Produktivität deverbaler Substantive auf ¿(er)ei: Quantitative Untersuchung in einem diachronischen Zeitungstext-Korpus

Produktivität deverbaler Substantive auf ¿(er)ei: Quantitative Untersuchung in einem diachronischen Zeitungstext-Korpus

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Produktivität deverbaler Substantive auf ¿(er)ei: Quantitative Untersuchung in einem diachronischen Zeitungstext-Korpus

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eBook

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ab 39,99 €

Beschreibung

Details

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

12.02.2015

Verlag

Disserta

Seitenzahl

250

Maße (L/B/H)

27/19/1,6 cm

Beschreibung

Details

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

12.02.2015

Verlag

Disserta

Seitenzahl

250

Maße (L/B/H)

27/19/1,6 cm

Gewicht

593 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-95425-960-1

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Textprobe:
Kapitel 3. Zur Korpuserstellung & Belegerhebung:
Was ist ein Korpus? Unter Sprachwissenschaftlerinnen (vgl. McEnery/Wilson 2005, Hunston 2002, Kennedy 1998, Bergenholtz/Mugdan 1989, Schank, 1973) wird diese Frage lebhaft diskutiert. Eine sehr allgemeine Definition, der ich mich in dieser Arbeit anschließen möchte, liefern Bergenholtz/Mugdan (1989: 141). Danach ist ein Korpus [...] eine begrenzte Sprachdatenmenge einer Sprache, die ausschließlich aus (geschriebenen und/oder gesprochenen) Texten oder Teiltexten besteht. Der Vorteil dieser lockeren Eingrenzung ist, dass sie Linguistinnen viel Interpretationsspielraum lässt. Der Nachteil: Es wird nicht geklärt, welche Texte genau in ein Korpus aufgenommen werden dürfen. Müssen beispielsweise Korpustexte tatsächlichen Kommunikationssituationen entstammen oder dürfen auch experimentell gewonnene oder selbst gebildete Texte verwendet werden? Dieser Diskurs ist einer der Hauptstreitpunkte der Korpustheoretikerinnen (vgl. Bergenholtz/Mugdan 1989). Ein Streitpunkt, der allerdings im Rahmen dieser Arbeit nicht berücksichtigt werden muss, da hier vielmehr die Notwendigkeit im Vordergrund steht, mithilfe der Korpusanalyse nachvollziehbare Ergebnisse zu erhalten. Die Ergebnisse können nur dann nachvollziehbar sein, wenn es auch das Korpus ist, aus dem sie gewonnen wurden. Zentral für Untersuchungen wie diese ist es darum, Kriterien festzulegen, nach denen ein Korpus erstellt wird und anhand derer sich ein ähnliches Korpus erstellen ließe (mit welchem wiederum ähnliche Ergebnisse gewonnen werden könnten). Letztlich hängt es auch von den Designkriterien eines Korpus ab, wie die Ergebnisse der Korpusanalyse im sprachwissenschaftlichen Kontext eingeordnet werden müssen. Ihre Aussagekraft steht in direktem Bezug zum Korpusdesign. So wäre es beispielsweise absurd zu versuchen, mit einem Korpus mittelhochdeutscher Lyriktexte Rückschlüsse auf die Verwendung syntaktischer Strukturen in Zeitungstexten der deutschen Gegenwartssprache ziehen zu wollen. Im ersten Teil dieses Kapitels werden darum Korpusdesign-Kriterien erarbeitet, die als theoretische Grundlage für den Korpusaufbau dieser Arbeit dienen. Im zweiten Teil folgt ihre Anwendung bei der Korpuserstellung und die Beschreibung der Belegerhebung. Abschließend wird Stellung dazu bezogen, wie die Aussagekraft der Untersuchungsergebnisse beurteilt werden muss.
Kapitel 3.1. Korpusdesign-Kriterien:
Das Korpus, das für diese Arbeit erstellt wurde, sollte Aussagen über die Veränderung der Produktivität des WBT -(er)ei von 1800 bis 2000 ermöglichen und diese Aussagen sollten größtmögliche Gültigkeit haben. Die beiden für die Erstellung wichtigen Korpusdesign-Kriterien waren somit Umfang und Repräsentativität. Da es den Rahmen dieser Arbeit gesprengt hätte, selbst Texte elektronisch zu erfassen, wurde für die Erstellung dieses Korpus auf die Textsammlungen am Institut für Deutsche Sprache (IDS) in Mannheim zurückgegriffen. Dadurch erübrigt es sich, sich mit einem dritten von Linguistinnen geforderten Designkriterium auseinanderzusetzen: der Forderung nach Ausgewogenheit. Die Textsammlungen am IDS wurden bereits unter Berücksichtigung dieses Kriteriums erstellt.
Kapitel 3.1.1. Umfang:
Der Umfang des Korpus war in zweierlei Hinsicht von Bedeutung. Er muss (i) einen bestimmten Zeitraum abdecken (von 1800 bis zur Gegenwart) und (ii) groß genug sein, um Belege in ausreichender Menge zu finden. Der notwendige Umfang eines Korpus orientiert sich immer daran, was untersucht werden soll (vgl. Bergenholtz/Mugdan 1989). Stark produktive Wortbildungstypen wie -(er)ei sind eher unproblematisch, da davon ausgegangen werden kann, dass das Suffix häufig vorkommt. Darum genügt bei solchen WBT bereits ein kleineres Korpus, um eine aussagekräftige Anzahl an Belegen zu erhalten. In dieser Arbeit kam erleichternd hinzu, dass anhand der Belege keine Aussage darüber getroffen werden sollte, wie häufig bzw. mit welc
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