Produktbild: Klack

Klack Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

09.02.2015

Verlag

Kiepenheuer & Witsch

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

19,1/12,6/1,4 cm

Gewicht

171 g

Farbe

Aubergine / Lichtgrau

Auflage

4. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-462-04684-7

Warnhinweis

nicht erforderlich.

Beschreibung

Rezension

»Deutsche Nachkriegs-Nostalgie mit Witz […] ein genussvoller Spaß, weil Modick nicht nur präzise erzählt, sondern sich auch traut, zuweilen sehr, sehr komisch zu sein.« ("stern")
»Modick beschreibt das kleinbürgerliche, engstirnige Nachkriegsmilieu wunderbar anschaulich und mit sehr viel stillem Humor. [...] ein Stimmungspanorama, das auch später Geborenen den Geist der Zeit nahebringt.« ("Weser-Kurier")
»Klaus Modicks neues Buch […] überzeugt als bittersüße Geschichte aus den 60er Jahren. […] Kein Rückblick übrigens in Kitsch, sondern fein durchbrochene Lust an Vergangenheit.« ("nwzonline.de")
»Ein realitätsgesättigter, unangestrengter, gut lesbarer Roman, der unterhält und dabei doch die Frage nach den Mustern stellt, die jede Generation auf unterschiedliche Weise bestimmen.« ("Deutschlandfunk Büchermarkt")

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

09.02.2015

Verlag

Kiepenheuer & Witsch

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

19,1/12,6/1,4 cm

Gewicht

171 g

Farbe

Aubergine / Lichtgrau

Auflage

4. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-462-04684-7

Herstelleradresse

Kiepenheuer & Witsch GmbH
Bahnhofsvorplatz 1
50667 Köln
DE

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  • Bewertung

    5/5

    12.10.2015

    Buch (Taschenbuch)

    Es war einmal

    Mit sehr viel Vergnügen habe ich die Erinnerungen von Markus verfolgt,vielleicht weil ich zur gleichen Zeit groß geworden bin. Auf der Osterkirmes gewinnt der 15 jährige Markus eine Kamera ,die "Agfa Clack".Er hält von nun an alle, für ihn wichtigen Ereignisse, im Bild fest. Jetzt, Jahre später, findet er die Kamera beim Aufräumen des Speichers,zusammen mit Fotos und anderen Relikten aus seiner Jugendzeit. Markus wächst in der norddeutschen Provinz zusammen mit der älteren Schwester Hanna,seinen Eltern und der Großmutter auf. Während er mit den ersten Problemen der Pubertät kämpft,geht in seiner Familie alles den gewohnten Gang.Sein Vater lebt von den Kriegserinnerungen,die Großmutter tyrannisiert die Familie und Hanna macht dem jüngeren Bruder das Leben schwer.Sein Leben ändert sich,als die italienische Familie Tinotti in dem kleinen Ort eine Eisdiele eröffnet. Er verliebt sich in Clarissa ,die seine Liebe aber nicht erwidert. Der Autor schildert auf sehr eindrigliche Weise die Höhen und Tiefen dieser unerfüllten Liebe .Auch die politische Situation( Mauerbau,Kubakrise,)wird beleuchtet. Besonders gut gefiel mir ,daß der Autor sich auch der Jugendsprache von damals bediente.Was heute "geil und krass"ist ,war früher "dufte und knorke".Diese Worte sind aus dem heutigen Sprachgebrauch vollständig verschwunden.Auch die alten Schlagertexte weckten bei mir viele Erinnerungen. Das einzige Manko in meinen Augen war ,daß man nichts über das spätere Leben des Protagonisten erfährt. Buchtitel: Klack

  • Bewertung

    5/5

    20.02.2015

    Buch (Taschenbuch)

    Kennen Sie noch die Agfa Clack?

    Von 1954 bis 1965 produzierte die Firma Agfa ihre sogenannte Box-Kamera Clack. Der Name war Programm, denn das Geräusch, das die Kamera beim Auslösen machte, war „Klack“! Und da eine Agfa Clack eine große Bedeutung in dem neuen Buch von Klaus Modick spielt, hat er dem Buch diesen Titel gegeben. Ich habe Ihnen von Klaus Modick vor nicht langer Zeit den Roman „Sunset“ vorgestellt, welcher mir sehr gut gefallen hatte. Als jetzt das neue Buch von ihm angekündigt wurde, interessierte es mich natürlich auch wieder. Sehr erstaunlich für mich war, dass dieses Buch komplett anders ist. In „Sunset“ erzählte er eine Geschichte, die sich mit Lion Feuchtwanger und Bert Brecht beschäftigte, in seinem neuen Roman erzählt er eine Geschichte aus der Zeit des deutschen Wirtschaftswunders. Die Hauptperson ist Markus. Der Roman beginnt damit, dass der Ich-Erzähler nach einem Gewitterschaden auf dem Dachboden einen Karton mit alten Fotos entdeckt. Und dann versinkt er in den Erinnerungen und erzählt uns die Geschichten, die sich hinter den 15 Bilder verbergen. Die Kamera hat er per Zufall auf einer Tombola auf einem Jahrmarkt 1961 gewonnen als er 15 Jahre alt war. Und die Bilder erzählen die Geschichte aus 2 Jahren, der Zeit, wo er sich das erste Mal verliebt hat. In Deutschland geht es wieder aufwärts, trotzdem ist der 2. Weltkrieg noch nicht vergessen. Markus lebt mit seinen Eltern und seiner älteren Schwester zusammen im Haus der Großmutter mütterlicherseits. Der bereits verstorbene Großvater war Richter, der Vater Soldat im 2. Weltkrieg und hat den Russland-Feldzug mitgemacht. Es ist eine Gesellschaft im Aufbruch. Markus Schwester wird langsam flügge, aber gerade die Großmutter ist extrem darauf bedacht, dass alles seinen ordentlichen, geregelten Gang geht. Sie hat in der Familie das Sagen. Was sollen die Nachbarn sonst denken. Markus entdeckt langsam die Mädchen und damit auch die Sexualität für sich. Dies wird besonders problematisch, als im Nachbarhaus plötzlich eine italienische Familie einzieht, die ausgerechnet eine Tochter in Markus Alter hat. Die Großmutter ist entsetzt und versucht alles, um ihre Familie von diesen Ausländern fernzuhalten. Es sind herrlich, mit viel Humor erzählte Erinnerungen an diese Zeit. Die ersten Gastarbeiter kommen nach Deutschland, werden aber von den Deutschen nicht immer herzlich willkommen geheißen. Es ist die Hochzeit von Elvis Presley und Horst Buchholz, und die Halbstarken versuchen sich von ihren spießigen Eltern abzusetzen. Klaus Modick erzählt herrlich unterhaltsam, würzt seine Geschichte mit Songtexten und Reklamesprüchen aus dieser Zeit, aber auch mit aktuellen Themen wie z.B. dem Mauerbau oder der großen Flut. Jedes Foto wird eingeführt von einem leicht philosophischen Text, der sich mit der Erinnerung auseinandersetzt. Dieses Buch ist speziell für all diejenigen interessant, die sich an diese Zeit noch gerne zurückerinnern. Mich hat dieser Roman sehr an die herrlichen Bücher von Gernot Gricksch und Gerhard Henschel erinnert, die ich Ihnen ebenfalls bereits an dieser Stelle empfohlen habe.

  • Bewertung

    aus Stuttgart

    4/5

    28.12.2015

    Buch (Taschenbuch)

    Eine Zeitreise in Bildern

    Nach vielen Jahren findet Markus beim Aufräumen die Bilder seiner Jugendzeit: Damals hatte er eine Agfa Clack geschenkt bekommen, mit der er anschließend viele Fotos geschossen hat. Die Bilder aus der Vergangenheit lassen die Erinnerungen jener Zeit wieder hochkommen, der Zeit des Wirtschaftswunders zwischen Mauerbau und Kubakrise und Markus‘ Träumen vom ersten Kuss und der Liebe zu Clarissa. Sehr pointiert beschreibt Klaus Modick Markus‘ Jugendzeit, die Träume und Gedanken des damaligen Jugendlichen. Die Bilder der alten Kamera beschwören ein ganz besonderes Flair herauf, man sieht sie vor sich, die Versuche der Familie Tinotti, neben der Eisdiele ein eigenes Leben in ihrer neugewählten Heimat aufzubauen, Markus‘ Werben um Clarissa, seine Kabbeleien mit seiner älteren Schwester… Die Idee zu diesem Buch gefällt mir sehr gut. Es ist, als ob man selbst alte Bilder wieder findet und Erinnerungen aufbeschwört, die plötzlich wieder ganz real sind, als erlebte man sie gerade erneut. Jedes einzelne Bild wird zunächst beschrieben, danach wird die Geschichte dazu erzählt. Dadurch kann sich der Leser bestens in die beschriebene Zeit einfinden wie auch in Markus‘ Leben als Jugendlicher. Klaus Modick lädt ein zu einer ganz besonderen Zeitreise. Die einzelnen Bilder setzen sich zusammen zu einem Kaleidoskop, das die geschilderte Zeit sehr realgetreu auferstehen lässt. Das Büchlein liest sich mit seinen gut 200 Seiten fast wie nebenher, der Schreibstil ist sehr angenehm. Es brauchte ein paar Kapitel, bis ich das Grundgerüst des Buches nachvollziehen konnte und die einzelnen Bilder auf dem Weg zu einem großen Ganzen sehen konnte. Ab diesem Zeitpunkt konnte ich sowohl die einzelnen Bilder auf mich wirken lassen wie auch sie als Teil einer größeren Geschichte zu genießen. Eine ganz besondere Empfehlung von mir!

  • Bewertung

    aus Osterwald

    4/5

    31.05.2016

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Erinnerungen

    Markus findet auf dem Dachboden seines Elternhauses eine alte Schachtel mit Fotos, die er mit einer gewonnenen Kamera "Agfa Klack" Anfang der 1960er Jahre geschossen hat. Diese rufen viele Erinnerungen an eine für ihn aufregende Zeit wach. Er war zu dem Zeitpunkt 15 und lebte mit seiner älteren Schwester, seinen Eltern und seiner Großmutter in eben diesem Haus. In dieser Zeit zwischen Wirtschaftswunder und kaltem Krieg erlebt er seine erste - unerwiderte - Liebe. In das Nachbarhaus, allgemein nur als Schandfleck tituliert, zieht eine italienische Familie mit einer schönen Tochter, Clarissa, ein. Leider ist die Toleranz einiger Mitbürger gegenüber Ausländern sehr begrenzt, so dass hier von "Spaghettifressern" die Rede ist, und die Großmutter versucht, sich mit allen Mitteln gegen die neuen Nachbarn abzugrenzen. In diesem Buch wird das Lebensgefühl und die Aufbruchstimmung dieser Zeit sehr schön festgehalten. Die Angst vor einem Atomkrieg ist allgegenwärtig, aber auch die lockere westliche Lebensart setzt sich langsam, zum Verdruss vieler ältere Zeitgenossen durch. Das Buch ist in Kapitel unterteilt, die sich jeweils auf einzelne Fotos beziehen, das find ich sehr übersichtlich und auch originell. Die Geschichte ist flüssig aus Sicht und in der Sprache Markus´ geschrieben. Sie ist sehr unterhaltsam zu lesen!

  • raschke64

    aus Dresden

    4/5

    14.10.2014

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Klack

    Westdeutschland Anfang der 1960er Jahre. Der Schüler Markus gewinnt auf dem Rummel eine Kamera und knipst ab und zu ein Bild. Viele Jahre später beim Aufräumen findet er die alte Kamera und erinnert sich Bild für Bild an die damalige Zeit. An die Schule und die Auseinandersetzungen mit den Eltern und der Oma, die noch sehr viel althergebrachtes Gedankengut mit sich herumträgt und jedem Ausländer mehr als skeptisch gegenübersteht. Und dann zieht auch noch eine italienische Familie ins Nachbarhaus … und Markus verliebt sich in Clarissa, die etwa gleichaltrige Tochter. Das Buch ist in viele kleine Kapitel unterteilt. Jedes Kapitel bezieht sich auf ein Foto und beginnt mit teilweise allgemeinen Erläuterungen bzw. philosophischen Gedanken, um dann in die konkreten Erinnerungen von Markus einzusteigen. So erlebt man sowohl die große Weltgeschichte wie auch die persönlichen Erlebnisse Heranwachsender in dieser Zeit. Untermalt ist das Ganze mit herrlichen Zitaten aus alten Schlagern. Mir hat das Buch gut gefallen. Der Wechsel von Vorspann in den Kapiteln zur eigentlichen Geschichte vermittelt persönliches wie auch allgemeines. Auch wenn man die Zeit nicht selbst erlebt hat, kann man sich gut hineinversetzen. Mich haben gerade die Schlager wirklich amüsiert. Und in vielem habe ich meine Eltern bzw. Großeltern wiedererkannt. Für mich ist das Buch ein gelungenes Zeitzeugnis – ohne zu langweilen, sondern gut zu unterhalten.

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