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Bienensterben Roman

11

10,90 €

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

05.11.2014

Verlag

DuMont Buchverlag

Seitenzahl

320

Maße (L/B/H)

18,8/12,5/2,7 cm

Gewicht

331 g

Farbe

Terracotta

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

The Death of Bees

Übersetzt von

Stefanie Jacobs

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8321-6292-4

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

05.11.2014

Verlag

DuMont Buchverlag

Seitenzahl

320

Maße (L/B/H)

18,8/12,5/2,7 cm

Gewicht

331 g

Farbe

Terracotta

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

The Death of Bees

Übersetzt von

Stefanie Jacobs

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8321-6292-4

Herstelleradresse

DuMont Buchverlag GmbH
Amsterdamer Strasse 192
50735 Köln
DE

Email: herstellung@dumont.de

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  • Pink Anemone

    aus Wien

    5/5

    27.09.2018

    Buch (Taschenbuch)

    Hier erwartet einen ein Wechselbad an Gefühlen - verstörend, traurig, herzzerreißend, aber auch so unglaublich witzig - ein Lesehighlight

    "..., um sie richtig zu begraben, und weil Gene am meisten stank, haben wir beschlossen, ihn zuerst zu beerdigen und Izzy in den Kohlekasten zu quetschen; klar würde sie verwesen, aber so kamen wir an sie ran und konnten zur Not Desinfektionsmittel drüberschütten." (S. 21) Gleich zu Beginn sollte erwähnt werden, dass dieser Roman nicht ohne Trigger-Warnung auskommt und dieses Buch daher nicht für jeden geeignet sein könnte. Trigger: Pädophilie, sexueller und psychischer Mißbrauch von Minderjährigen Man liest aus drei Perspektiven. Allen voran Marnie - 15 Jahre, Drogendealerin mit einem äußerst derben Wortschatz, nach außen hin stark und kühl, im Inneren jedoch immer noch ein bisschen Kind. Nelly - 12 Jahre und die Schwester von Marnie; ein geigespielendes Genie und redet als wäre sie aus dem frühen 19. Jahrhundert entsprungen. Sie zerbricht sich über manche Dinge wochenlang den Kopf. Beide hatten bisher alles andere als eine leichte Kindheit - aufgewachsen im Glasgower Ghetto, Eltern alkohol- und drogenabhängig, liebevoller Umgang Fehlanzeige. Innerhalb von zwei Tagen sterben ihre Eltern, aber nachtrauern tun die beiden Mädchen den beiden nicht wirklich. Sie beschließen die Leichen im Garten zu verbuddeln, denn in ein Heim wollen sie beide nicht. Doch rasch wächst ihnen alles über den Kopf und da tritt Lennie auf den Plan. Lennie - ein alter Nachbar, schwul und fälschlich wegen Pädophilie im Strafregister von Sexualstraftätern aufgeführt. Dadurch wird er von allen in der Nachbarschaft geächtet. Jedoch betrauert er den Tod seines Lebensgefährten und hätte einfach nur gerne jemanden zu reden. Die Mädchen tun ihm leid und so hat er ein Auge auf sie und nimmt sich ihrer schließlich an. "Klar haben wir Angst, weil, irgendwann wird er ja wissen wollen, wo sie ist. Jetzt glaubt er, sie sind irgendwo im Grünen. Sind sie ja auch, nur nicht so, wie er denkt." (S. 187) Der Schreib- und Erzählstil der Autorin ist einfach nur unglaublich und niemals hätte ich gedacht, dass dies ein Debüt ist. Je nach Perspektive ändern sich Ton und Jargon. Es wird hauptsächlich aus Marnies Sicht erzählt - hier ist die Sprache eher derb und manchmal erschreckend kühl und emotionslos. Wenn man bedenkt, was die Mädchen schon alles durchmachen mussten, in gewisser Weise verständlich. Nelly kommt meist nur kurz zu Wort, aber diese wenigen Zeilen haben es oft mächtig in sich. Beide Perspektiven ermöglichen somit auf sehr eindringliche Weise einen Blick in zwei kaputte Kinderseelen. Lennies Perspektive zeigt hingegen Besonnenheit, Reife und viel Trauer. Daher ist dieser Roman auch vom psychologischen Standpunkt aus betrachtet interessant und packend, denn zwischen all den coolen und derben Sprüchen, zwischen all den verschiedenen Gedankengängen, verbirgt sich so einiges. Wenn man die Augen beim Lesen öffnet, kann man nämlich ganz tief in die Herzen und Seelen der Protagonisten sehen. Obwohl die Story bedrückend,morbide und auch zeitweise verstörend ist, wird diese durch herrlich schwarzen Humor und abstrus witzige Ereignisse und/oder Handlungen aufgelockert. In einem Moment war ich schockiert, im nächsten musste ich schmunzeln. Vor allem Marnie hat einen herrlich schwarzen Humor, der vor Sarkasmus nur so trieft. Es ist aber auch traurig und herzzerreißend zu lesen, was die Mädchen und auch Lennie schon alles durchmachen mussten und sie dadurch zu dem wurden was sie sind - kaputte Kinderseelen und ein trauernder, einsamer alter Mann. Und doch enthält dieser Roman so viel mehr als gut gezeichnete Charaktere, tollen Schreib- und Erzählstil und packende Story. Denn trotz dieses schwarzen Humors, der oft derben Ausdrucksweise und bedrückenden Thematik, liest man immer wieder wunderschöne Passagen voller Tiefe und Weisheit, welche einen kurz inne halten lassen. "Ich bin froh, dass die Mädchen einander haben, denn sonst ist es eine einsame Reise, und deshalb lasse ich ihnen ihre Geheimnisse und das, was sie miteinander teilen. Es verbindet sie, so bleiben sie stark. Und darauf kommt es an, stark zu bleiben, es bindet einen an das Leben und zwingt einen zum Weitergehen, selbst wenn es nur mit einem Hund ist." (S. 71) Fazit: Für mich persönlich war dieser Roman DAS Lesehighlight im Genre Roman. Obwohl es nicht unbedingt leichte Kost war, übte die Story einen unvergleichbaren Sog auf mich aus und schickte mich durch ein Wechselbad der Gefühle. Die Geschichte ist nämlich bedrückend, traurig, verstörend, aber auch herzzerreißend und witzig. Ein Buch über Mut, Zusammenhalt und Loyalität und eine Story die einem lange im Gedächtnis bleibt.

  • Anja Matthies

    aus Bielefeld

    5/5

    10.08.2017

    Buch (Taschenbuch)

    Ein spannender Roman mit zwei...

    Ein spannender Roman mit zwei komplett unterschiedlichen Protagonistinnen und einem tragischen Familiengeheimnis

  • Julia Dyroff

    aus Augsburg

    5/5

    10.08.2017

    Buch (Taschenbuch)

    Zwei Schwestern und zwei tote...

    Zwei Schwestern und zwei tote Eltern im Garten. Eine schöne Geschichte über Liebe, Familie und Zusammenhalt. Schön authentisch geschrieben. Kann man nicht mehr weglegen.

  • NiWa

    5/5

    27.08.2015

    Buch (Taschenbuch)

    Bezaubernd, drückend, niederschmetternd

    Die Schwestern Marnie und Nelly legen auf den Hl. Abend nicht viel wert, weil es auch ihre Eltern nie getan haben. Aber dieses Weihnachten ist sogar für die Geschwister der Gipfel, denn sie stehen vor einem Loch im Garten, das sie für die Leichen ihrer Eltern gegraben haben. Schnell ist ein Vorwand konstruiert, warum Gene und Izzy verschwunden sind. Ja, die Geschwister reden ihre Eltern mit den Vornamen an und eigentlich gehen die beiden Junkies eh keinen ab. Wenn sie nur die Sache mit dem Geld in den Griff bekämen und der Hund des Nachbarn nicht dauernd Gene ausgräbt … Ich habe hier mit einem interessanten Jugendbuch gerechnet und eine erschreckende Geschichte bekommen. Es geht um Marnie und Nelly, beide sind Teenager, und wurden von ihren Eltern - die beide alkohol- und drogenabhängig sind - grausamst vernachlässigt. Nun sind die beiden tot und die Mädchen versuchen allein zurecht zu kommen, aus Angst, der Fürsorge übergeben zu werden. Die Autorin greift zu einem außergewöhnlichen Stil, um die Geschichte zu erzählen. Sie wechselt ständig die Perspektiven zwischen Marnie, Nelly und Lennie, ein vermeintlich perverser Nachbar, der nun ein Auge auf die Mädchen wirft. Marnie ist eher der grobe Typ, die einfach nur versucht, über die Runden zu kommen. Als Stütze kommen ihre schrägen Freundinnen zurecht, denen sie aber auch nicht alles anvertrauen kann. Nelly ist ein Schöngeist, wie er im Buche steht. Fast unvorstellbar, in diesem Milieu, und trotzdem so glaubhaft, dass man sie auf ihrer Geige spielen hört und sich an ihrer gewählten Wortwahl erfreut. Lennie hat es mit der Nachbarschaft nicht leicht, weil er als alter Schwuler den Stempel „pervers“ aufgedrückt bekam, umso mehr interessiert er sich für die Geschwister, um die er sich wahrhaft Sorgen macht. Durch diesen Erzählstil erhält der Roman eine spannende Dynamik, sodass ich das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen konnte. Bereits zu Beginn habe ich mich im Schicksal der Mädchen verloren, habe sprachlos von Seite zu Seite geblättert und konnte kaum fassen, was diese Menschen alles erdulden müssen und wie sie trotzdem jeden Tag als neue Herausforderung nehmen. Die Geschichte dieses Trios ist bezaubernd, drückend, niederschmetternd. Lisa O’Donnell betrachtet gesellschaftliche Probleme unserer Zeit: Drogen- , Alkohol- und Kindesmissbrauch, Vernachlässigung, Arbeitslosigkeit, und wie wir Menschen dazu neigen, der Einfachheit halber in Schubladen zu denken, um bloß nicht die Wahrheit zu erkennen. Absolut lesenswert!

  • Sonja

    aus Freiburg

    5/5

    02.12.2014

    Buch (Taschenbuch)

    mal was anderes, aber klasse!!!

    Das Buch startet mit einem Knall und dieser lässt einen nicht mehr los. Wir haben drei Protagonisten, die uns erzählen, was eigentlich passiert ist, die 15jährige Marnie, in sehr jugendlicher Sprache mit leichter Vulgarität, die altkluge 12 jährige Nelly und der Nachbar Lennie, der selber ein Päckchen zu tragen hat. Die Eltern sind tot und nun versuchen die Mädchen damit umzugehen, aber auch ohne sie zu leben. Keiner darf wissen, dass die Eltern tot sind, da sie sonst getrennt in Heime kommen würden. Und da kommt ihnen die Hilfe des elterlichen Nachbarn sehr gelegen. Da es aber keine typischen Eltern waren, kommen noch untypische Probleme hinzu… Eine etwas andere Geschichte, die einen nicht mehr loslässt. O’Donnell hat es geschafft, die drei Figuren mit der jeweils eigenen Sprache tatsächlich zum „Leben“ zu erwecken.

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Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Anna Brandstätter

    Anna Brandstätter

    Thalia Zentrale

    Buchhändler*in

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    5/5

    22.05.2015

    Buch (Taschenbuch)

    Ein ganz besonderer Roman

    Marnie (14) und Nelly (12) wohnen alleine in Glasgow, Irland. Die Eltern sind vor kurzen gestorben und die beiden Mädchen haben sie im Garten vergraben. Das darf natürlich niemand wissen, doch die drogenabhängigen Eltern haben einen Haufen Probleme hinterlassen. Und zwar nicht nur den Gestank nach Tod und Bleiche im Haus. Zum Glück für die Schwestern nimmt sich ihr Nachbar Lennie um Sie an. Doch auch der schon etwas ältere Homosexuelle hat seine Geheimnisse. Eine wunderschöne Geschichte die so schnell nicht mehr los lässt. Die drei Charaktere (Marnie, Nelly und Lennie) bringen mit Ihren unterschiedlichen Erzählstilen und den kurzen Kapiteln eine Dynamik in das Buch die es immer spannend bleiben lässt. Schon lange hat mich ein Buch nicht mehr so berührt. Die Mädchen wollen eigentlich nur eine Familie, zusammen sein. Doch dabei steht ihnen so viel Weg…
  • Zum Bewerterprofil von Birgit Matthews

    Birgit Matthews

    Thalia St. Pölten

    Buchhändler*in

    5/5

    14.04.2015

    Buch (Taschenbuch)

    Tief beeindruckend!

    Die Schwestern Marnie (15) und Nelly (12) haben eine trost- und lieblose Kindheit in Glasgow. Ihre drogen- und alkoholsüchtigen Eltern waren nie in der Lage ihnen ein geborgenes und sicheres Zuhause zu schaffen. Die vulgäre Marnie und die altkluge Nelly möchten auch nach dem Tod ihrer Eltern zusammenbleiben und so kommt es, dass sie am Heiligabend, erst ihren Vater und später ihre Mutter im Garten begraben. Damit die Fürsorge nicht aufmerksam wird, muss dies ein Geheimnis bleiben. In ihrem schwulen, vorbestraften Nachbar Lennie finden die beiden einen Elternersatz, der sich aufopferungswürdig um die Beiden kümmert. Alles regt sich zum Guten für die Schwestern, wenn da nicht plötzlich ein nie dagewesener Großvater auftauchen würde und nach dem Verbleib seiner Tochter fragen würde, und auch noch ein Recht auf seine Enkel stellen würde. Die Story ist tief berührend, abwechselnd erzählen die Hauptcharaktere Marnie, Nelly und Lennie, jeder in ihrem eigenen Sprachstil, sympathisch und bewegend das Geschehen. Tolles Buch -großartige Autorin.

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