Jack Ketchums beunruhigender, grenzüberschreitender Horrorthriller gilt unter Experten als eines der großen Meisterwerke des Genres. Die Geschichte eines Jungen, der inmitten einer amerikanischen Vorstadtidylle mit unvorstellbaren Grausamkeiten konfrontiert wird, steigt tief hinab in die Abgründe der menschlichen Psyche. Nachdem der brillant geschriebene Roman viele Jahre unter der Hand als geheimer Klassiker die Runde gemacht hatte, erhält er jetzt nicht zuletzt dank Stephen King, der zu diesem Werk auch eine ausführliche Einleitung verfasst hat, die verdiente Aufmerksamkeit und erscheint nun endlich auch als deutsche Erstausgabe.
Kundinnen und Kunden meinen
4.7/5.0
Bewertung
5/5
21.03.2024
eBook (ePUB)
True-Crime mit Gänsehaut Garantie!
Jack Ketchum liefert mit ''EVIL'' einen gnadenlosen Horrortrip.
Das Buch wirkt flüssig, verständlich und sehr real, was einen sehr in den Ban zieht und man es, trotz der Grausamkeit, nicht aus der Hand legen kann.
Neni
5/5
09.02.2022
eBook (ePUB)
Unglaublich heftig!
Ich habe das Buch gerade beendet. Alter Falter... wie bekomme ich diese Bilder jemals wieder aus meinem Kopf?! Spannend erzählt der Autor die Geschichte von David und was der kleine Junge so erlebt... nämlich das absolute Grauen! Mir ist gerade ein Stein vom Herzen gefallen, als ich wusste, dass noch ist zu Ende! Es war furchtbar grausam und ich muss ehrlich sein: ich habe NICHT jede Zeile lesen können.
Wir wissen wozu manche Menschen fähig sind, aber dies ausführlich aufgeschrieben zu lesen war hart! Ich habe immer noch Herzklopfen!
Dennoch fand ich es gut und spannend geschrieben. Da ich absolut nichts auszusetzen habe kann ich nur die höchste Punktzahl vergeben! :)
Nancy F.
aus Königswinter
5/5
25.08.2020
eBook (ePUB)
Unfassbar aber wahr!
"Jack Ketchums Horrorthriller ist ein Meisterwerk der psychologischen Spannung und gleichzeitig eines der schockierendsten Werke der modernen Literatur." Stephen King im Vorwort zu "Evil"
Diese Rezension kostet mich viel Überwindung und doch bin ich der Meinung, dass ich sie unbedingt schreiben muss. "Evil" hat mich nämlich einfach zutiefst schockiert und beim Lesen regelrecht zerrissen. Es ist das wohl bekannteste Buch aus der Feder von Jack Ketchum und auch der erste Roman, den ich von ihm gelesen habe. Die Art und Weise, wie Ketchum schreibt, hat mich unheimlich ans Buch gefesselt, bedrückt und emotional zutiefst berührt. "Evil" zeigt, dass man auch in einer Vorstadtidylle nicht in den Kopf der Mitmenschen oder gar hinter die vier Wände der Nachbarn schauen kann. Und auch wenn das Buch bereits in den 50er Jahren spielt, so gilt das wiederum leider auch noch in der heutigen Zeit. Es ist unfassbar, was Menschen anderen Menschen antun können.
Für alle, die von dem Buch noch nichts gehört haben, möchte ich den Inhalt kurz anreißen:
David ist 12 Jahre alt und mit den Kindern seiner Nachbarin Ruth befreundet. Er geht bei ihnen ein und aus, als wäre er dort zu Hause. Ruth ist alleinerziehend und für eine Mom - finden die Jungs - ziemlich cool. Sie erlaubt es ihnen zum Beispiel ab und an ein Bier zu trinken. Ruth selbst trinkt und raucht ziemlich viel, scheint mit ihrer Aufgabe als Alleinerziehende überfordert und ist unfassbar unzufrieden mit ihrem Leben. Diese Unzufriedenheit verschlimmert sich enorm, als sie durch einen tragischen Autounfall auch noch Vormund für ihre beiden Nichten, Meg und Susan, wird und beide bei sich aufnimmt.
Da Davids "Erwachsenes Ich" zu Beginn des Buchs nur andeutet, dass er etwas Schlimmes gesehen und erlebt hat, möchte man unbedingt erfahren, was passiert ist. Ketchum nimmt uns zunächst mit in die Idylle der Vorstadt und zeigt auf, in welcher Umgebung David aufgewachsen ist. Dabei lernt man als Leser die Nachbarskinder und ihre Charakterzüge kennen. Recht früh im Buch habe ich dadurch ein Gespür entwickelt, wer später noch eine Rolle spielen wird.
Sobald die Grausamkeiten anfingen, konnte ich das Buch einfach nicht aus der Hand legen. Ich wollte, dass es aufhört! Das klingt vielleicht seltsam, aber bei diesem Buch ist es so gewesen. Ich wollte das Leid nicht länger "ansehen". Denn obwohl das Buch aus Sicht des Nachbarsjungen David erzählt wird, spürt man die psychische und physische Gewalt, die den beiden Mädchen im Verlauf des Buchs angetan wird, fast am eigenen Körper. Ich möchte hier nicht ins Detail gehen, aber so etwas habe ich bis dahin noch nicht gelesen. Ganz besonders Meg scheint sich zum Feindbild ihrer Tante zu entwickeln. Ruth scheint immer mehr den Bezug zur Realität zu verlieren und dem Wahnsinn zu verfallen. (Zumindest konnte ich mir ihr Handeln nicht anders erklären.) Ihre drei Söhne genießen es dabei regelrecht Meg leiden zu sehen. Nach und nach verlassen sie ihre Rollen als Zuschauer und beginnen ebenfalls Meg zu foltern. Es scheint nur noch eine Figur mit Gewissen zu geben: David. Je schlimmer die Grausamkeiten im Nachbarshaus werden, umso mehr kämpft er mit sich. Ich wollte ihn regelrecht an den Schultern packen und schütteln, damit wenigstens er zur Vernunft kommt! Die Entwicklung von David und den anderen Kindern war auch der ausschlaggebende Punkt, der "Evil" für mich zu einem echten Pageturner machte. Der Text erzeugte dabei auf mich so eine hohe Spannung, da der Autor Kapitel und Absätze dramaturgisch geschickt in Szene setzte. Er blendete nicht ab, wo ein Film es tun würde. Er erzeugte Kontraste, in dem man von einer Folterszene zu Davids Frühstück wechselte. Ich wurde mitgerissen, obwohl ich mich davor fürchtete. Ketchum drängte mich als Leser in die Rolle des Voyeurs, in Davids Rolle, obwohl ich überhaupt nicht dort sein wollte. Er zwang mich auf jeder Seite neu zu entscheiden, ob ich auf Davids (und mein) Gewissen vertraue. Er hat mich tief in das moralische Dilemma des 12-Jährigen hineingezogen und ich fühlte genauso mit ihm, wie ich es mit Meg tat.
Das für mich grausamste am Buch jedoch war, zu wissen, dass der Autor vieles davon gar nicht frei erfunden hat. Diese unverzeihlichen Verbrechen sind tatsächlich einem Mädchen in den USA angetan worden. Ich habe nach dem Beenden des Buchs recherchiert, wie ich es immer tue, wenn ich weiß, es wurde an eine wahre Begebenheit angelehnt. Was ich dabei gefunden habe, hat mich zutiefst schockiert! Jack Ketchum hat sich nicht sehr viel ausdenken müssen, um "Evil" zu schreiben. Ein Großteil der Grausamkeiten hat er nur adaptiert. (Für alle, die der True Crime-Anteil ebenfalls interessiert, schaut auf Wikipedia nach dem "Mordfall Sylvia Likens".)
Nachdem ich nun weiß, was wirklich in den USA passiert ist, finde ich es umso wichtiger, dass jemand darüber geschrieben hat. Wir als Leser nennen es "Horrorthriller", für Sylvia Likens war es jedoch grausame Realität. Viele Leser nehmen Anstoß daran, dass Ketchum kein Blatt vor den Mund nimmt und die Taten niedergeschrieben hat. "Andeutungen hätten doch auch gereicht." Nein! Hätten sie nicht! Es ist wichtig, dass man das volle Ausmaß der Brutalität vorgezeigt bekommt. Dieses Wissen und das widerliche Gefühl, das ich beim Lesen hatte, sind die Dinge, die mich immer wieder dazu bringen würden, die Behörden einzuschalten, wenn ich einen Verdacht habe, dass jemand seine Kinder schlecht behandelt oder vernachlässigt. Andere Leser schreiben, das Buch sei klasse, aber die ersten 150 Seiten "Gelaber" hätte sich der Autor sparen können. Diese Menschen haben in meinen Augen nicht verstanden, worum es geht und wären vermutlich aus Sensationslust selber zu Meg in den Bunker gestiegen.
Ich empfehle dieses Buch gern an alle, die es sich zutrauen. Psychische und physische Gewalt werden hier im Detail beschrieben. Es ist kein Buch, was man zwischendurch lesen kann: Es nimmt dich mit, es zieht dich hinunter, es kaut dich einmal durch und dann spuckt es dich wieder aus! Wenn du diese seelische Achterbahnfahrt nicht scheust, dann lies dieses literarische Meisterwerk!
Bewertung
aus Wabern
5/5
24.08.2020
eBook (ePUB)
Was zur Hölle!
Wenn man eine halbwegs gute Fantasie und Vorstellungskraft hat, dann wird dieses Buch euch alles vergessen lassen.
Ist mein Lieblings Buch geworden.
Bewertung
5/5
09.12.2019
eBook (ePUB)
Selten etwas so Schlimmes gelesen!
Der Titel ist Programm.
Aufgrund meiner Recherche zum realen Mordfall der Sylvia Likens bin ich über dieses Bich gestolpert.
Jack Ketchums Schreibstil ist unfassbar gut. Wäre die Geschichte nicht so schrecklich, hätte ich mich köstlich amüsiert, das Feeling beim war angespannt und neugierig, aufgeregt und angenehm, ähnlich wie bei der Erstsicht des Filmes Stand by be, der auf der Shortstory 'Die Leiche' von Stephen King basiert.
Das Lesevergnügen war ähnlich dem wie bei King, die Längen waren detailliert, doch genau auf dem Punkt, doch das Wissen um das echte Geschehen, lässt einem nur die Haare zu Berge stehen.
'Evil' ist wohl mit das beste aus dem Genre das ich bisher gelesen habe, und ich als riesen Fan der Extrem-Bücher aus dem Festa Verlag, bin eigentlich ziemlich abgehärtet.
Nichts für schwache Nerven!
Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.
5/5
03.03.2024
Buch (Taschenbuch)
Ein Buch das man nicht so schnell vergisst!
Evil war für mich ein extrem heftiges Buch, welches viele Emotionen in mir geweckt hat. Ich konnte stellenweise nicht glauben, was ich in dem Buch gelesen habe, da es so brutal und ehrlich geschrieben worden ist.
Ich muss zugeben, selten habe ich Charaktere so sehr gehasst, wie Ruth und ihrer Kinder. Trotz der wenigen Seiten, konnte der Autor alle Charaktere einen nahe bringen und dadurch hat man einen interessanten Einblick in die Psyche der verschiedenen Charaktere erhalten.
Das Buch kann ich wirklich jedem Horror Fan empfehlen, jedoch sollte man sich hier bewusst sein, dass das Buch extrem brutal und keinesfalls beschönigt erzählt wird. Wer damit kein Problem hat, sollte Evil unbedingt lesen, da es wirklich ein großartiges Buch ist.
Dieses Buch ist nichts für schwache Nerven aber ein absolutes Meisterwerk des psychologischen Horrors. Jack Ketchum schafft es, eine beklemmende, realistische Atmosphäre aufzubauen, die einen von der ersten Seite an nicht mehr loslässt. Anders als klassische Horrorromane setzt Evil nicht auf übernatürliche Elemente, sondern auf das erschreckend reale Böse im Menschen, und genau das macht die Geschichte so intensiv.
Die Figuren wirken erschütternd authentisch, besonders durch die kindliche Perspektive, die das Geschehen noch grausamer erscheinen lässt. Man liest mit wachsender Fassungslosigkeit weiter, obwohl man sich oft wünscht, es nicht zu müssen. Ketchums Schreibstil ist direkt, ungeschönt und emotional extrem wirkungsvoll.
Was dieses Buch so besonders macht, ist seine nachhaltige Wirkung: Es verfolgt einen noch lange nach dem Lesen. Evil ist kein angenehmes Buch aber ein wichtiges, mutiges und brillant geschriebenes. Für Fans von düsterem, realistischem Horror ein absolutes Muss.
Alles scheint harmlos zu beginnen. Ein Sommer in einer kleinen Stadt.
Aber schon bald braut sich Schlimmes zusammen und Jack Ketchum lehrt uns mit diesem Buch das Fürchten.
Blutig, brutal - ein teilweise verstörender Horror-Thriller. Als Leserin war ich immer wieder versucht das Buch wegzulegen um die eigenen Gedanken zu sammeln, aber es ist so fesselnd geschrieben, dass man sich Seite für Seite den Grausamkeiten hingibt.
Nur für hartgesottene LeserInnen empfehlenswert!
200 Seiten lang detaillierte Folterszenen zu beschreiben finde ich weder originell noch spannend, sondern einfach nur ekelhaft und absurd. Eine Handlung abgesehen von den beschriebenen Grausamkeiten gibt es nicht, die angepriesenen Horrorelemente (worunter ich mir Übernatürliches vorgestellt habe) konnte ich nicht finden, und reine Kindesfolter als "Klassiker" zu bezeichnen, finde ich als Horror-Fan krank.
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für Ihr Feedback
Wir nutzen Ihr Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keine Rückmeldung geben können. Falls Sie Kontakt mit uns aufnehmen möchten, können Sie sich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.