Produktbild: Wasser
Band 6086

Wasser Knappheit, Klimawandel, Welternährung

Aus der Reihe Beck Paperback
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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

19248

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

23.12.2019

Abbildungen

mit 10 Abbildungen und 2 Tabellen

Verlag

C.H. Beck

Seitenzahl

207

Maße (L/B/H)

19,3/12,6/1,7 cm

Gewicht

208 g

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-406-68133-2

Beschreibung

Rezension

"Das lesenswerte Buch von Dieter Gerten gibt Denkanstöße und eröffnet dem Leser neue Perspektiven."

Dagmar Röhrlich, Deutschlandfunk, 30. April 2018

Produktdetails

Verkaufsrang

19248

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

23.12.2019

Abbildungen

mit 10 Abbildungen und 2 Tabellen

Verlag

C.H. Beck

Seitenzahl

207

Maße (L/B/H)

19,3/12,6/1,7 cm

Gewicht

208 g

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-406-68133-2

Herstelleradresse

C.H. Beck
Wilhelmstrasse 9
80801 München
DE

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Philipp Brandstötter

Thalia Linz – Landstraße

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4/5

Wenn in Frankreich auch schon was Wasser knapp wird

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

In vielen europäischen Ländern zeichnet sich eine schleichende Katastrophe an. Der schon wieder sehr schneearme Winter hat dazu geführt, dass in vielen Ländern unseres Kontinentes die Grundwasserspiegel erneut stark gesunken sind. Das hört sich im ersten Moment nicht allzu schlimm an, jedoch droht dies eine Katastrophe für viele Länder zu werden, die nicht über die notwendigen Reserven verfügen. Dieter Gerten, der Autor des hier vorliegenden Buches, zeigt anhand vieler Beispiele aus der ganzen Welt, wo diese Lage bereits ein großes Problem darstellt. Nicht nur unser großes Nachbarland Deutschland ist von diesem Problem betroffen. Auch andere, eigentlich reiche Länder, wie Frankreich oder Irland, haben hier massive Probleme mit der Wasserversorgung der Haushalte. Doch auch die Landwirtschaft, welche ihre Felder durch die immer häufigen auftretenden Dürreperioden immer öfter nicht und nur schlecht bewässern können, sind vor ein völlig neues Problem gestellt, welches so vor wenigen Jahrzenten noch nicht existierte. Das führt teilweise dazu, dass die Menschen in ländlichen Regionen zu sehr eigenartigen Mitteln greifen, um diesem Problem Herr zu werden. In der Stadt Perpignan im Süden Frankreichs haben die Landwirte daher schon zu einer sehr ungewöhnlichen Methode gegriffen, um endlich wieder Regen für ihre Felder zu bekommen. Sie haben erneut damit angefangen, einen mittelalterlichen Brauch (!) zu praktizieren, um das erhoffte Nass von Oben zu bekommen. Seit Kurzem wird dort wieder das Fest des "Heiligen Galderic" praktiziert, des Schutzpatrons der Bauern in der ländlichen Region. Ob das allerdings helfen wird, wage ich zu bezweifeln. Frankreich ist eines der bekanntesten Beispiele im Buch, wie auch reiche, westliche Länder immer mehr in den Sog der Dürreperioden hineingezogen werden. Vor wenigen Jahren noch waren es eher die Länder der Sahelzone oder Australiens, die von oft monatelangen Dürreperioden berichteten. In Italien etwa ist der Pegel des Gardasees so niedrig wie noch nie seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Die Felseninsel "San Biagio", welche eigentlich im Gardasee liegt, kann heuer zum ersten Mal in der modernen Geschichte bequem von Touristen zu Fuß vom Festland aus erreicht werden. Das hört sich lustig an, ist jedoch eigentlich traurig zu erfahren. In Paris gibt es neuerdings auch vermehrt Feinstaubalarm aufgrund der Trockenheit. Verschiedene Gemeinden und ganze Regionen überlegen nun, wie man auch hier besser ansetzen kann. Eine Überlegung wäre, das Wasser zu bestimmten Tageszeiten zu rationieren, andere Ideen beinhalten das Verbot von Befüllung von privaten Schwimmteichen oder das Untersagen von Autowäschen. Das ist, wenn man das so liest, eigentlich nur logisch - es braucht dafür ja eine ganze Menge Wasser, die sinnvoller eingesetzt werden könnte. Insgesamt ist es ein interessanter, aber nicht immer leicht zu lesender Titel. Auch die Vielzahl an Statistiken macht es mir als Laie schwer, alles problemlos nachzuvollziehen. Was mir leider gänzlich fehlt sind die Lösungsansätze, wie man diesem Problem erneut Herr werden kann - das wäre schon noch wichtig zu lesen. Ein Apell zum Wassersparen ist es definitiv keiner, eher ein nüchterner Tatsachenbericht ohne direkte Anklage der schuldigen Personen und Firmen.
  • Philipp Brandstötter
  • Buchhändler/-in

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4/5

Wenn in Frankreich auch schon was Wasser knapp wird

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

In vielen europäischen Ländern zeichnet sich eine schleichende Katastrophe an. Der schon wieder sehr schneearme Winter hat dazu geführt, dass in vielen Ländern unseres Kontinentes die Grundwasserspiegel erneut stark gesunken sind. Das hört sich im ersten Moment nicht allzu schlimm an, jedoch droht dies eine Katastrophe für viele Länder zu werden, die nicht über die notwendigen Reserven verfügen. Dieter Gerten, der Autor des hier vorliegenden Buches, zeigt anhand vieler Beispiele aus der ganzen Welt, wo diese Lage bereits ein großes Problem darstellt. Nicht nur unser großes Nachbarland Deutschland ist von diesem Problem betroffen. Auch andere, eigentlich reiche Länder, wie Frankreich oder Irland, haben hier massive Probleme mit der Wasserversorgung der Haushalte. Doch auch die Landwirtschaft, welche ihre Felder durch die immer häufigen auftretenden Dürreperioden immer öfter nicht und nur schlecht bewässern können, sind vor ein völlig neues Problem gestellt, welches so vor wenigen Jahrzenten noch nicht existierte. Das führt teilweise dazu, dass die Menschen in ländlichen Regionen zu sehr eigenartigen Mitteln greifen, um diesem Problem Herr zu werden. In der Stadt Perpignan im Süden Frankreichs haben die Landwirte daher schon zu einer sehr ungewöhnlichen Methode gegriffen, um endlich wieder Regen für ihre Felder zu bekommen. Sie haben erneut damit angefangen, einen mittelalterlichen Brauch (!) zu praktizieren, um das erhoffte Nass von Oben zu bekommen. Seit Kurzem wird dort wieder das Fest des "Heiligen Galderic" praktiziert, des Schutzpatrons der Bauern in der ländlichen Region. Ob das allerdings helfen wird, wage ich zu bezweifeln. Frankreich ist eines der bekanntesten Beispiele im Buch, wie auch reiche, westliche Länder immer mehr in den Sog der Dürreperioden hineingezogen werden. Vor wenigen Jahren noch waren es eher die Länder der Sahelzone oder Australiens, die von oft monatelangen Dürreperioden berichteten. In Italien etwa ist der Pegel des Gardasees so niedrig wie noch nie seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Die Felseninsel "San Biagio", welche eigentlich im Gardasee liegt, kann heuer zum ersten Mal in der modernen Geschichte bequem von Touristen zu Fuß vom Festland aus erreicht werden. Das hört sich lustig an, ist jedoch eigentlich traurig zu erfahren. In Paris gibt es neuerdings auch vermehrt Feinstaubalarm aufgrund der Trockenheit. Verschiedene Gemeinden und ganze Regionen überlegen nun, wie man auch hier besser ansetzen kann. Eine Überlegung wäre, das Wasser zu bestimmten Tageszeiten zu rationieren, andere Ideen beinhalten das Verbot von Befüllung von privaten Schwimmteichen oder das Untersagen von Autowäschen. Das ist, wenn man das so liest, eigentlich nur logisch - es braucht dafür ja eine ganze Menge Wasser, die sinnvoller eingesetzt werden könnte. Insgesamt ist es ein interessanter, aber nicht immer leicht zu lesender Titel. Auch die Vielzahl an Statistiken macht es mir als Laie schwer, alles problemlos nachzuvollziehen. Was mir leider gänzlich fehlt sind die Lösungsansätze, wie man diesem Problem erneut Herr werden kann - das wäre schon noch wichtig zu lesen. Ein Apell zum Wassersparen ist es definitiv keiner, eher ein nüchterner Tatsachenbericht ohne direkte Anklage der schuldigen Personen und Firmen.

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