Ein Buch, dass jeden Leser glücklich macht Hier kommt Candice Phee! 12 Jahre alt, wunderbar ehrlich und ein bisschen ... anders. Und auch wenn viele sie nicht auf Anhieb verstehen - Candice hat ein riesiges Herz. Sie ist entschlossen, die Welt glücklich zu machen. Nur leider ist das gar nicht so einfach ...
Denn wohin Candice auch sieht - an jeder Ecke lauert das Unglück. In ihrer Familie, die früher vor Glück geblubbert hat, spinnt sich neuerdings jeder in seinem eigenen Leid ein. Ihr superkluger Freund Douglas Benson versucht seit Langem vergeblich, in eine andere Dimension zu reisen. Und ihr Haustier, Erdferkel Fisch, hat womöglich eine ernsthafte Identitätskrise. Candice macht sich ans Wunderwerk, um jedem Einzelnen von ihnen zu helfen. Und wie sie das schafft und zum Schluss wirklich jeder um sie herum ein dickes Stück glücklicher ist, das ist das Allerwunderbarste an ihrer Geschichte.
Kundinnen und Kunden meinen
4.9/5.0
Bewertung
5/5
31.05.2019
eBook (ePUB)
Macht einfach glücklich
„Das Blubbern von Glück“ ist eigentlich ein Kinderbuch für Kinder ab 10 Jahren. Mir hat es allerdings meine Kollegin empfohlen, als wir uns letztens über Bücher zum Thema Autismus und Asperger-Syndrom unterhalten haben. Sie meinte, dass es sicherlich auch ein Buch für mich sei. Und sie hatte Recht, denn das Buch hat genau das bewirkt, was sie meinte – das Buch macht einfach glücklich!
Man merkt dem Buch schon an, dass der australische Autor u.a. Psychologie studiert und als Lehrer gearbeitet hat, bevor er sich als Schriftsteller selbständig gemacht hat. Er lässt seine Protagonistin Candice ihre Geschichte selbst erzählen. Candice ist 12 Jahre alt und ein wenig merkwürdig. Von ihrer Lieblingslehrerin haben sie und ihre Mitschüler die Aufgabe bekommen, eine Autobiografie zu schreiben. Und jeder Absatz sollte mit dem nächsten Buchstaben des Alphabets beginnen. Aber Candice ist eben Candice und macht das alles etwas anders. So beginnt bei ihr jedes Kapitel mit einer Überschrift, die die entsprechenden Buchstaben des Alphabets enthält. Und dadurch entsteht ein ganzes Buch, was wir jetzt in den Händen halten können.
Candice lebt mit ihren Eltern und ihrem Goldfisch zusammen. Glücklich ist die Familie nicht, seitdem Candice kleine Schwester vor einigen Jahren den plötzlichen Kindstod gestorben ist. Seitdem leidet ihre Mutter an Depressionen und hat sich völlig zurückgezogen. Candice Vater ist ein Computerfachmann. Ursprünglich hat er die Firma zusammen mit seinem Bruder Brian geführt. Doch dann hat Brian, oder doch beide Brüder zusammen, ein Computer-Programm geschrieben, das richtig viel Geld eingebracht hat. Nur leider hat Brian es allein unter seinem Namen eintragen lassen. Und Candice Vater spricht seitdem kein Wort mehr mit seinem Bruder. Nur Candice hat Kontakt mit ihrem ROB (reicher Onkel Brian). Candice bester Freund Douglas stammt seiner Meinung nach aus einer anderen Dimension und versucht dorthin zurückzukommen. Und Ihr Goldfisch, der Erdferkel Fisch, macht ihr etwas Sorgen. Wenn er immer nur Candice sieht, hält er sie wohlmöglich für Gott? Eine Frage, die Candice schwer auf dem Herzen liegt.
Im Laufe der Handlung versucht Candice nun all diese Probleme auf ihre ganz eigene Art zu lösen. Herausgekommen ist so eine schöne und witzige Geschichte, dass man auch als erwachsener Mensch viel Freude damit haben kann. Allein diese Art, wie Candice denkt ist schon herrlich. Sie ist eben grundehrlich und kann nicht so um die Ecken denken, wie die meisten Menschen. Sie nimmt immer alles für bare Münze und hinterfragt es oftmals auch noch. Damit kommt sie bei ihren Mitschülern natürlich nicht so gut an. Aber wir als Leser lieben sie einfach. Und die Ideen, die sie hat, um ihrer Familie und ihren Freunden zu helfen, sind einfach nur toll.
Ein Buch, was einen nach der Lektüre glücklich zurücklässt. Und ein Buch, das einem einmal mehr vor Augen führt, wie verschieden die Menschen doch sein können. Man muss sich nur einmal darauf einlassen können. Dann wäre die Welt ein deutlich besserer Ort!
Bewertung
aus Göttingen
5/5
01.01.2015
eBook (ePUB)
Skurile Protagonistin erobert das Leserherz
Candice Phee, 12 Jahre jung und ein wenig anders als ihre Klassenkameraden. Das Herz immer auf dem rechten Fleck berichtet sie sehr humorvoll aus ihrem Leben. Ein Leben, das es bisher nicht sehr gut mit ihr gemeint hat: Ihre Eltern nehmen sie nach dem Tod ihrer Schwester nicht richtig wahr, ihr Vater hat eine Privatfehde mit ihrem Onkel am Laufen, ihre Brieffreundin antwortet nicht auf ihre Briefe und ihr Freund Douglas versucht in eine andere Dimension zurückzukehren.
In Form eines Erlebnisberichtes schildert Candice ihr Leben. Anhand des ABC erfährt der Leser von ihrer Familie, ihrem Freund Douglas, ihrem Haustier und ihren Sorgen und Nöten. Die nicht alltäglich sind und mir als Leserin sehr nahe gingen. Trotz der schwierigen Themen, die angesprochen werden, gelingt es dem Autor Barry Jonsberg wunderbar humorvoll eine Geschichte zu entwickeln, die fesselt und nachdenklich macht.
Liebevoll detailliert wachsen die Protagonisten dem Leser ans Herz, ja am Ende des Buches sind sie ein Teil der eigenen Familie. Mit all ihren Macken und all ihren Problemen.Aber einfach sympathisch. Sehr schön ist es dem Autor gelungen, Leben in die Personen und die Geschichte einzuhauchen, nichts ist statisch oder langweilig immer wieder kommt Bewegung in die Protagonisten und der Leser hofft, dass doch alles zu einem guten Ende kommt. So einfach macht es der Autor einem aber nicht (das würde auch gar nicht zur Geschichte passen), jedoch passt das Ende wunderbar.
Der Erzählstil ist flüssig und lässt einem atemlos weiterlesen und zaubert immer wieder ein Lächeln ins Gesicht. Klare Kaufempfehlung an alle, die an das Gute im Menschen glauben!
Nane Bouquineur
4/5
23.12.2014
eBook (ePUB)
Die unglaubeliche Candice Phee
Candice Phee, auch Pumpkin genannt, lebt mit Ihrer Familie in Albright. Das ist eine australische Kleinstadt in der Nähe von Brisbane. Dort geht sie zur Schule und lebt in ihrer eigenen, kleinen Welt. Sie sagt über sich selbst: »Ich bin einfach nur anders als die meisten Schüler.« Und damit hat sie völlig recht.
In Form eines nach Alphabet geordneten Erlebnisberichtes erzählt sie ihre Geschichte. Sie beginnt mit A steht für Aufsatz und endet mit Z steht für Zeitenwende. Dazwischen gibt es Kapitel wie H steht für Hoffnung, M steht für Melancholie und T steht für Tränen. Anhand der Titel erkennt man schon, dass Pumpkins Welt nicht nur schön, sondern auch bedrückend ist. Ihre Familie ist »zerrüttet«. Trotzdem gibt Candice die Hoffnung nicht auf. Sie hat die verrücktesten Ideen, um die Menschen aus ihrem Umfeld glücklich zu machen und tut alles, was sie macht, mit Herzblut. Das hat teilweise eine ungewollte Komik. Dennoch ist man überrascht von ihrer Zielstrebigkeit und ihrer entwaffnenden Ehrlichkeit.
Barry Jonsberg lässt Candice mit ihrem Sprachstil altklug und dennoch bezaubernd wirken. Ihre charmanten Berichtigungen in ihren Sätzen sind anfangs amüsant, werden aber mit der Zeit anstrengend. Da ihr Lieblingsbuch das Wörterbuch ist, gebraucht sie sehr oft Fremdwörter. Für einen Erwachsenen ist diese Wortgewandtheit sicherlich beeindruckend, aber die eigentliche Zielgruppe (Leser ab 10 Jahren) fühlt sich höchstwahrscheinlich überfordert.
Mit Candice steigen wir ein in eine Achterbahn der Gefühle. Wir werden uns Freuen, Lachen, Staunen, Leiden und vielleicht sogar die eine oder andere Träne weinen. Mit diesem Roman hat der Autor ein Werk geschaffen, das nah an der Realität ist, aber den Leser trotzdem in eine zauberhafte Welt entführt.
Fazit: Dieser Roman blubbert nur so vor Witz und Lebensfreude. Ein außergewöhnliches Leseerlebnis für Jung und Alt.
Bewertung
5/5
21.02.2023
Buch (Taschenbuch)
A wie ausgezeichnet
Candice hat das Asperger Syndrom, jedoch sieht sie es nicht so; und selbst wenn dem so wäre, würde sie sich davon nicht abhalten lassen den Menschen um sich herum zum Glück zu verhelfen.
Das war ein absolut bezauberndes Werk. Ich mochte allein die Idee anhand des Alphabets eine Geschichte zu formulieren und die von der Protagonistin ungewollt komischen Aussagen brachten mich durchweg zum Grinsen. Allein schon seinen Goldfisch Erdferkel Fisch zu nennen brachte mich zum Schmunzeln. Die verschiedenen Facetten von Menschen mit ihren Eigenheiten und Lösungen für diese fand ich wunderbar dargestellt.
Bewertung
5/5
08.04.2021
Buch (Taschenbuch)
Ein Buch von der manchmal schwierigen Suche nach dem Glück – ab 12
Die charmant-originelle und liebenswerte Icherzählerin des Buches ist Candice, ein zwölfjähriges Mädchen in einer Australischen Kleinstadt. Candice ist normal groß, hat eher stabartige Beine und eine flache Brust, doch das stört sie nicht. Sie mag keine Handys und Computer, hat Höhenangst und ist nicht seefest, doch eigentlich ist sie trotzdem ganz normales Mädchen. Mehr oder weniger. Denn der Leser weiß bald: Sie ist etwas ganz Besonderes.
Ihr reicher Onkel Brian hat sie, wie ich denke, am Besten beschrieben, als er meinte, sie sänge ihr ganz eigenes Lied und tanze zu ihrer eigenen Melodie. Vor allem sähe sie die Welt mit ihren eigenen Augen und habe einen sehr speziellen Blick auf die Dinge. Zu diesem Zeitpunkt ahnt das der Leser schon längst.
Eigentlich ist das Buch ein Hausaufsatz. Sie soll über sich schreiben. Für jeden Buchstaben des Alphabets einen Satz. Nun, der Aufsatz wurde nicht rechtzeitig fertig, denn es wurde mehr als nur jeweils ein Satz. Candice schreibt zu jedem Buchstaben ein ganze Kapitel.
Gibt es so viel zu schreiben? Ja. Auch wenn man 12 ist, kann das Leben schwierig sein und was Candice angeht, so hat sie einige Sorgen. Ihre Schwester ist tot, ihr Papa mit seinem Bruder, dem reichen Onkel Brian zu tiefst zerstritten, Ihre Mama hatte Brustkrebs und ist zudem schwer depressiv. Und dann sorgt sich Candice sich auch noch um ihren Goldfisch, den sie zum Atheismus bekehren möchte. Sie befürchtet, dass er sie mit dem beschränkten Erfahrungshorizont seines Goldfischglases für eine Göttin halten könnte. Was sie weder ist noch sein möchte.
Sie sehnt sich nach den Tagen von einst, als sie noch klein war. Da blubberte ihr Haus vor Glück und dieses Blubbern will sie wieder spüren. Sie weiß, dass das sehr schwierig sein wird. Doch Candice ist schlau. Neben Dickens liest sie mit Leidenschaft in Wörterbüchern. Sie geht diesen Plan methodisch an. Dennoch gibt schwere Rückschläge und dann ist da auch noch Dougas Benson, der glaubt, aus einer anderen Dimension in diese gewechselt zu sein, als er von einem Baum fiel. Seit her versucht er, durch weitere, genau berechnete Sprünge aus dem Dimensionstor-Baum dorthin zurückzukehen. Auch auf den will Candice nun aufpassen. Ihr Hauptziel ist aber, das Glück in die Familie zurückzubringen, selbst wenn es aussichtslos erscheint. Doch Candice ist hartnäckig. Sie gibt nicht auf. Sonst hätte sie längst aufgehört, ihrer amerikanische Brieffreundin zu schreiben – mehr als 20 Briefe. Einer Brieffreundin, die ihr jedoch noch nie eine einzige Zeile geschrieben hat.
Das Buch ist auf gleich mehreren Ebenen voller Witz und feinsinnigem Humor. Da ist zuerst die Sprachebene, denn wie Candice manches beschreibt, ist oft drollig. Das liegt auch daran, dass Canice gnadenlos ehrlich ist und es mit den Worten sehr genau nimmt. Und manchmal ist sie übertrieben präszise. Viel Spaß macht aber auch die Art, wie Candice ihre Welt sieht und die Probleme angeht. Eigenwillig und skurril sind ihre Lösungsansätze und dennoch auf ihre eigene Weise ganz logisch. Und zuletzt ist es ihre ganze, liebenswürdige und freundliche Art, mit der sie durch die Welt geht. Voller Sanftmut und umarmendendem Verständnis, dem sich nicht einmal die entziehen können, die sie zuerst wegen ihrer Eigenart verachten. Da wird der Humor ganz seiden und sanft. Und doch durchzieht er das ganze Buch.
Hier zeigt Jonsberg großes erzählerisches Talent. Denn eigentliche Thema, das allem zugrunde liegt ist die Liebe, die tiefe und innige Zuneigung, die der Kitt sind, der dafür sorgt, dass Menschen als Familien und in Freundschaften zusammenhalten.
Als Kollege bewundere ich Jonsberg dafür, wie er die Spannung im Laufe der Geschichte unmerklich steigert, ohne das Erzähltempo spürbar anzuziehen. Das Buch, das ruhig beginnt, seine vielen Fäden auszubreiten, die zu dieser Geschichte verwebt werden, entwickelt langsam einen starken Sog, den den Leser packt und mitzieht, und doch bleibt der Erzählton gleichmäßig ruhig, ohne dass der der Spannung schadet.
Candice hat sich mit ihrer Hausaufgabe in mein Herz geschrieben. Das Buch ist eines der Kinderbücher, die eigentlich gar keine sind. Es gehört zu der Art guter Literatur, die Kinder mit dem selben Genuss und Nutzen lesen könne wie ihre Eltern, Großeltern oder auch Erwachsene, die gar keine Kinder haben. (Candice würde, denn sie nimmt es bei solchen Sachen genau, vielleicht anmerken, dass das nicht verwunderlich sei, denn auch sie waren ja einst Kinder.)
Es ist ein wundervolles Buch, dass ich gerne jedem nahelegen möchte, der ein heiteres, nachdenkliches und herzerwärmendes Buch zu schätzen weiß.
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