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Band 157

Schachnovelle

67

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

6137

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

01.09.2013

Verlag

Anaconda Verlag

Seitenzahl

128

Maße (L/B/H)

19,3/13,1/1,7 cm

Gewicht

198 g

Farbe

Wollweiß / Anthrazit

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7306-0048-1

Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

6137

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

01.09.2013

Verlag

Anaconda Verlag

Seitenzahl

128

Maße (L/B/H)

19,3/13,1/1,7 cm

Gewicht

198 g

Farbe

Wollweiß / Anthrazit

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7306-0048-1

Herstelleradresse

Anaconda Verlag
Unter Kirschen 1A
50827 Köln
DE

Email: produktsicherheit@penguinrandomhouse.de

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Zweigs Schachnovelle ist kurz,...

Bewertung am 13.12.2021

Bewertungsnummer: 1622831

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Zweigs Schachnovelle ist kurz, aber äußerst perfide: es beherrscht den Leser gekonnt durch morbide Neugier. Dr. B's Potential zum Schach wird durch den menschlichen Horror des NS entfacht, aber trotz der geistigen Fleischwunde macht seine Art zu Spielen süchtig. Ein Meisterwerk.

Zweigs Schachnovelle ist kurz,...

Bewertung am 13.12.2021
Bewertungsnummer: 1622831
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Zweigs Schachnovelle ist kurz, aber äußerst perfide: es beherrscht den Leser gekonnt durch morbide Neugier. Dr. B's Potential zum Schach wird durch den menschlichen Horror des NS entfacht, aber trotz der geistigen Fleischwunde macht seine Art zu Spielen süchtig. Ein Meisterwerk.

Von der (selbstzerstörerischen) Macht der Wahrheit

Bewertung (Mitglied der Book Circle Community) am 13.01.2026

Bewertungsnummer: 3035058

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Sophokles’ Ödipus ist ein Werk, dessen Alter man spürt – und das einen dennoch nicht loslässt. Die Handlung ist streng, fast unerbittlich konstruiert: Schritt für Schritt führt sie den Protagonisten zur Erkenntnis seiner eigenen Schuld, obwohl er nichts anderes wollte als Wahrheit und Gerechtigkeit. Besonders eindrucksvoll ist, dass Ödipus nicht an einem moralischen Fehltritt scheitert, sondern an seinem unbeirrbaren Erkenntnisdrang. Gerade dieser macht ihn modern. Sein Wunsch, alles wissen zu wollen, wirkt heute ebenso nachvollziehbar wie seine Weigerung, Warnungen zu akzeptieren. Am stärksten beeindruckt jedoch, dass Ödipus am Ende konsequent zu sich selbst steht: Er vollzieht den Fluch, den er selber ausgesprochen hat, nun an sich selbst und übernimmt damit vollständig Verantwortung für seine Taten – auch wenn sie unwissentlich geschahen. Diese Konsequenz wirkt umso eindringlicher im Kontrast zur Gegenwart, in der Schuld oft relativiert, verschoben oder anderen zugeschrieben wird. Die Sprache und Form schaffen zunächst Distanz, doch genau diese Distanz verstärkt die Wirkung des unausweichlichen Schicksals. Am Ende bleibt weniger Schock als vielmehr Beklemmung: die Erkenntnis, dass Wissen nicht immer befreit, sondern zerstören kann. Ödipus ist kein leicht zugängliches Werk, aber eines, das seine Leserinnen und Leser mit zeitlosen Fragen zurücklässt – über Schuld, Verantwortung und den Mut, die Konsequenzen der eigenen Erkenntnis zu tragen.

Von der (selbstzerstörerischen) Macht der Wahrheit

Bewertung (Mitglied der Book Circle Community) am 13.01.2026
Bewertungsnummer: 3035058
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Sophokles’ Ödipus ist ein Werk, dessen Alter man spürt – und das einen dennoch nicht loslässt. Die Handlung ist streng, fast unerbittlich konstruiert: Schritt für Schritt führt sie den Protagonisten zur Erkenntnis seiner eigenen Schuld, obwohl er nichts anderes wollte als Wahrheit und Gerechtigkeit. Besonders eindrucksvoll ist, dass Ödipus nicht an einem moralischen Fehltritt scheitert, sondern an seinem unbeirrbaren Erkenntnisdrang. Gerade dieser macht ihn modern. Sein Wunsch, alles wissen zu wollen, wirkt heute ebenso nachvollziehbar wie seine Weigerung, Warnungen zu akzeptieren. Am stärksten beeindruckt jedoch, dass Ödipus am Ende konsequent zu sich selbst steht: Er vollzieht den Fluch, den er selber ausgesprochen hat, nun an sich selbst und übernimmt damit vollständig Verantwortung für seine Taten – auch wenn sie unwissentlich geschahen. Diese Konsequenz wirkt umso eindringlicher im Kontrast zur Gegenwart, in der Schuld oft relativiert, verschoben oder anderen zugeschrieben wird. Die Sprache und Form schaffen zunächst Distanz, doch genau diese Distanz verstärkt die Wirkung des unausweichlichen Schicksals. Am Ende bleibt weniger Schock als vielmehr Beklemmung: die Erkenntnis, dass Wissen nicht immer befreit, sondern zerstören kann. Ödipus ist kein leicht zugängliches Werk, aber eines, das seine Leserinnen und Leser mit zeitlosen Fragen zurücklässt – über Schuld, Verantwortung und den Mut, die Konsequenzen der eigenen Erkenntnis zu tragen.

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Schachnovelle

von Stefan Zweig

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