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Produktbild: Die vertrauten Sterne der Heimat

Die vertrauten Sterne der Heimat

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

18.03.2015

Verlag

Wieser Verlag

Seitenzahl

160 (Printausgabe)

Dateigröße

1203 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783990470176

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

Dieses eBook können Sie uneingeschränkt auf allen Geräten der tolino Familie, allen sonstigen eReadern und am PC lesen. Das eBook ist nicht kopiergeschützt und kann ein personalisiertes Wasserzeichen enthalten. Weitere Hinweise zum Lesen von eBooks mit einem personalisierten Wasserzeichen finden Sie unter Hilfe/Downloads.

Family Sharing

Ja

Mit Family Sharing können Sie eBooks innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Buch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Lesen durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um eBooks zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei Thalia oder einem anderen tolino-Buchhändler haben. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Family-Sharing.

Text-to-Speech

Ja

Bedeutet Ihnen Stimme mehr als Text? Mit der Funktion Text-to-Speech können Sie sich im tolino webReader und in der aktuellen Thalia – Lesen & Hören App das eBook vorlesen lassen. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Text-to-Speech.

Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Erscheinungsdatum

18.03.2015

Verlag

Wieser Verlag

Seitenzahl

160 (Printausgabe)

Dateigröße

1203 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783990470176

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Ralf Rother

Thalia Wien – Mariahilfer Straße

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5/5

Wie wir lieben in ferner Nähe

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Welche Sprache sprechen wir, um anzukommen? Welche Sprache sprechen wir, um bei anderen Menschen ein Gehör zu finden, um unter Freunde dazuzugehören, um einen Ort zu finden, an dem wir leben und wohnen wollen? Welche Sprache sprechen wir, wenn wir lieben? Von welchen Sternen berichtet uns Stanislav Struhar, wenn er von vertrauten Sternen schreibt? Was verheißen uns die vertrauten Sterne der Heimat? Stanislav Struhar erzählt von einer jungen Frau namens Sibylle, deren verstorbene österreichische Mutter sich vormals in Ligurien, im Bergdorf Bajardo, niederließ. Wie Wegmarken leuchten für Sibylle in der Abgeschiedenheit der entrückten Landschaft in Ferne vertraute Sterne: Das Grab der Mutter, der Klang der Wörter ihrer Sprache und die wenigen Touristen, die aus dem Land der Mutter, sich hierher in die italienische Wildnis verirren. Sprache, Muttersprache, die tote Mutter, das Grab, die kleine Landidylle des Bergdorfes und die Reisenden liegen eng beieinander. Sibylle verliebt sich in der größeren und touristisch überlaufenden Stadt San Remo in Pascal, in einen jungen Mann, der aus Monaco kommt. Während er Sibylle in die glitzernde Welt ziehen und dort festhalten will, in der sie schon ihre Arbeit fand, wird sie von den vertrauten, dennoch fernen Sternen der Heimat angezogen. Pascals Welt der großen Stadt, mit all den Auslagen der Geschäfte und dem Trubel der Menschen, die vom Fetisch der Ereignisse beherrscht werden, kontrastiert Stanislav Struhar mit der Erfahrung eines Zusammenseins in der Fremde und mit Fremden. Stanislav Struhar erzählt nicht, fast nichts. Er berichtet und erklärt nichts. Sein Roman beginnt mit keiner Handlung, die zu einem Ende oder zu einem Anschluss führt. „Die Sonne sank schon hinter den Baumkronen, der Wind legte sich. Eine Brise atmete von den Bergkämmen, sie war still wie die nahen Wolken, die gegen Bajardo zogen. Unter dem sattgrünen Gezweig wurden die Düfte des Frühlings zart, wohltuend mutete die abendliche Kühle an.“ Der Sinn unseres Zusammenlebens, beginnt nicht da oder dort. Wir leben auch nicht mit unseresgleichen, sondern mit Anderen zusammen. Pascal, der Sibylle nah erscheint und ihr begehren weckt, ist ihr gänzlich fern. Jedoch sind ihr die viel jüngere Teresa, die tote Mutter und der entfernt in Linz lebende Frederick viel näher. Stanislav Struhar beschreibt ein Zusammenleben, das abschweift, indem er beschreibend abschweift. Er gibt den Menschen wie den Dingen in seinen Beschreibungen Raum, indem er von ihnen ablässt. So können die vertrautesten Sterne der Heimat nur leuchten, wenn sie von Ferne ihr Licht abgeben.
  • Ralf Rother
  • Buchhändler/-in

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Wie wir lieben in ferner Nähe

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Welche Sprache sprechen wir, um anzukommen? Welche Sprache sprechen wir, um bei anderen Menschen ein Gehör zu finden, um unter Freunde dazuzugehören, um einen Ort zu finden, an dem wir leben und wohnen wollen? Welche Sprache sprechen wir, wenn wir lieben? Von welchen Sternen berichtet uns Stanislav Struhar, wenn er von vertrauten Sternen schreibt? Was verheißen uns die vertrauten Sterne der Heimat? Stanislav Struhar erzählt von einer jungen Frau namens Sibylle, deren verstorbene österreichische Mutter sich vormals in Ligurien, im Bergdorf Bajardo, niederließ. Wie Wegmarken leuchten für Sibylle in der Abgeschiedenheit der entrückten Landschaft in Ferne vertraute Sterne: Das Grab der Mutter, der Klang der Wörter ihrer Sprache und die wenigen Touristen, die aus dem Land der Mutter, sich hierher in die italienische Wildnis verirren. Sprache, Muttersprache, die tote Mutter, das Grab, die kleine Landidylle des Bergdorfes und die Reisenden liegen eng beieinander. Sibylle verliebt sich in der größeren und touristisch überlaufenden Stadt San Remo in Pascal, in einen jungen Mann, der aus Monaco kommt. Während er Sibylle in die glitzernde Welt ziehen und dort festhalten will, in der sie schon ihre Arbeit fand, wird sie von den vertrauten, dennoch fernen Sternen der Heimat angezogen. Pascals Welt der großen Stadt, mit all den Auslagen der Geschäfte und dem Trubel der Menschen, die vom Fetisch der Ereignisse beherrscht werden, kontrastiert Stanislav Struhar mit der Erfahrung eines Zusammenseins in der Fremde und mit Fremden. Stanislav Struhar erzählt nicht, fast nichts. Er berichtet und erklärt nichts. Sein Roman beginnt mit keiner Handlung, die zu einem Ende oder zu einem Anschluss führt. „Die Sonne sank schon hinter den Baumkronen, der Wind legte sich. Eine Brise atmete von den Bergkämmen, sie war still wie die nahen Wolken, die gegen Bajardo zogen. Unter dem sattgrünen Gezweig wurden die Düfte des Frühlings zart, wohltuend mutete die abendliche Kühle an.“ Der Sinn unseres Zusammenlebens, beginnt nicht da oder dort. Wir leben auch nicht mit unseresgleichen, sondern mit Anderen zusammen. Pascal, der Sibylle nah erscheint und ihr begehren weckt, ist ihr gänzlich fern. Jedoch sind ihr die viel jüngere Teresa, die tote Mutter und der entfernt in Linz lebende Frederick viel näher. Stanislav Struhar beschreibt ein Zusammenleben, das abschweift, indem er beschreibend abschweift. Er gibt den Menschen wie den Dingen in seinen Beschreibungen Raum, indem er von ihnen ablässt. So können die vertrautesten Sterne der Heimat nur leuchten, wenn sie von Ferne ihr Licht abgeben.

Meinung aus der Buchhandlung

Die vertrauten Sterne der Heimat

von Stanislav Struhar

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