Wie ich mir das Glück vorstelle

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  1. Wie ich mir das Glück vorstelle
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Martin Kordic

1. Wie ich mir das Glück vorstelle

Wie ich mir das Glück vorstelle

Roman

Buch (Gebundene Ausgabe)

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Beschreibung

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

03.02.2014

Verlag

Carl Hanser

Seitenzahl

176

Maße (L/B/H)

20,8/13,3/2 cm

Beschreibung

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

03.02.2014

Verlag

Carl Hanser

Seitenzahl

176

Maße (L/B/H)

20,8/13,3/2 cm

Gewicht

286 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-446-24529-7

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Lukas Bärwald

Thalia St. Pölten

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4/5

Fragmente im Jetzt

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

„Ich habe einigen Schaden an meinem Körper. Als ich zur Welt komme, haben die Menschen gleich eine Menge mit mir zu tun. Maria, o Maria.“ So versehrt wie Viktors Körper ist, so fragmentiert ist seine Sprache, so fragmentiert ist sein Erzählen. Denn wenn Viktor von Geburt, Kindheit und seiner gegenwärtigen Jugend in einem verminten Kriegsgebiet berichtet, hat er keine Vergangenheit und keine Zukunft – denn für Viktor gibt es nichts als das erlebte Jetzt. Der Protagonist schildert seine Erlebnisse ausschließlich im Präsens seiner Gegenwart. Durch diesen literarischen Kunstgriff gelingt es Martin Kordić einen subtilen Einblick in die Psyche und das Empfinden seiner Hauptfigur zu geben, deren Umwelt, Emotionen und eigener Körper sich in ständiger Auflösung zu befinden scheinen. Nachdem Viktor beim „Abtransport“ seiner Großfamilie den Soldaten davonlaufen konnte, kommt er bei einer Glaubensgemeinschaft unter und schlägt sich darauf folgend gemeinsam mit dem „einbeinigen Dschib“, einer Prostituierten und einem herrenlosen Hund durch die unberechenbare Landschaft zwischen zerstörten Brücken und ausgehobenen Massengräbern. Kordić benennt ihn zwar nie konkret, jedoch bleibt der Bosnienkrieg als historische Vorlage des Romans erkennbar. Und so wie Viktor ausschließlich im momentanen Präsens erzählt, so scheint sein Empfinden auch keinerlei Nachhaltigkeit zu besitzen: Gleich ob er aus einer lebensbedrohenden Situationen gerettet oder eine ihm wichtige Bezugsperson verliert, seine Gefühlswelt bleibt dadurch unbeeindruckt und im nächsten Augenblick scheint jede Spur dieser eigentlich prägenden Ereignisse verschwunden zu sein. Martin Kordićs Debütroman ist eine faszinierende Kriegsschilderung aus den Augen eines ebenso faszinierenden, gebrochenen Erzählers, dessen Sichtweise das Geschehen poetisch überhöht und gleichzeitig Momente von Gewalt, Schmerz und Verlust spürbar macht.
4/5

Fragmente im Jetzt

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

„Ich habe einigen Schaden an meinem Körper. Als ich zur Welt komme, haben die Menschen gleich eine Menge mit mir zu tun. Maria, o Maria.“ So versehrt wie Viktors Körper ist, so fragmentiert ist seine Sprache, so fragmentiert ist sein Erzählen. Denn wenn Viktor von Geburt, Kindheit und seiner gegenwärtigen Jugend in einem verminten Kriegsgebiet berichtet, hat er keine Vergangenheit und keine Zukunft – denn für Viktor gibt es nichts als das erlebte Jetzt. Der Protagonist schildert seine Erlebnisse ausschließlich im Präsens seiner Gegenwart. Durch diesen literarischen Kunstgriff gelingt es Martin Kordić einen subtilen Einblick in die Psyche und das Empfinden seiner Hauptfigur zu geben, deren Umwelt, Emotionen und eigener Körper sich in ständiger Auflösung zu befinden scheinen. Nachdem Viktor beim „Abtransport“ seiner Großfamilie den Soldaten davonlaufen konnte, kommt er bei einer Glaubensgemeinschaft unter und schlägt sich darauf folgend gemeinsam mit dem „einbeinigen Dschib“, einer Prostituierten und einem herrenlosen Hund durch die unberechenbare Landschaft zwischen zerstörten Brücken und ausgehobenen Massengräbern. Kordić benennt ihn zwar nie konkret, jedoch bleibt der Bosnienkrieg als historische Vorlage des Romans erkennbar. Und so wie Viktor ausschließlich im momentanen Präsens erzählt, so scheint sein Empfinden auch keinerlei Nachhaltigkeit zu besitzen: Gleich ob er aus einer lebensbedrohenden Situationen gerettet oder eine ihm wichtige Bezugsperson verliert, seine Gefühlswelt bleibt dadurch unbeeindruckt und im nächsten Augenblick scheint jede Spur dieser eigentlich prägenden Ereignisse verschwunden zu sein. Martin Kordićs Debütroman ist eine faszinierende Kriegsschilderung aus den Augen eines ebenso faszinierenden, gebrochenen Erzählers, dessen Sichtweise das Geschehen poetisch überhöht und gleichzeitig Momente von Gewalt, Schmerz und Verlust spürbar macht.

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