In einem entvölkerten Amerika versucht eine Handvoll Überlebende die Zivilisation zu retten. Ihr Gegenspieler ist eine mythische Gestalt, die man den Dunklen Mann nennt, eine Verkörperung des absolut Bösen. In der Wüste Nevada kommt es zum Entscheidungskampf um das Schicksal der Menschheit.
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Ein absolutes Meisterwerk
Jana SternSplitter am 23.05.2026
Bewertungsnummer: 3146458
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht, wie ich dieses Buch, mit seinen 1700 Seiten, vernünftig beschreiben soll, vor allem, ohne dabei komplett dramatisch durchzudrehen, aber okay, ich versuche es mal, denn das Buch war einfach der absolute Hammer.
Also meiner Meinung nach handelt es sich hierbei nicht nur um einen schlichten Endzeitroman. Nein, hier wurde eine ganze Welt absolut präzise zerlegt, dabei blieben halt ein paar Überlebende zurück, und dann hieß es einfach ganz getreu dem Motto: Schauen wir mal, was mit euch passiert.
Tja, da saß ich nun mit dem dicken Wälzer und dachte erstmal, vielen Dank für nichts, du Meister, denn das kann doch nur schiefgehen, wozu also 1700 Seiten? Da kann ich euch direkt sagen: Dieses Werk dürfte kein Stück kürzer sein. Und was mich wirklich komplett umgehauen hat, war mal wieder die Ausarbeitung der Charaktere. Die waren halt nicht einfach nur da, damit irgendwelche Trottel durch eine zerstörte Welt stapfen. Nein, die haben bei mir gefühlt so richtig geatmet, gelitten und gehofft. Es fühlte sich so real an, dass ich fast erwartete, ein paar von ihnen würden gleich bei mir klingeln und fragen, ob ich noch irgendwelche Konserven im Schrank habe.
Besonders Tom Cullen und Nick Andros haben mein Herz richtig tiefgreifend berührt. Nick hatte diese stille und ruhige Art, die mich beim Lesen einfach unglaublich geerdet hat. Und Tom erst. Ach Tom, du liebenswürdiger, zurückgebliebener Kerl. Den wollte ich zwischendurch am liebsten einfach nur in eine warme Decke einmummeln und trösten. Besonders diese Verbindung zwischen Nick und Tom war für mich eines der schönsten Dinge im ganzen Buch, wobei es so unglaublich viele intensive Momente gab.
Und dann kommt da auch noch so ein unglaublich cooler Randall Flagg um die Ecke. Der Dunkle Mann. Oder wohl besser gesagt das pure Böse auf zwei Beinen. Und trotzdem dachte ich mir so: Na ja .... irgendwie hat er schon was. Schlimm, ich weiß. Aber genau das macht ihn so genial. Er ist nicht einfach nur böse, und fertig ist die Laube. Er ist echt unheimlich, gefährlich, manipulativ und dabei leider auch noch so unfassbar anziehend. Ich wäre wahrscheinlich wie warmes Wachs in seinen Händen zerflossen und hätte dabei noch gedacht: Ach komm, wird schon so richtig sein. Absolut beängstigend, ich weiß, aber eben auch faszinierend, zumindest für mich.
Letztlich war die ganze Atmosphäre einfach der Wahnsinn. Die verlassenen Städte, diese beklemmende Stille und natürlich dieses Gefühl, dass die Welt fast komplett ausgelöscht wurde, einfach mal so in Rekordzeit. Gleichzeitig gab es dann aber auch immer wieder Momente, die soooo warm, witzig und unglaublich menschlich waren. Und genau dadurch hat mich das Buch so eiskalt erwischt.
Für mich ist es eine Geschichte darüber, was uns Menschen alle ausmacht, wenn alles andere plötzlich wie durch ein Fingerschnippen wegbricht. Wer sind wir dann wirklich, wenn keiner mehr hinschaut? Ganz ehrlich, ich werde wohl noch lange an diese Geschichte zurückdenken. Für mich ist es ein absolutes Meisterwerk.
Immer noch Wahnsinn
Emma´s Bookhouse aus Berlin am 19.03.2026
Bewertungsnummer: 3082548
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Re-Read
Nachdem ich das Ende der Welt, wie wir sie kennen, gelesen hatte, habe ich richtig Lust darauf bekommen, The Stand noch einmal zu lesen.
Es ist mein absolutes Lieblingsbuch vom Meister und auch nach mindestens 20 Jahren (wahrscheinlich ist es länger her, als ich es gelesen hatte) hat es immer noch seinen Charme.
Als die Charaktere, die ich wiedergetroffen habe, Stu, Fran, Nick, Tom und noch so viele mehr, waren, war es fast wie nach Hause kommen.
Eine Geschichte um Gut und Böse. Ein Virus löscht fast ganz Amerika aus und die letzten Überlebenden schließen sich entweder dem Guten oder dem Bösen an.
Eine ausschweifende Geschichte, wie man es von King kennt. Nicht umsonst hat meine Ausgabe über 1400 Seiten, die neueren Auflagen sogar 1700 Seiten, aber da ist nur die Schrift größer, also die gleiche Geschichte.
Man lernt viele Charaktere lieben und tatsächlich auch auf der bösen Seite. Charaktere kommen und gehen, bei einigen tut es vielleicht weh und bei anderen ist man froh. Aber ich will auch nicht zu viel verraten.
Das Ende hat mich wieder richtig mitgerissen. Die letzten 200 Seiten waren sowas von fesselnd.
Da dies mein Lieblingsbuch vom Meister ist, kann ich hier nur 5 von 5 Sternen geben.
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