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Der begrabene Riese Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

31.08.2015

Verlag

Blessing

Seitenzahl

416

Maße (L/B/H)

22,2/14,7/3,7 cm

Gewicht

646 g

Farbe

Ozeanblau

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

The Buried Giant

Übersetzt von

Barbara Schaden

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-89667-542-2

Beschreibung

Rezension

»Der Nobelpreis für Kazuo Ishiguro ehrt einen betörend eindringlichen Autor. Er fragt leise und unerbittlich nach, was das Leben wert ist.« ("Susanne Mayer, Die Zeit")
»Einige Jahre hatte ich die Lust am Lesen verloren. Dann kam dieser Roman ... Es war wie eine Stimme, die aus der Ewigkeit sprach.« ("Alina Bronsky, flair")
"Ein Buch, das mich das Staunen noch einmal ganz neu gelehrt hat. ... Ich finde es eine großartige Lektüre." ("Felicitas von Lovenberg, SWR Fernsehen, "lesenswert quartett"")
"Beim Lesen hatte ich Angst: dass der schamanische Sog der ersten Seiten nachlässt, dass der klirrende glasklare Ton seinen Zauber verliert ... Dann wurde es unwichtig." ("Alina Bronsky, Literatur Spiegel")

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

31.08.2015

Verlag

Blessing

Seitenzahl

416

Maße (L/B/H)

22,2/14,7/3,7 cm

Gewicht

646 g

Farbe

Ozeanblau

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

The Buried Giant

Übersetzt von

Barbara Schaden

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-89667-542-2

Herstelleradresse

Blessing Karl Verlag
Neumarkter Strasse 28
81673 München
DE

Email: produktsicherheit@penguinrandomhouse.de

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Lesen! Unvergessliche Schlussszene

Bewertung (Mitglied der Book Circle Community) am 29.08.2025

Bewertungsnummer: 2581050

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

„Der begrabene Riese“ von Kazuo Ishigu bewegt sich zwischen Fantasy und historischem Roman. Ishiguro entführt uns in das England des sechsten Jahrhunderts, eine Zeit geprägt von Dunkelheit und Unsicherheit nach einem barbarischen Bürgerkrieg. Doch anstelle einer klaren Erzählung über Helden und Abenteuer präsentiert uns der Autor ein vielschichtiges Geflecht aus Erinnerungsfetzen, ständigem Schmerz, Abenteuerreise und dem Nebel des Vergessens. Axl und Beatrice sind seit vielen Jahren ein Paar. In ihrem Dorf gelten sie als Aussenseiter, und man gibt ihnen deutlich zu verstehen, dass sie eine Belastung für die Gemeinschaft sind. Also verlassen sie ihre Heimat in der Hoffnung, ihren Sohn zu finden, den sie seit langer Zeit nicht mehr gesehen haben. Ihre Reise ist voller überraschender Begegnungen und Gefahren, und bald ahnen sie, dass in ihrem Land eine Veränderung heraufzieht, die alles aus dem Gleichgewicht bringen wird, sogar ihre Beziehung. Die Welt, die Ishiguro erschafft, ist von rätselhaften Elementen durchzogen: Drachen, magische Nebel und archaische Wesen, die entscheidend zur Atmosphäre beitragen, und mich von Anfang an in den Bann zogen. Was besonders heraussticht, ist die emotionale Tiefe, die er seinen Figuren verleiht - diese Last ist beim Lesen spürbar geworden. Während der Autor seine Figuren durch ein apokalyptisches England irren lässt, entfaltet sich langsam, wie Ishiguros rätselhafte Geschichte von verdrängter und vergessener Barbarei an unsere Gegenwart anklopft. Die Schlussszene ist grandios - einfach unvergesslich.

Lesen! Unvergessliche Schlussszene

Bewertung (Mitglied der Book Circle Community) am 29.08.2025
Bewertungsnummer: 2581050
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

„Der begrabene Riese“ von Kazuo Ishigu bewegt sich zwischen Fantasy und historischem Roman. Ishiguro entführt uns in das England des sechsten Jahrhunderts, eine Zeit geprägt von Dunkelheit und Unsicherheit nach einem barbarischen Bürgerkrieg. Doch anstelle einer klaren Erzählung über Helden und Abenteuer präsentiert uns der Autor ein vielschichtiges Geflecht aus Erinnerungsfetzen, ständigem Schmerz, Abenteuerreise und dem Nebel des Vergessens. Axl und Beatrice sind seit vielen Jahren ein Paar. In ihrem Dorf gelten sie als Aussenseiter, und man gibt ihnen deutlich zu verstehen, dass sie eine Belastung für die Gemeinschaft sind. Also verlassen sie ihre Heimat in der Hoffnung, ihren Sohn zu finden, den sie seit langer Zeit nicht mehr gesehen haben. Ihre Reise ist voller überraschender Begegnungen und Gefahren, und bald ahnen sie, dass in ihrem Land eine Veränderung heraufzieht, die alles aus dem Gleichgewicht bringen wird, sogar ihre Beziehung. Die Welt, die Ishiguro erschafft, ist von rätselhaften Elementen durchzogen: Drachen, magische Nebel und archaische Wesen, die entscheidend zur Atmosphäre beitragen, und mich von Anfang an in den Bann zogen. Was besonders heraussticht, ist die emotionale Tiefe, die er seinen Figuren verleiht - diese Last ist beim Lesen spürbar geworden. Während der Autor seine Figuren durch ein apokalyptisches England irren lässt, entfaltet sich langsam, wie Ishiguros rätselhafte Geschichte von verdrängter und vergessener Barbarei an unsere Gegenwart anklopft. Die Schlussszene ist grandios - einfach unvergesslich.

Der begrabene Riese

Bewertung am 11.11.2021

Bewertungsnummer: 1604128

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Das Erstaunlichste an Kazuo Ishiguros Buch ist weder seine überwältigende literarische Kraft, die traumwandlerische Schönheit der Sprache noch die Verknüpfung von Themen wie Vergessen, Krieg und Liebe im Alter, sondern die fast unerhörte Tatsache, dass es vom Feuilleton hervorragend besprochen wurde, OBWOHL es laut diesem Fantasy-Elemente enthält. Allein das Wort "Fantasy" evoziert bei den meisten Literaturkritikern eher Schnappatmung, und das sofortige Aussortieren des Buches in die Schmuddelecke folgt schneller als Sie "Aber..." sagen können.Tatsächlich ist "Der begrabene Riese" meiner Meinung nach nicht mehr Fantasy als es die Illias oder die Artus-Sage sind, vielmehr trifft vielleicht die Beschreibung als moderner Mythos zu.Im nebelverhangenen Britannien des 5. Jahrhunderts nach Christus suchen das alte Paar Axel und Beatrice nach ihrem Sohn, auch wenn sie kaum eine Erinnerung an ihn haben. Tatsächlich scheint der seltsame Nebel, der sich auf das Land gelegt hat, jedem die Erinnerung zu rauben; die Menschen gehen ihrem Tagewerk nach in dem dumpfen Bewusstsein, dass ihnen etwas fehlt. Aber schnell vergessen sie auch das wieder.Auf ihrer Irrfahrt durch das im wahrsten Sinne düstere Land, bevölkert von Drachen, Menschenfressern und gealterten Rittern vom lange untergegangenen Hof des legendären Artus, treffen sie auf Wistan, einen sächsischen Krieger, und sein Mündel Edwin, und das Schicksal führt sie alle schließlich an den Ort, an dem der im Titel erwähnte Riese schläft. Was es mit Letzterem wirklich auf sich hat, das ist eine der größten Überraschungen des Buches und wird hier natürlich nicht verraten. Lesen Sie unbedingt dieses Buch, allein das Ende wird Sie noch lange zum Grübeln bringen!Eine Rezension von Konstantin Klaiber für den November 2015

Der begrabene Riese

Bewertung am 11.11.2021
Bewertungsnummer: 1604128
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Das Erstaunlichste an Kazuo Ishiguros Buch ist weder seine überwältigende literarische Kraft, die traumwandlerische Schönheit der Sprache noch die Verknüpfung von Themen wie Vergessen, Krieg und Liebe im Alter, sondern die fast unerhörte Tatsache, dass es vom Feuilleton hervorragend besprochen wurde, OBWOHL es laut diesem Fantasy-Elemente enthält. Allein das Wort "Fantasy" evoziert bei den meisten Literaturkritikern eher Schnappatmung, und das sofortige Aussortieren des Buches in die Schmuddelecke folgt schneller als Sie "Aber..." sagen können.Tatsächlich ist "Der begrabene Riese" meiner Meinung nach nicht mehr Fantasy als es die Illias oder die Artus-Sage sind, vielmehr trifft vielleicht die Beschreibung als moderner Mythos zu.Im nebelverhangenen Britannien des 5. Jahrhunderts nach Christus suchen das alte Paar Axel und Beatrice nach ihrem Sohn, auch wenn sie kaum eine Erinnerung an ihn haben. Tatsächlich scheint der seltsame Nebel, der sich auf das Land gelegt hat, jedem die Erinnerung zu rauben; die Menschen gehen ihrem Tagewerk nach in dem dumpfen Bewusstsein, dass ihnen etwas fehlt. Aber schnell vergessen sie auch das wieder.Auf ihrer Irrfahrt durch das im wahrsten Sinne düstere Land, bevölkert von Drachen, Menschenfressern und gealterten Rittern vom lange untergegangenen Hof des legendären Artus, treffen sie auf Wistan, einen sächsischen Krieger, und sein Mündel Edwin, und das Schicksal führt sie alle schließlich an den Ort, an dem der im Titel erwähnte Riese schläft. Was es mit Letzterem wirklich auf sich hat, das ist eine der größten Überraschungen des Buches und wird hier natürlich nicht verraten. Lesen Sie unbedingt dieses Buch, allein das Ende wird Sie noch lange zum Grübeln bringen!Eine Rezension von Konstantin Klaiber für den November 2015

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Der begrabene Riese

von Kazuo Ishiguro

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Meinung aus der Buchhandlung

Lisa Tritscher

Thalia Wien – Hauptbahnhof

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5/5

Among those dark satanic mills

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Der Buchtitel und das Wissen um Kazuo Ishiguro's bevorzugten Literaturschauplatz Großbritannien ließen mich als Fan der britischen Mythologie sofort an die tragische Sage "Bran der Gesegnete" denken, in der es um ebenjenen Riesen geht, der unter dem weißen Hügel Gwynfryn (heute: Tower of London) begraben ist. Mit sowohl gemächlicher als auch sehr beeindruckender Sprachgewalt erzählt Ishiguro von der Zeit nach König Arthur's Vereinigung von Großbritanniens Stämmen unter einem Banner. Nach seinem Tod droht der friedfertige Einfluss des Königs auf Großbritannien so wie er selbst von diesem Land zu schwinden. Die Briten liegen wieder im Streit mit den Sachsen und alte Wunden von der Zeit des Gemetzels drohen aufzubrechen. Und doch ist das allen Protagonisten nicht gänzlich bewusst, da Ishiguro über alle Geschehnisse der Vergangenheit den Mantel des Vergessens legt. Niemand weiß genau, wer sich was zu schulden gekommen lassen hat und doch herrscht unter allen Bewohnern der Insel Misstrauen. Schon alleine um Ishiguro's bewährtes Konzept zu ergründen, warum er seine Protagonisten nicht über wichtige Vorgänge in ihrem Umfeld aufklärt, lohnt es sich dieses Buch zu lesen. Und trotz dem Auftauchen mehrerer Sagengestalten bleibt "Der begrabene Riese" am Boden der Tatsachen und schildert uns die Ereignisse aus der Sicht eines alten Ehepaares, das sich auf eine Reise macht - "There is a journey we must go on and no more delay" - in einer unaufgeregten aber dennoch atemberaubenden Geschichte. Am Schluss überwiegt wie bei allen bisherigen Romanen von Ishiguro mein Unverständnis über seine Faszination für die Frage: wie viel kann ich meinen Protagonisten zumuten ohne sie zu zerbrechen? Gekonnt tief ins Herz schneidend.
  • Lisa Tritscher
  • Buchhändler/-in

5/5

Among those dark satanic mills

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Der Buchtitel und das Wissen um Kazuo Ishiguro's bevorzugten Literaturschauplatz Großbritannien ließen mich als Fan der britischen Mythologie sofort an die tragische Sage "Bran der Gesegnete" denken, in der es um ebenjenen Riesen geht, der unter dem weißen Hügel Gwynfryn (heute: Tower of London) begraben ist. Mit sowohl gemächlicher als auch sehr beeindruckender Sprachgewalt erzählt Ishiguro von der Zeit nach König Arthur's Vereinigung von Großbritanniens Stämmen unter einem Banner. Nach seinem Tod droht der friedfertige Einfluss des Königs auf Großbritannien so wie er selbst von diesem Land zu schwinden. Die Briten liegen wieder im Streit mit den Sachsen und alte Wunden von der Zeit des Gemetzels drohen aufzubrechen. Und doch ist das allen Protagonisten nicht gänzlich bewusst, da Ishiguro über alle Geschehnisse der Vergangenheit den Mantel des Vergessens legt. Niemand weiß genau, wer sich was zu schulden gekommen lassen hat und doch herrscht unter allen Bewohnern der Insel Misstrauen. Schon alleine um Ishiguro's bewährtes Konzept zu ergründen, warum er seine Protagonisten nicht über wichtige Vorgänge in ihrem Umfeld aufklärt, lohnt es sich dieses Buch zu lesen. Und trotz dem Auftauchen mehrerer Sagengestalten bleibt "Der begrabene Riese" am Boden der Tatsachen und schildert uns die Ereignisse aus der Sicht eines alten Ehepaares, das sich auf eine Reise macht - "There is a journey we must go on and no more delay" - in einer unaufgeregten aber dennoch atemberaubenden Geschichte. Am Schluss überwiegt wie bei allen bisherigen Romanen von Ishiguro mein Unverständnis über seine Faszination für die Frage: wie viel kann ich meinen Protagonisten zumuten ohne sie zu zerbrechen? Gekonnt tief ins Herz schneidend.

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