Produktbild: Das Lied von Bernadette

Das Lied von Bernadette Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

30101

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

12.01.2016

Verlag

Insel

Seitenzahl

581

Maße (L/B/H)

19/11,8/4,3 cm

Gewicht

542 g

Farbe

Mokka / Messing

Auflage

4. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-458-36128-2

Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

30101

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

12.01.2016

Verlag

Insel

Seitenzahl

581

Maße (L/B/H)

19/11,8/4,3 cm

Gewicht

542 g

Farbe

Mokka / Messing

Auflage

4. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-458-36128-2

Herstelleradresse

Insel Verlag GmbH
Torstraße 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de

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Denkwürdig Der erfolgreichste…

Bories vom Berg aus München am 16.02.2021

Bewertungsnummer: 2738504

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Denkwürdig Der erfolgreichste Roman von Franz Werfel, «Das Lied von Bernadette», entstand aufgrund eines Gelübdes, das der österreichische Schriftstellers auf der Flucht vor den Nazis im Juni 1940, während seines kurzen Zwischen-Aufenthalts im Wallfahrtsort Lourdes, in großer Bedrängnis abgelegt hatte: Er würde einen Roman über das Wunder von Lourdes schreiben, wenn er das rettende Amerika erreicht. «Ich habe es gewagt, das Lied von Bernadette zu singen, obwohl ich kein Katholik bin, sondern Jude» hat er ein Jahr später beim Erscheinen seines Romans in Los Angeles angemerkt, wo er glücklich Zuflucht gefunden hatte. Die 1933 von Pius XI heiliggesprochene Bernadette Soubirous hatte als 14jähriges Mädchen zwischen 11. Februar und 16. Juli 1858 insgesamt 18 Visionen, die von Wissenschaft, Politik und Kirche zunächst argwöhnisch bezweifelt, später dann aber als Marien-Erscheinung gedeutet wurden. Beim Holzsuchen erscheint Bernadette in der Grotte von Massabielle nahe dem Fluss Grave plötzlich eine wunderschöne Dame im weißen Kleid mit einem blauen Gürtel. Sie ist barfüßig, auf beiden Füßen befindet sich eine goldene Rose, sie lächelt freundlich, spricht aber kaum. Als Bernadette am nächsten Tag mit einigen Freundinnen wieder zur Grotte geht, gibt ihr die Dame zu verstehen, sie möge zwei Wochen lang täglich wiederkommen. Während der Begegnung mit der Dame bemerken die Freundinnen, die die Dame selbst nicht sehen können, eine wundersame Verklärung in Bernadettes Gesicht, sie ist in ihrer Ekstase der Umgebung völlig entrückt. Bei einem dieser Treffen flüstert die unnahbare Dame immer wieder nur «Buße, Buße, Buße». Schließlich fordert sie Bernadette auf, sie möge in der Grotte die Quelle suchen, aus ihr trinken und sich darin waschen. Und tatsächlich findet das Mädchen eine bisher unbekannte feuchte Stelle im Sand, von der niemand etwas wusste. Sie wird von den Bewohnern sogleich als überraschend ergiebige Wasserquelle gefasst. Kurz darauf ereignet sich an dem schwerkranken Nachbarkind die erste spontane Wunderheilung, nachdem die verzweifelte Mutter ihren kleinen Sohn in den Quelltopf getaucht hatte. Franz Werfel erklärt im Vorwort: «All jene denkwürdigen Begebenheiten, die den Inhalt dieses Buches bilden, haben sich in Wirklichkeit ereignet». Und er ergänzt: «… ihre Wahrheit ist von Freund und Feind und von kühlen Beobachtern in getreuen Zeugnissen erhärtet». Mit einem stattlichen Figuren-Ensemble von mehr als 60 Personen aus Familie, Nachbarschaft und Amtsträgern von Staat und Kirche erzählt er neben der Geschichte seiner Seherin von den weitreichenden Auswirkungen ihrer mysteriösen Erscheinungen. In diesem fiktiven Teil seines Romans erweist er sich als begnadeter Erzähler, der besonders seine Figuren sehr lebensnah als Charaktere schildert, die viele Typen des Menschen-Geschlechts glaubwürdig verkörpern. Er nutzt vor allem die gelehrten Dialoge der verschiedenen Honoratioren und des Klerus für kontemplative Betrachtungen des Geschehens aus unterschiedlichsten Perspektiven, behält als Autor aber stets die nötige Distanz. Auch wer als Atheist dem katholischen Mummenschanz ablehnend gegenüber steht, wird hier in Vorgänge und Usancen einer Weltreligion eingeweiht, die in Rom den Statthalter Christi auf Erden als unfehlbare Instanz etabliert hat. En passant erfährt man dabei faszinierende Details aus dem Klosterleben und von der pompösen Zeremonie einer Heiligsprechung. Besonders vergnüglich zu lesen sind die Ränkespiele zwischen Politik und Kirche, die an ein Schwarzer-Peter-Spiel erinnern, aus dem sich sogar Napoleon III tunlichst herauszuhalten versucht. Erstaunlich ist, dass es dem Autor trotz der weitgehend bekannten Fakten gelingt, einen Spannungsbogen aufzubauen, der bis zum Ende anhält. Bei der Heiligsprechung ist der als Erster durch Wunderheilung genesene Nachbarjunge als alter Mann unter den Besuchern im Petersdom, damit schließt sich äußerst elegant der Handlungsbogen einer denkwürdigen Geschichte.

Denkwürdig Der erfolgreichste…

Bories vom Berg aus München am 16.02.2021
Bewertungsnummer: 2738504
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Denkwürdig Der erfolgreichste Roman von Franz Werfel, «Das Lied von Bernadette», entstand aufgrund eines Gelübdes, das der österreichische Schriftstellers auf der Flucht vor den Nazis im Juni 1940, während seines kurzen Zwischen-Aufenthalts im Wallfahrtsort Lourdes, in großer Bedrängnis abgelegt hatte: Er würde einen Roman über das Wunder von Lourdes schreiben, wenn er das rettende Amerika erreicht. «Ich habe es gewagt, das Lied von Bernadette zu singen, obwohl ich kein Katholik bin, sondern Jude» hat er ein Jahr später beim Erscheinen seines Romans in Los Angeles angemerkt, wo er glücklich Zuflucht gefunden hatte. Die 1933 von Pius XI heiliggesprochene Bernadette Soubirous hatte als 14jähriges Mädchen zwischen 11. Februar und 16. Juli 1858 insgesamt 18 Visionen, die von Wissenschaft, Politik und Kirche zunächst argwöhnisch bezweifelt, später dann aber als Marien-Erscheinung gedeutet wurden. Beim Holzsuchen erscheint Bernadette in der Grotte von Massabielle nahe dem Fluss Grave plötzlich eine wunderschöne Dame im weißen Kleid mit einem blauen Gürtel. Sie ist barfüßig, auf beiden Füßen befindet sich eine goldene Rose, sie lächelt freundlich, spricht aber kaum. Als Bernadette am nächsten Tag mit einigen Freundinnen wieder zur Grotte geht, gibt ihr die Dame zu verstehen, sie möge zwei Wochen lang täglich wiederkommen. Während der Begegnung mit der Dame bemerken die Freundinnen, die die Dame selbst nicht sehen können, eine wundersame Verklärung in Bernadettes Gesicht, sie ist in ihrer Ekstase der Umgebung völlig entrückt. Bei einem dieser Treffen flüstert die unnahbare Dame immer wieder nur «Buße, Buße, Buße». Schließlich fordert sie Bernadette auf, sie möge in der Grotte die Quelle suchen, aus ihr trinken und sich darin waschen. Und tatsächlich findet das Mädchen eine bisher unbekannte feuchte Stelle im Sand, von der niemand etwas wusste. Sie wird von den Bewohnern sogleich als überraschend ergiebige Wasserquelle gefasst. Kurz darauf ereignet sich an dem schwerkranken Nachbarkind die erste spontane Wunderheilung, nachdem die verzweifelte Mutter ihren kleinen Sohn in den Quelltopf getaucht hatte. Franz Werfel erklärt im Vorwort: «All jene denkwürdigen Begebenheiten, die den Inhalt dieses Buches bilden, haben sich in Wirklichkeit ereignet». Und er ergänzt: «… ihre Wahrheit ist von Freund und Feind und von kühlen Beobachtern in getreuen Zeugnissen erhärtet». Mit einem stattlichen Figuren-Ensemble von mehr als 60 Personen aus Familie, Nachbarschaft und Amtsträgern von Staat und Kirche erzählt er neben der Geschichte seiner Seherin von den weitreichenden Auswirkungen ihrer mysteriösen Erscheinungen. In diesem fiktiven Teil seines Romans erweist er sich als begnadeter Erzähler, der besonders seine Figuren sehr lebensnah als Charaktere schildert, die viele Typen des Menschen-Geschlechts glaubwürdig verkörpern. Er nutzt vor allem die gelehrten Dialoge der verschiedenen Honoratioren und des Klerus für kontemplative Betrachtungen des Geschehens aus unterschiedlichsten Perspektiven, behält als Autor aber stets die nötige Distanz. Auch wer als Atheist dem katholischen Mummenschanz ablehnend gegenüber steht, wird hier in Vorgänge und Usancen einer Weltreligion eingeweiht, die in Rom den Statthalter Christi auf Erden als unfehlbare Instanz etabliert hat. En passant erfährt man dabei faszinierende Details aus dem Klosterleben und von der pompösen Zeremonie einer Heiligsprechung. Besonders vergnüglich zu lesen sind die Ränkespiele zwischen Politik und Kirche, die an ein Schwarzer-Peter-Spiel erinnern, aus dem sich sogar Napoleon III tunlichst herauszuhalten versucht. Erstaunlich ist, dass es dem Autor trotz der weitgehend bekannten Fakten gelingt, einen Spannungsbogen aufzubauen, der bis zum Ende anhält. Bei der Heiligsprechung ist der als Erster durch Wunderheilung genesene Nachbarjunge als alter Mann unter den Besuchern im Petersdom, damit schließt sich äußerst elegant der Handlungsbogen einer denkwürdigen Geschichte.

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Das Lied von Bernadette

von Franz Werfel

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  • Produktbild: Das Lied von Bernadette
  • Ein persönliches Vorwort

    Erste Reihe Wiedererweckung des 11. Februar 1858

    Im Cachot

    Massabielle, ein verrufener Ort

    Bernadette weiß nichts von der Heiligen Dreifaltigkeit

    Café Progrès

    Kein Reisig mehr

    Das Wut- und Wehgeheul des Gave

    Die Dame

    Die Fremdheit der Welt

    Frau Soubirous gerät außer sich

    Bernadette darf nicht träumen

    Zweite Reihe Wollen Sie mir die Güte erweisen

    Ein Stein saust nieder

    Die ersten Worte

    Boten der Wissenschaft

    Eine geheime Beratung, die unterbrochen wird

    Die Kriegserklärung

    Die Dame und die Gendarmerie

    J. B. Estrade kommt von der Grotte

    Dechant Peyramale fordert ein Rosenwunder

    Anstatt des Wunders ein Ärgernis

    Wetterleuchten

    Dritte Reihe Die Quelle

    Der Tag nach dem Ärgernis

    Der Tausch der Rosenkränze oder: Sie liebt mich

    Ein Louisdor und eine Ohrfeige

    Das Kind Bouhouhorts

    Du spielst mit dem Feuer, o Bernadette

    Nachbeben oder Affen des Mirakels

    Das Feuer spielt mir dir, o Bernadette

    A. Lacadé wagt einen Staatsstreich

    Ein Bischof ermisst die Folgen

    Der Abschied aller Abschiede

    Vierte Reihe Die Schatten der Gnade

    Sœur Marie Thérèse verlässt die Stadt

    Der Psychiater greift in den Kampf ein

    Digitus dei oder Der Bischof gibt der Dame eine Chance

    Eine Analyse und zwei Majestätsbeleidigungen

    Die Dame besiegt den Kaiser

    Bernadette unter den Weisen

    Eine letzte Versuchung

    Die weiße Rose

    Die Novizenmeisterin

    Das ist meine Stunde noch nicht

    Fünfte Reihe Das Verdienst des Leidens

    Feenhände

    Viel Besuch auf einmal

    Das Zeichen

    Nicht für mich fließt diese Quelle

    Der Teufel bedrängt Bernadette

    Die Hölle des Fleisches

    Der Blitz von Lourdes

    Ich habe nicht geliebt

    Ich liebe

    Das fünfzigste Ave