Produktbild: Im Erlebensfall

Im Erlebensfall Essays 2002-2013

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

28.02.2014

Verlag

C.H.Beck Digital

Seitenzahl

310 (Printausgabe)

Dateigröße

3433 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783406659577

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

Dieses eBook können Sie uneingeschränkt auf allen Geräten der tolino Familie, allen sonstigen eReadern und am PC lesen. Das eBook ist nicht kopiergeschützt und kann ein personalisiertes Wasserzeichen enthalten. Weitere Hinweise zum Lesen von eBooks mit einem personalisierten Wasserzeichen finden Sie unter Hilfe/Downloads.

Family Sharing

Ja

Mit Family Sharing können Sie eBooks innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Buch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Lesen durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um eBooks zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei Thalia oder einem anderen tolino-Buchhändler haben. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Family-Sharing.

Text-to-Speech

Ja

Bedeutet Ihnen Stimme mehr als Text? Mit der Funktion Text-to-Speech können Sie sich im tolino webReader und in der aktuellen Thalia – Lesen & Hören App das eBook vorlesen lassen. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Text-to-Speech.

Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Erscheinungsdatum

28.02.2014

Verlag

C.H.Beck Digital

Seitenzahl

310 (Printausgabe)

Dateigröße

3433 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783406659577

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Es war der Titel, der meine…

Volker Jentsch am 28.10.2014

Bewertungsnummer: 2698635

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Es war der Titel, der meine Neugier geweckt und mich bewogen hat, 22 Euro zu investieren: was wollte er mir sagen? Aber auch nach der Lektüre des Buches bin ich nicht klüger geworden. Vielleicht erklärt mir der Autor, was er damit hat ausdrücken wollen? Ich würde mich freuen. Herr Muschg ist vielfach ausgezeichnet, Büchner- und Hesse-Preis sind ihm zuerkannt, den Nobelpreis für Literatur hat er vermutlich nur knapp verfehlt (aber auch der wäre noch möglich, im Erlebensfall, denn Preise, insbesondere die mit Literatur zu tun haben, sind voller Überraschungen, wie die vergangenen Ehrungen gelehrt haben). Das Buch besteht vor allem aus Vorträgen, die Muschg im Laufe von zehn Jahren verfaßt hat. In manchem stimme ich ihm gerne zu: wenn er die Flachheit und Geistlosigkeit der veröffentlichten Kommunikation beschreibt, die Impertinenz der Meinungsmacher, die Macht des globalen Marktes, die weitverbreitete Ökonomisierung der Lebensweisen. Auch darin kann ich ihm folgen: wenn er unter "Was heißt Bildung?" intellektuelle Vielseitigkeit fordert und das überall dominierende Spezialistentum wenn nicht verwirft, so doch ein ums andere Mal in Frage stellt; den Begriff der Elite, der heute den mit Bildung Beauftragten und Befaßten so leicht über die Lippen geht, nicht widerspruchslos akzeptieren will. Und ich bin ganz bei ihm, wenn er im Zusammenhang mit dem Wissenserwerb die Frage nach dem "Was" mit dem "Wofür" und "Wie viel" koppelt, was angesichts der rapide fortschreitenden biologischen Wissenschaften und ihren lukrativen Ablegern (wie z.B. Reproduktionsmedizin und Gentechnik), ganz sicher zeitgemäß ist. Andererseits: wie traditionell verengend auf Kulturelle beschränkt ist sein Bildungsbegriff! Er fordert die Zweckfreiheit, beruft sich auf Humboldt und Schiller, natürlich auch Goethe, redet vom reinen Wissen und wird doch wissen, daß das alles Ideologie ist; keine Wissenschaft oder Forschung je zweckfrei noch rein war; und das ist gut so. Wäre sie es gewesen, hätte die menschliche Gesellschaft keinen Fortschritt erfahren. Umfassende Bildung beinhaltet sowohl die kulturelle geisteswissenschaftliche wie die technische naturwissenschaftliche Seite, das eine ist ohne das andere nicht mehr denkbar; den Fokus allein auf Kunst und Kultur zu legen, zeugt von Einseitigkeit, die er doch zu Recht beanstandet. Und wie konservativ sein Artikel über die Burschenschaften! Hier wünschte ich ihm, daß er seinen kritisch-jugendlichen Blick, den er sich rückblickend bescheinigt, auf das Hierarchische, Gehorsame, Patrimoniale und Nationalistische bewahrt hätte, den Klientelismus nicht schön geredet hätte, mit dem die Verbindungen bei den jungen Leuten punkten. Wie das Publikum auf seine Reden reagiert haben mag? All das vorweg Gesagte mag unerheblich sein, wenn nur seine Texte und Sprache gezündet hätten. Sie haben es bei mir leider nicht. Warum? Erstens: Seine Sprache fand ich auf Kunstfertigkeit und Verkomplizierung getrimmt, sie kommt nicht selten daher als gelehrte Blase, wo der Effekt den Inhalt dominiert; was sich im Übrigen im Schriftbild widerspiegelt - ich halte es, wegen der zahllosen kursiven Setzungen, für unnötig dekoriert. Zweitens: Was er dem Hörer oder Leser mitteilt, ist von vielen anderen bereits gesagt, nur eben einfacher, klarer, natürlicher, durchsichtiger und eindeutiger.

Es war der Titel, der meine…

Volker Jentsch am 28.10.2014
Bewertungsnummer: 2698635
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Es war der Titel, der meine Neugier geweckt und mich bewogen hat, 22 Euro zu investieren: was wollte er mir sagen? Aber auch nach der Lektüre des Buches bin ich nicht klüger geworden. Vielleicht erklärt mir der Autor, was er damit hat ausdrücken wollen? Ich würde mich freuen. Herr Muschg ist vielfach ausgezeichnet, Büchner- und Hesse-Preis sind ihm zuerkannt, den Nobelpreis für Literatur hat er vermutlich nur knapp verfehlt (aber auch der wäre noch möglich, im Erlebensfall, denn Preise, insbesondere die mit Literatur zu tun haben, sind voller Überraschungen, wie die vergangenen Ehrungen gelehrt haben). Das Buch besteht vor allem aus Vorträgen, die Muschg im Laufe von zehn Jahren verfaßt hat. In manchem stimme ich ihm gerne zu: wenn er die Flachheit und Geistlosigkeit der veröffentlichten Kommunikation beschreibt, die Impertinenz der Meinungsmacher, die Macht des globalen Marktes, die weitverbreitete Ökonomisierung der Lebensweisen. Auch darin kann ich ihm folgen: wenn er unter "Was heißt Bildung?" intellektuelle Vielseitigkeit fordert und das überall dominierende Spezialistentum wenn nicht verwirft, so doch ein ums andere Mal in Frage stellt; den Begriff der Elite, der heute den mit Bildung Beauftragten und Befaßten so leicht über die Lippen geht, nicht widerspruchslos akzeptieren will. Und ich bin ganz bei ihm, wenn er im Zusammenhang mit dem Wissenserwerb die Frage nach dem "Was" mit dem "Wofür" und "Wie viel" koppelt, was angesichts der rapide fortschreitenden biologischen Wissenschaften und ihren lukrativen Ablegern (wie z.B. Reproduktionsmedizin und Gentechnik), ganz sicher zeitgemäß ist. Andererseits: wie traditionell verengend auf Kulturelle beschränkt ist sein Bildungsbegriff! Er fordert die Zweckfreiheit, beruft sich auf Humboldt und Schiller, natürlich auch Goethe, redet vom reinen Wissen und wird doch wissen, daß das alles Ideologie ist; keine Wissenschaft oder Forschung je zweckfrei noch rein war; und das ist gut so. Wäre sie es gewesen, hätte die menschliche Gesellschaft keinen Fortschritt erfahren. Umfassende Bildung beinhaltet sowohl die kulturelle geisteswissenschaftliche wie die technische naturwissenschaftliche Seite, das eine ist ohne das andere nicht mehr denkbar; den Fokus allein auf Kunst und Kultur zu legen, zeugt von Einseitigkeit, die er doch zu Recht beanstandet. Und wie konservativ sein Artikel über die Burschenschaften! Hier wünschte ich ihm, daß er seinen kritisch-jugendlichen Blick, den er sich rückblickend bescheinigt, auf das Hierarchische, Gehorsame, Patrimoniale und Nationalistische bewahrt hätte, den Klientelismus nicht schön geredet hätte, mit dem die Verbindungen bei den jungen Leuten punkten. Wie das Publikum auf seine Reden reagiert haben mag? All das vorweg Gesagte mag unerheblich sein, wenn nur seine Texte und Sprache gezündet hätten. Sie haben es bei mir leider nicht. Warum? Erstens: Seine Sprache fand ich auf Kunstfertigkeit und Verkomplizierung getrimmt, sie kommt nicht selten daher als gelehrte Blase, wo der Effekt den Inhalt dominiert; was sich im Übrigen im Schriftbild widerspiegelt - ich halte es, wegen der zahllosen kursiven Setzungen, für unnötig dekoriert. Zweitens: Was er dem Hörer oder Leser mitteilt, ist von vielen anderen bereits gesagt, nur eben einfacher, klarer, natürlicher, durchsichtiger und eindeutiger.

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Im Erlebensfall

von Adolf Muschg

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