Produktbild: Stalins Kühe
Band 74364

Stalins Kühe Roman

3

11,95 €

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

10.02.2014

Verlag

btb

Seitenzahl

496

Maße (L/B/H)

18,5/11,8/3,8 cm

Gewicht

400 g

Farbe

Lichtgrau / Aubergine

Originaltitel

Stalinin Lehmät

Übersetzt von

Angela Plöger

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-442-74364-3

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

10.02.2014

Verlag

btb

Seitenzahl

496

Maße (L/B/H)

18,5/11,8/3,8 cm

Gewicht

400 g

Farbe

Lichtgrau / Aubergine

Originaltitel

Stalinin Lehmät

Übersetzt von

Angela Plöger

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-442-74364-3

Herstelleradresse

btb Taschenbuch
Neumarkter Straße 28
81673 München
DE

Email: produktsicherheit@penguinrandomhouse.de

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  • sofie

    5/5

    15.06.2015

    Buch (Taschenbuch)

    „Denn ich hatte kein Herz.…

    „Denn ich hatte kein Herz. Ich hatte Essen. Ich hatte keine Liebe. Ich hatte Essen. Ich hatte keine Angst, nur Erstarrung und Essen. Ich hatte keinen Zorn, nur einen Magen, der sich bis zum Rand füllte.“ (S. 316) Wer keine Lust hat, die ganze Rezension zu lesen, hier eine Kurzfassung: Wundervoll. Unbedingt lesen! „Stalins Kühe“ ist in gewissem Sinn eine Familiengeschichte über drei Generationen, genauer gesagt eine Frauenfamiliengeschichte: Sofia, die Großmutter, Katariina, die Mutter und Anna, die Tochter. Aber im Mittelpunkt steht Anna, die mit ihrer Identität und ihrem „Herrn“ – ihrer Bulimie – kämpft. Im Laufe des Romans lernt der Leser diesen Herrn, aber auch seine Ursachen gut kennen. Sofia und Katariina sind Estinnen, Katariina heiratet aber einen Finnen und wandert aus. Und so lernt man auch sehr viel über die estnische Geschichte im 20. Jahrhundert, den Zweiten Weltkrieg, die Deportationen nach Sibirien, die Kollektivierung der Landwirtschaft, die Mangelwirtschaft, bis hin zum Systemwechsel 1989. Sofi Oksanens Sprache hat mich begeistert. Gerade Annas Krankheit, die oft aus der Ich-Perspektive beschrieben wird, ist oft so plastisch beschrieben, dass es einem Angst wird. Unglaublich kraftvoll. Aber auch die Komposition, der Wechsel zwischen den drei Generationen und Geschichten, zwischen Zeiten und Orten, hat mir sehr gut gefallen. Und weil ich gerade beim Schwärmen bin: auch das Cover finde ich besonders erwähnenswert und äußerst gelungen! Eine klare Leseempfehlung von mir! Und ich werde mir jetzt das nächste Buch der Autorin besorgen.

  • buchwürmchen

    aus reutlingen

    3/5

    14.12.2016

    Buch (Taschenbuch)

    Anna und ihre Mutter Katarina…

    Anna und ihre Mutter Katarina leben vom Vater getrennt in Finnland. Katariina ist Estin und damit stigmatisiert, denn Frauen dieser Abstammung gelten in Finnland als russische Huren. Anna ist von Geheimnissen umgeben, denn sie darf vieles über die Mutter nicht wissen. Sie darf nicht estnisch sprechen, denn die Mutter versucht ihre Herkunft zu verschleiern, Mutter weiß hingegen nichts (anscheinend) über Annas Fress- und Kotzattacken. So tingelt die Geschichte durch die Zeiten, mal tiefste Vergangenheit, mal eben erst gestern, mal in Finnland dann im Gulag am Ende der Welt. Interessant, wenn auch nicht neu, zu erfahren wie es den Bewohnern Estlands unter der Russischen Nachkriegsbesatzung ergangen ist, wie diese Okupation die einzelnen Schicksale beeinflusste und wie diese Menschen mit den Tiefschlägen umgingen. Frau Oksanen versteht ihr Handwerk und die Schicksale der Frauen aus dieser Region sind definitiv ihr Thema. Die Sprache ist nicht immer flüssig, stellenweise geradezu holprig und unbeholfen, und dennoch erscheinen deutliche, realistische Bilder vor dem inneren Auge, die jede Menge Anlas zum Nachdenken geben. Nicht jedermanns Thema, doch wer politisch und geschichtlich interessiert ist, wird hier mit Sicherheit auf seine Kosten kommen.

  • Bewertung

    5/5

    09.01.2024

    eBook (ePUB 3)

    Tolles Buch

    Gerade mit der gegenwärtigen Situation schon fast Pflichtkektüre. Wunderbarer Schreibstil neben der einzigartigen Sichtweise einer jungen Frau. Kann es sehr empfehlen. Freue mich auf weitere Bücher der Autorin.

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Bewertungen (3)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Annemarie Blaßnig

    Annemarie Blaßnig

    Thalia Klagenfurt – City Arkaden

    Buchhändler*in

    4/5

    29.08.2012

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Emotionale Heimatlosigkeit

    Annas Mutter Katariina, eine Estin, die in den 1970iger Jahren einen Finnen geheiratet hat, will, wie soviele Mütter, ein besseres Leben für ihre Tochter. Dazu soll Anna ihre estnische Herkunft verleugnen, denn Estinnen gelten in Finnland als Huren, die versuchen mit Hilfe finnischer Ehemänner aus dem Sowjetsystem herauszukommen. Und Anna soll studieren. Doch Anna beginnt mit elf Jahren an einer selbstzerstörerischen Essstörung zu leiden, die von ihrer Umgebung lange gar nicht wahrgenommen wird. Nirgends fühlt sie sich zuhause, weder in Estland, noch in Finnland, in keiner Familie und in keiner Beziehung. Annas Leben bleibt prekär. Während sie uns als Ich-Erzählerin entgegen tritt, werden abwechselnd die Lebensgeschichten ihrer Mutter und ihrer Großmutter Sofia erzählt. Katariinas Ehe mit dem Finnen scheitert. Sofias Leben wird von den politischen Umwälzungen in Estland 1945 bestimmt. Ein Teil der Familie wird nach Sibirien deportiert, ihr Mann schließt sich einer estnischen Widerstandsbewegung an und wird verfolgt. Andere Familienmitglieder kollaborieren mit den neuen sowjetischen Machthabern und profitieren davon. Sofi Oksanens Roman gelingt es anschaulich die Auswirkungen politischer Verhältnisse auf die privaten Beziehungen und das Innenleben von Familien darzustellen. Dieses wird von Ängsten, gegenseitigem Misstrauen, Hass und Neid bestimmt. Voll Neid blickt man v. a. auf diejenigen, die es geschafft haben, in den Westen zu kommen. Eindringlich sind auch die Schilderungen des sowjetischen Alltagslebens, das zu bewältigen v.a. Aufgabe er Frauen war.

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