Im ersten Teil von Stephen Kings epischer Fantasyserie durchstreift Roland, der letzte Revolvermann, auf der Suche nach dem mysteriösen Dunklen Turm eine sterbende Welt. Der Auftakt zur großen Saga.
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Spannend, aber nicht ganz leicht zugänglich
kiwi1895 aus Kiel am 04.04.2022
Bewertungsnummer: 1689168
Bewertet: Hörbuch-Download
Nach der Hälfte des Hörbuches lässt sich sagen: »Schwarz« ist ein guter Einstieg in die Reihe, auch wenn am Anfang noch vieles etwas verwirrend wirkt und die Geschichte ein wenig Zeit braucht, um wirklich in Fahrt zu kommen. Gerade das macht diesen Auftakt aber auch interessant, denn Stephen King wirft einen unmittelbar in eine sehr eigene, düstere und ungewöhnliche Welt, die man nicht einfach nebenbei konsumiert, sondern erst nach und nach wirklich begreift.
Der Klappentext beziehungsweise die Grundidee klingt zunächst relativ schlicht: Der Revolvermann Roland von Gilead verfolgt den geheimnisvollen Mann in Schwarz durch eine öde, fast aus der Zeit gefallene Landschaft. Doch schon sehr bald wird klar, dass hinter dieser Jagd weit mehr steckt als nur eine einfache Verfolgung. Es geht um eine Welt im Verfall, um Schicksal, Erinnerung, Geheimnisse und um eine Reise, die weit größer ist als der erste Eindruck vermuten lässt. Genau diese Mischung aus Western, Fantasy, Endzeitstimmung und metaphysischer Suche macht den Reiz des Romans aus.
Allerdings muss man auch ehrlich sagen: Die Geschichte braucht, um ein wenig in Fahrt zu kommen. Wer einen sofort zugänglichen, klar strukturierten Fantasy- oder Thriller-Einstieg erwartet, wird hier zunächst vielleicht etwas orientierungslos sein. Gerade am Anfang bleibt vieles bewusst rätselhaft, und King erzählt eher atmosphärisch als direkt. Für mich war das aber kein wirklicher Nachteil, sondern eher Teil des besonderen Charmes dieser Reihe. Man wird nicht an die Hand genommen, sondern muss sich selbst in diese seltsame Welt hineinarbeiten.
Einziges größeres Manko ist für mich die Sprecherfrage. Die gesamte Reihe wird – bis auf einen Band – nicht von Kings deutscher Stimme David Nathan, sondern von Vittorio Alfieri gelesen. Und auch wenn Alfieri seinen Job grundsätzlich gut macht, kommt er für mich nicht ganz an die Intensität, Präsenz und Natürlichkeit von Nathan heran. Gerade bei Stephen King ist die deutsche Stimme für mich ein wichtiger Teil des Hörerlebnisses, und hier merkt man schon, dass die Lesung insgesamt etwas weniger stark wirkt, als sie es mit David Nathan vermutlich getan hätte.
Das bedeutet aber nicht, dass die Sprecherleistung schlecht wäre. Vittorio Alfieri macht das ordentlich und trägt die Geschichte solide durch die längeren Passagen. Man kann ihm gut zuhören, und er sorgt dafür, dass der Text verständlich und sauber vermittelt wird. Nur eben mit etwas weniger Sog und Charakter als die Stimme, die man mit King sonst so stark verbindet. Das ist kein Totalausfall, aber eben doch ein Punkt, den man im direkten Vergleich merkt.
Unterm Strich bleibt »Schwarz« trotzdem ein guter und wichtiger Auftakt zur Dunklen-Turm-Reihe. Die Geschichte ist ungewöhnlich, atmosphärisch und voller Andeutungen, die neugierig auf mehr machen. Wer sich auf die langsame Erzählweise einlässt und mit der anfänglichen Verwirrung leben kann, bekommt hier den Einstieg in eine sehr besondere, sehr eigenständige Welt.
Eine gemischte, aber am Ende dennoch positive Empfehlung — vor allem für Stephen-King-Fans und alle, die bereit sind, sich auf eine ungewöhnliche Reise einzulassen.
Verwirrend, skurril, mit hoffentlich besserer Fortsetzung.
Wuschel aus Nußloch am 30.09.2018
Bewertungsnummer: 1136646
Bewertet: Hörbuch-Download
Beschreibung:
Schwarz ist der erste Band, der Fantasyreihe zu dem dunklen Turm. Hier begleiten wir Roland, den letzten Revolvermann, auf der Suche nach dem dunklen Turm und gleichzeitig auf der Jagd nach dem Mann in Schwarz, der ihm mit Intrigen und diversen Fallen das Leben zur Hölle macht.
Meinung:
Das Vorwort gefiel mir vermutlich am besten und auch am ehesten nachvollziehbar. Alles andere war dann doch mehr verwirrend. Doch ich fange wohl am besten erst mal bei dem Leser an. Vittorio Alfieri hat den Job denke ich ganz gut gemacht. Er harmonierte gut mit dem gehörten und wirkte für mich nicht fehl am Platz. Das Problem ist hier dann eher, der Teil den ich zuvor erwähnte: Die Geschichte.
Da diese mich wirklich mehr verwirrt, als sonst was zurück lies, kann ich jetzt auch nicht sagen, dass mich der Leser super überzeugte. Denn für mich war und ist unklar, was dieses Buch überhaupt für Empfindungen in mir hervor rufen soll?! Beruhigend hingegen ist, dass mein Freund (der absoluter King Fan ist) mir riet, der Reihe eine Chance zu geben und sollte mir Band drei nicht gefallen, dann kann ich immer noch abbrechen.
Die Welt, die Stephen King hier versuchte zu zeichnen, war für mich einfach nur triste Einöde. Vermutlich soll es das auch sein und er sagt ja auch bereits im Vorwort, dass er die Western von bzw. mit Clint Eastwood als Vorlage im Kopf hatte. Das konnte man beim Hören auch definitiv noch so nach vollziehen. Bis dann der Junge dazu kam. Seine Geschichte lies dann eher darauf schließen, dass man sich in einer Art Zwischenwelt zu befindet. Ab der Mine war es dann völlig vorbei bei mir.
Zu den Charaktere selbst, die in diesem Band eigentlich nur aus Roland besteht, kann ich entsprechend auch nur wenig sagen. Der Mann in schwarz ist bisher schwer bis gar nicht einzuschätzen. Der Rest waren alles Nebencharaktere ohne Hand und Fuß. Roland selbst, ja, was soll ich sagen. Er wirklich irgendwie etwas eingenommen. Er hat sein Ziel vor Augen, das verfolgt er. Über ihn erfährt man erst gegen Ende etwas. Wobei auch unklar ist, was jetzt der Wahrheit entspricht und was nicht. Gefühlt liest es sich nicht wie ein Meskalin Rausch, sondern eher wie im Meskalin Rausch.
Fazit:
Mich konnte die Geschichte nicht wirklich überzeugen, aber scheinbar ist das wohl erst die Warmlaufphase der Reihe, also bleibt es erst Mal abzuwarten. 2,5 von 5
Meinung aus der Buchhandlung
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The Dark Tower ist so anders als alles das, was man sonst so liest, dass man schon rein konzeptuell von diesem Titel nur schwärmen kann. Ein Western im Endzeitsetting mit Elementen des magischen Realimus und des Horrorgenres. Dabei geht es nicht nur um eine aus Rache begangene Jagd nach dem geheimnisvollen Mann in Schwarz sondern auch um eine emotionale Reise zu sich selbst und eine verdrängte Vergangenheit. Ja, irgendwo ist der Einstieg auch sehr verwirrenden mit den verschiedenen Zeitebenen und Dimensionen? Aber ich bin dann halt auch mal gerne verwirrt. Es muss nicht immer alles toterklärt werden. Für Fans von Cormac McCarthy, Haruki Murakami und John Wick!
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"Der Mann in Schwarz floh durch die Wüste und der Revolvermann folgte ihm." Ein Satz und man ist mitten drin im ersten Band dieser Endzeit-Fantasy-Western-Saga, in der man dem Revolvermann Roland auf der Suche nach dem Dunklen Turm begleitet. Packend, episch und unheimlich!
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