In einem entvölkerten Amerika versucht eine Handvoll Überlebende die Zivilisation zu retten. Ihr Gegenspieler ist eine mythische Gestalt, die man den Dunklen Mann nennt, eine Verkörperung des absolut Bösen. In der Wüste Nevada kommt es zum Entscheidungskampf um das Schicksal der Menschheit.
Kundinnen und Kunden meinen
4.8/5.0
Bewertung
5/5
20.07.2020
eBook (ePUB)
Eine der besten Endzeit-Dystopien
Obwohl "The Stand" schon 1978 erstmals erschienen ist, liest man diesen Klassiker der Moderne heute mit ganz anderen Augen. Ein von Menschen gemachter Virus tötet den Großteil der Bevölkerung. Vor welchen Aufgaben und Herausforderungen steht ein kleiner Rest von Überlebenden? Spannend von der ersten bis zur letzten Seite!
BluestoneBlog
5/5
01.11.2018
eBook (ePUB)
Zurecht der Liebling vieler King-Fans
In Stephen Kings „Das letzte Gefecht“ wird die Frage gestellt, was mit den verbleibenden Menschen passiert, wenn eine Katastrophe den Großteil der Bevölkerung auslöscht. In diesem Fall sogar eine selbst kreierte.Nach dem Ausbruch von Captain Trips, eine schnell wandelnde und bei Ansteckung zu 100 % tödliches Supergrippe, stirbt innerhalb von kurzer Zeit fast die gesamte amerikanische Bevölkerung. Die Geschichte dreht sich nun um die letzten Überlebenden und ihren Kampf gegen ganz neue Widrigkeiten.
Zu Beginn des Buches nimmt sich Stephen King viel Zeit, den Verlauf von Captain Trips eindrucksvoll zu beschreiben. Von den Versuchen der Eindämmung und Verheimlichung durch das Militär, über die rasende Ausbreitung bis hin zu dem unaufhaltsamen Tod der Bevölkerung. Gefallen haben mir hier die kurzen Geschichten, teilweise nur ein kleiner Ausschnitt aus dem Alltag einer Person, die zeigten, wie schnell sich die Grippe verbreiten konnte und wie sie das Schicksal der Menschen besiegelt haben. Bewusst nimmt er sich hierfür viel Zeit und springt nicht an die Stelle der Geschichte, an der die meisten bereits tot sind. In diesem Abschnitt werden auch die Protagonisten vorgestellt, deren Weg man durch das Buch begleiten soll.
Die Protagonisten sind dabei hervorragend gelungen. Sei es nun Glen Bateman, der Mülleimermann oder Harold Lauder, alle auftretenden Personen haben eine ganz eigene Persönlichkeit und gehen auf ganz unterschiedliche Weise mit den Folgen der Epidemie um. Jeder für sich wirkt in seinem Handeln glaubhaft und durchlebt im Laufe der Zeit einen Wandeln, den man durch die wechselnden Perspektiven sehr gut miterleben kann. Dadurch wachsen einen die Charaktere auch ans Herz und die ständig währende Bedrohung für sie kommt noch besser zur Geltung. Die Perspektivwechsel sind durch die gut ausgearbeiteten Charaktere angenehm, man erkennt gleich die Person wieder, aus deren Sicht nun erzählt wird.
Ihre Monologe wie auch später die Dialoge zu verfolgen, hat für mich einen großen Reiz des Buches ausgemacht. Ihre Reaktionen, wenn alle um sie herum sterben und sie selbst einsam überleben, die damit verbundene seelische Belastung und auch die Gedanken, die alle über die Zukunft haben.
Denn genau diese Frage wirft Stephen King in seinem Buch auf: wie es weitergehen kann, wenn nur noch ein kleiner Teil der Bevölkerung überlebt. Ob sich eine neue Gesellschaft bilden kann und wie diese ausschauen könnte. Ob sie friedlich sein wird. Aber auch die trivialen Dinge unseres Alltags, die plötzlich zu schier unlösbaren Problem und Gefahren werden können, wenn Gewohntes wie fließend Wasser, Strom oder die Krankenversorgung nicht aufrecht erhalten werden kann.
Über das gesamte Buch hinweg wird man zum Mitdenken eingeladen, da schon angefangen beim Krankheitserreger nichts weit hergeholt scheint. Vielmehr ist es greifbarer, als einem manchmal lieb ist.
Der Kampf der Überlebenden in einer postapokalyptischen Welt ist jedoch nur ein Teil des Buches. Denn sammelt sich das Böse in Nevada, in der Sündenstadt schlechthin, und bereitet sich auf einem Kampf von Gut gegen Böse vor. Der dunkle Mann, die Verkörperung des Bösen, stellt einen würdigen und extrem gefährlichen Antagonisten für die letzte große Schlacht der Menschheit dar. Seine Methoden, sein Einfluss auf andere sowie sein eigener Verlauf in der Geschichte passen sehr gut in die Welt und bilden eine weitere übermächtige Bedrohung in einer Welt, die eigentlich schon genug gestraft sein sollte.
Die Vorbereitung für das namensgebende letzte Gefecht bis zum großen Höhepunkt zu verfolgen, war auch überwiegend wunderbar gelungen. Hier störte mich nur eine Sache, das würde jedoch zu sehr vorgreifen. Dennoch findet das Buch nach einer spannenden, abwechlungsreichen und dramatischen Reise dann auch ein sehr würdiges Ende.
Alles in allem habe ich es sehr genossen, den Roman zu lesen und kann nun auch sehr gut verstehen, warum dieses Werk von vielen King-Fans der absolute Favorit ist. Der Schreibstil ist wunderbar flüssig, wenn man sich an die manchmal etwas derbere Formulierung Kings gewöhnen kann, und lässt einen in Verbindung mit der wunderbaren Geschichte das Buch förmlich verschlingen.
Jeder, der sich auf den Roman einlassen kann, wird ganz bestimmt nicht enttäuscht werden.
Bewertung
aus Bern
5/5
12.02.2017
eBook (ePUB)
Grossartiges Buch
Stephen King schreibt wahnsinnig lebendig und ehrlich. Besonderes finde ich, die verschiedenen Charakteren die in diesem Buch vorkommen, jeder einzigartig und man lernt sie von Grund auf kennen. Ich kann jedem das Buch wärmstens empfehlen!!
Bewertung
4/5
03.01.2021
eBook (ePUB)
"Wie ein kleiner böser Welpe."
Stephen King schafft in THE STAND eine Atmosphäre über einen Virus, der bis zu 99% der Menschheit ausgelöscht hat und die Überlebenden zwingt eine neue Gesellschaft aufzubauen, sofern diese überhaupt aufeinandertreffen. Doch King, wäre nicht King, wenn hier nicht der Teufel selbst und das Gute in Form von Gott vielleicht auch noch eine Rolle spielen. THE STAND überzeugt vor allem mal wieder durch die Charaktere, wonach ich vor allem dem Antagonisten "Randall Flagg" als auch Harold Lauder einiges abgewinnen konnte. King baut in zwei recht eigenständigen Kapiteln auch zwei verschiedene Töne in dieses Werk ein, wonach das eine beklemmender kaum wirken könnte während ein anderes voll so bitterbösem Humor strotzt, dass es einem ungewollt zum lachen bringt. Ein kleiner Monolith von einem Buch und dabei ein spannender, gemeiner, realistischer und dann wieder mit bitterbösem Humor gepaarten Roman, der vor allem in den ersten beiden Teilen ausreichend zu unterhalten wusste. Das Finale war mir ein wenig zu schwach und am Ende zu kitschig, aber das verzeihe ich in der Gesamtnote gerne.
K. C.
4/5
29.12.2017
eBook (ePUB)
Starkes Buch!
"The Stand" ist ein absolut faszinierendes Buch. Das Buch ist in 3 Abschnitte unterteilt. Im ersten Abschnitt beschreibt King wie eine tödliche Grippe, vom Militär gezüchtet, durch eine unglückliche Aneinanderreihung von Zufällen ausbricht. Dabei führt King die grandiosen Charaktere ein und beschreibt wie diese den Ausbruch der Grippe, welche über 99% der Menschheit auslöscht, erleben. Diese Charaktere sind allesamt immun gegen die Grippe. Der erste Teil ist sehr realistisch und könnte ein durchaus potentielles reales Szenario beschreiben, was durchaus möglich ist.
Der zweite Teil im Buch beschreibt wie die Überlebenden sich in zwei Gruppen (Gut und Böse) aufteilen und organisieren. Hier lässt King erstmal Horror, aber auch Fantasy Aspekte, einfließen. Die Gruppe der Guten versammelt sich um eine 108jährige Farbige Frau (Mutter Abigail) in Nebraska. Die Gruppe der Bösen versammelt sich in Las Vegas um den dunklen Mann, den man Randall Flagg nennt. Beide erscheinen den Überlebenden jeweils in Träumen und so versuchen sie (Abigail und Flagg) die Überlebenden zu sich zu lotsen.
Der dritte Teil beschreibt "das letzte Gefecht" - wie "Gut" und "Böse" aufeinander treffen und sich bekämpfen.
Nun... Die Geschichte des Buches ist konstant gut. Sie ist sogar überdurchschnittlich gut und sehr einfallsreich! Das Ende dürfte nicht Jedem gefallen, aber es ist sehr einfallsreich, stichwort: Mülleimermann. Meiner Meinung aber glänzt das Buch nicht durch seine Geschichte, sondern durch seine unfassbar vielen und unterschiedlichen Charakteren. Ich habe selten ein Buch gelesen, welches mit solchen starken Charakteren glänzt.
Am Anfang des Buches hat King ein Vorwort verfasst. Dort schreibt er, dass dieses Edition des Buches 400 Seiten länger ist, als die ehemalige Ausgabe. Das liegt daran, dass dem Verlag damals das Buch zu lang war. Erst 1990 konnte er das Buch in vollem Umfang veröffentlichen. Dabei hat er es auch überarbeitet. Diese Überarbeitung hat sich gelohnt. King musste damals eine ganze Passage streichen, in dem der Charakter "The Kid" vorkommt. "The Kid" ist meiner Meinung nach der stärkste Charakter im Buch. Leider widmet das Buch diesem Charakter nur einen kurzen Abschnitt. Ich bin der Meinung, dass "The Kid" ein eigenes Buch verdient hätte. Aber davon muss sich jeder selbst überzeugen.
Was noch interessant ist: King lässt soziologische Aspekte in das Buch einfließen und zeigt, abseits der Horror- und Fantasy-Aspekte, sehr realistische Darbietungen auf, auf welche Art und Weise sich Menschen nach einer derartigen Katastrophe wieder organiseren, sprich: Gesellschaftsform, vorhandenes Wissen, Waffen, Krieg etc..
Also: Lesen und genießen !
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