Ein riesiges Inselreich erstreckte sich einst im Pazifik, von dem weltweit Legenden berichten. Der Autor forschte und reiste zehn Jahre lang, bis sich durch neue Funde der Tiefsee-Archäologie, uralte Inschriften und Symbole sowie historische Dokumente das Bild einer hoch entwickelten Zivilisation ergab, die in Harmonie lebte, das Wetter und die Schwerkraft beherrschte, sogar Genforschung betrieb. Nicht eine, sondern gleich drei Flutkatastrophen führten ihren Untergang herbei. Die Überlebenden brachten ihr Wissen nach Asien, Polynesien und bis tief ins Innere Amerikas. Indianische Totempfähle, Thailands Architektur, die Steinstatuen der Osterinsel zeigen alle diese Verwandtschaft zu Mu oder Lemurien.
Alles begann auf dem Kontinent Mu, der Wiege der Menschheit. Es gab dort ein hohes Maß technologischer und wissenschaftlicher Kenntnisse, die unser heutiges Wissen in vielen Bereichen weit überragt. Nicht eine, sondern drei Flutkatastrophen sorgten schließlich für den endgültigen Untergang. Den einstigen Bewohnern verdanken wir die Ursprünge aller Kulturen der Welt, gleich ob asiatischer, europäischer oder afrikanischer Prägung, und kurz vor dem Ende war Mu oder Lemurien nicht so sehr ein bestimmtes Land, sondern ein Volk und seine Kultur, und es erstreckte sich über zahlreiche, zum Teil Tausende Kilometer voneinander entfernte Territorien im und entlang des Pazifiks.
"Eine längst überfällige historische Aufarbeitung aller wesentlichen, uns heute zugänglichen Quellen über den untergegangenen Kontinent. Vermutlich das wichtigste Buch über die Urheimat aller Menschen, das je geschrieben wurde."
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HSL am 30.04.2016
Bewertungsnummer: 950320
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Nichts schöneres kann ich mir vorstellen, als ein Weltenbummler zu sein und unerforschte Dinge zu ergründen. So bietet mir jetzt dieses Buch, die Chance einen Teil aus versunkenen Kontinenten Lemuriens und Atlantis durch den Autor und Chefredakteur der angesehenen Zeitschrift Ancient American zu erleben, die von Thomas Görden aus dem amerikanischen übersetzt wurde. Frank Joseph, der Autor schrieb schon mehr als 20 Bücher dieser Richtung und die Spannung ist groß und vielversprechend, nun dieses Werk des Amra Verlages, und den Lemuren, welches wirklich das wichtigste über die Urheimat aller Menschen ist. Allerdings ist es auch eines der größten Welträtsel und undurchsichtigsten einer abgelegenen Region des westlichen Pazifiks, dass durch drei Flutkatastrophen leider unterging. Ein 483 seitiges Buch mit 13 Kapiteln und einer anschließenden Zusammenfassung von 200 000 Jahren Geschichte in 1000 Worten, sowie einer weitreichenden Bibliographie, in der ich vieles nachvollziehen kann, lässt die alten Mythen über diese zwei Kontinente in einem neuen Licht erscheinen. In der Einleitung erzählt der Autor, Archäologe und Weltenbummler über seine Abenteuerreise nach Peru mit dem Ziel die Himmelsstadt der Inkas zu erreichen. Seltsame Dinge und Erlebnisse die während seiner Reise durch die Anden und danach durch überzeugende Volksüberlieferungen, die ihm von einer Vertreterin der malaysischen Regierung erzählt wurden, veranlassten ihn dann später neue Forschungen um das sagenumwobene Land des Pazifiks an zu stellen. Und das mit Erfolg, aber leider wie so oft, waren konventionelle Wissenschaftler wenig begeistert auf neue Entdeckungen, die ihre vorgefassten Meinungen über die Frühgeschichte der Menschheit ins Wanken bringen konnten. In alten Aufzeichnungen eines indischen Klosters war außerdem zu lesen, dass die Menschheit vor 200 000 Jahren zuerst auf Inseln im Pazifik erschien und die erste menschliche Zivilisation vor 50 000 Jahren sich im Pazifik entwickelte. Obwohl die Ruinen des Mutterlandes seit mindestens 33 Jahrhunderten auf dem Meeresgrund liegen und je mehr wir uns heute der Großen Krise nähern, die unsere ungewisse Zukunft überschattet, um so mehr wächst dieser Geist offenbar auch in unserem kollektiven Bewusstsein. Wir brauchen dringend ein anderes Vorbild aus der Vergangenheit als jetzt, wo die Genusssucht und das Unnatürliche keine Grenzen kennt.
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Atlantis ist die bekannteste untergegangene Zivilisation unserer Welt. Keine andere frühe Hochkultur hat schon mehr Anlass zu Spekulationen gegeben, wo sie gelegen haben könnte und was letztendlich der Grund für ihren Untergang war. Von renommierten Archäologen aller Teildisziplinen bis hin zu weniger glaubwürdigen Forschern zweifelhafter Herkunft, die auch einen extraterrestrischen Ursprung dieser Zivilisation nicht ganz ausschließen wollen. Ich habe schon ein paar Bücher zum Thema gelesen und stieß dabei auf dieses.
Der Autor des hier vorliegenden Buches, Frank Joseph, schreibt selbst an mehreren Stellen, dass er eben kein Archäologe ist, sondern ein Weltenbummler und Abenteurer. Auch er begibt sich auf Spurensuche an vielen abgelegenen Orten, um die Hinterlassenschaften der einstigen Hochkultur zu finden. Im Gegensatz zu anderen Titeln vertritt er jedoch zwei mir völlig neue Thesen zum Thema. Zum einen ist er davon überzeugt, dass es nicht eine, sondern gleich drei schwere Naturkatastrophen gab, die zum Untergang der „ersten Zivilisation“ unseres Planeten führten. Zum anderen – und auch das habe ich hier zum ersten Mal gelesen – ist er der Meinung, dass Atlantis nicht die einzige frühe Zivilisation war, sondern neben einer weiteren, weit weniger bekannten Hochkultur existierte: den Lemuriern.
Die Lemurier, einst beheimatet auf dem untergegangenen Kontinent MU, haben ebenfalls zur gleichen Zeit existiert wie die Atlanter. Im Gegensatz zu diesen hatten sie ihren Einflussbereich vor allem im pazifischen Raum. Ihre Hinterlassenschaften finden sich somit auf vielen kleinen und verstreuten Inseln weit weg vom südamerikanischen Kontinent. Eine seiner ersten Entdeckungen ist die Ruine auf „Nan Madol“. Diese Ruinenstadt auf einer entlegenen Insel hat gleich in mehrerer Hinsicht Besonderheiten aufzuweisen. Zum einen die Bauform, in welcher diese Stadt einst errichtet wurde. Es handelt sich um magnetischen Basalt, welcher natürlich in diesem Teil der Erde nicht vorkommt. Selbst mit modernsten Mitteln, so erzählt er, wäre das Aufschichten so großer Blöcke unglaublich schwierig. Auch im 21. Jahrhundert würde das Architekten und Bauunternehmer vor enorme Herausforderungen stellen.
Außerdem bräuchte man zum Bau dieser Anlage laut seiner Schätzung über 50.000 Arbeitskräfte, die versorgt werden müssen. Weder gibt es auf dieser Insel genügend Platz für so viele Menschen, noch gibt es in den umliegenden Inselgruppen ausreichend Nahrungsmittel, um diese zu versorgen. Das war für mich auch neu, und ich habe das hier zum ersten Mal gelesen. Doch Nan Madol ist nur eine der Inseln, die Besonderheiten aufweist und somit eine Hinterlassenschaft der Lemurier darstellt. Auch auf der Osterinsel, welche natürlich in einem Buch über frühe Hochkulturen nicht fehlen darf, gibt es Hinterlassenschaften, die nicht mit der gesamten Forschung zu erklären sind. So haben sie ein Schriftsystem namens „Rongo-Rongo“, das Ähnlichkeit mit der frühen Hochkultur der Anden aufzuweisen scheint. Laut Meinung von Herrn Joseph ist das ein Beweis dafür, dass diese beiden, durch tausende Kilometer getrennten Zivilisationen einst eine gemeinsame Gruppe bildeten.
Auch wenn ich nicht alles, was hier vorgestellt wird, gänzlich glaube, muss ich dennoch sagen, dass er ein guter Erzähler ist und es versteht, die unterschiedlichen Forschungsergebnisse sowie seine eigenen Reisen gut lesbar darzubringen. Ob man das alles glauben soll oder nicht, sollte jeder selbst für sich entscheiden. Mir hat es jedenfalls gefallen.
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