Produktbild: Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki

Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki Roman

44

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

20880

Erscheinungsdatum

09.01.2014

Verlag

DuMont eBooks

Seitenzahl

318 (Printausgabe)

Dateigröße

2550 KB

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Shikisaki wo motanai Tazaki Tsukuru to kare no junrei no toshi

Übersetzt von

Ursula Gräfe

Sprache

Deutsch

EAN

9783832187736

Beschreibung

Rezension

In Japan waren kurz nach Erscheinen zwei Millionen Exemplare verkauft. Ein Buch über die Einsamkeit als gigantischer Kassenerfolg. Das ist nicht paradox, sondern folgerichtig [] Haruki Murakamis Roman ist schön, bildgewaltig, realitätsverschiebend und weise [...] vielleicht gehört das dazu, zu einer Pilgerreise in die eigene Vergangenheit, zum Kern der Freundschaft, zum Kern der großen Traurigkeit. Einer Reise zum Ursprung der Isolation, der soviele Leser folgen wollen.
Volker Weidermann, FRANKFURTER ALLGEMEINE SONNTAGSZEITUNG

"Eine zarte, ernste Liebes- und Selbstfindungsgeschichte, die ohne Surrealismus, doppelte Böden, privatistische und hartnäckig undechiffrierbare Visionen auskommt und gerade heruntererzählt wird: Ein Mann versucht, sich nach Jahren seinem Trauma zu stellen, und am Ende begreift er etwas [] Es ist eine Freiheitsgeschichte, die Murakami erzählt. Man kann sie, im eigenen Leben, gut gebrauchen.
Peter Praschl, DIE LITERARISCHE WELT

Murakami kann süchtigmachend schreiben [] er fängt in seinen lakonisch erzählten Romanen ein Lebensgefühl ein, das ein Ausdruck unserer Zeit ist. Es ist ein fragmentiertes Gefühl: die Erfahrung von Verlust, die Akzeptanz von Vereinzelung, die Sehnsucht nach Liebe und Freundschaft - und die Gewissheit, dass der Tod unausweichlich ist [] Eines Tages wird Murakami den Nobelpreis erhalten. Weil er so bunt wie sonst niemand von der menschlichen Farblosigkeit zu erzählen weiß."
Claudia Voigt, DER SPIEGEL

Ein Autor, der es wie sonst kaum einer beherrscht, Stimmungen zu erzeugen [...] Mit jedem Buch, das er beim Warten auf die überfällige Auszeichnung schreibt, beschämt er das Nobelpreiskomitee aufs Neue [...] Wie kann man nur, Buch für Buch, ein Meisterwerk nach dem anderen schaffen? Mit seinem neuen Roman ist es Haruki Murakami wieder einmal gelungen [...]
Andreas Platthaus, F.A.Z.

"Voller emotionaler Spannung."
50 PLUS

Eine Geschichte von Freundschaft und Verrat, von Todessehnsucht und Überlebenswille. Ein Roman so spannend wie ein Thriller, so ernsthaft wie eine Tragödie und so ganz aus eigenen Ton und Thema geschöpft, wie es nicht anders sein kann bei Haruki Murakami [...] All das ist in Murakamis dezenter Schilderung bewegend, ist reich an meisterlichen Szenen. Nicht mit grellen Farben, sondern mit feinen Tönungen entwirft er eine üppige Seelenlandschaft.
Martin Oehlen, KÖLNER STADT-ANZEIGER/BERLINER ZEITUNG

"Im neuen Roman "Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki" gerät ein vermeintlich dröger Mensch durch ein mysteriöses Vergehen an den Abgrund. Des Todes, der Freundschaft und der Liebe. Und das ist wirklich sehr viel spannender, als Titel und Autor uns glauben machen wollen.

BRIGITTE

"Ein großes Buch voller Ruhe und Spannung (...) Gibt es einen anderen lebenden Autor, der so ruhig und knapp und gleichzeitig mit soviel emotionaler Kraft zu erzählen vermag wie er? Man braucht kein Japanisch zu können, um zu spüren, wie seine Übersetzerin Ursula Gräfe diese gewiss schwer zu vermittelnde Qualität auch im Deutschen zur Entfaltung bringt."
Burkhard Müller, SÜDDEUTSCHE ZEITUNG

"Ein neuer Murakami, und was für einer! [] Grandios!"
ANNABELLE

"Ein faszinierendes Buch, weil der Autor etwas tut, was nicht nur in Japan selten ist: Er nimmt sich Zeit für einen Menschen, für seine Träume, seine Verletzungen, seine Seele."
Sabine Schmidt, BÜCHER

Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki" treffen den Nerv unserer Zeit [...] Der aussergewöhnliche Erfolg erklärt sich damit, dass der Bestsellerautor und ewige Kandidat für den Literaturnobelpreis trotz dem düsteren Motiv ein farbenfrohes und hoffnungsvolles Buch geschrieben hat. Er weist einen Weg aus der Einsamkeit: die Liebe.
Daniel Arnet, SONNTAGSZEITUNG

"Alles schließt sich zu einem überzeugenden Universum zusammen, nicht zuletzt dank einer virtuosen Leitmotivtechnik [] Seine Romane sind im Grunde zeitgenössische Märchen: voller fantastischer Bilder und reich an archetypischen Vorstellungen, die aus der Schmucklosigkeit seiner Prosa doppelt hervorstechen [...] In den "Pilgerjahren" steckt die ganze Anspannung, zu der Haruki Murakami fähig ist."
Gregor Dotzauer, DER TAGESSPIEGEL

"Es ist Murakamis bislang traurigstes Buch, aber in seiner Klarheit und Konsequenz, mit der er sich der Lebenswehmut stellt, auch eines seiner schönsten."
Jan Ehlert, NDR

"Wundervoll erzählt."
STERN

"Ein wunderbares Buch über Freundschaft, Liebe, Schuld und Schmerz."
WOMAN

"Das ist die kleine, zarte Geschichte einer Selbstfindung, die ihre Effekte und Geheimnisse braucht. Ihre kalten Schauer, die Murakami für das Um und Auf hält."
Peter Pisa, KURIER

"Das Buch ist nicht nur ein Bestseller, sondern auch gut [...] Er schreibt unterhaltsam wie die besten US-Schriftsteller, er versetzt den Leser in die faszinierende japanische Kultur und er hat obendrein noch eine philosophische Ader, als würde man einem zeitgemäßen Hesse lauschen [...] Mit den "Pilgerjahren" zeigt er, dass auch angeblich farblose Menschen faszinierende Geschichten in sich tragen. Und er schlißet wieder an alte Glanzleistungen an."
Sebastian Fasthuber, SALZBURGER NACHRICHTEN

"Dieser Roman ist für die Fangemeinde ein einziger Grund zum Feiern."
Wolf Ebersberger, NÜRNBERGER ZEITUNG

"Genau hier zeigt sich, mehr denn je, Murakamis große Kunst. Keiner kann so feine, leise und zugleich so präzise Psychogramme entwerfen wie er. Und kaum einer schreibt so einfach und sagt so viel dabei. Ein wunderschöner Roman, einer seiner besten.""
Roana Brogsitter, BAYERISCHER RUNDFUNK

""Ein ruhiger, entspannt-realistischer Roman. Wohl abgeschmeckt, gut dosiert, unaufgeregt, höflich. Die stilvolle Verbeugung vor diesem Autor impliziert Dankeschön und großes Lob."
RBB

"Mit Sicherheit ist selbst ein mittelguter Roman von Haruki Murakami immer noch tausendmal besser, als alles andere, was sonst auf der Bestsellerliste steht."
Kerstin Meier, BÜCHER MAGAZIN DES KÖLNER STADT-ANZEIGERS

"Selbst in der Übersetzung bleibt immer etwas Fremdes in diesem Murakami-Sound, den die Übersetzerin Ursula Gräfe kreiert hat und dem wir alle verfallen sind [] Kühl und doch betörend zeigt Murakami fünf Menschen, die jeder auf seine Weise aus der Tradition in die Individualität treten, beleuchtet Freundschaft und Liebe, Begehren und Schuld."
Maik Brüggemeyer, ROLLING STONE

Ein hinreißendes Meisterwerk.
ECHO TIROLS

Ein toll komponierter Roman, der selbst Nicht-Murakami-Anhänger begeistern wird.
MYSELF

Es ist eine verflucht gute Geschichte [] einer der ganz seltenen Romane, die Sie in jedermanns Hände legen können als Empfehlung. [] Der Erfolg von Haruki Murakami liegt darin, dass er eines der zentralen Themen [] adressiert, die uns überhaupt zu Literatur greifen lassen [], unsere Todesangst.
Denis Scheck, SWR lesenswert

"Haruki Murakami hat wieder ein Werk voll großer Eleganz und Breite verfasst."
Alex Dengler, DENGLERS BUCHKRITIK ONLINE

"Wie Murakami [...] die heikle Balance zwischen Literatur und Lebenshilfe hält, ohne je in Kitsch abzugleiten, zählt zu den großen Lesefreuden dieses Frühjahrs."
Denis Scheck, ARD DRUCKFRISCH

Haruki Murakami schafft es, Mystik elegant zu verkaufen.
WIEN LIVE

"Über viele Jahre schon haben wir den einfachen, gut rhythmisierten, den coolen Sound Haruki Murakamis in der Übersetzung von Ursula Gräfe im Ohr. Das Abgründige wird leicht und das Leichte abgründig."
CICERO

"Ein Suchtmittel [] Murakami at his best."
Sabine Grimkowski, SWR 2

"Ein farbenfroher Roman voll Spannung und Poesie."
Julia Fischer, THE SIMPLE THINGS

"Murakami ist ein Meister der Konstruktion."
Konrad Holzer, BUCHKULTUR

"Eine grausam-schmerzliche Geschichte, lakonisch, melancholisch und voller Sehnsucht nach Liebe."
ZUHAUSE WOHNEN

"Grandiose grenzsurreale Erzählkunst."
NEWS

Produktdetails

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ePUB

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Verkaufsrang

20880

Erscheinungsdatum

09.01.2014

Verlag

DuMont eBooks

Seitenzahl

318 (Printausgabe)

Dateigröße

2550 KB

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Shikisaki wo motanai Tazaki Tsukuru to kare no junrei no toshi

Übersetzt von

Ursula Gräfe

Sprache

Deutsch

EAN

9783832187736

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  • Mika

    aus Deutschland

    5/5

    10.02.2024

    eBook (ePUB)

    Fesselnde melancholische Geschichte

    Es gibt wohl nur wenige Schriftsteller, die mit bildgewaltigen aber einfachen Worten Melancholie, Traurigkeit, Nachdenklichkeit, Sehnsucht und somit starken Nachhall beim Leser auslösen können. Haruki Murakami kann das. Und dieses Buch ist der Beweis. Empfehlenswert!

  • Bewertung

    5/5

    10.11.2021

    eBook (ePUB)

    Ein Hauptcharakter, mit dem man mitfühlen kann

    Es ist das erste Buch, dass ich von Haruki Murakami gelesen habe. Mir gefiel sein Schreibstil, der sich flüssig und ohne grosse Probleme lesen liess und auch die Wortwahl war sehr angenehm gewesen. Die Geschichte an sich hat mir sehr gefallen, allein die Emotionen die darin vorkamen haben mich sehr berührt. Man konnte mit dem Hauptcharakter mitfühlen und an manchen Stellen kannte man den Schmerz selbst, ausgelöst von Menschen denen man einst mit ganzem Herzen vertraut hatte. An einigen Stellen schien mein eigenes Herz mit ihm zu bluten, was mich doch schwerer schlucken liess. Der einzig kritische Punkt den ich habe ist, dass die Geschichte im späteren Verlauf etwas zu gut am Schnürchen läuft. Aber dies ist natürlich nur mein persönlicher Geschmack. Gelesen habe ich das Buch in einem Atemzug, wobei man eher sagen kann ich habe es verschlungen. Es hat mich in den Bann gezogen und ich wollte wissen wie es weitergeht, was ich zugegeben schon längers nicht mehr hatte. Auch existieren einige offene Fragen am Ende, die jedoch nicht stören. Es regt einen zum nachdenken an und genau solche Bücher mag ich besonders. Daher wird es definitiv nicht das letzte Buch sein, dass ich von dem Autor lesen werde.

  • Bewertung

    5/5

    07.04.2021

    eBook (ePUB)

    Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki

    Ein Mann der enttäuscht wurde und nun ganz von vorne anfängt. Eine wirklich dramatische Geschichte voll Leid und Glück. Sehr empfehlenswert

  • Bewertung

    5/5

    07.04.2021

    eBook (ePUB)

    Schöne und doch traurige Geschichte

    Nach mehreren Büchern die ich nun schon von Murakami gelesen habe, erkennt man ihn auch hier wieder sehr stark an seiner Art zu erzählen. In seinen Geschichten überschlagen sich zu keiner Zeit die Ereignisse, dennoch werden sie nie langweilig. Dieses Buch handelt von einem Mann, dessen Leben in jungen Jahren eine plötzliche und sehr drastische Wendung erfährt und deren Nachhall ihn in sein Erwachsenenalter verfolgt. Auf Anraten seiner Freundin macht er sich nach fast 20 Jahren endlich auf den Weg, den Grund zu erfahren, wieso seine engsten Freunde ihn so plötzlich und ohne Vorwarnung verstoßen haben. Eine traurige Geschichte bei der man mit dem Protagonisten Mitleid empfindet und bis zum Schluß hofft, dass es jetzt wieder eine starke Wendung, allerdings zum Positiven, für ihn gibt.

  • Odilie Pressberger

    aus Regensburg (Donau EKZ)

    5/5

    07.04.2021

    eBook (ePUB)

    Wenn man verlassen oder verstossen wird, kann das verteufelt weh tun!

    In diesem e-book erzählt Murakami die Geschichte des Schülers Tsukuru Tazaki und seiner vier Freunde ( 2Jungs, 2 Mädchen), die ,als sie 17 Jahre alt sind, eine Zeit der "vollkommenen Harmonie und Freundschaft" erleben. Als junger Student wird Tazaki plötzlich von der Gruppe kommentarlos und mit brutaler Konsequenz verstossen! Die Trauer über den Verlust der Freunde bringt ihn während eines halben Jahres fast an den Rand des Todes. Wie und warum er sich 16 Jahre später auf die Suche nach diesen 4 Menschen macht, das lesen Sie am besten selbst. Murakami beschreibt die körperlichen und seelischen Verheerungen des "Verstoßenseins" wirklich meisterhaft! Besorgen Sie sich nach Möglichkeit noch die Musikaufnahme von Liszt, Les années de pélerinage, gespielt von Lazar Berman. Kann sein, daß Ihnen der Text dadurch noch anders geöffnet wird!

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    Kerstin Ponleitner

    Thalia Pasching – Plus City

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    5/5

    08.05.2020

    Buch (Taschenbuch)

    Farblos?

    Der junge Tazaki gehört zu einer Clique mit 5 Freunden. Er hält sich für eine Randfigur. Wie verändert das einen Menschen? Wie weit würde er gehen um aus dieser Rolle zu schlüpfen?
  • Zum Bewerterprofil von Lisbeth Koch

    Lisbeth Koch

    Thalia Zentrale

    Buchhändler*in

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    4/5

    15.02.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein schöner Roman ohne Highlight und Ende

    Dies war mein erstes Leseerlebnis von Murakami. Seine ruhige Erzählweise fand ich sehr ansprechend. Der Roman jedoch hat kein wirkliches Highlight und plätschert so vor sich hin. Und durch das relativ offene Ende kann der Leser selbst einen möglichen Ausgang interpretieren.
  • Zum Bewerterprofil von Ines Filipits

    Ines Filipits

    Thalia Wiener Neustadt – Hauptplatz

    Buchhändler*in

    5/5

    06.10.2015

    eBook (ePUB)

    Kein bisschen farblos

    Haruki Murakami ist für mich persönlich mit keinem anderen Autor zu vergleichen - sein Schreibstil und seine Geschichten sind einzigartig. Im Gegensatz zu einigen seiner früheren Werke, hat der Roman „Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki“ keine magischen Elemente. Als Leser begleitet man Tsukuru, dessen Vergangenheit noch nicht abgeschlossen ist und in der Gegenwart aufgearbeitet werden muss, damit seine Zukunft eine glücklichere werden kann. Ein tolles Buch welches ich jederzeit empfehlen würde!
  • Zum Bewerterprofil von Gregor Schwarzenbrunner

    Gregor Schwarzenbrunner

    Thalia Zentrale

    Buchhändler*in

    5/5

    16.07.2015

    Buch (Taschenbuch)

    Der Tod, die Freundschaft und die Liebe

    Murakamis neuestes Werk handelt von Tsukuru. Er ist der Farblose von fünf Freunden, jedenfalls empfindet er es so, und darüber hinaus ist er auch der einzige dessen Name keine Farbe trägt. Tsukuru ist auch der einzige der den Ort Nagoya verlässt um in Tokio zu studieren. Als er eines Tages in den Ferien nach Hause kommt ist nichts mehr wie es war. Seine schlimmsten Befürchtungen bewahrheiten sich: Seine Freunde wenden sich von ihm ab und wollen mit ihm um nichts mehr zu tun haben. Er verzweifelt darüber so sehr, dass er beinahe bereit ist in den Tod zu gehen. Der weltberühmte Gegenwartsliterat Haruki Murakami hat mit seinem Geniestreich „Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki“ in kürzester Zeit die Bestsellerlisten auf der ganzen Welt erobert. Er wird hochgelobt, ganz zu Recht wie ich finde. Unbestätigten Quellen zu folge sollen in der ersten Woche nach dem Erscheinen, alleine in Japan eine Million Exemplare über den Ladentisch gegangen sein. Diese Zahlen sind wahrlich beeindruckend, genauso wie sein literarisches Schaffen. Manch böse Zungen vermuten hinter seinem öffentlichkeitsscheuen Verhalten, was seine Person und die Vorveröffentlichung der Bücher anbelangen, eine raffinierte Marketingstrategie. Das hat, wie ich finde, der bisherige Anwärter auf dem Literaturnobelpreis gar nicht nötig! Aber zurück zum Inhalt seines neuem kreativen Schaffens: Gleich in den ersten Kapiteln fand ich die offen versteckte Zahlenmystik interessant. Der jugendliche Tsukuru ist unsicher und weiß eigentlich gar nicht so recht wieso er von dieser Gruppe von Jugendlichen aufgenommen worden ist. Sie unternehmen immer etwas zu fünft und wenn nicht alle fünf sich getroffen haben, waren sie zu dritt oder zu zweit. Der aufmerksame Leser fragt sich nun wieso nie zu viert und der Japankenner weiß es sofort. In jenem altbekannten Stil der Erzählung, Ursula Gräfe ist sozusagen die deutsche Stimme Haruki Murakamis, beginnt er auf den ersten Seiten der Geschichte damit, tief in die lebensmüde Gedankenwelt des erwachsenen Hauptprotagonisten zu blicken: „Vielleicht war seine Sehnsucht nach dem Tod zu wahrhaftig und zu tief, um tatsächlich den Versuch zu machen, sich umzubringen. (..) Hätte es in seiner Reichweite eine Tür gegeben, die direkt in den Tod führte, er hätte sie ohne Zögern aufgestoßen.“ Seine Worte berühren tief im Inneren, sie lassen einem aus einer ökonomisierten Welt flüchten und in seine oft Absurden und Irrealen Welten abtauchen, wenngleich in „Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki“ diese kafkaesken Welt dem Leser nur gelegentlich als erotischer Traum streift. Mal verkehrt er darin mit zweien seiner früheren Freundinnen und einmal stößt sogar ein befreundeter Mann dazu. Hier und in weiteren wiederkehrenden Elementen, die sich der Schriftsteller bedient, findet sich der Leser selbst wieder. Jedenfalls ist es mir immer beim Lesen so ergangen. Immer wenn ich einen neuen Haruki Murakami in den Händen halte, frage ich mich: „Kann er das vorige Werk schon wieder toppen?“ Soviel verrate ich noch an dieser Stelle: „Ja er kann.“

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