Mit Ich bin dann mal weg hat er Millionen Menschen inspiriert, persönliche Grenzen zu überschreiten. Jetzt spricht Hape Kerkeling über seine Kindheit; entwaffnend ehrlich, mit großem Humor und Ernsthaftigkeit. Über die frühen Jahre im Ruhrgebiet, Bonanza-Spiele, Gurkenschnittchen und den ersten Farbfernseher; das Auf und Ab einer dreißigjährigen, turbulenten Karriere - und darüber, warum es manchmal ein Glück ist, sich hinter Schnauzbart und Herrenhandtasche verstecken zu können. Über berührende Begegnungen und Verluste, Lebensmut und die Energie, immer wieder aufzustehen.
»Was, um Himmels willen, hat mich bloß ins gleißende Scheinwerferlicht getrieben, mitten unter die Showwölfe? Eigentlich bin ich doch mehr der gemütliche, tapsige Typ und überhaupt keine Rampensau. Warum wollte ich also bereits im zarten Kindesalter mit aller Macht ›berühmt werden‹? Und wieso hat das dann tatsächlich geklappt? Nun, vielleicht einfach deshalb, weil ich es meiner Oma als sechsjähriger Knirps genau so versprechen musste ...«
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Beileibe nicht nur komisch!
Bewertung (Mitglied der Thalia Book Circle Community) am 09.07.2022
Ich finde, dass das Hörbuch, des meinerseits sehr geschätzten Hape Kerkeling’s super amüsant, aber an einigen Stellen auch sehr vertraut ist und man auch ein paar “Tränscher“ verdrücken kann. Man erkennt sich teilweise wieder und ist deswegen sehr gerührt von dieser Biografie, welche man super hören kann. Ich mag sehr gerne Hörbücher und so konnte ich es mir nicht entgehen lassen Hape‘s Buch als Hörbuch-Fassung zu kaufen. Er hat einfach solch einen Charme & Witz aber auch Ernsthaftigkeit in der Stimme, sodass
von den vorhandenen Themen an sich nicht abgelenkt wird. Sie bleiben genauso, wie sie beabsichtigt sind. Ich liebe dieses Buch und kann es nur weiterempfehlen. Und noch kleinen ein Tipp: Erst das Buch , dann den Film
Hape Kerkelings Fähigkeiten sind mannigfaltig und wenn man so wie ich den Komödianten, Entertainer und Schauspieler gerne im Fernsehen sieht, hat man zumindest auch schon mal was von Ich bin dann mal weg gehört. In diesem Buch schreibt er äußerst erfolgreich über die Suche nach Gott, die Suche nach einem selbst und seine Berichte vom Jakobsweg; überraschend wenig erzählt er allerdings von seinem Privatleben. Viel spekuliert wurde trotzdem, mindestens seit dem er von einem deutschen Filmregisseur in einer Sendung als Homosexuell geoutet worden ist. In der Junge muss mal an die frische Luft schreibt er über seine Kindheit in Ruhrgebiet, die er vor allem in einem kleinen Krämerladen der geliebten Großmutter verbringt, von ersten Verkleidungen im Karneval und ersten Versuchen als Komödiant. Er schreibt aber auch, über den Freitod seiner Mutter, den er auf dramatische Weise sehr nahe miterleben musste. Diese Stellen sind sehr berührend und nicht nur einmal musste ich innehalten und über den wirklich armen 8jährigen Hans Peter nachdenken. Dem einen oder anderen Leser stößt das nun sauer auf, und versteht nicht wieso er gerade kurz vor seinem 50. Geburtstag damit an die Öffentlichkeit geht. In einem Interview gibt Kerkeling an, dass es ihm beeindruckte, wie selbstverständlich eine Kollegin mit diesem Thema umging und damit vor einem Publikum gesprochen hatte. Das Erwachsenenleben streift er immer wieder mit Anekdoten, geht aber nicht näher darauf ein. Denkbar wäre es, das vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt, eine Fortsetzung seiner Biographie erscheint. Ich für meinen Teil, würde es gerne lesen oder auch hören. Zuerst habe ich sein neuestes Werk gelesen und obwohl ich eigentlich kein Fan von Hörbüchern bin, weil ich mich meist nicht sehr darauf konzentrieren kann, möchte ich allerdings jenes sehr positiv erwähnen. Er spricht es selbst, was ich aufgrund der wirklich dramatischen Szenen, sehr mutig gefunden habe. Gerade dadurch erhält das Hörbuch so viel mehr an Authentizität und war mitunter ein Grund, weshalb es mir sogar ein klitzekleines bisschen besser gefallen hat, als das Buch selbst.
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