Professor, dessen Faible für historische bestialischen Morde fast schon pathologisch anmutet, ein nerviger junger aufstrebender Journalist, der sich an Trosts Fersen heftet. Der Autor gestaltet die Charaktere genauso dunkel und verrückt wie die gesamte Handlung, gibt ihnen als Bonbon Namen wie Schleicher für den Assistenten und grauen Schatten des Professors, Anfänger für den jungen Journalisten, Trost für den abgewrackten Kommissar, der Trost nötig hat. Der Kommissar Trost ist in diesem Band schwer greifbar, fast verhuscht und abgeschottet in seinen Gedanken. Man spürt seine innere Zerrissenheit und das Gehemmtsein durch das Verschwinden seines Kollegen, er dreht sich wie in einem Teufelskreis und kann daraus nicht auftauchen. Mir hätte etwas mehr Basiswissen aus den vorherigen Bänden zu dieser Figur sicher gut getan, aber es ist nicht zwingend erforderlich, die ersten Bände zu kennen. Die Sprache hat mir sehr gut gefallen, sie ist jedoch ungewöhnlich und sicher gewöhnungsbedürftig. Stellenweise lässt sich fast ein gedichtähnlicher Rhythmus durch die Knappheit und Prägnanz einiger Sätze finden, die mich gleichzeitig an Blitzlichter erinnern, die nur ganz kurz etwas ausleuchten. An vielen Stellen verbreitet der Autor sehr düstere Stimmung, die den Leser die Angst fast greifbar werden läßt. Am Ende des Buches entwickelt sich ein verrücktes und spannendes Finale, bei dem die Morde logisch und zufriedenstellend aufgeklärt werden. Ein paar Fäden bleiben jedoch gekonnt offen und wecken das Interesse des Lesers nach weiteren Bänden. Fazit: Düsterer und verrückter Krimi mit Grazer Lokalkolorit, der gut recherchiert, spannend und unterhaltsam ist.

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