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Produktbild: Ebola und andere Killerkeime

Ebola und andere Killerkeime

1

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Beschreibung

Produktdetails

Format

PDF

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Nein

Erscheinungsdatum

13.10.2014

Verlag

Münchner Verlagsgruppe

Seitenzahl

208 (Printausgabe)

Dateigröße

3315 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783864131479

Beschreibung

Produktdetails

Format

PDF

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Erscheinungsdatum

13.10.2014

Verlag

Münchner Verlagsgruppe

Seitenzahl

208 (Printausgabe)

Dateigröße

3315 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783864131479

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Stehen wir kurz vor der Apokalypse?

Dr_ M aus Sachsen am 02.02.2021

Bewertungsnummer: 1125686

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

In Nigerias Hauptstadt Lagos leben ungefähr 21 Millionen Menschen. Als besonders vorbildlich ist das dortige Gesundheitssystem nicht bekannt, und Lagos liegt im Gegensatz zu Europa sehr dicht an den afrikanischen Ebola-Gebieten. Dennoch hat es das Land geschafft, einen möglichen Ausbruch der Seuche trotz eingereister Kranker und trotz offen gehaltener Grenzen zu verhindern. Kürzlich erklärte sich Nigeria als Ebola-frei, weil es innerhalb eines Zeitraumes, der mehr als doppelt so lang ist wie die Inkubationszeit, keine neuen Fälle gegeben hat. Setzt man das ins Verhältnis zu den Horrorszenarien, die in diesem Buch als schlimmste Fälle durchgespielt werden (Millionen von Toten in Deutschland usw.), dann kann man sich schon fragen, ob der Autor nicht ein wenig übertrieben hat. Es ist auch eine merkwürdige mediale Ruhe um den Ebola-Ausbruch in Afrika eingetreten, gerade jetzt, wo man nach den vorangegangenen Berichten das Schlimmste befürchten sollte. Jedes Jahr sterben nach Angaben des Autors mehr als 30.000 Menschen in Deutschland an der jeweils grassierenden Grippe. Als vor Jahren eine erhebliche mediale Panik bezüglich SARS betrieben wurde, fielen dieser Krankheit weltweit weniger als tausend Menschen zum Opfer. Über die letzte "Schweinegrippe-Welle", den Ausruf der höchsten Warnstufe durch die WHO und die anschließenden Enthüllungen über die tatsächlichen Zusammenhänge verliert der Autor leider kein Wort in seinem Buch. Dafür findet der aufgeschreckte Leser aber eine recht ausführliche Beschreibung der gefährlichsten Seuchen, die ängstliche Menschen vielleicht als tatsächliche Bedrohung auffassen. Ausgerechnet zu einer Zeit, in der unsere Antibiotika ihre Wirkung verlieren. Obwohl dieses Buch informativ und sachlich verfasst wurde und obwohl ich den Autor wegen seiner vorherigen Veröffentlichungen schätze, konnte ich mich des zunehmenden Eindrucks nicht erwehren, dass er mit diesem Buch etwas auf der medialen Angstwelle surft. Die Bedrohungen sind zwar vorhanden, aber ihre Eintrittswahrscheinlichkeiten muss man nach allem, was man bisher weiß, als relativ gering ansehen. Obendrein begreift man mit diesem Text auch, dass man letzten Endes wenig tun kann, wenn der Ernstfall eintritt: Hände waschen, Menschenansammlungen meiden, sein Immunsystem möglichst vorher stärken. Weglaufen hat bei einer Seuche keinen Sinn. Lässt man die apokalyptischen Beschreibungen des schlimmsten Falls in diesem Buch einmal beiseite, dann findet man viele sehr interessante Informationen, die man schließlich selbst für sich bewerten kann. Der Autor beginnt ganz allgemein mit der Vorstellung von Krankheitskeimen und der größten Seuchen in der Menschheitsgeschichte. Dann erklärt er, warum wir in unserer modernen Welt so anfällig für die sogenannten Killer-Keime sind. Das klingt theoretisch sehr überzeugend und bedrohlich, doch praktisch fehlt für diese theoretische Anfälligkeit bisher glücklicherweise der Beweis. Dann folgt ein Kapitel über die Agonie der Antibiotika. Das nächste Kapitel trägt die bedrohliche Überschrift "Die Zukunft der Krankheitserreger und das Überleben der Menschheit". Schließlich macht uns der Autor auch noch mit den aktuellen Bedrohungen vertraut. Wer sich noch nicht von der Kamelseuche MERS bedroht fühlte, könnte seine Meinung auch im Angesicht des Klimawandels ändern. Die Kamele sind schon auf dem Vormarsch. "EHEC 2011 war erst der Anfang", heißt es weiter, und dann drohen auch noch die Affenpocken. Zu guter Letzt wollen wir auch nicht die Bio-Terroristen vergessen, die sich schon Bauanleitungen für tödliche Viren aus dem Internet heruntergeladen haben. Zu erwarten haben wir in diesem Zusammenhang Milzbrand, Pest, Tularämie, Rotz, Melioidose, Ebola, Pocken und Influenza. Trotz des unterschwelligen apokalyptischen Untertons, der fast bei jedem Kapitel dieses Buches mitschwingt, erhält man als Leser in recht geballter Form zahlreiche Informationen und Einblicke in ein aus verschiedenen Gründen nicht einfaches Thema. In diesem Sinne hat mir das Buch sehr gut gefallen.

Stehen wir kurz vor der Apokalypse?

Dr_ M aus Sachsen am 02.02.2021
Bewertungsnummer: 1125686
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

In Nigerias Hauptstadt Lagos leben ungefähr 21 Millionen Menschen. Als besonders vorbildlich ist das dortige Gesundheitssystem nicht bekannt, und Lagos liegt im Gegensatz zu Europa sehr dicht an den afrikanischen Ebola-Gebieten. Dennoch hat es das Land geschafft, einen möglichen Ausbruch der Seuche trotz eingereister Kranker und trotz offen gehaltener Grenzen zu verhindern. Kürzlich erklärte sich Nigeria als Ebola-frei, weil es innerhalb eines Zeitraumes, der mehr als doppelt so lang ist wie die Inkubationszeit, keine neuen Fälle gegeben hat. Setzt man das ins Verhältnis zu den Horrorszenarien, die in diesem Buch als schlimmste Fälle durchgespielt werden (Millionen von Toten in Deutschland usw.), dann kann man sich schon fragen, ob der Autor nicht ein wenig übertrieben hat. Es ist auch eine merkwürdige mediale Ruhe um den Ebola-Ausbruch in Afrika eingetreten, gerade jetzt, wo man nach den vorangegangenen Berichten das Schlimmste befürchten sollte. Jedes Jahr sterben nach Angaben des Autors mehr als 30.000 Menschen in Deutschland an der jeweils grassierenden Grippe. Als vor Jahren eine erhebliche mediale Panik bezüglich SARS betrieben wurde, fielen dieser Krankheit weltweit weniger als tausend Menschen zum Opfer. Über die letzte "Schweinegrippe-Welle", den Ausruf der höchsten Warnstufe durch die WHO und die anschließenden Enthüllungen über die tatsächlichen Zusammenhänge verliert der Autor leider kein Wort in seinem Buch. Dafür findet der aufgeschreckte Leser aber eine recht ausführliche Beschreibung der gefährlichsten Seuchen, die ängstliche Menschen vielleicht als tatsächliche Bedrohung auffassen. Ausgerechnet zu einer Zeit, in der unsere Antibiotika ihre Wirkung verlieren. Obwohl dieses Buch informativ und sachlich verfasst wurde und obwohl ich den Autor wegen seiner vorherigen Veröffentlichungen schätze, konnte ich mich des zunehmenden Eindrucks nicht erwehren, dass er mit diesem Buch etwas auf der medialen Angstwelle surft. Die Bedrohungen sind zwar vorhanden, aber ihre Eintrittswahrscheinlichkeiten muss man nach allem, was man bisher weiß, als relativ gering ansehen. Obendrein begreift man mit diesem Text auch, dass man letzten Endes wenig tun kann, wenn der Ernstfall eintritt: Hände waschen, Menschenansammlungen meiden, sein Immunsystem möglichst vorher stärken. Weglaufen hat bei einer Seuche keinen Sinn. Lässt man die apokalyptischen Beschreibungen des schlimmsten Falls in diesem Buch einmal beiseite, dann findet man viele sehr interessante Informationen, die man schließlich selbst für sich bewerten kann. Der Autor beginnt ganz allgemein mit der Vorstellung von Krankheitskeimen und der größten Seuchen in der Menschheitsgeschichte. Dann erklärt er, warum wir in unserer modernen Welt so anfällig für die sogenannten Killer-Keime sind. Das klingt theoretisch sehr überzeugend und bedrohlich, doch praktisch fehlt für diese theoretische Anfälligkeit bisher glücklicherweise der Beweis. Dann folgt ein Kapitel über die Agonie der Antibiotika. Das nächste Kapitel trägt die bedrohliche Überschrift "Die Zukunft der Krankheitserreger und das Überleben der Menschheit". Schließlich macht uns der Autor auch noch mit den aktuellen Bedrohungen vertraut. Wer sich noch nicht von der Kamelseuche MERS bedroht fühlte, könnte seine Meinung auch im Angesicht des Klimawandels ändern. Die Kamele sind schon auf dem Vormarsch. "EHEC 2011 war erst der Anfang", heißt es weiter, und dann drohen auch noch die Affenpocken. Zu guter Letzt wollen wir auch nicht die Bio-Terroristen vergessen, die sich schon Bauanleitungen für tödliche Viren aus dem Internet heruntergeladen haben. Zu erwarten haben wir in diesem Zusammenhang Milzbrand, Pest, Tularämie, Rotz, Melioidose, Ebola, Pocken und Influenza. Trotz des unterschwelligen apokalyptischen Untertons, der fast bei jedem Kapitel dieses Buches mitschwingt, erhält man als Leser in recht geballter Form zahlreiche Informationen und Einblicke in ein aus verschiedenen Gründen nicht einfaches Thema. In diesem Sinne hat mir das Buch sehr gut gefallen.

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Ebola und andere Killerkeime

von Bernd Neumann

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